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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : BaCl2 reagiert mit in Kalilauge gelöstem Kaliumcarbonat


nobody
06.03.2001, 15:38
Hallo
Ich hab' folgendes Problem:

Wenn Kalilauge an die Luft kommt bildet sich in der Lauge Kaliumcarbonat, da die Lauge das CO2 aus der Luft bindet.

Gibt man nun BaCl2 dazu, so bildet sich ein weisser Niederschlag.

Vermutung:
Das Bariumchlorid reagiert mit dem Kaliumcarbonat zu Bariumcarbonat -->
dieses fällt aus.

Frage:
1. Ist meine Vermutung richtig ?
2. Warum bildet sich Bariumcarbonat ?
3. Wie ist die Reaktionsgleichung ?
4. Wie beeinflussen Kaliumcarbonat bzw. Bariumcarbonat eine nachfolgende Titration ?

Danke

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Der geplagte Schülerschelm

HofHanisch@web.de

Billy the Kid
06.03.2001, 19:39
1. Ja, da hast Du recht.

2. Das Löslichkeitsprodukt von BaCO3 beträgt 1,6*10-9mol2/l2.
Hieraus lässt sich erkennen, dass das Ionenprodukt leicht das Löschlichkeitsprodukt überschreitet und es somit zu einer Fällung kommt. In der Praxis sind es aber meistens eisschollenförmige Gebilde, die an der Flüssigkeitsoberfläche schwimmen. Die Flüssigkeit selber weist eine Trübung auf.

3. 2KOH + CO2 -> 2K+ + CO32- + H2O

4. Bei einer Titration mit Säure (z.B. HCl) kommt es auf den gewählen Indikator an. Titriert man gegen Phenolphtalein, erfasst Du nur das Hydrogencarbonat.
CO32- + H+ -> HCO3-
Wenn Du gegen Methylrot titrierst erfasst Du auch den Schritt bis zum Kohlendioxid.
HCO3- + H+ -> CO2 + H2O
:jump_yellow::fish:

<FONT COLOR="#ffffff" SIZE="1" FACE="Verdana, Arial, Geneva, Helvetica">[Dieser Beitrag wurde von Billy the Kid am 06.03.2001 editiert.]</font>

DirtyHarry
06.03.2001, 21:28
Allerdings ist Bariumhydroxid auch schlecht wasserlöslich - und bei der hohen Konzentration von OH- im Vergleich zu der relativ niedrigen Konzentration "atmosphärischem" Carbonat ist die Fällung von Bariumhydroxid doch wahrscheinlicher!
Zur Beeinflussung der Titration: wenn du den Titer deiner Maßlösung frisch bestimmt hast (kurz vor der Titration), rechnest du mit diesem Titer und bist auf der sicheren Seite!

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Dirty Harry

Weird Science.....

Billy the Kid
06.03.2001, 22:44
Ich denke, damit hast Du genauso recht wie ich. Da wir beide nicht wissen wieviel BaCl2 zugegeben wird und wie konzentriert die KOH ist (natürlich ist die OH--Ionen Konzentration der entscheidende Faktor), kann keiner genau sagen was passieren wird.
Jedoch ist das Löslichkeitsprodukt von Ba(OH)2 doch recht groß! Und es würde heißen, dass man aus einer gleich konzentrierten Ba2+-Lösung die 559-fache Menge OH--Ionen (im Verhältnis zu den CO32--Ionen) zugeben muß, um eine Fällung zu erreichen.

:D

<FONT COLOR="#ffffff" SIZE="1" FACE="Verdana, Arial, Geneva, Helvetica">[Dieser Beitrag wurde von Billy the Kid am 06.03.2001 editiert.]</font>

nobody
07.03.2001, 17:21
Danke erstmal !:jump_onfiregreen:

Für den Fall, dass es euch etwas bringt, hab' ich hier noch mal die ungefähren Konzentrationen der Salzsäure ( für die Titration ) und der Kalilauge:

c(HCl)=0.10 mol/l
c(KOH)=0.07 mol/l ( Durch Titration bestimmt; vor CO 2- Aufnahme = 0.1 mol/l)


So könnt ihr seh'n wer Recht hat und vielleicht ziehe ich daraus den Profit !


:jump_green:

Danke

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Der geplagte Schülerschelm

HofHanisch@web.de

nobody
09.03.2001, 15:01
Ach ja und ich gebe 1 ml gesättigte BaCl2-Lsg. zu !