ich bin über Eure Meinung zu folgender Frage gespannt:
Wie erklärt man sich die Tatsache, dass für ein-einwertige Salze bei der Molmassenbestimmungs mittels Gefrierpunktserniedrigung nur etwa der halbe Wert der richtigen Molmasse gefunden wird?
Für Antworten vielen Dank.
mp67
12.12.2001, 17:20
das ist aber eine clever verkleidetes Hausaufgabenlöseposting, was?! Fast hätten wir es nicht bemerkt! Was ist denn Deine werte "Meinung" dazu? Hast Du schon mal Deine graue Zelle angestrengt?
Gespannt,
Micha.
Wintersilver
13.12.2001, 13:59
damit die Spannung nicht in das Unermessliche wächst, beuge ich mich der Aufforderung und gebe die Arbeit meiner kleinen grauen Gehirnzellen bekannt:
Gefrierpunktserniedrigung hat die kolligative Eigenschaft, d.h. sie ist abhängig lediglich von der Zahl der gelösten Teilchen.
Haben wir nun ein ein-einwertiges Salz gelöst (z.B. LiCl) liegt somit die doppelte Teilchenzahl vor.
D.h. nur etwa der halbe Wert für die Molmasse hier gefunden.
Es wird nicht genau der halbe Wert gefunden, da bei Dissoziation auch noch interionische Wechelwirkungen zu berücksichtigen sind.
Nun bin ich aber weiterhin gespannt, ob dieser Ansatz richtig ist bzw. wie man/frau ihn besser formulieren kann.
Vielen Dank im Voraus.
mp67
13.12.2001, 15:04
Na wunderbar. Geht doch. Besser kann man es ohne etwas Formelkram kaum ausdrücken!
M.
N.B.: Gefrierpunktserniedrigung ist eine kolligative Eigenschaft, nicht hat.
Meg85
17.08.2008, 20:18
Salze dissoziieren in Wasser zu ZWEI Ionen. Da Gefrierpunktserniedrigung eine Kollegative Eigenschaft ist ist sie nur von der Anzahl der gelösten Stoffe abhängig. Daher die halbierung
zitronenpferd
02.09.2008, 17:46
Zu diesem Thema hätte ich auch eine Frage:
Die Aufgabe lautet, ich soll aus der Gefrierpunktserniedrigung einer Lösung (Dest. Wasser + gesuchter Stoff) den darin gelösten Stoff herausfinden, besser gesagt, dessen Molmasse.
Jetzt weiß ich nicht, welche Formel ich nehmen soll: über die kryoskopische Konstante oder über die Formel der Gefrierpunktserniedrigung?
Mir fehlt immer der Wert für die Schmelzenthalpie.
Kann mir jemand einen Tipp geben?
ricinus
02.09.2008, 21:42
Die kryoskopische Konstante hängt von der Schmelzwärme des Lösemittels ab :
http://de.wikipedia.org/wiki/Gefrierpunktserniedrigung
Eine der beiden Grössen muss bekannt sein, sonst ist die Aufgabe nicht lösbar.
zitronenpferd
03.09.2008, 15:57
Gegeben ist die Masse des Lösungsmittels, die des gelösten Stoffes und die Temperaturerniedrigung. Molmasse des Wassers hab ich ausgerechnet und die kryoskopische Konstante von Wasser hab ich im Internet gefunden.
Ich hab jetzt ein bisschen rumgerechnet und hab für die Molmasse der gesuchten Substanz 2,423 \cdot 10^-^4kg/mol raus. Was aber irgendwie nicht stimmen kann, meiner Meinung nach.
Wo liegt mein Fehler?
Ich hab über die Temperaturerniedrigung und die kryoskopische Konstante von Wasser die Molalität der Lösung berechnet:
m_1= \frac {T}{-E_k}
und dann damit und den gegebenen Massen von Lösungsmittel und gelöstem Stoff die molare Masse eben dieses Stoffes:
M=\frac{m_2}{m_1 \cdot m_3
Das wäre ein bisschen wenig. Mit welchen Zahlenwerten hast du denn gerechnet?
mfG Dirk
zitronenpferd
03.09.2008, 16:41
Also der Rechenweg an sich stimmt aber schon mal, oder ist der auch schon falsch?
Für die Temperaturdifferenz jeweils -0,48K. -o,92K und -1,34K.
Dann für die kryosk. Konstante 1,86, für m2=0,25g und für m3=25g.
Und aus den drei Molmassen dann den Mittelwert gebildet.
saruman
03.09.2008, 16:56
Der Rechenweg stimmt schonmal und ich komme für deltaT=-0,48 K auf eine Molmasse von ~39g/mol:
M = \frac{1,86 K\cdot Kg\cdot mol^{-1}\cdot0,25g}{0,025Kg\cdot0,48K}=39 g/mol
Allerdings ist mir grad nicht klar, warum du für ein und dieselbe Substanz drei unterschiedliche deltaT hast. War das wirklich nur eine Substanz?
mfG Dirk
zitronenpferd
03.09.2008, 17:14
Ich hab den Fehler gefunden und hab letztendlich eine Molmasse von 24,23 g/mol. Wie soll ich jetzt den dazugehörigen Stoff finden? Salze dissoziieren in Wasser ja zu zwei Ionen und angeblich sollte man dann nur die halbe Molmasse finden. Muss ich jetzt den Wert verdoppeln, um meine Substanz zu finden oder nicht?
Zu deiner Frage: Beim Versuch wurde zum Lösungsmittel dreimal dieselbe Substanz zugegeben und danach jeweils die Temperaturdifferenz gemessen. Daher die drei Delta T.
Danke aber schon mal für deine Hilfe bisher.
ricinus
03.09.2008, 21:22
Deine drei Temperaturdifferenzen streuen viel zu weit. Da ist eine sinnvolle Auswertung des Versuchs nicht mehr möglich. Es muss wohl etwas bei den Versuchen falsch gemacht worden sein.
Ronin778
15.02.2010, 22:26
Auch wenn der Topic schon seeeehr alt ist (und ich nicht unbedingt einen neuen Topic zum Thema öffnen wollte), habe ich auch eine Frage zur Molmassenbestimmung über die Gefrierpunktserniedrigung.
Laut Wikipedia gilt die Formel http://upload.wikimedia.org/math/a/7/b/a7becf496c787abda460227a718d9b7b.png . siehe auch Wikipedia hier http://de.wikipedia.org/wiki/Gefrierpunktserniedrigung
Dabei sind die Indizies A und B die verschiedenen Stoffe. Laut dem Betreuer der Vorlesung für physikalische Chemie gilt sie aber nicht (ohne Erklärung seinerseits).
Könnte mir vllt. jemand auf die Sprünge helfen und erklären, woher die 1000 kommt?
Spektro
16.02.2010, 09:32
Könnte mir vllt. jemand auf die Sprünge helfen und erklären, woher die 1000 kommt?
Einfach in die nächste Zeile gucken: da steht als Einheit von der Kryoskopischen Konstante die Einheit "g" in der Formel.
Die Molmassen werden aber in der Regel in der SI-Einheit "kg" angegeben. Daher die 1000 als Umrechnungsfaktor. ;)
Ronin778
16.02.2010, 10:48
Einfach in die nächste Zeile gucken: da steht als Einheit von der Kryoskopischen Konstante die Einheit "g" in der Formel.
Die Molmassen werden aber in der Regel in der SI-Einheit "kg" angegeben. Daher die 1000 als Umrechnungsfaktor. ;)
Ja, nur dürfte der Faktor 1000 doch dann keine Rolle spielen, da man die Einheiten immer auf kg bringen kann und sie sich eh rauskürzen, ob sie nun in g oder kg oder auch t angegeben sind.
Ich gebe die Einheiten für mB und mA immer gleich an, bzw. rechne sie in die gleichen Einheiten um um sie zu kürzen. Die Einheit von MB rechne ich so um, dass sie sich gegen die Einheit der KKr teilweise kürzen lässt.
Spektro
16.02.2010, 12:22
Ja, nur dürfte der Faktor 1000 doch dann keine Rolle spielen, da man die Einheiten immer auf kg bringen kann und sie sich eh rauskürzen, ob sie nun in g oder kg oder auch t angegeben sind.
Ich gebe die Einheiten für mB und mA immer gleich an, bzw. rechne sie in die gleichen Einheiten um um sie zu kürzen. Die Einheit von MB rechne ich so um, dass sie sich gegen die Einheit der KKr teilweise kürzen lässt.
Mache ich auch immer so. ;)
Aber in den beiden Formeln die in Wiki angegeben sind, ist das eben nicht so gemacht.