Ich soll jetzt die m-RNS (messanger RNS [ich glaube: Boten-RNS]) und die T-RNS (Transkriptions RNS) herausfinden. Da muss es dann irgendeinen 3 stelligen Code ergeben, wie z.B. CGG, AGC, ... .
Du hast doch bestimmt schon mal etwas von komplementärer Basenpaarung gehört oder ? Das bedeutet dass sich Guanin (G) immer mit Cytosin (C) und Adenin (A) immer mit Thymin (T) paart. Wenn du jetzt die Basensequenz der messenger-RNA (m-RNA) bestimmen willst, dann musst du einfach die komplementären Basen zum codogenen Strang finden. In der m-RNA ist aber anstelle von Thymin die Base Uracil (U) eingebaut.
So, dann bilden wir mal die m-RNA:
Die m-RNA ist ein RNA-Kopie des codogenen DNA-Strangens:
So, danach folgt noch die Translation, d.h. die Übersetzung des m-RNA Codes in Protein. Diese Translation geschieht mithilfe von sog. t-RNA. Die t-RNA besitzt eine kleeblattähnliche Struktur, deren oberstes "Kleeblatt" Träger des sog. Anticodons ist. Dieses Anticodon trägt die komplementäre Basensequenz zu dem Codon auf der m-RNA. Also:
ACC UAC GGC CCC m-RNA
UGG AUG CCG GGG (Anticodons)
Diese Basentripletts kannst du jetzt noch in die entsprechenden Aminosäuren übersetzen, z.B. GGG -> Glycin
Das ist ja nur ganz kurz erklärt, bei Fragen kannst du ja nochmal schreiben !
jk
07.12.2001, 16:39
Vielen Dank für die Antwort. Genau das hab ich gesucht!
Ich hab eine Tabelle, auf der die ganzen Aminosäuren stehen, da muss ich sie nur noch raussuchen.
Jan
nobody
07.12.2001, 23:02
@Kutti:
Du hast leider codogenen und codierenden Strang vertauscht, dann aber (zum Glück :D ) den genetischen Code auf die Anticodons der tRNAs statt auf die Codons der mRNA angewandt. Daher kommt wieder das richtige Ergebnis raus. Ich geb's ja zu, die Nomenklatur ist Mist, aber vom CODOGENEN Strang wird die mRNA abgeschrieben, sie entspricht also (jetzt mal vom Spleißen und dem Austausch T->U abgesehen) dem CODIERENDEN oder CODE-Strang. Und der genetische Code wird IMMER auf die mRNA angewendet (geht auch gar nicht anders, weil in den tRNAs nicht-Standard-Basen und "absichtliche Fehlpaarungen" = "wobbling" vorkommen). Auch die Leserichtung der Nukleinsäuren bzw. 5'- und 3'-Ende sollten immer angegeben werden (wie im zitierten Bild), sonst gibt es nur Mißverständnisse.