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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ernährung


ArneE
05.02.2002, 15:30
Hallo,

ich habe ein paar, ich denke für euch leichte, Fragen zum Thema "Ernährung".

1.) Woher kommt die Glucose, die wir in der Zellatmung verwenden?
2.) Wie kommt es, dass ein Produkt, das ausschließlich aus Stärke besteht, süß schmeckt?
3.) Wie müsste ein wissenschaftliches Experiment zum Beweis dieser Hypothese aussehen?

Danke,

nobody
05.02.2002, 15:40
Naja, Stärke besteht doch quasi aus Glucoseketten. Es gibt Enzyme, die diese Ketten zerlegen können. Wenn Du auf Stärke lang genug rumkaust, dann schmeckts süß.

nobody
05.02.2002, 17:16
Erstmal muß man sagen,dass die Glucose ein Monosaccharid ist.Sie besteht aus 6 Kohlenstoffatome und mit 5 Hydroxlgruppen und einer Aldehydgruppe.Somit zählt Glucose zu den Kohlenhydraten
Die Kohlenhydrate sind in unserer Nahrung enthalten und diese nehmen wir dann auf.
Durch die Resorption im Dünndarm gelangt die Glucose (Stärke wurde vorher durch Zwischenstufen und mehreren Enzymen zu Glucose abgebaut)
durch die K/Na Pumpe in das Blut.

nobody
05.02.2002, 18:33
Glucose ist vielfach in der Nahrung enthalten: Entweder als freier Einfachzucker (Monosaccharid), gebunden in Doppel- (Di-) oder Mehrfachzuckern (Oligosacchariden) oder wie schon erwähnt als Vielfachzucker (Polysaccharid) z.B. in Stärke, aber auch in Zellulose, die wir Menschen alledings nicht verdauen können (da kannst Du noch so lange drauf rumkauen, die schmeckt nicht süß). Im Speichel ist Amylase enthalten, die Stärke in Maltose (den Glucose-Doppelzucker) zerlegt, und der schmeckt süß. Allerdings spielt das für die Verdauung keine große Rolle, eben weil wir nicht lange genug kauen. Im Dünndarm gibt's aber noch genug Amylasen. Nachweisen könnte man das vielleicht durch die Fehling- oder Tollens-Reaktion. Bei Stärke sollte nicht allzu viel passieren. Die reagiert aber wiederum mit Iod.

Penthesilea
06.02.2002, 00:44
Die über die Nahrung aufgenommene Glucose entsteht primär in den Pflanzen bei der photoautotrophen oder chemoautotrophen(Bakterien, Pilze) Assimilation aus Kohlendioxid und Wasser.
Licht
6 CO2 + 6 H2 O -------> C6 H12 O6 + 6 O2


Beispiel für chemoautotroph: Nitrifikation, Denitrifkation

Gruß,

P.

bm
06.02.2002, 00:53
Im Dünndarm gibt's aber noch genug Amylasen. Nachweisen könnte man das vielleicht durch die Fehling- oder Tollens-Reaktion.

Freiwillige gesucht!

nobody
06.02.2002, 13:37
Das kommt davon, wenn man seinen Beitrag nach dem Schreiben nochmal verändert. Eigentlich dachte ich ja an den Amylase-Test im Speichel, nicht im Bauchspeichel...

:jump_biggrin:
.

ArneE
06.02.2002, 15:49
Hallo Leute,

vielen Dank für die große Beteilung ...

@kiwi: Was ist K/Na??

Zu Frage1: Und woher kommt die Glucose nun? Aus dem Dünndarm !

Vielen Dank,

buba
06.02.2002, 16:04
K/Na-Pumpe = Kalium-Natrium-Ionenpumpe. U.a. wichtig für die Erhaltung des Ruhepotentials in Nervenzellen. ;)

ArneE
06.02.2002, 16:12
Hallo,

@buba: Danke (mittlerweile zum x. Mal :))!

Man, ich hätte nicht gedacht, dass Ernährung (und evtl. später Verdauung) so schwierig und komplex ist.

buba
06.02.2002, 16:13
Hmmm... sagt dir Zitronensäurezyklus, HS-CoA, aktivierte Essigsäure usw. etwas?

nobody
06.02.2002, 16:31
Die Natrium-Kalium-Pumpe ist die wichtigste Ionenpumpe und schaufelt pro "verbrauchtem" ATP-Molekül 3 Na+ aus der Zelle und 2 K+ in die Zelle. Im Zusammenspiel mit verschiedenen Ionenkanälen und anderen Ionenpumpen entsteht so das Membranpotential der Zelle. Dieses kann für Transportprozesse GEGEN das Konzentrationsgefälle ausgenutzt werden: Man läßt z.B. Na+ wieder in die Zelle rein, aber nur wenn gleichzeitig das gewünschte Teilchen mittransportiert wird. Dieses Beispiel nennt man sekundär-aktiven Symport, weil ATP benötigt wird (aktiv), aber nicht direkt, sondern unter Ausnutzung des Membranpotentials (sekundär), und weil beide Teilchen in dieselbe Richtung wandern (SYMport). Logischerweise gibt es dann auch Antiport und passiven Transport (der geht nur entlang des Konzentrationsgefälles).