Ich habe mal eine Farge:
:question: Wie weist man gebundenen Sauerstoff nach?
Ich weiß nur, dass man bei der Luftanalyse Sauerstoff mit 1,2,3-Trihydroxibenzol (Pyrogallol) nachweißen kann, aber das geht nicht bei gebundenem Sauerstoff.
:question: Wie ist dieser Nachweis grundsätzlich möglich?
und
Ich brauche eine Möglichkeit, um nachzuweisen,...
:question: ... dass in eim Gemisch unterschiedlicher Verbindungen A mehr oder weniger gebundener Sauerstoff enthalten ist als in Gemisch B? :question:
Ich würde mich freuen, wenn mir da jemand weiter helfen könnte?!
Danke ;)
frog
hippie
02.09.2001, 16:33
ich glaube, man kann gebundenen sauerstoff mit Iod nachweisen:
ist sauerstoff vorhanden wird die lösung braun, wenn nicht lila.
btw: Nachweisen schreibt man mit "s" ;)
frog
02.09.2001, 16:36
Originalnachricht erstellt von hippie
ich glaube, man kann gebundenen sauerstoff mit Iod nachweisen:
ist sauerstoff vorhanden wird die lösung braun, wenn nicht lila.
Bleibt sie lila?! - oder ist doch in etwa die Farbe von Iod?
Und wie soll die Reaktion ablaufen?
Ach: Ein Problem: Die Lösung ist schon Braun
Aber trotzdem Danke...werd ich vieleicht mal gebrauchen können :)
mfg
frog
P.S.: Danke ;) geändert!
FK
02.09.2001, 17:15
Das mit dem Iod ist leider nicht spezifisch, da auch andere Donoratome Braunfärbung geben.
Mit Sicherheit geht's mit einer Elementaranalyse; dazu braucht man allerdings mehr als nur ein Reagenzglas....
Gruß,
Franz
frog
02.09.2001, 17:19
Kannst du die Pünktchen mal näher erklären? Bitte :)
frog
FK
02.09.2001, 18:18
Die Elementaranalyse wird im Prinzip durch vollständige Oxidation der Substanz und quantitative Bestimmung der Oxidationsprodukte durchgeführt. Aus diesen wird dann die prozentuale Zusammensetzung der Verbindung berechnet.
Man erhält dann z. B. ein Ergebnis der Form x% C, y% H, z% O und kann dann zusehen, ob dieses mit der vermuteten oder beabsichtigten Zusammensetzung übereinstimmt.
Natürlich kann man noch mehr Elemente bestimmen als C, H und O....
Gruß,
Franz
frog
02.09.2001, 18:41
Originalnachricht erstellt von FK
Die Elementaranalyse wird im Prinzip durch vollständige Oxidation der Substanz und quantitative Bestimmung der Oxidationsprodukte durchgeführt. Aus diesen wird dann die prozentuale Zusammensetzung der Verbindung berechnet.
Man erhält dann z. B. ein Ergebnis der Form x% C, y% H, z% O und kann dann zusehen, ob dieses mit der vermuteten oder beabsichtigten Zusammensetzung übereinstimmt.
Natürlich kann man noch mehr Elemente bestimmen als C, H und O....
:question:
Das ist aber nicht mit reagenzien und "schütteln, rühren, ....." möglich? Sprich nicht unbedingt im Schullabor möglich?
frog
FK
02.09.2001, 19:53
Nee, mit "Schütteln & Rühren" geht's nicht.
Man kann sich natürlich so eine Apparatur zusammenbauen und mit Übung und pingeligem Arbeiten wohl brauchbare Resultate erzielen...aber nicht so auf die Schnelle....
Gruß,
Franz
frog
03.09.2001, 14:48
Originalnachricht erstellt von FK
Nee, mit "Schütteln & Rühren" geht's nicht.
Man kann sich natürlich so eine Apparatur zusammenbauen und mit Übung und pingeligem Arbeiten wohl brauchbare Resultate erzielen...aber nicht so auf die Schnelle....
Hast du vielleicht ein paar Infos zur Funbktionsweise...?
frog
FK
03.09.2001, 21:54
Also für eine Verbindung, die C, H und O enthält:
So etwa...die Substanz wird genau eingewogen, komplett oxidiert, entstandenes H2O (mit P4O10 z. B.) und CO2 (mit KOH, NaOH, Ca(OH)2 z. B.) quantitativ absorbiert.
Die Absorbentien werden dann gewogen.
Weitere Elemente werden getrennt bestimmt.
Aus der erhaltenen Menge an CO2 und H2O kann man jetzt den C- und H-Gehalt der Probe ausrechnen (x mg C und y mg H). Der Rest (z mg) ist dann Sauerstoff.
Versuche einfach mal, ein Beispiel durchzurechnen.
Wenn auch noch Stickstoff enthalten war, kommt der als N2 zum Vorschein (Messung volumetrisch). Bestimmung kann aber auch aus der Substanz nach Kjeldahl erfolgen.
Weitere Elemente lassen sich ebenfalls nach geeignetem Aufschluss bestimmen.
Das war jetzt so ein bisschen aus dem nasschemischen Bereich; natürlich gibt es eine Menge spektroskopischer Methoden......
ob es da eine Geeignete für eine C/H/O-Bestimmung gibt, kann ich nicht sagen......vielleicht jemand Anderer?
Gruß,
Franz
minutemen
04.09.2001, 11:12
Originalnachricht erstellt von FK
...Das war jetzt so ein bisschen aus dem nasschemischen Bereich; natürlich gibt es eine Menge spektroskopischer Methoden......
ob es da eine Geeignete für eine C/H/O-Bestimmung gibt, kann ich nicht sagen......vielleicht jemand Anderer?spektroskopische O-bestimmung... sieht schlecht aus. es gibt imho nix O-spezifisches - wenn man vielleicht von der NMR-spektroskopie absieht. die ist aber beim O ganz gewiss nicht das mittel der wahl, da infolge des quadrupolmomentes des nmr-aktiven kerns die signale arg verbreitert sind. pech.
frog
07.09.2001, 14:58
Originalnachricht erstellt von frog
Hallo !
Ich habe mal eine Farge:
:question: Wie weist man gebundenen Sauerstoff nach?
:question: Wie ist dieser Nachweis grundsätzlich möglich?
und ...
.. :eek: ...auf den ganz einfachen Nachweis mit Magnesium :rolleyes:... :) ist noch keiner gekommen....für den allgemeinen Nachweis.
frog
hippie
07.09.2001, 16:00
über eine redoxreaktion oder wie?
FK
07.09.2001, 16:56
Originalnachricht erstellt von frog
.. :eek: ...auf den ganz einfachen Nachweis mit Magnesium :rolleyes:... :) ist noch keiner gekommen....für den allgemeinen Nachweis.
frog
Du meinst also, den Kram mit Magnesium erhitzen und, falls Einem der Kram nicht gleich um die Ohren fliegt, in dem entstandenen Schlunz eindeutig MgO nachweisen?
Gruß,
Franz
frog
07.09.2001, 19:57
Originalnachricht erstellt von FK
.... Du meinst also, den Kram mit Magnesium erhitzen und, falls Einem der Kram nicht gleich um die Ohren fliegt, in dem entstandenen Schlunz eindeutig MgO nachweisen?
Oh,oh.....:hmpf:... ich wollte keinem zu nahe tretten.
@hippie
Redoxreaktion ist richt - Ja!
@FK
....ich glaube das hat auch was damit zu tun wie sorgfältig man das experiment aufbaut...wenn das ein Schlunz macht kommt schlunz bei raus...richt! ich habst selbst heute ausprobiert und bis zu dem Moment, als ein Mitschüler dagegengelaufen ist, hätte es "gut" funktioniert. Besonders wissenschaftlich ist es nicht aber für einen allgemeinen qaltitativen nachweis für den Schulunterricht würde es bei entsprechen "sauberem" Aufbau reichen?!.....es gibt jetzt noch keine Antwort auf die zweite Frage, klar.
...UND in der Schule, wissen wir einfach, das eine Verfärbung von Magnesiumpulver zu einem weißen Stoff Magensiumoxid ist. Das wird dann nict mehr nachgewisen; aber ich würde mich trotzdem freuen, wenn jemand noch eine Idee zum zweiten Problem hat....
mfg
frog
mp67
07.09.2001, 21:34
...und die vom Hallenser genannte 17O-NMR sind die wenigen Dinge, die spezifisch O nachweisen lassen. Ansonsten natuerlich Nachweise funktioneller Gruppen mit O, derer es soooo viele ja nicht gibt.
Micha.
FK
07.09.2001, 21:44
@frog
Keine Sorge, Du bist Niemandem zu nahe getreten....ich habe mir nur meine Gedanken zur Reaktion mit Mg gemacht....also: die gut getrocknete Substanz und das Magmesium werden gemischt, anschließend wird das Reaktionsgefäß evakuiert. Erhitzen wir das Ganze, und haben wir wenig Sauerstoff, dann bekommen wir etwas MgO und viel schwarze Pyrolyseprodukte. Haben wir viel Sauerstoff, gibt es eine kräftige Stichflamme + Überdruck + gute Chancen, das Reaktionsgefäß in Stücke zu zerlegen. Gleiches passiert, wenn wir zwar keinen Sauerstoff, aber viel Chlor (beispielsweise) vorliegen haben.