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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Durchlässigkeitsbeiwert bestimmen


AndréR
18.08.2005, 01:00
Hallo Leute,

hier bin mal wieder ich. Ich will über einen Säulenversuch den Durchlässigkeitsbeiwert eines Sedimentes bestimmen. Bringt das überhaupt was?

Ich wollte einfach Wasser über eine Peristaltikpumpe von unten durch das Sediment drücken und dann entsprechend der Darcy Gleichung auswerten. Habe dann aber ein Problem mit dem hydraulischen Gefälle (dh/L)! kann mir da jemand helfen.

Gleiches Problem hab ich mit der Bestimmung des Dispersionskoeffizienten. Wie könnte ich das am besten anstellen?

und dann noch ein Frage ... das Gesamtvolumen setzt sich doch aus Feststoff, Zwischenkorn und Porenvolumen zusammen, oder? Wie kann ich die letzten zwei denn experimentell am einfachsten bestimmen?

Vielen dank euch!

Alichimist
18.08.2005, 11:16
das Porenvolumen bekommt man aus bekannten Adsorptionsverfahren oder mittels Hg-Porosimetrie

AndréR
18.08.2005, 22:34
Hmmm,

die Befürchtung habe ich auch gehabt. Dachte mir, ich kanns mir irgendwie leichter machen. Mal schauen, Vielleicht fällt mir noch was gescheites ein!

Eine Frage gleich noch: Das Sediment ist ja nun unterschiedlich zusammengesetz. Sprich unterschiedliche Stoffe etcpp. Dann muss ich ja defacto die Porositäten für alle Fraktionen bestimmen.

kat1
19.08.2005, 07:30
Dann wirst Du sie aber zuerst voneinander trennen müssen. ;)

Rosentod
22.08.2005, 09:17
Eventuell könnte dir auch DIN EN 1097-6 helfen. Den Versuch habe ich (leicht abgewandelt und bei bekannter Feststoffdichte) zur Bestimmung der (wasserzugänglichen) Porosität mal verwendet.
Die Bestimmung des Durchlässigkeitsbeiwerts ist auch genormt.

AndréR
23.08.2005, 13:54
Hallo,

und danke erstmal an alle! Aber zählt zum zugänglichen porenvolumen auch das zwischenkornvolumen?

die norm zur bestimmung hab ich auch schon gesehen. das problem dass ich habe ist aber, dass man da das wasser von unten durch die säule pumpt! wie kann ich denn da den hydraulischen gradienten berechnen?

Rosentod
23.08.2005, 14:02
wie kann ich denn da den hydraulischen gradienten berechnen?
Ich habe den Versuch selbst noch nicht gemacht. Aber mit Wasserdruck am unteren Ende, am oberen Ende und der Höhe der Säule sollte das doch kein Problem sein.

AndréR
25.08.2005, 17:22
Oki,

also das hydraulische Gefälle ist doch Höhenunterschied/durch Fliessstrecke!


Q= kf*A*dh/L = kf*A*i -> vf=kf*i ->DARCY-Gesetz

Q ... Durchflussrate
kf ... Durchlässigkeitsbeiwert
A ... Querschnitt
dh/L=i ... hydraulischer Gradient
vf ... Filtergeschwindigkeit

Dieser Höhenunterschied ist die Höhe der Säule aber was ist die Länge dieser Fließstrecke ...

Das nächste ist, dass man ja mit ner Pumpe durchstömt ... gibts eigentlich ne Möglichkeit die Durchflussrate [m³/d] in die in der Hydrogeologie übliche Fließgeschwindigkeit [m/d] umzurechnen?

Danke für die Hilfe!

Rosentod
25.08.2005, 20:25
Dieser Höhenunterschied ist die Höhe der Säule aber was ist die Länge dieser Fließstrecke ... :no:
Die Fließstrecke ist die Höhe der Säule. Die hydraulischen Höhen kannst du entweder aus dem Druck berechnen (Druck in Höhe einer entsprechenden Wassersäule umrechnen) oder direkt messen indem du entsprechende Steigröhrchen anbringst (geht aber nur bei niedrigen Drücken).

Das nächste ist, dass man ja mit ner Pumpe durchstömt ... gibts eigentlich ne Möglichkeit die Durchflussrate [m³/d] in die in der Hydrogeologie übliche Fließgeschwindigkeit [m/d] umzurechnen?Über den Querschnitt der Säule.

Rosentod
25.08.2005, 21:12
die norm zur bestimmung hab ich auch schon gesehen. das problem dass ich habe ist aber, dass man da das wasser von unten durch die säule pumpt! wie kann ich denn da den hydraulischen gradienten berechnen?Alle notwendigen Formeln sind normalerweise in den Normen aufgeführt.

Rosentod
25.08.2005, 22:29
Der Vollständigkeit halber:
DIN 18130-1, Ausgabe:1998-05
Baugrund - Untersuchung von Bodenproben; Bestimmung des Wasserdurchlässigkeitsbeiwerts - Teil 1: Laborversuche

AndréR
29.08.2005, 00:21
Hallo

und erstmal tausend Dank für deine Hilfe. Hast mir echt sehr weiter geholfen!
Danke auch noch für den Literaturhinweis mit der Norm, werd ich mir Dienstag gleich mal im Labor raussuchen!

AndréR
05.09.2005, 22:54
Hallo!

So ich habe mal versucht, die Umrechnung über den Säulenquerschnitt vorzunehmen, mir kommt das Ergebnis aber sehr hoch vor. Ich denke ich hab da irgendwo 'nen Brechnungs- oder Denkfehler drin. Kann das vielleicht mal jemand kontrollieren und ggf. Vorschläge zu den Fehlern geben! Vielen Dank.

Rosentod
09.09.2005, 18:52
Scheint (auf die Schnelle nachgerechnet) korrekt zu sein.
100\frac{m^3}{a\cdot m^2} ist ja auch nicht wenig.