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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kristallstrukturen


nobody
27.11.2000, 12:05
Hab mich zwar im Atkins mal umgeschaut, aber nicht wirklich verstanden. Könnte mir jemand etwas über Kristallstrukturen (Triklin, Monoklin, Hexagonal ect.....) etwas erläutern. Wäre nett:

Nightflyer

glimpse
27.11.2000, 16:15
Die Kristallsysteme werden über die Symmetrieachsen definiert. Im kubischen System sind alle drei Achsen des Achsenkreuzes gleich lang und schneiden sich im rechten Winkel. Äußerlich bedeutet das höchste Symmetrie, z.B. NaCl- Würfel oder Diamanten. Im tetragonalen System schneiden sich die Achsen auch im rechten Winkel, aber nur zwei der Achsen sind gleich lang. Zirkon kristallisiert zum Beispiel so. Im hexagonalen System schneiden sich drei gleich lange Achsen in der Ebene unter 120°, die vierte ist länger oder kürzer (z.B. Apatit). Das Grundprinzip ist also eine sechsseitige Säule, oben und unten können noch sechszählige Pyramiden erscheinen. Das trigonale ist sehr ähnlich, nur dass das Grundprinzip eine dreiseitige Säule ist(z.B. Quarze, Turmalin)
Im orthorombischen System schneiden sich alle drei Raumachsen und 90°Winkeln aber sind unterschiedlich lang (z.B. Olivin). Das monokline Sytem hat drei unterschiedlich lange Achsen von denen sich zwei im rechten Winkel schneiden (z.B. Feldspate), das trikline System hat die niedrigste Symmetrie: die drei Raumachsen sind ungleich lang und schneiden sich in beliebigem Winkel ungleich 90° (z.B. Plagioklase).
Ohne Bilder klingt das alles so theoretisch... Ich würde vorschlagen du schaust dir einfach ein paar Modelle oder echte Kristalle an, dann wird alles viel klarer http://www.chemieonline.com/forum/smilies/smile.gif
Bei natürlich vorkommenden komplizierteren Kristallen ist die Kristallstruktur allerdings sowieseo oft schwer zu erkennen, manchmal müssen die Proben mit Röntgenstrahlung untersucht werden.



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