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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : AlPersbestimmung: Kalium/Argon MetHode


Hansen
29.04.2005, 10:15
Guten Morgen :)

Ich habe eine Frage zur Kalium/Argon-Methode. Und zwar habe ich widersprüchliche Angaben über die Zuverlässigkeit dieser Methode gefunden, zum einen (z.B. bei Wikipedia (http://de.wikipedia.org/wiki/Kalium-Argon-Methode) ) heisst es, dass die Methode unbrauchbar sei, wenn die Möglichkeit besteht, dass die Probe zwischenzeitlich einmal stärker erhitzt wurde, da dann 40Ar entweichen würde und im Endeffekt so weniger 40Ar in der Probe sei, was die Altersbestimmung erheblich verfälschen würde.
Andere Quellen erwähnen dieses Problem nicht, ich habe leider kein richtig seriöses Werk zur Hand, dass diesen Zusammenhang erwähnt, daher frage ich hier in der Hoffnung, dass mir jemand weiterhelfen kann. :)

Gruß
Hansen

haidmo
29.04.2005, 16:04
hi,

da argon ja ein gas ist, ist bie der methode absolute vorraussetzung, das dfas gas im gestein eingeschlossen ist.
ob radioaktive zerfälle bei höheren temperarturen schneller ablaufen....? kann ich dir jetzt ausm stehgreif auch nicht sagen....

ajd
haidmo

FK
30.04.2005, 22:10
ob radioaktive zerfälle bei höheren temperarturen schneller ablaufen....? kann ich dir jetzt ausm stehgreif auch nicht sagen....
Nee, zumindest nicht im Bereich von ein paar Tausend Kelvin.

Gruß,
Franz

nobody
05.05.2005, 17:11
Schon bei mittelgradiger Metamorphose ist die Entgasung von MIneralen
wie Hornblende oder Hellglimmer oft vollstaendig, das Argon somit entwi-
chen (Stichwort: Schließungstemperatur). Entscheidend ist auch die Metamorphosedauer.
Sind Metamorphite aus Sedimentgesteinen hervorgegangen, so koennen
die Gesteine noch etwas atmosphärisches Argon beinhalten, was die Al-
tersdatierung selbstredend verfälscht (Korrektur moeglich).
Ausserdem kann Argon durch Diffusion auch bei tiefen Temperaturen
entweichen (und übrigens von der Probe aus der Atm. auch aufgenommen
werden).
Amphibole, Biotite und Feldspäte eignen sich am meisten als Minerale für
die K-Ar-Datierung. Gesamtgesteine eignen sich des weiteren meistens nicht
(ausser bei frischen jungen Vulkaniten).

Das K-Ar- System wird heute bevorzugt für juengere Gesteine eingesetzt
(Meso bis känozoisch). Natuerlich kann man mit diesem System auch die
letzte erlittene metamorphe Ueberprägung polymetamorpher Gesteine datie-
ren.

Letzte Anmerkung: Einige radioaktive Zerfälle finden ja nicht nur unter betei-
ligung von Kernbausteinen statt. Normalerweise wandelt sich einfach ein
Proton in ein Neutron um (plus Positron und Neutrino) oder ein Neutron in
ein Proton (plus Elektron und Antineutrino). Diese Zerfälle lassen sich durch
P und T Änderungen nicht beeinflussen. Der Zerfall aber von Kalium in
Argon ist ein Elektroneneinfang (bei dem das Proton das Hüllenelektron
aufnimmt und zum Neutron wird. Diese Zerfälle sind sehr wohl T-Abhängig.