PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welche Programmiersprache?


nobody
10.09.2001, 22:07
Will jetzt im Wintersemester in Würzburg anfangen Mathe mit Nebenfach Informatik zu studieren. Dabei muss ich mich für eine Programmiersprache entscheiden. Die Informatiker in Wü lernen alle Java, aber die Mathematiker können zwischen vielen Wählen, z.B. C++, Java, Fortran!

Welche wäre empfehlenswert zu lernen?

minutemen
10.09.2001, 23:06
du willst also mathematiker werden. dann eindeutig C++ bzw. F77/90/HPF. obwohl fortran eigentlich eine dinosauriersprache ist, arbeiten viele mathematiker/physiker (aus tradition? wegen der ausgezeichneten lesbarkeit? weil sie's nicht besser können?) mit ihr. zb. basieren klassische, auch heute verwendetet bibliotheken wie blas oder lapack auf fortran-quellen. die mehrzahl aller quantenchemie-progs ist in F geschrieben und und und. und C/C++ dazu kann nicht schaden. für F muss man übrigens nicht wirklich einen kurs besuchen. die sprache ist denkbar einfach.

java? ick wees nich... eigentlich ist mir auch am C das ++ nicht geheuer. ich mag den objektorientierten kram nicht - der hat mich schon damals in turbopascal nicht interessiert.

nobody
11.09.2001, 07:26
Also als sich bei mir die Frage stellte habe ich mich entsclössen, die angebotenen Sprachen zu belegen. Allerdings habe ich Informatik im Hauptfach studiert. Fortran ist nach wie vor die 1. Wahl für mathematisch / nautrwissenschaftliche Berechnungen. C7C++ wäre auf jeden Fall auch sinnvoll. Nicht zuletzt Java, schon allein weil es aus meiner Sicht die plattformübergreifebdste Sprache ist.
Aus eigener Erfahrung - Kennst Du eine, kennst Du alle! Das schwierige ist die Umsetzung der Aufgabe in ein vernünftiges Programm.

nobody
11.09.2001, 15:25
Hmm, weiß nicht. Ich glaube ich nehme C++!

Vor dem Sommersemester gibt es auch noch einen 4 Wochen Intensiv-Java-Kurs! Habe eigentlich vor während des Semesters C++ zu lernen, und dann den Kurs besuchen, um ein bisschen Javakentnisse zu erwerben!

Meint ihr, dass wäre empfehlenswert, oder doch lieber bei einer bleiben?

@minutemen
hab' mal vor einiger Zeit ein bisschen Pascal programmiert. Da habe ich nie so ganz den Vorteil vom objektorientierten verstanden!
You are not alone! :D

nobody
11.09.2001, 16:23
Zum Anfang sollte es eine Sprache tun. Schließlich willst Du ja Mate studieren. C++ ist da schon die erste Wahl und wenn Du später noch etwas Java lernst sollte das reichen.
Wenn Du später wirklich noch eine andere Sprache lernen mußt, fällt das mit Vorkenntnissen in anderen Sprachen ziemlich leicht und kan im Selbststudium erfolgen.

nobody
28.09.2001, 09:17
Hi,

ich denke, daß man das Programmieren mit einer möglichst vielseitigen Sprache lernen sollte (z.B. C, mit ++ konnte ich mich auch noch nicht anfreunden ;) ). Die Grundstruktur des Programmierens ist in fast allen Sprachen mit gleichem Grundmodell ähnlich. Eine Schleife z.B. kann in Basic, C, Pascal, C++, OCCAM oder Assambler usw. programmiert werden. Ich sehe das Problem darin eine Aufgabe zuerst in eine programmierbare, allgemeine Struktur zu zerlegen, und danach erst die Umsetzung in eine Sprache.

Wenn man soweit ist, kann man sich für die einzelnen Probleme, die Besonderheiten der Sprachen zu nutze machen. VB wenn ein kleines Projekt schnell umgesetzt werden soll, C,C++ für größere Projekte, Assambler wenn man maschinennah programmiert oder einige Routinen von Hand optimieren will, tja OCCAM, die mit Sicherheit nicht mehr weit verbreitet sein dürfte auf Transputer ( :sad: ) mit paraller Rechnerstruktur, Java zum plattformübergreifenden Programmieren. Und dann natürlich noch SQL, zur Datenbankabfrage. Oder Fortran für mathematische Probleme.
Auch eine Kombination von verschiedenen Sprachen ist manchmal möglich,
sofern Compiler eingesetzt werden, der Libraries sich linken lassen.

Also zuerst Programmieren lernen mit einer "allgemeinen" Sprache, danach ist der umstieg auf eine andere Sprache recht einfach.

Gruß Frank

Ps. Ich habe nicht Informatik studiert ( :p ), kommen aber zum gleichen Ergebniss wie I0815.

upsidedown
06.10.2001, 19:29
Was habt ihr eigentlich (fast) alle gegen C/C++ bzw. Objektorientierte Programmierung?

Mit C und vor allem C++ is mal einfach unheimlich flexibel. Bei dme was ich z.Z. programmiere wäre ich bei jeder anderen Sprache die ich sonst kenne (Vbasic Pascal) höchstwahrscheinlich schon lange verzweifelt. In der Sprache ist es halt sehr einfach sich auf einer sehr hardwarenahen Ebene "mal eben" was selber zu stricken, wenn die "Bordmittel" versagen oder nicht vorhanden sind.

Und zur Objektorientierung: Minutemen: Wenn ich das richtig deute, meinst du mit damals etwa Infounterricht in der Schule? Klar, bei den kurzen und übersichtlichen Sachen, die man in so einem Rahmen machen kann, ist Objektorientierung dann vielleicht doch Overkill, aber wenns dann etwas größer und komplexer wird isses echt ne Hilfe und erleichtert das Debuggen und die Codepflege ungemein.

Was Fortran angeht: es schadet bestimmt nicht, sie auch etwas zu können, aber ausserhalb eines rein akademischen Umfelds ist die Sprache mittlerweile quasi ausgestorben. Nur mit Fortran gewinnt man heute keinen Blumentopf mehr. Und da die Sprache recht einfach zu lernen sein soll kann man sie bei Bedarf auch mal schnell nachlernen.

Gruß,
UpSideDown

nobody
11.10.2001, 21:27
Ich finde, dass man eigentlich mit einer relativ einfachen Sprache anfangen sollte, wie z.B Pascal. Ich mein ich fing eigentlich mit C an, aber wenn man C halbwegs beherrschtm, dann versteht man andre Sprachen auch. Java, also die Programmiersprache selbst, wurde zum Beispiel in C programmiert und ist dieser deshalb auch sehr ähnlich. Ich habe nie Java in irgendeiner Weise gelernt, doch ein Freund von mir arbeitet ein wenig damit, und nachdem ich ihm ein Weile zugesehn hatte, war ich im Stande meine eigenen kleinen Programme zu coden. Die Grundprinzipien sind sowieso bei jeder Sprache gleich, und somit wäre es im Endeffekt egal womit du beginnst. Nur durch das Erlernen mancher Sprachen, hilft einem das dann in der weiteren "ProgrammierKarriere"....

*PredeX*

upsidedown
11.10.2001, 22:30
...und somit wäre es im Endeffekt egal womit du beginnst.

da hast du im Prinzip erstmal recht. Ich finde allerdings, dass es von Vorteil ist, wenn man sich von Anfang an an einige Dinge gewöhnt, die einem bei den sog. "leichten" Programmiersprachen erspart bleiben (deswegen scheinen sie ja am Anfang leichter zu sein). Und wenn Gladiator Informatik im Nebenfach machen will, dann wird es sehr schnell von den Anforderungen an die Programmiersprache in Bereiche kommen, wo die anfängliche Bequemlichkeit von "einfachen" Sprachen recht schnell auch beengend sein kann.

Und gerade wenn man C kann, hat man eine ziemlich gute Ausgangsbasis um sich bei Bedarf weiterzuentwicklen, sei es C++ oder Java oder oder.
Dabei sollte man auch solche Skriptsprachen wie Perl oder Phyton nicht vergessen.

Gruß,
UpsideDown

nobody
23.03.2004, 18:45
Und gerade wenn man C kann, hat man eine ziemlich gute Ausgangsbasis um sich bei Bedarf weiterzuentwicklen, sei es C++ oder Java oder oder.
Was Fortran angeht: es schadet bestimmt nicht, sie auch etwas zu können,

Wie lernt man C und Fortran am besten? Kennst du irgendwelche empfehlenswerten Bücher?

Vielen Dank im Voraus!

MaSTaH
23.03.2004, 19:32
Gladiotor: Es ist imho egal womit man anfängt, solange man offen für weitere Sprachen und Paradigmen ist. Ich würde allerdings trotzdem mit C++ anfangen, da diese Sprache ein vielseitig einsetzbarer Allrounder ist. Gerade anfangs fordert einen das Erlernen zwar ein wenig, aber das sollte einen angehenden Mathematiker doch nicht abhalten, oder?

MaSTaH
23.03.2004, 19:34
Args, jhl. Es ist doch nicht so schwer einen neuen Thread zu erstellen. Musst du unbedingt einen uralten Thread beleben um deine Frage zu stellen?