Fand leider kein konkretes Rezept für eine galvanische Versilberung in meiner Sammlung, nur den allgemeinen Hinweis, dass man cyanidhaltige Lösungen verwendet (was nicht ganz neu ist....).
Mit solchen Mixturen (Dicyanoargentat) lassen sich viele Metalle auch stromlos versilbern. Bitte die kleinen, freundlichen Totenköpfe auf den Fläschchen ernst nehmen!
Gruß,
Franz
nobody
12.10.2001, 12:14
Hi Tesla01,
ich habe einige :cool: . Welche Schichten möchtest Du abscheiden,
und auf welchem Material ( Cu, Cu-Legierungen, Eisen, Stahl ) und
für was ( Glänzend, matt, Lötfähig usw. )?
Gruß Frank
nobody
12.10.2001, 20:09
@Frank :
Ich möchte eine Silberschicht auf verschiedenste Materialien galvanisieren . Wegen dem guten Kontrast würde ich warscheinlich als erstes Kupfer als untergrund probieren ... bin aber auch sehr an anderen Rezepten interessiert ! :jump_biggrin:
Vielen Dank schon im voraus !
@FK :
Vielen Dank für die Mühe ! Ich hab schon ein paar "einfache" Rezepte probiert (Kupfersulfat+Schwefelsäure verdünnt , Nickelchlorid+HCL(1 mol) , etc ),leider funktionierten die nie so gut wie die Elektrolyte bei z.b. Conrad etc. Z.B. Riecht das Conrad-Nickel-Elektrolyt stark nach Essig ... (aha!) und ich hörte das Zitonensäure oder Borsäure gut für Glanzelektrolyte sei .
nobody
17.10.2001, 12:37
Hi Tesla01,
weil Du als erstes Versilbern willst, erst mal dazu ein "Rezept"
Versilbern:
Wie FK schon beschrieben hat, wird zum elektrolytischen Versilbern eine cyanidhaltiges Elektrolyt verwendet. Es gibt auch cyanidfreie Elektrolyte, die sich aber in der technischen Praxis wenig durchgesetzt haben. Sie sind entweder teuer, es können nur niedere Schichdicken abgeschieden werden oder die Parameterführung ist aufwendig.
1) 4 - 40 g/l Ag als Silbercyanid oder Kaliumdicyanoargentat
2) 120 - 160 g/l Kaliumcyanid
3) Wasser
Anode : Silberblech oder platiniertes Titanstreckmetall
U und I : je nach Werkstückgröße, wenn es zu viel war, wird die Oberfläche braungrauschwarz
Das Werkstück immer kontaktiert (unter Strom) in den Elektrolyt
tauchen. Sonst bildet sich eine reduktive Silberschicht, die eine
sehr schlechte Haftfestigkeit aufweist.
Entsprechende Glanzzusätze gibt es nur bei Elektrolytherstellern zu kaufen, deren Inhalt meist nicht bekannt ist.
und wie immer bei einer "Kochvorschrift"....
Es kann keine Gewähr für irgendwas übernommen werden. Für den sachkundigen Umgang mit Chemikalien ist jeder selbst verantwortlich.
Gruß Frank
Ps: in Kürze kommt Nickel ;)
FK
17.10.2001, 20:32
Glanzzusätze bei Silber könnten evtl. Thioharnstoff enthalten (wird jedenfalls bei Kupfer empfohlen).
Für eine stromlose Versilberung von Kupfer habe ich's mal mit dem Thiosulfatkomplex versucht; ging so lala....nicht so schön wie mit Cyanid.
Gruß,
Franz
nobody
18.10.2001, 08:43
Hi Fk
Es gibt zwar Versuche den in "schwarzen" Silberelektrolyten
verwendeten Glanzusatz allein schon wegen seiner gefährlichen
Produktion und den hohen Kosten zu ersetzen, die Ergebnisse sind
aber wie Du schreibst " so lala ". Allerdings würde ich Deine
Ergebnisse u.a. auf das stromlose Verfahren zurückführen, das
in cyanidhaltigen Elektrolyten auch funktioniert (sog. sud-versilbern)
aber in Bezug auf Glanz und Haftfestigkeit der Schicht eher mißerable
Ergebnisse liefert.
Gruß Frank
Ps. das "schwarz" kommt von der Farbe des Elektrolyten ;)