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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : kolorimetrische Analyse


Kutti
16.12.2001, 15:43
Hi @ all:

Besitzt jemand von euch ein gutes Buch, in dem die "kolorimetrische Analyse" verständlich beschrieben ist ?
Ich weiß dass es sich um eine Analyse handelt, die im Zuge einer Farbreaktion abläuft. Wäre aber trotzdem sehr hilfreich, wenn jemand näheres dazu einscannt, abtippt, erklärt etc. ;)

Vielen Dank im voraus
MfG
Kutti

hippie
16.12.2001, 18:29
Im Römpp ist es eigentlich ganz gut erklärt:

Kolorimetrie

Verf. der Absorptiometrie, bei dem die Best. der Konz. durch Farbvgl. mit einer Standard-Lsg. derselben Substanz erfolgt. Als Photometrie wird die Konz.-Best. durch Messen der Extinktion (od. Absorption od. Durchlässigkeit) bezeichnet. Zwischen beiden Meth. wird nicht immer streng unterschieden. Im einfachsten Fall ordnet man bei der K. die zu untersuchende Lsg. in eine Reihe von Standard-Lsg. steigender Konz. durch visuellen Vgl. ein; alle Proben befinden sich dazu in gleichen Gefäßen, z.B. Reagenzgläsern. Für Serienanalysen vergleicht man dagegen mit Sätzen von farbigen Gläsern mit unterschiedlichen Farbtiefen, die haltbarer sind u. das Ansetzen der Standard-Lsg. ersparen. Genauere Ergebnisse (±0,5%) können u.a. mit dem sog. Eintauch-Kolorimeter nach Dusbosq (s. Abb.) erzielt werden.

http://mod.chemieonline.de/hippie/kolorimetrie.gif

Abb.: Eintauchkolorimeter nach Dubosq (Prinzip).a) Lichtquelle; b) Filter; c) Spiegel; d1) Küvette mit Standard-Lsg.; d2) Küvette mit Analysen-Lsg.; e) Glasstäbe; (nach Bock, s. Lit.).
Das Licht strahlt von unten durch zwei Küvetten mit der Analysen- u. der Standard-Lsg. Nach dem Zusammenführen der beiden Lichtstrahlen leuchten sie je zur Hälfte das Gesichtsfeld eines Okulars aus. Mit Hilfe eines durch Mikrometerschraube verstellbaren Glasstabs wird die Meß-Lsg. so eingestellt, daß die beiden Gesichtsfelder gleich hell sind. Aus dem Verhältnis der Schichtdicken der Meß- u. Standard-Lsg. u. der Konz. des Standards läßt sich die Konz. der Analysen-Lsg. errechnen. Das Kolorimeter nach Wolff funktioniert ähnlich; nur werden hier die zu beobachteten Schichtdicken durch Verringern der Menge der Lsg. reguliert. Alle derartigen Messungen beruhen auf dem Lambert-Beerschen Gesetz.

Verw.: V.a. – wegen des geringen Aufwands – für schnelle Übersichtsanalysen (Umwelt- u. klin. Chemie) unter Verw. von sog. Test-Kits.
Lit.: Bock, Methoden der Analytischen Chemie, Bd.2, Tl.1, S.140, Weinheim: Verl. Chemie 1980 ï Boltz u. Howell, Colorimetric Determination of Nonmetals, New York: Wiley 1979 ï MacAdam, Colormeasurement: theme a variations, 2.Aufl., Berlin: Springer 1985.


E colorimetry
F colorimétrie
I colorimetria
S colorimetría

bm
16.12.2001, 18:36
Du hast einen Farbstoff in Lösung, Konzentration unbekannt. Diese füllt Du in eine Küvette mit der Länge l und schickst Licht hindurch. Das Licht wird absorbiert, es verlässt weniger Licht die Küvette, als reingegangen ist, das delta ist die Absorbtion a.

a ist proportionial zu der Konzentration des Farbstoffes und zur Länge der Küvette. Der Proportionlatätsfaktor heisst molare Extinkion e0 :

a = e0 * l * [Farbstoff] Lambert-Beer`sches Gesetz

e0 musst Du bestimmen, nachschlagen, oder zum Beispiel eine Eichmessung mit einer Lösung bekannter Konzentration machen.

Alles klar?