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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Studium pflicht?


2005
23.07.2005, 19:07
Hallo zusammen!!

Ich hab zwar noch ein bisschen Zeit, bis ich darüber nachdenke, ob oder was ich studieren will, aber ich hab mich oft gefragt, ob es heutzutage wichtig ist zu studieren. Einerseits dauert das ziemlich lange (ok, kommt immer darauf an, was man studiert), aber andererseits: hat man mit dem Studium besser Chancen, oder mehr offene Wege?
Würde mich interessieren, was ihr dazu sagt; ob ihr es für unbedingt notwendig haltet zu Studieren.

danke schon mal
:)

Akkordeon1987
23.07.2005, 19:25
ich würde sagen das kommt darauf an was du machen willst (hatte in der Grundschule auch einen in der Klasse, der unbedingt Bauarbeiter werden wollte und es auch wurde - für den wäre das mit sicherheit
Unsinnig gewesen)... aber generell halte ich studieren für sinnvoll.

Curie
23.07.2005, 19:33
Wenn du nicht studieren willst: lass es lieber!

Die Leute die im Studium keine Lust auf die Dinge haben bleiben zurück, wiederholen viele Klausuren, wiederholen Semester usw...
Ein Studium ist in der Regel was anspruchsvolles und man sollte schon mit Elan rangehen! Sonst wird es nichts.

Studiere nicht, weil du denkst, studieren muss sein. Mach lieber ne Ausbildung zum Hotelfachmann, wenn dir der Beruf zB mehr gefällt! (du bist dann sowieso glücklicher damit ;) )

Siglinde
23.07.2005, 20:17
Ich befinde mich in der Endphase meines Studiums,
Ich vergleich das gern mit einem Marathon und es sind nur noch 3km, und ich seh das Ziel und es gibt kein Zurück!yes, yes, yes...
Aber so ist das nicht, am liebsten möcht ich mich auf den Boden legen und mich einfach nicht mehr bewegen. Ich frag mich, warum, warum nur hab ich das nur begonnen...
Aber ich lauf einfach weiter,...
So kann es dir aber während des genzen Studium gehen, man ist nich "sicher" vor so einem Durchhänger. Viele hören auch schon bei km 3 auf, andere bei 15.
Es liegt an dir, ob du dir das antun willst, man muss das echt wollen - so wie @curie sagt.
Es gibt genug Jobs, mit denen du dir ein Dach über dem Kopf leisten kannst, sicher auch solche, in denen du dir mehr als ein Dach überm Kopf leisten kannst - ohne Studium.
Ich finde es aber dennoch speziell und ich freu mich schon darauf, wenn ich meine akademische Würde verliehen bekomme.

Vic Tim
24.07.2005, 01:20
...am liebsten möcht ich mich auf den Boden legen und mich einfach nicht mehr bewegen. Ich frag mich, warum, warum nur hab ich das nur begonnen...

...das kenne ich nur zu gut...

...ich freue mich schon auf den Tag an dem ich sage : "Das war meine letzte Klausur !"...

asteriix
24.07.2005, 13:25
könnte ihr die frage eigentlich ernst nehmen? steckt mal wieder "das licht" dahinter?

asteriix

Curie
24.07.2005, 13:36
Wieso sollte die Frage nicht ernst zu nehmen sein?

Easyquantum
24.07.2005, 13:40
könnte ihr die frage eigentlich ernst nehmen? steckt mal wieder "das licht" dahinter?

Ich find auch nichts dummes an der Frage? Wenn man älter wird mag einem die Frage komisch vorkommen. Aber wenn man sich an die Schulzeit zurück besinnt...

Das Licht kanns auf jeden Fall nicht sein! Viel zu wenig Rechtschreibefehler und klarer Ausdruck. :D

2005
24.07.2005, 20:10
Das Licht kanns auf jeden Fall nicht sein! Viel zu wenig Rechtschreibefehler und klarer Ausdruck. :D

wer oder was ist "das Licht" oder ist das ein Insider?

Akkordeon1987
24.07.2005, 20:16
wer oder was ist "das Licht" oder ist das ein Insider?

ist ein Insider... such mal den Usernamen und les was der so geschrieben hat - dann weißt du was gemeint ist!

asteriix
25.07.2005, 00:15
nun, ich meine, eine solche frage stellt sich doch eigentlich nicht, oder? in einer zeit, wo bei vielen lehrberufen nur noch abiturienten genommen werden dürfte einem doch klar sein, dass die nächsthöhere stufe in der regeln durch ein studium erklommen werden kann. man muss ja nur mal den stellenmarkt einer überregionalen zeitung aufschlagen. der unterschied zwischn einer ausbildung und einem studium ist doch das erste, was ein berufsberater einem vermittelt.

gut, meine antwort auf die frage ist ein sonnenklares JA. ein studium lohnt sich intellektuell, finanziell und natürlich auch "karrierell".

asteriix

Branko
25.07.2005, 00:31
Wenn jemand nur ein Studium anfängt weil er sich einen sicheren Job erhofft wird er nicht viel Freude haben, weder am Studium noch später am Beruf noch am Leben.
Oder er geht halbherzig an die Sache ran und scheitert.

Suse
25.07.2005, 08:51
Hi 2005,

Ich kenne auch genug Leute, die für ein (Uni-)Studium viel zu praktisch denken :D Denen schon in der Schule bei jedem bisschen Theorie die Zunge aus dem Hals hing. Warum sollten die studieren? Ein Zwischending ist ja immer noch die FH, je nach Fach ist der Anwendungsbezug doch um einiges höher als an der Uni.

Bei mir hat sich irgendwie nie die Frage gestellt, ob ich ne Ausbildung machen möchte, aber wenn Du Dir nicht sicher bist, solltest Du Dir doch vor Augen halten, was ein Studium konkret an Arbeit bedeutet (vom längeren Schlafen mal abgesehen ;) ) und ob das was für Dich ist. Nur, um Deine Jobchancen zu verbessern: NEIN! (Du wirst es vermutlich abbrechen oder todunglücklich).

Eine Alternative zur Uni ist die FH, und wenn Du Dir auch das nicht 100%ig vorstellen kannst, mach erst eine Ausbildung und schau dann auf Deinen Wissenschaftsdurst. Genug Leute schließen an eine Ausbildung noch ein Studium an (es gibt auch Kombinationen aus Hochschule/Ausbildung, je nach Branche).

HTH Suse

Curie
25.07.2005, 10:45
@asteriix: das sind die Leute die an die Uni gehen und beim einschreiben sagen: "tragen sie mir bitte ein NC-freies Fach ein" (Zitat von nem Prof), zwei Wochen dabei sind und dann aufhören, weils ihnen dann schon zu viel ist.

Oder es sind zB die Leute die Chemie studieren und durch alle Klausuren durchfallen, weil sie nie in der Vorlesung waren, nie was dafür getan haben, oder es einfach nicht können werden (auch nicht beim 3. Versuch). Ich kenne solche Leute aus der Uni.
Die sollten dann einfach nicht Studieren. Lieber irgendwas anderes machen, wofür sie dann besser geignet wäre....aber nein, man muss ja unbedingt studieren und dabei verkacken.

Imho die falsche Ansicht der Dinge.

Ich wäre sogar dafür Eingangstests in der Uni einzuführen oder Ähnliches. Diese ganzen Studenten die nix können braucht doch keiner. Vorallem ist es ja nicht das Problem, dass sie doof sind, sondern dass sie einfach zu faul sind und einige haben halt nicht die Intelligenz die erfordelich ist für manche fächer.
Das ist so und das muss man einsehen. Nicht jeder wird PC können ;)

Patrick
25.07.2005, 11:59
Ich wäre sogar dafür Eingangstests in der Uni einzuführen oder Ähnliches. Diese ganzen Studenten die nix können braucht doch keiner. Vorallem ist es ja nicht das Problem, dass sie doof sind, sondern dass sie einfach zu faul sind und einige haben halt nicht die Intelligenz die erfordelich ist für manche fächer.
Das ist so und das muss man einsehen. Nicht jeder wird PC können


Toll, dann verkackt man beim Eingangstest :p
Soll ja auch mal vorkommen :-)

Aber das ist schon ein Problem, obwohl ich den Leuten nicht unterstelle dumm oder faul zu sein. Es kursiert halt (zumindest bei uns) eine Einstellung die stinkt zum Himmel. "Warum soll ich mich anstrengen und was lernen, wenns auch anders geht"
Klar das Diplom bekommt man schon irgendwann, ob dann die Noten passen steht auf einem anderen Blatt.
Studieren nur als Mittel zum Zweck bringts halt nicht wirklich. Entweder man hat Interesse an seinem Fach, oder man lässt es bleiben :cool:

Gruß Patrick

PeterK
25.07.2005, 12:12
Eingangstest fänd ich nicht so toll. Gewisse Neigungen entwickeln sich auch im Studium. Das Schlimmste an vielen Studenten ist ja nicht die Faulheit oder Dummheit, sondern das Desinteresse. Viele sehen zum Beispiel nicht ein, dass Elektrotechnik nichts anderes als angewandte Physik und Mathematik ist und wären daher besser Elektriker geworden. Es sollte in der Oberstufe schon eine regelmäßige Studiumseinführung stattfinden, wo Schüler wirklich ausreichend informiert werden. Ich werde komischerweise auch immer gefragt, ob ich nicht mal dieses oder jenes reparieren kann, mit dem Kommentar "Das lernst du doch in der Uni.". Man hat natürlich dank der Uni ein gewisses Verständnis von den Dingen und aknn sie dadurch auch reparieren, aber viele glauben immer noch, ein Ingenieur ist sowas wie ein besser bezahlter Elektriker.

2005
25.07.2005, 13:10
also ist man allgemein mit nem Studium besser dran (vorausgesetzt man zieht es durch)?

Mc Gyver
25.07.2005, 13:47
Kommt halt auf deine Neigung an. Wegen dem Geld würde ich es nicht machen und wegen dem Gesellschaftlichen Status würde ich es auch nicht machen. Wenn du aber von dem Fach fasziniert bist und gaaanz tief in die Materie eindringen willst, dann tu es:cool:
Oder mach ein duales Studium - danach kannst du ja immer noch weiter studieren

Ich hab mich gegen ein Studium entschieden, weil ich nicht auf das schöne Geld verzichten wollte und ich mit meinem Job sehr sehr zufrieden bin. Desweiteren wäre das Chemiestudium für mich zu lang und zu lernintensiv gewesen....

Und besser dran, ist man immer dann, wenn man mit sich und dem was man tut im reinen ist.

Marvek
25.07.2005, 18:51
Vorallem ist es ja nicht das Problem, dass sie doof sind, sondern dass sie einfach zu faul sind und einige haben halt nicht die Intelligenz die erfordelich ist für manche fächer.
Das ist so und das muss man einsehen.

Intelligenz kann man aber erlernen. Wenn man wirklich dranbleibt, dann kann man es schaffen. Jemanden vorher abzuschreiben ist nicht richtig.

asteriix
25.07.2005, 20:50
Hi 2005,

Ich kenne auch genug Leute, die für ein (Uni-)Studium viel zu praktisch denken :D Denen schon in der Schule bei jedem bisschen Theorie die Zunge aus dem Hals hing. Warum sollten die studieren? Ein Zwischending ist ja immer noch die FH, je nach Fach ist der Anwendungsbezug doch um einiges höher als an der Uni.

Bei mir hat sich irgendwie nie die Frage gestellt, ob ich ne Ausbildung machen möchte, aber wenn Du Dir nicht sicher bist, solltest Du Dir doch vor Augen halten, was ein Studium konkret an Arbeit bedeutet (vom längeren Schlafen mal abgesehen ;) ) und ob das was für Dich ist. Nur, um Deine Jobchancen zu verbessern: NEIN! (Du wirst es vermutlich abbrechen oder todunglücklich).

Eine Alternative zur Uni ist die FH, und wenn Du Dir auch das nicht 100%ig vorstellen kannst, mach erst eine Ausbildung und schau dann auf Deinen Wissenschaftsdurst. Genug Leute schließen an eine Ausbildung noch ein Studium an (es gibt auch Kombinationen aus Hochschule/Ausbildung, je nach Branche).

HTH Suse


hey, ich hab e meine antowrt auf das eingangsposting bezogen. und dort geht es der intention nach NICHT darum, sich ohen die nötigen fähigkeiten in ein studium zu stürzen. vielmehr möchte der TE doch wissen, ob bei eignung dennoch ein studium sinnvoll sei. so verstehe ich das anliegen.

asteriix

Curie
25.07.2005, 22:09
Intelligenz kann man aber erlernen. Wenn man wirklich dranbleibt, dann kann man es schaffen. Jemanden vorher abzuschreiben ist nicht richtig.

Dafür muss man aber auch schon vorher was tun, nicht nur an der Uni ;)

Zeitentaumel
25.07.2005, 22:20
Ein paar recht frische Zahlen zum Thema, was die Abiturienten nach der Schule machen:
http://www.his.de/Service/Publikationen/Kia/pdf/Kia/kia200510.pdf

Demnach beginnen 70% der Abiturienten ein FH/Uni - Studium bzw haben vor eines zu beginnen (Seite 8). Biologie/Chemie/Pharmazie wählen ganze 3%.

2005
26.07.2005, 09:38
Oder mach ein duales Studium - danach kannst du ja immer noch weiter studieren

Ich hab mich gegen ein Studium entschieden, weil ich nicht auf das schöne Geld verzichten wollte und ich mit meinem Job sehr sehr zufrieden bin. Desweiteren wäre das Chemiestudium für mich zu lang und zu lernintensiv gewesen....



Was genau versteht man unter einem dualen Studium? Vielleicht ein zweit-Studium oder so :-)?

Und über welchen Weg bist du zum Chemielaboranten gekommen? Mit ner Ausbildung oder nem bestimmten Abschluss? Oder muss man da gar nicht studieren?

Mc Gyver
26.07.2005, 11:51
Also ein Freund von mir hat zum Beispiel Wirtschaftsinformatiker "gelernt". Das heißt er hat über 3 Jahre jeweils 2 Monate im Betrieb gelernt/gearbeitet und dann 2 Monate an einer Berufsakademie studiert. Nach 2 Jahren konnte er dann die IHK-Prüfung für den Fachinformatiker ablegen. Nach 3 Jahren hat er sein Examen für den Wirtschaftsinformatiker (BA) abgelegt. 2 Monate später konnte er sich im Kollogium seinen Bachelor holen.

Ich hab Chemielaborant bei der BAGKF gelernt!

adrenadine
26.07.2005, 14:03
Wie bereits schon mehrfach erwähnt... Fang nicht an mit Studieren, wenn du nicht wirklich willst.
Mag sein, dass Uni-Absolventen (bzw. natürlich auch FH-Absolventen) "begehrter" sind auf den ersten Blick. Aber ich glaub der Berufsmarkt für Leute mit Studium und solche mit Ausbildung unterscheidet sich einfach. Wer ne Ausbildung macht, der möchte dann hinterher meist auch lieber nen "handfesten" Beruf machen. Und bei denen sieht das ja dann anders aus. Warum sollte z.B. wenn ein Elektriker gesucht wird ein Diplom-E-Techniker vorgezogen werden, der (um auf das Beispiel von PeterK zurückzukommen) zwar Ahnung von den Hintergründen hat, aber vielleicht nicht unbedingt vom Handwerklichen?!? Kann sein, dass man als mit nem Diplom besser "Karriere" machen kann, aber man muss es ja nicht gleich so hinstellen, als würde man mit einer Ausbildung gar keine Jobs mehr geben...
Und was soll schon das Gerede von wegen Prestige?! Wenn man sich nur gut fühlt wenn man nen Doktor vor sich hertragen kann, dann ist da auch irgendwas falsch. Und es ist doch auch bei weitem nicht mehr so, dass nur Anwälte und Zahnärzte die fetten Autos fahren. Man kann auch mit ner Ausbildung zu was kommen.

Interessiert man sich für Naturwissenschaften kann man alternativ zum Studium z.B. wunderbar eine Ausbildung als Chemie-Laborant machen. Ist doch auch ein guter Abschluss! Auch wenn manche immer meinen, die Laboranten belächeln zu müssen als Arbeitssklaven und Labortierchen... ist doch völliger Quatsch. Bei einer Ausbildung setzt man sich halt nicht hin und wühlt sich durch die Materie sondern lernt halt das "Handwerkszeug", hat dafür dann aber eben was in der Hand. Wenn man mag, kann man dann ins Berufsleben einsteigen, Geld verdienen etc. Ist doch auch nicht übel. Genau richtig wenn man mehr der Praxis zugewandt ist :)
Hab auch nach der Schule kurz überlegt, ob nicht vielleicht nicht erstmal eine Biologie-Laborantenausbildung, weil ich die Laborarbeit eigentlich klasse find. Hab dann trotzdem gleich mit dem Studium angefangen, weil mich eben auch die Theorie interessiert und ich mich tiefgründiger mit den Hintergründen befassen wollte!

Gibt solche, die sofort wissen: Ja, Studium ist das richtige für mich! Oder eben: Eine Ausbildung ist genau das, was ich will!
Wenn du dir da nicht so sicher bist... Würde ich dir wohl raten, erstmal eine Ausbildung zu machen und dann weiterzusehen. Vielleicht findest du währenddessen deine Berufung oder du bekommst vielleicht Lust auf mehr? Kann jetzt natürlich nur für mein Fach sprechen *g* Aber geht sicher auch bei den meisten anderen gut... Studium nach der Ausbildung.
Ich kenn einige, die das gemacht haben. Vorteil ist, dass man schon Ahnung hat von dem was man macht (es sei denn man studiert nach der Ausbildung ganz was anderes, solls auch geben :D ) und kommt leichter durch die Praxis. Und für den Fall, dass einem das Studium doch nicht zusagt: Kein Problem, Abbrechen macht ja dann nichts, man hat ja schon einen Abschluss ;)

asteriix
26.07.2005, 21:10
du kommst gerade von der schule und betreibst schon "berufsberatung" hier...? ganz schön mutig.

Wie bereits schon mehrfach erwähnt... Fang nicht an mit Studieren, wenn du nicht wirklich willst.

dann erwähne ich es nochmals: der TE hat mit keinem wort erwähnt, dass er sich nicht geeigent fühlt oder nicht will. er stellt lediglich denn sinn des studiums in frage.

Mag sein, dass Uni-Absolventen (bzw. natürlich auch FH-Absolventen) "begehrter" sind auf den ersten Blick. Aber ich glaub der Berufsmarkt für Leute mit Studium und solche mit Ausbildung unterscheidet sich einfach.

gut erkannt, die verschiedenen absolventengruppen haben in prinzip ihre eigenen arbeitsmärkte (von extremsituationen wie z.b. der "informatikernot" mal abgesehen). daher ist es auch ziemlich unsinnig, das begehren zu vergleichen, oder?

Wer ne Ausbildung macht, der möchte dann hinterher meist auch lieber nen "handfesten" Beruf machen.

naja, 75% meiner bekannten, die sich damals für eine berufsausbildung entschieden haben, haben dies nur deshalb gemacht, um "abgesichert" zu sein und um "etwas in der hand zu haben". die hatten NIE ernsthaftes interesse, mit dieser ausbildung auf den arbeitsmarkt zu gehen.

Und bei denen sieht das ja dann anders aus. Warum sollte z.B. wenn ein Elektriker gesucht wird ein Diplom-E-Techniker vorgezogen werden, der (um auf das Beispiel von PeterK zurückzukommen) zwar Ahnung von den Hintergründen hat, aber vielleicht nicht unbedingt vom Handwerklichen?!?

wird er ziemlich sicher nicht, weil anderer arbeitsmarkt. s.o.

Kann sein, dass man als mit nem Diplom besser "Karriere" machen kann, aber man muss es ja nicht gleich so hinstellen, als würde man mit einer Ausbildung gar keine Jobs mehr geben...

das nicht, aber mit ausbildung alleine steht man sehr schnell an der (ich hasse dieses wort ja) karriereleiter auf der obersten stufe. und die ist nicht sonderlich hoch, verglichen mit den leiter der hochschulabsolventen.

Und was soll schon das Gerede von wegen Prestige?! Wenn man sich nur gut fühlt wenn man nen Doktor vor sich hertragen kann, dann ist da auch irgendwas falsch. Und es ist doch auch bei weitem nicht mehr so, dass nur Anwälte und Zahnärzte die fetten Autos fahren. Man kann auch mit ner Ausbildung zu was kommen.

da stimme ich dir zu, titel um der titel willen ist eine arg traurige geschichte! nur erzähl mir mal, welche sprünge man mit einem z.b. laborantengehalt machen kann. verhungern wird man natürlich nicht, aber....

Interessiert man sich für Naturwissenschaften kann man alternativ zum Studium z.B. wunderbar eine Ausbildung als Chemie-Laborant machen. Ist doch auch ein guter Abschluss! Auch wenn manche immer meinen, die Laboranten belächeln zu müssen als Arbeitssklaven und Labortierchen... ist doch völliger Quatsch. Bei einer Ausbildung setzt man sich halt nicht hin und wühlt sich durch die Materie sondern lernt halt das "Handwerkszeug", hat dafür dann aber eben was in der Hand. Wenn man mag, kann man dann ins Berufsleben einsteigen, Geld verdienen etc. Ist doch auch nicht übel. Genau richtig wenn man mehr der Praxis zugewandt ist :)

stimmt!

Hab auch nach der Schule kurz überlegt, ob nicht vielleicht nicht erstmal eine Biologie-Laborantenausbildung, weil ich die Laborarbeit eigentlich klasse find. Hab dann trotzdem gleich mit dem Studium angefangen, weil mich eben auch die Theorie interessiert und ich mich tiefgründiger mit den Hintergründen befassen wollte!

Gibt solche, die sofort wissen: Ja, Studium ist das richtige für mich! Oder eben: Eine Ausbildung ist genau das, was ich will!

viele stellen sich aber die frage aus einem ganz bestimmten grund: sie sind nicht sicher, ob sie ein studium "packen".

Wenn du dir da nicht so sicher bist... Würde ich dir wohl raten, erstmal eine Ausbildung zu machen und dann weiterzusehen. Vielleicht findest du währenddessen deine Berufung oder du bekommst vielleicht Lust auf mehr? Kann jetzt natürlich nur für mein Fach sprechen *g* Aber geht sicher auch bei den meisten anderen gut... Studium nach der Ausbildung.
Ich kenn einige, die das gemacht haben. Vorteil ist, dass man schon Ahnung hat von dem was man macht (es sei denn man studiert nach der Ausbildung ganz was anderes, solls auch geben :D ) und kommt leichter durch die Praxis. Und für den Fall, dass einem das Studium doch nicht zusagt: Kein Problem, Abbrechen macht ja dann nichts, man hat ja schon einen Abschluss ;)

auch war, nur kann man das auch als zeitverschwendung betrachten. unbestritten macht einem eine ausbildung das studium leichter. erfahrung ist nun mal viel wert. aber letztendlich verdient man noch mal drei jahre länger nur kleines geld und manch einem fällt die umstellung auf ein studium nich leicht.

mein rat wäre: wenn der TE denkt, er sei zum studium geeignet, soll er auf jeden fall studieren. wenn er zweifel hat, sollte er sich besser über seine eigenen und die geforderten fähigkeiten informieren. letztendlich kann man auch mal zwei semester studieren und danach schaun, ob funzt oder nicht. da bricht einem noch kein zacken aus der krone.

asteriix

2005
01.08.2005, 17:39
Danke für die Antworten, ich weiß aber immer noch nicht, ob es für mich sinnvoll ist. Hab ja auch noch 3 jahre Zeit zu überlegen :D
Was studiert ihr eigentlich alle? (weiß nicht, ob das schon mal gefragt wurde, und alle schreiben ihr Studiumfach auch nicht in die Beschreibung.)

marve
01.08.2005, 21:11
Danke für die Antworten, ich weiß aber immer noch nicht, ob es für mich sinnvoll ist. Hab ja auch noch 3 jahre Zeit zu überlegen :D
Was studiert ihr eigentlich alle? (weiß nicht, ob das schon mal gefragt wurde, und alle schreiben ihr Studiumfach auch nicht in die Beschreibung.)

Hi,
ich kenne FHs, die eine andere Form des dualen Studiums anbieten: 1,5 Jahre Ausbildung (z.B. Zerspanungsmechaniker) + 3,5 Jahre Studium (z.B. Maschinenbau). Das ganze heißt "kooperative Ingenieurausbildung" und gibt's zum Beispiel hier: http://www.kia-studium.de/ --Erkundige dich doch mal, ob es sowas ähnliches auch für Chemiker gibt und bei dir in der Gegend.

schlumpf
02.08.2005, 13:00
um auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen. Das Niveau der Ausbildung ist eigentlich nur ein Punkt, der über die Arbeitsmarktchancen entscheidet. Ebenso entscheidend sind (z.B.)

- das Maß an Spezialisierung. Für manche Ausbildungsberufe wie auch Studiengänge gibt es nur ein paar hundert Arbeitsplätze in ganz Deutschland, für andere gibt es ein sehr breites Berufsgebiet.

Bei hochspezialisierten Berufen (halbwegs aktuelles Beispiel: Bioinformatik) kann ein leichtes Ansteigen der Nachfrage sämtliche Arbeitnehmer in Lohn und Brot bringen, aber es ist auch umgekehrt möglich. Bei weniger spezialisierten Berufen (BWL z.B.) gibt es ein sehr breites Tätigkeitsfeld, aber auch sehr starke Konkurrenz zwischen den Arbeitnehmern.

- das Berufsbild: manche Ausbildungen/Studiengänge führen auf ein sehr eng umrissenes Berufsbild mit recht gut planbarem Bedarf hin (Arzt, Lehrer, Pfarrer), andere (insbesondere die Geisteswissenschaften) tun dies weit weniger.

Chemiker haben einen Sprung von der ersten Gruppe (die chemische Industrie war in den 70er/80er Jahren eine berechenbare Institution in Deutschland) in Richtung zur zweiten Gruppe hinter sich

- die internationale Anwendbarkeit. Das deutsche Jurastudium ist im Ausland weniger wert (wen interessiert dort das deutsche Recht?), mancherorts (in Bayern z.B.) haben es sogar auswärtige Lehrer schwer.

asteriix
02.08.2005, 13:10
um auf die ursprüngliche Frage zurückzukommen. Das Niveau der Ausbildung ist eigentlich nur ein Punkt, der über die Arbeitsmarktchancen entscheidet. Ebenso entscheidend sind (z.B.)

- das Maß an Spezialisierung. Für manche Ausbildungsberufe wie auch Studiengänge gibt es nur ein paar hundert Arbeitsplätze in ganz Deutschland, für andere gibt es ein sehr breites Berufsgebiet.

Bei hochspezialisierten Berufen (halbwegs aktuelles Beispiel: Bioinformatik) kann ein leichtes Ansteigen der Nachfrage sämtliche Arbeitnehmer in Lohn und Brot bringen, aber es ist auch umgekehrt möglich. Bei weniger spezialisierten Berufen (BWL z.B.) gibt es ein sehr breites Tätigkeitsfeld, aber auch sehr starke Konkurrenz zwischen den Arbeitnehmern.

- das Berufsbild: manche Ausbildungen/Studiengänge führen auf ein sehr eng umrissenes Berufsbild mit recht gut planbarem Bedarf hin (Arzt, Lehrer, Pfarrer), andere (insbesondere die Geisteswissenschaften) tun dies weit weniger.

Chemiker haben einen Sprung von der ersten Gruppe (die chemische Industrie war in den 70er/80er Jahren eine berechenbare Institution in Deutschland) in Richtung zur zweiten Gruppe hinter sich

- die internationale Anwendbarkeit. Das deutsche Jurastudium ist im Ausland weniger wert (wen interessiert dort das deutsche Recht?), mancherorts (in Bayern z.B.) haben es sogar auswärtige Lehrer schwer.

das stimmt natürlich, nur ist eine hochschulausbildung immer noch voraussetzung, um in diese situation zu gelangen... ;)

wie auch immer: man werfe mal einen blick auf ein paar statistiken des arbeitsamts bzw. der bundesagentur, dann wird schnell klar, dass ein studium immer noch die beste versicherung gegen arbeitslosigkeit ist. vorausgestzt, man ist geeignet, ein studium zu absolvieren.

asteriix

2005
02.08.2005, 20:46
Hi,
ich kenne FHs, die eine andere Form des dualen Studiums anbieten: 1,5 Jahre Ausbildung (z.B. Zerspanungsmechaniker) + 3,5 Jahre Studium (z.B. Maschinenbau). Das ganze heißt "kooperative Ingenieurausbildung" und gibt's zum Beispiel hier: http://www.kia-studium.de/ --Erkundige dich doch mal, ob es sowas ähnliches auch für Chemiker gibt und bei dir in der Gegend.

Den Link schau ich mir noch mal genauer an, wenn ich, nicht wie in letzter Zeit, etwas mehr Zeit habe.
:confused: Noch ne frage,( auch wenn ich ich Gefahr laufe die einzige zu sein, die´s nicht weiß): aber was genau ist ein duales Studium?

PeterK
02.08.2005, 21:13
:confused: Noch ne frage,( auch wenn ich ich Gefahr laufe die einzige zu sein, die´s nicht weiß): aber was genau ist ein duales Studium?
Studium mit gleichzeitiger Ausbildung. innerhalb der Vorlesungszeit bist du in der Uni und in den Ferien im Betrieb. Berufsschule fällt natürlich dann weg.

2005
11.08.2005, 16:57
Danke, jetzt weiß ich wenigstens bescheid :)

Andere Frage: habt ihr alle das studiert, was euch interessiert, oder gibts auch ein paar, die einfach das gewählt haben, was ihnen empfohlen wurde?

lost chemist
11.08.2005, 17:25
Was meinst du mit "empfohlen"? Die Lehrer, Eltern oder das Arbeitsamt? Wenn ich dem Testergebnis des Arbeitsamtes gefolgt wäre, wäre ich jetzt Kirchenmusikerin :D
Die Beratung an der Schule konnte man bei uns auch völlig vergessen, von den Ratschlägen meiner Eltern mal ganz zu schweigen, da kamen dann nur Bemerkungen doch einen anderen Beruf erlernen als sie. Obwohl ich nicht weiß, was denn so schlimmes an Pharmazeuten oder Lehrern ist...sie wollten wohl nur vermeiden irgendwann einmal vorgeworfen zu bekommen mich zur falschen Berufswahl gezwungen zu haben.

MaSTaH
11.08.2005, 18:13
Andere Frage: habt ihr alle das studiert, was euch interessiert, oder gibts auch ein paar, die einfach das gewählt haben, was ihnen empfohlen wurde?
Ich hab das angefangen, was mich interessiert hat und bin bisher ganz gut damit gefahren. Ich kann nur jedem raten sich vorher zu informieren und ggf. mal in ne Vorlesung zu setzen.

kammerjäger
22.12.2005, 21:55
das mit dem Motivieren stimmt schon. Ich habe das krass gemerkt, als ich Biochemie hatte. Nur auswendiglernen von irgendwelchen Reaktionen, die man nach der Klausur sowieso wieder vergisst, anstatt ein bischen Theorie um das ganze. Man macht dann viel weniger und tut sich unheimlich schwer.

CleanupStar
28.12.2005, 16:15
Also ich möchte auch etwas beitragen.
Ich habe über 20 Jahre in einem Beruf gearbeitet. Irgendwann wird das langweilig. Ich habe auf dem steinigen Weg des Abendgymnasiums das Abitur nachgemacht (morgens um 4 aufstehen, arbeiten, nach Hause, Kaffe trinken, ab zur Schule und um 23 Uhr im Bett).
Jetzt studiere ich, weil ich mir einbilde, daß ein neuer Job mehr Spaß macht. Und weil mir das Studium schon Freude bereitet. Ich bin ehrlich gesagt froh, daß ich den Studienplatz gefunden habe.
Viele Grüße
Alexander

Vic Tim
28.12.2005, 19:27
Also ich möchte auch etwas beitragen.
Ich habe über 20 Jahre in einem Beruf gearbeitet. Irgendwann wird das langweilig. Ich habe auf dem steinigen Weg des Abendgymnasiums das Abitur nachgemacht (morgens um 4 aufstehen, arbeiten, nach Hause, Kaffe trinken, ab zur Schule und um 23 Uhr im Bett).
Jetzt studiere ich, weil ich mir einbilde, daß ein neuer Job mehr Spaß macht. Und weil mir das Studium schon Freude bereitet. Ich bin ehrlich gesagt froh, daß ich den Studienplatz gefunden habe.
Viele Grüße
Alexander

... und ich dachte schon, dass ich spät dran bin ...

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