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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ALkohole


nobody
30.03.2000, 14:11
Hi! Ich suche dringend jeden schnipsel über Alkohole. Bitte schickt mir euere referate, beiträge,... an Ott-Markus@t-online.de

Danke!

Fabio
23.04.2000, 15:36
Servus Markus,
ich hab da ein paar Fragen und Antworten zum Thema ALKOHOLE. (Aus Stark)1. Bilden Alkanole eine homologe Reihe? Begründen Sie!
Alkanole bilden eine homologe Reihe, da sich aufeinanderfolgende Glieder jeweils durch den Mehrgehalt einer CH2 - Gruppe unterscheiden.

2. Nach welchen Kriterien lassen sich Alkohole ordnen. Erläutern Sie an Beispielen!
Alkohole kann man ordnen
- nach der Anzahl der im Molekül befindlichen OH - Gruppen ( ein-, zwei-, oder mehrwertige
Alkohole)
- nach der Stellung der OH - Gruppe an einem primären, sekundären oder tertiären
Kohlenstoffatom.

3. Beschreiben Sie ein Verfahren zur technischen Herstellung von Ethanol.
Hydratisierung von Ethen in Gegenwart von Schwefelsäure:
Bei der technischen Darstellung reagiert Ethen in Gegenwart von Schwefelsäure unter Druck bei ca. 300°C mit Wasserdampf. Dabei kommt es zu einer Anlagerung von Wasser an die Doppelbindung (Hydratisierung)
H2C=CH2 + H2O -----> H3C-CH2OH

4. Nieder einwertige Alkohole sind leichtbewegliche, höhere ( mit 6-11 Kohlenstoffatome ) ölige
Flüssigkeiten; enthalten die Alkoholmoleküle 12 oder mehr Kohlenstoffatome, so sind die
Alkohole bei Raumtemperatur fest.
Erklären Sie diese Tatsachen!
Zwischen den Alkoholmolekülen sind Wasserstoffbindungen zwischen den polaren Hydroxylgruppen und van der Waalssche Anziehungskräft zwischen den unpolaren Alkylresten wirksam.
Da einwertigen Alkohole angesprochen sind, die alle nur 1 Hydroxylgruppe im Molekül besitzen, kann man von einer vergleichbaren Stärke der Wasserstoffbrückenbindungen ausgehen.
Die Alkylreste der Alkohole unterscheiden sich jedoch in ihrer Länge.
Je länger die Alkylreste, um so stärker die van-der-Waalssche Anziehungskräfte, die zwischen ihnen wirken.
Die mit zunehmender Kettenlänge wachsenden van-der-Waalsschen Alnziehungskräfte sind die Ursache für die Veränderung des Aggregatzustandes.

5. a)Wie werden sich die Siedetmperaturen von 1-Propanol und Propantriol unterscheiden?
Begründen Sie!
b)Worauf ist die Viskosität des Propantriols zurückzuführen?
Zu a): Propantriol hat einen höheren Siedepunkt als 1-Propanol.
In dem dreiwertigen Alkohol können von jedem Molekül 3 Wasserstoffbrücken ausgebildet
werden, zwischen den Molekülen des einwertigen Alkohols jeweils nur eine.
Da somit die zwischenmolekularen Kräfte, die beim Sieden überwunden werden müssen, beim
Propantriol größer sind als beim 1-Propanol, hat es einen höheren Siedepunkt.
Zu b): Zwischen den Propantriolmolekülen wirken, da pro Molekül Wasserstoffbrückenbindungen
eingegangen werden können, recht starke zwischenmolekularen Anziehungskräfte. Da
dadurch die leichte Verschiebbarkeit der Moleküle behindert wird, hat Propantriol ölige
Beschaffenheit.


6. Orden Sie nach zunehmenden Siedepunkten:
1,2-Propandiol, 1-Propanol, Methan, Propan.
Begründen Sie die Reihenfolge!
Methan - Propan - 1-Propanol - 1,2-Propandiol (zunehmende Siedepunkte)

Die Höhe der Siedepunkte richtet sich nach der Stärke der zwischenmolekularen Anziehingskräfte, die beim Sieden überwunden werden müssen.
Zwischen den Molekülen zwischen Propan und Methan wirken nur van-der-Waals`sche Anziehungskräfte. Da diese mit zunehmender Molekülmasse zunehemn, hat propan einen höheren Siedepunkt als Methan.
Bei den Alkoholen wirken noch zusätzlich Wasserstoffbrückenbindungen. Da die Moleküle des 1,2-Propandiols in stärkerem Maße assoziiert sind, da bei ihnen pro Molekül 2 Wasserstoffbrückenbindungen möglich sind, hat es einen höheren Siedepunkt als 1-Propanol, dessen Moleküle jeweils nur 1 Wasserstoffbindung ausbilden können.

7. Ornden Sie nach abnehmender Wasserlöslichkeit:
1-Hexanol, 1-Butanol, 1-Propanol, Propantriol.
Begründen Sie die Reihenfolge!
Propantriol - 1-Propanol - 1-Butanol - 1-Hexanol (abnehmende Wasserlöslichkeit)

Ob sich die angegebenen Alkohole in Wasser lösen oder nicht, hängt davon ab, ob ihre Moleküle in ausreichendem Maße mit den Wassermolekülen in Wechselwirkung treten können, oder ob dies, da die Anziehungskräfte zwischen den Alkoholmolekülen untereinander stärker sind, nicht möglivh ist.

Propantriol besitzt pro Molekül 3 polare OH-Gruppen und kann mit dem polaren Lösungsmittel Wasser sehr gut in Wechselwirkung treten. Es löst sich sehr gut in Wasser.
Die übrigen Alkohole besitzen pro Molekül nur 1 OH-Gruppe, über die sie mit Wassermolekülen Wasserstoffbrückenbindungen ausbilden können.Sie lösen sich somit schlechter als Propantriol.
Mit zunehmender Kettenlänge werden die van-der-Waals`schen Anziehungskräfte zwischen den Alkylresten immer stärker, so dass dem Bestreben der OH-Gruppe mit Wasser in Wechselwirkung zu treten, die zunehmende Anziehung zwischen den Alkoholmolekülen entgegenwirkt.
Die Wasserlöslichkeit nimmt daher vom 1-Propanol zum 1-Hexanol ab.

8. Gegeben sind Ethanol und Diethylether.
a) Welche Verbindung hat den höheren Siedpunkt?
b) Welche Substanz löst sich besser in Wasser?
Begründen Sie Ihre Aussagen!
Zu a): Ethanol hat einen hüheren Siedepunkt als Diethylether.
Begründung: Im Ethanol ist ein Wasserstoffatom an ein Sauerstoffatom gebunden. Infolge des
hohen Elektronegativitätsunterschieds ist diese Bindung stark polar.
Es können daher zwischen den Alkoholmolekülen Wasserstoffbrückenbindungen ausgebildet
werden.

Diethylether enthält nur an Kohlenstoff gebundene Wasserstoffatome, die nicht genügend
positiv polarisiert sind, um im merklichen Maße Wasserstoffbrückenbindungen zu den
Sauerstoffatomen benachbarter Ethermoleküle ausbilden zu können.

Da bei Ethanol stärkere zwischenmolekularen Kräfte zu überwinden sind, hat es einen höheren
Siedepunkt.

Zu b): Ethanol ist besser wasserlöslich als Diethylether.

Die Ethanolmoleküle können über die stark polare Hydroxylgruppe besser mit dem ebenfalls
polaren Wasser unter Ausbildung von Wasserstoffbrückenbindungen in Wechselwirkung
treten, als dies über das Sauerstoffatom des Ethers möglich ist.

Viel Spaß beim Lernen!



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Fabio
fabio-chemiepsycho@gmx.de