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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lenzsche Regel


jk
11.11.2001, 20:09
Kann mir bitte jemand die Lenzsche Regel erklären und sagen was genau das ist und wofür sie benutzt wird?

Jan

upsidedown
11.11.2001, 21:08
Die Lenzsche Regel besagt, dass die Spannung, die ein sich änderndes Magnetfeld induziert genau die umgekehrte Richtung wie die Spannung hat, die erforderlich ist, um einen Strom fliessen zu lassen, der dieses Magnetfeld erzeugen kann.

Einfacher Versuchsaufbau: Wechselspannungsquelle + Spule

In der Spule bildet sich ein wechselndes Magnetfeld aus (zeitlich sich verändernder Strom induziert ein Magnetfeld). Dieses Magnetfeld induziert nun wiederum in der Spule eine Spannung (Reinduktion). Wenn diese Spannung nun die gleiche Richtung hätte wie die Erregerspannung, würde das wie zwei in Reihe geschaltete Spannungsquellen wirken. Ergo: Der Stromfluss würde sich vergrößern, das Magnetfeld stärker werden, die induzierte Spannung größer... :eek:

Ich denke du weisst, worauf ich hinauswill. Das kann natürlich nicht sein und wiederspricht dem Energieerhaltungssatz aufs härteste.

Deswegen muss die induzierte Spannung der Erregerspannung entgegengesetzt wirken - sie tritt also wie auch ein ohmscher Widerstand als Spannungsabfall in Erscheinung.

Oder wie unser Physikassi immer zu sagen pflegte: Son Minus muss man immer inner Tasche ham :rolleyes:

Ich hoffe, ich habe die Verwirrung nicht vergrößert.

Gruß,
UpsideDown

Biohazard
13.11.2001, 12:11
In meinen Buechern heisst es:

Regel von Lenz:
"Der Induktionsstrom fliesst immer so, dass sein Magnetfeld der Flussaenderung <font class="serif">&Phi;</font>', die ihn hervorruft, entgegenwirkt."

Wie upsidedown schon sagte, legt die Regel fest, dass der Induktionsstrom in der Richtung fliesst, in der er seiner Entstehung entgegenwirkt, um mit dem Energieerhaltungssatz in Einklang zu stehen.

Unser Physiklehrer verglich die Regel mit dem Bild des stoerrischen Kindes - die Mutter will mit dem Kind in eine Richtung laufen und das Kind geht aber nie in die Richtung mit, sondern laeuft trotzig immer in die Gegenrichtung.

Zugegeben hinkt der Vergleich, aber wenn man die Regel mal dauernd anwendet, fallen einem solche Vergleiche eben ein...

(Uebrigens: die Flussaenderung ist natuerlich die Ableitung von <font class="serif">&Phi;</font>, aber ich konnte das nur mit ' darstellen, einen Punkt ueber dem Zeichen konnte ich nicht herbekommen)

minutemen
13.11.2001, 17:38
Originalnachricht erstellt von Biohazard
(Uebrigens: die Flussaenderung ist natuerlich die Ableitung von <font class="serif">&Phi;</font>, aber ich konnte das nur mit ' darstellen, einen Punkt ueber dem Zeichen konnte ich nicht herbekommen) wo ist das problem? d<font class="serif">&Phi;</font>/dt tuts doch auch und gibt konkret an, welche grösse nach welcher anderen abgeleitet wird...

Biohazard
13.11.2001, 18:40
wo ist das problem? d<font class="serif">&Phi;</font>/dt tuts doch auch und gibt konkret an, welche grösse nach welcher anderen abgeleitet wird...In der Physik ist der Strich, der in der Mathematik eine Ableitung ausreichend kennzeichnet, bekanntlich mit einem Punkt versehen. Warum weiss ich nicht genau, aber vielleicht um Verwechslungen mit anderen Kennzeichnungen zu vermeiden. Und genau darum wollte ich drauf hinweisen.

Die Bruchschreibweise d<font class="serif">&Phi;</font>/dt ist mir gar nicht mehr in den Sinn gekommen, aber in einem solchen Satz ist vielleicht ein kurzer Term sowieso besser aufgehoben...
Aber Danke trotzdem.

buba
13.11.2001, 18:53
Originalnachricht erstellt von Biohazard
In der Physik ist der Strich, der in der Mathematik eine Ableitung ausreichend kennzeichnet, bekanntlich mit einem Punkt versehen.
... falls nach der Zeit abgeleitet wird.