Nachdem ich irgendwann zu der Meinung gekommen bin dass ein Volksentscheid manchmal garnicht so schlecht wäre, wollte ich von Euch wissen was ihr davon halten würdet wenn es in Deutschland einen Volksentscheid geben würde?
Also ich bin im Grunde dafür. Man müsste nur Regeln dass nicht wegen jedem Gesetzt gleich das ganze Volk zu den Wahlurnen rennen muss. Aber bei so wichtigen dingen wie dem Euro denke ich wäre so ein Entscheid garnicht schlecht. Dann müssten die Politiker nämlich das Volk überzeugen und nicht umgekehr, was dann zur Folge haben könnte dass die Menschen sich mehr für Politik interresieren als bisher.
Also ich hoffe ihr Diskutiert fleisig :cool:
MfG MagicD
nobody
06.09.2001, 15:01
Grundsätzlich bin ich für Volksentscheide bei wirklich grossen Sachen, die die gesamte Bevölkerung betreffen, wie eine Währungsreform zum Beispiel.
Für 'nen Volksentscheid über den Euro ist aber seit über 10 Jahren zu spät.... :mad: .
Oxidator
06.09.2001, 16:10
Tja, man muß sich nunmal für eine indirekte oder direkte Demokratie entscheiden,
ich bin eigentlich im großen und ganzen mit der indirekten zufrieden, die Dinge die ich nicht gut finde, sind für andere Spitze.
Nunja,man kann es eben nicht allen 82 mil. Mitbürgern rechtmachen.
nobody
06.09.2001, 16:19
@Oxidator
Ich denke dass schliest sich nicht aus eine indirekte Demokratie und Volksentscheid meine ich. Wie ich ja schon erwähnte man sollte natürlich nicht über alles abstimmen lassen aber soweit ich weis ist in Volksentscheid in Deutschland vom Gesetzt her schon garnicht möglich und denke ich sollte sich etwas ändern.
MfG MagicD
Oxidator
06.09.2001, 18:44
@MagicD
Ich habe großpolitische Entscheidungen damit gemeint, solche Scherze wie Volksbegehren die nur die komunale Ebene umfaßt habe ich ausgegrenzt.
nobody
06.09.2001, 20:01
Also...es ist imemr die Frage ob wir durch die die Politiker so gut repräsentiert werden!
Im Ausland meist noch recht gut! Wenn man Deutschland mit anderen Ländern vergleicht. Aber das sollte man nicht tun...
Zwar ist manches verbesserungswürdig!
Aber ob man per Volksentscheid Gesetze absegnen sollte, ist die Frage!
Ich denke, daß ein Volksentscheid die Gesetzesgebung unheimlich verlangsamen würde!
Kerstin
nobody
06.09.2001, 21:26
Vielleicht sollte man von Gesetzen mal absehen.Ich denke das der Durchschittsbürger kaum qualifiziert genug ist, um über neue Gesetze zu entscheiden.Ich bin der Meinung, dass es bei Volksentscheiden wirklich um allgemeinere Dinge (die absolut jeden Bürger betreffen) gehen sollte.Wie eben die Sache mit dem Euro oder wie in Norwegen, wo das Volk mehrheitlich gegen den Eintritt Norwegens in die EU gestimmt hat.
nobody
06.09.2001, 22:13
@DocMat
Genau der Meinung bin ich auch. Ich sehe halt noch den Vorteil dass man dann als "Ottonormalbürger" mehr über Politik erfährt denn ich denke dass die Politiker den Wählern nicht immer alles erzählen weil sie ja nur die Stimme der Wähler brauchen aber nicht deren Einverständniss.
MfG MagicD
Muli
08.09.2001, 13:06
Grundsätzlich halte ich Volksentscheide für etwas Gutes. Allerdings sind die - wie ihr schon sagtet - mit einigen Problemen verbunden. Zum einen fehlen dem "Volk" oftmals der Überblick bzw. das Fachwissen um eine Materie zu durchdringen... was vielleicht aber den Politikern zu denken geben müsste, mal eine bessere informationspolitik zu betreiben. Zudem ist ein solcher entscheid ein unglaublichr logistischer und zeitlicher Aufwand. Wenn man nämlich dann noch von "vVermittlungsausschüssen" wie in Bundestag und - rat ausgeht, dauerte die Gesetzgebung noch wesentlich länge als sie sowieso schon ist.
nun gut. Aber im großen und Ganzen kann ich mich DocMat anschließen, wenn er sagt:
Vielleicht sollte man von Gesetzen mal absehen.Ich denke das der Durchschittsbürger kaum qualifiziert genug ist, um über neue Gesetze zu entscheiden.Ich bin der Meinung, dass es bei Volksentscheiden wirklich um allgemeinere Dinge (die absolut jeden Bürger betreffen) gehen sollte.Wie eben die Sache mit dem Euro oder wie in Norwegen, wo das Volk mehrheitlich gegen den Eintritt Norwegens in die EU gestimmt hat.
Gruß Sebastian
Irkingu
08.09.2001, 23:25
Moin Leute,
nicht daß Ihr denkt, ich wäre mit unserer Staatsform (ist eigentlich noch recht ok) oder gar unserer Regierung wirklich zufrieden. Aber Volksentscheide für Gesetze halte ich für völlig abwegig. Der Durchschnittsbürger ist dafür viel zu schlecht informiert/gebildet, wie es ja auch schon einige meiner Vorgänger schrieben. Aber bei Grundsatzentscheidungen wie dem EU-Beitritt oder der Euro-Einführung kann der Durchschnittsbürger die Folgen noch viel schlechter abschätzen.
Als Beispiele:
Bei einer Entscheidung, wie über die Todesstrafe, sind die Folgen relativ offensichtlich: viele unschuldige Tote und die Gesellschaft wäre (wären die Resozialisierungsmaßnahmen sinnvoll angelegt) um viele wertvolle Mitbürger beraubt.
Aber wer von uns könnte sich zumuten die Folgen eines nicht-EU-Beitrittes abzusehen? Ist es nur ein wirtschaftlicher Nachteil, evtl. ein globalpolitischer Vorteil (durch eigenständiges Auftreten) oder würde es sogar zu einer Destabilisierung ganz Europas kommen?
Insofern ist meine Meinung, das "Volk" nur bei Fragen, die eine lokale Bedeutung und vor allem keine weitergehende Bedeutung haben.
MfG
Henning
nobody
12.09.2001, 16:18
Der Durchschnittsbürger ist dafür viel zu schlecht informiert/gebildet
Aber genau da sehe ich den vorteil: Denn wenn man einen Volksentscheid durchführen möchte muss das Volk auch wissen um was es geht und werden dadurch besser informiert. (Zumindest müsste oder könnte es so ablaufen)
Also quasi der Volksentscheid als Zwang zur Information.
MfG MagicD
DirtyHarry
12.09.2001, 22:20
Aber genau da sehe ich den vorteil: Denn wenn man einen Volksentscheid durchführen möchte muss das Volk auch wissen um was es geht und werden dadurch besser informiert. (Zumindest müsste oder könnte es so ablaufen)
Mhm, "informieren" klingt sehr gut, aber wenn ich statt Information "Propaganda" sage, hört sichs schon wieder ganz anders an. Wenn dann noch massenpsychologische Umstände hinzukommen, der vielzitierte "Stammtischpolitiker" als Beispiel, wirds wirklich kritisch. Andererseits kann man dagegenhalten, dass heute die Menschen im Allgemeinen gebildeter sind als vor 60 Jahren, dennoch bleibt das Phänomen des Herdentriebs und die Manipulation der Masse , nicht des Einzelnen , durch emotionale Beeinflussung als solches bestehen.
Also meiner Meinung isses nix mit Volksentscheid, zumindest nicht auf Bundesebene, auf Länderebene und in den Gemeinden kann mans noch zulassen.