kann mir jemand erklären, woher man weiß, ob Elektronen auf- oder abgegeben werden bzw. wie viele in jeder Schale enthalten sind?
Oder steht das unter einem bestimmten, mir unbekannten, Begriff im Lexikon??
Vielen Dank,
Gruß ArneE
hippie
02.09.2001, 14:14
die schalen besetzung erfolgt ganz regelmäßig, man kann sie aus dem PSE ablesen:
jede periode (waagrechte zeile im PSE) steht für eine schale,
die schalen sind von K bis Q "durchalphabetisiert".
die maximale besetzung aller schalen sieht so aus:
K 2 e-
L 8 e-
M 8 e-
N 18 e-
O 18 e-
P 34 e-
Q 34 e- (bin ich mir nicht ganz sicher, wirst du aber wohl kaum benötigen)
die chemie wird manchmal auch physik der Atomhülle genannt, weil jeweils nur die elektronen in der äußersten hülle für reaktionen zur verfügung stehen.
wenn man nun herausfinden will, wie viele elektronen die äußere schale besetzen geht man (in den Hauptgruppen!) folgendermaßen vor:
man nimmt die ordnungszahl (entspricht der elektronengesamtzahl)
und zieht soviele elektronen ab, wie in den vollen schalen vorhanden sind. dann erhält man die anzahl der außenelektronen.
Beispiel:
Calcium (20Ca) steht in der 4. Periode.
d.h. die K-,L- und M-Schale sind jeweils voll.
also sind 2+8+8= 18 elektronen in den inneren schalen.
und 20-18=2 elektronen auf der äußeren schale.
hippie
ArneE
02.09.2001, 14:29
Hallo hippie,
klasse Antwort!! :) :)
Ausführlich und sehr gut zu verstehen.
Eine Frage noch: Was heißt das e-
Vielen Dank,
Gruß ArneE
wolferl
02.09.2001, 14:33
hi, die frage kann ich dir schnell beantworten: Das e- ist einfach ein kurzschreibweise für elektron.
Also e- = Elektron
hippie
02.09.2001, 14:35
e- bedeutet elektron,
p+ bedeutet proton und n bedeutet neutron. hilfreiche abkürzungen für schreibfaule chemiker :D
hippie
der wolferl war wieder schneller!
ArneE
02.09.2001, 14:50
Hallo,
*g* egal, jedenfalls vielen Dank "euch beiden"! :)
Gibt es in dem Zusammenhang noch etwas, was man wissen müsste?? Unser Chemie-Pauker erklärt alles so konfus, dass man es überhaupt nicht versteht und unser Buch ist da auch keine große Hilfe.
Wenn man in Chemie also seine 2 haben will, muss man sich alles (!) selbst beibringen. :cry:
Für nat. Fragen ist das hier eines der besten Foren, die es gibt! :)
Gruß ArneE
nobody
02.09.2001, 15:20
Originalnachricht erstellt von hippie
p+ bedeutet proton
Also ich schreibe immer H+ für Protonen. :p
ArneE
02.09.2001, 15:25
Hallo,
@Last of the Sane: ?
@all: Hat jemand zufällig einen Link zu einem fertigen Kosseldiagramm, so nannte es zumindestens unser Chemie-Pauker. Ein Diagramm, wo die ersten 20 Elemente mit der jeweiligen Anzahl der Elektronen, die sie auf- und abgegeben können, eingezeichnet sind??
Danke,
Gruß ArneE
hippie
02.09.2001, 15:30
ein wasserstoffkation (H+) besteht aus einem einzelnen proton ;)
nobody
02.09.2001, 15:47
@ArneE: Zum ersten Punkt hat hippie ja schon die richtige antwort gegeben.
Zum zweiten, der Name Kossel ist natürlich nicht unbekannt, aber "Kossel-Diagramm" habe ich noch nie gehört. Ich verstehe eh nicht, was Du für ein Problem hast. Anscheinend suchst Du mögliche Oxidationsstufen der Elemente. Die wichtigsten Oxidationsstufen kannst du aus der Elektronenkonfiguration ableiten und alles weitere steht in jedem besseren Lehrbuch für Anorganische Chemie. Wenn Du dazu konkrete Fragen hast, dann stelle sie halt einfach hier.
ArneE
02.09.2001, 16:00
Hallo Last of the Sane,
ja, ja, das ist schon so ein Vogel, unser Chemie-Lehrer. ;) Ich hatte ihn extra noch angesprochen, ob das wirklich "Kossel-Diagramm" heißt und er bestätigte, ja, damit müsste jeder etwas anfangen können. *totaly confused now* :D
Mit Ausnahme der ersten Schale, in die nur 2 Elektronen passen, stellen 8 Elektronen in der Außenschale die stabile Edelgaskonfiguration dar. - von unserem Chemie-Lehrer.
Wieso denn nicht wie bei P und Q mit 34 Elementen in der Aueßnschale??
Zur Selbstkontrolle: Wie viele Elektronen hat P in der Aueßnschale?
5. Hauptgruppe; OZ: 15
2+8+8+8 = 26
15 - 26 = -11 <-- wo habe ich einen Fehler / Denkfehler gemacht??
Gruß ArneE
hippie
02.09.2001, 16:14
Originalnachricht erstellt von ArneE
Zur Selbstkontrolle: Wie viele Elektronen hat P in der Aueßnschale?
5. Hauptgruppe; OZ: 15
2+8+8+8 = 26
15 - 26 = -11 <-- wo habe ich einen Fehler / Denkfehler gemacht??
Gruß ArneE [/B]
da ist dein fehler, es geht um die PERIODEN:
2+8 = 10
15-10=5
also 5 außenelektronen
hippie
ArneE
02.09.2001, 16:22
Hallo hippie,
ahhhh, d.h.,
eine
horizontale Zeile = Periode
vertikale Zeile = Hauptgruppe,
oder?
Gibt es noch etwas, dass man im Bezug auf Elektronenan- bzw. abgabe noch wissen müsste?
Danke,
Gruß ArneE
hippie
02.09.2001, 16:29
horizontale Zeile = Periode
ja
vertikale Zeile = Hauptgruppe,
vertikale zeile = spalte ;)
stimmt auch, aber die nebengruppen (auch spalten) erstmal weglassen, die brauchst du in der schule erstmal nicht!
was du noch wissen solltest:
die elemente der hauptgruppen I, II und III geben elektronen ab,
die der hauptgruppen V, VI und VII nehmen elektronen an.
die edelgase (HG VIII) reagieren im prinzip nicht,
die elemente der HG IV können nehmen und geben,
Wasserstoff (HG I, in manchen PSE in keiner HG) kann auch sein elektron abgeben oder eins aufnehmen.
hippie
FK
02.09.2001, 17:02
Wie komme ich auf den seltsamen Gedanken, dass die MAXIMALE Besetzung der Schalen der Regel Summe = 2n² folgt,
somit für n = 1 --> 2 (1 s-Orbital)
n = 2 --> 8 (1 s, 3 p-Orbitale)
n = 3 --> 18 (1 s, 3 p, 5 d-Orbitale)
n = 4 --> 32 (1 s, 3 p, 5 d, 7 f-Orbitale)
n = 5 --> 50 (hier käme Obiges plus 9 g-Orbitale, die
aber nirgendwo gefüllt werden.)
Zählt mal die Orbitale zusammen, füllt sie mit je zwei Elektronen, und Ihr habt die maximale Besetzung.
Gruß,
Franz
ArneE
02.09.2001, 18:22
Hallo hippie,
hey - vielen Dank :)
HG I bis III und V bis VIII ist klar. Wovon hängt das denn bei der HG IV ab, ob sie Elektronen an- oder abnehmen? Ich würde jetzt mal vermuten, dass das vom anderen Stoff abhängt, u.z. ob der unbedingt welche auf- bzw. abgeben will. Richtig??
Gruß
ArneE
P.S.: Bist du Chemiker oder Chemiestudent o.ä. oder woher kennst du dich so gut in Chemie aus??
frog
02.09.2001, 18:47
Originalnachricht erstellt von ArneE
Hallo hippie,
hey - vielen Dank :) .....
P.S.: Bist du Chemiker oder Chemiestudent o.ä. oder woher kennst du dich so gut in Chemie aus??
Wenn ich mal für ihn antworten darf :D - interessierter Schüler!
Das haben wir auch schon mehr oder weniger gemacht.
frog
ArneE
02.09.2001, 18:51
Hallo frog,
kennt ihr euch zufällig?
Na ja, ein "interessierter Schüler" bin ich auch :), doch leider versteht man bei unserem Lehrer nicht besonders viel und deshalb muss ich anderswo die nötigen Informationen herbekommen. :sad:
So long,
Gruß ArneE
hippie
02.09.2001, 19:39
ich gehe in die 10. klasse, den stoff, zu dem du fragen gestellt hast, haben wir anfang der 9. behandelt.
@FK:
danke, dass du mich drauf gebracht hast, ich habe vorhin die ganze zeit gerätselt, wo da die regelmäßigkeit bleibt. jetzt ist der groschen gefallen! :)
Oxidator
02.09.2001, 19:40
n = 5 --> 50 (hier käme Obiges plus 9 g-Orbitale, die
Irgendwie habe ich noch nie von eienm g Orbital gahört. :confused:
Kannst du mir ein bißchen mehr darüber erzählen?
frog
02.09.2001, 19:47
Originalnachricht erstellt von ArneE Hallo frog,
kennt ihr euch zufällig?
Na ja, ein "interessierter Schüler" bin ich auch :), doch leider versteht man bei unserem Lehrer nicht besonders viel und deshalb muss ich anderswo die nötigen Informationen herbekommen. :sad:
Die Lehrer.....
...ein Fach stirbt und lebt mit einem Lehrer ich hab das ja uch schon an anderer Stelle gepostet, wir haben jetzt in der 11 ein neu super Chemielehrerin (didaktisch: klasse :D ) naja für den Lehplan kann sie nichts :rolleyes: !
Eine andere möglichkeit bleibt einem wohl auch nicht als sie die Informationen auf unterschiedliche Weise woanders zu beschaffen.
Lehrbücher sind irgendwo verständlich aber leider finden isch dort auch z.T. wiedersprüchliche Aussagen wieder.
:question: Zu der Elektronenverteilung: :question:
....ich weiß jetzt nicht was euer Chemielehrer hören will(?), aber ich habe meinen Nachhilfeschülern das immer so (nach dem BOHRschen Schahlöenmodell) erklärt: ....
die erste innerste Schale bekommt 2 Elektronen,
jede wieter Schale ist mit 8 Elektronen voll besetzt
die Anzahl der Elektronen auf der äußersten(oder Valenz-)Schale
ist entsprechen der Hauptgruppe,
Die Anzahl der Schalen entspricht der Periode (erst: eine Schale usw.)
mfg
frog
FK
02.09.2001, 20:01
@Oxidator
Nach den f-Orbitalen müssten welche mit der Bahndrehimpulsquantenzahl 4 kommen (9 Orbitale), die, alphabetisch auf "f" folgend, dann eben g-Orbitale heißen würden. Die liegen aber energetisch so hoch, dass sie in keinem bekannten Element besetzt sind.
Schade eigentlich.......was wäre das für ein schönes Betätigungsfeld für Anorganiker......
Gruß,
Franz
ArneE
02.09.2001, 20:02
Hallo frog,
mit dem Verstehen des Stoffes, na ja, zwei Leute (einer bin ich) aus unserer Klasse haben richtig Lust zu Chemie und würden gerne viel mehr machen als jetzt. Doch der Rest der Klasse bremst das total, durch Nicht-Aufpassen, Ableckung, Quatschen mit den Nachbarn, etc., etc.
Und wir, die Lust zu Chemie haben, besorgen sich die Informationen halt andersweitig .... kein Wunder, warum der Durchschnitt bei angekündigten (!) Arbeiten meist bei 4- oder 5 liegt .... :rolleyes:
Aufgrund der vielen Störungen sind wir zu dem PSE, Elektronen (Auf- und Abgabe, Neutronen, Protonen erst jetzt gekommen (bin auch 10. Klasse).
Aber noch mal vielen Dank, die Zusammenhänge werden mir jetzt immer klarer.
Was sind denn diese Orbitale bzw. was machen sie oder wofür braucht man die?
FK
02.09.2001, 20:12
Originalnachricht erstellt von ArneE
Wovon hängt das denn bei der HG IV ab, ob sie Elektronen an- oder abnehmen? Ich würde jetzt mal vermuten, dass das vom anderen Stoff abhängt, u.z. ob der unbedingt welche auf- bzw. abgeben will. Richtig??
Trifft etwa zu. Man muss hierbei bedenken, dass das Abgeben sämtlicher Elektronen zu einem vierfach positiven Ion führen würde, was man für die "kleineren" Atome praktisch ausschließen kann. Auch die "großen" (Pb) bilden lieber kovalente Bindungen aus statt vier-plus-Kationen.
Durch die Ausbildung kovalenter Bindungen füllt jedes Atom seine Elektronenschale auf, ohne etwas abgeben zu müssen - echt fair... ;)
Bei ungleichen Bindungspartnern sind die Elektronenpaare allerdings zum elektronegativeren verschoben, aber nicht vollständig auf ihn übertragen, wie in ionischen Verbindungen.
Gruß,
Franz
wolferl
02.09.2001, 20:15
Orbital
Ein Orbital ist der Raum, in dem sich ein Elektron mit 90% wahrscheinlichkeit aufhält(Elektron als Teilchen)
der 90% der ladung des Elektrons umfaßt(Elektron als Welle)
Habt ihr schon den Wellenteilchendualismus schon gemacht? Wenn nicht musst noch mal nachfragen.
Die anderen fragen könnte ich dir auch noch beantworten, aber meine freundin wartet schon ungedulgig! sorry :rolleyes:
Aber die anderen User werden dir die fragen schon beantworten.
nobody
02.09.2001, 20:16
Wofür man Orbitale braucht? :D Naja, Atome brauchen sie um ihre Elektronen unterzubringen. Orbitale sind also Aufenthaltsräume von Elektronen. Man erhält sie durch Lösung der Schrödinger Gleichung.
Oh, Wolferl war wieder schneller...
ArneE
02.09.2001, 20:31
Hallo wolferl,
*gg* Das mit der Freundin kenne ich auch nur zu gut ... :) :)
Nein, wir haben noch keinen Wellenteilchendualismus gehabt.
@FK:
Was bedeutet/ist ein vierfach positives Ion?
Was sind kovalente Bindungen?
Vier-Plus-Kationen sind doch das selbe wie vierfach positive Ionen, oder??
Weil ja sowieso nur zwei Leute aus unserer Klasse Chemie verstehen, und das weiß unser Chemielehrer, erklärt er die ganzen Dinge sowieso nur oberflächlich, damit "der Eine oder die Andere" (- Zitat ;)) doch noch wenigstens ein bisschen etwas mitbekommt.
hippie
02.09.2001, 20:49
Originalnachricht erstellt von ArneE
Was bedeutet/ist ein vierfach positives Ion?
Was sind kovalente Bindungen?
Vier-Plus-Kationen sind doch das selbe wie vierfach positive Ionen, oder??
ein 4fach positives ion ist ein atom, dass 4 elektronen abgegeben hat.
kovalente bindungen sind bindungen zwischen zwei nichtmetallen.
4plus kation ist doppelt gemoppelt:
ein kation ist immer positiv, ein anion immer negativ.
der rest deiner aussage stimmt aber!
hippie
buba
02.09.2001, 20:52
Was bedeutet/ist ein vierfach positives Ion?
Ein Atom, das vier Elektronen zuwenig hat und somit eine vierfach postitve Ladung besitzt (und geladene Atome sind Ionen).
Was sind kovalente Bindungen?
Elektronenpaarbindungen (im Gegensatz zu Ionenbindungen oder Metallbindungen). Zwei oder mehrere Atome teilen sich die Außenelektronen, damit jedes Atom sein Oktett (in der Regel) bekommt. Beispiel Wasser:
<pre>
|<span style="text-decoration:overline">O</span> - H
|
H
</pre> <br>
Jedes H-Atom hat 1 Elektronenpaar, also 2 Elektronen, zur Verfügung und somit (Helium-)Edelgaskonfiguration. Der Sauerstoff hat 4 Elektronenpaare, also 8 Elektronen ---> Oktett.
Oh, ich sehe gerade, dass hippie schon geantwortet hat...
ArneE
02.09.2001, 21:01
Originalnachricht erstellt von buba
Elektronenpaarbindungen (im Gegensatz zu Ionenbindungen oder Metallbindungen). Zwei oder mehrere Atome teilen sich die Außenelektronen, damit jedes Atom sein Oktett (in der Regel) bekommt. Beispiel Wasser:
<pre>
|<span style="text-decoration:overline">O</span> - H
|
H
</pre> <br>
Jedes H-Atom hat 1 Elektronenpaar, also 2 Elektronen, zur Verfügung und somit (Helium-)Edelgaskonfiguration. Der Sauerstoff hat 4 Elektronenpaare, also 8 Elektronen ---> Oktett.
Woher weiß man, wie viele Elektronenpaare ein Atom hat?? Wieso sind zwei Elektronen gleich Edelgaskonfiguration? Wenn ein Stoff 4 Elektronenpaare hat, bezeichnet man ihn dann automatisch Oktett??
FK
02.09.2001, 21:23
Originalnachricht erstellt von ArneE
Was bedeutet/ist ein vierfach positives Ion?
Was sind kovalente Bindungen?
Vier-Plus-Kationen sind doch das selbe wie vierfach positive Ionen, oder??
Fangen wir mit der dritten Frage an:
Das "vier-plus-Kation" ist kein Fachbegriff, sondern ein salopper Ausdruck für ein vierfach positiv geladenes Ion. Vergiss es am Besten gleich wieder.
Zu den ersten beiden Fragen zunächst: uff!
Zu Nr. 1: eben ein vierfach positiv geladenes Ion, das entsteht, wenn man von einem (nicht geladenen) Atom vier Elektronen entfernt.
Zu Nr. 2: das ist das Selbe wie eine Elektronenpaarbindung/Atombindung.
Gruß,
Franz
nobody
02.09.2001, 21:27
Originalnachricht erstellt von hippie
kovalente bindungen sind bindungen zwischen zwei nichtmetallen.hippie
Ich fürchte da hast Du es Dir etwas zu einfach gemacht. Metalle können sehr wohl kovalente Bindungen ausbilden (siehe Komplexchemie), die koordinative Bindung ist auch eine kovalente Bindung.
Ein cooles Beispiel für eine kovalente Bindung zwischen Metall und Nichtmetall wäre z.B auch Quecksilber(I)-chlorid.
@ArneE: Die Anzahl der Elektronenpaare erhält man durch abzählen. :D Und vier Elektronenpaare bilden ein Elektronenoktett, das ist soweit richtig, aber den Stoff bezeichnet man nicht als Oktett.
FK
02.09.2001, 21:27
@hippie, buba
Da haben wir eben im Chor gesprochen.....
Die Metallbindung ist im Prinzip auch eine kovalente Bindung, quasi unendlich viele Elektronenpaare in ebenso vielen Molekelorbitalen....
@Last of the Sane
Und im Hg2Cl2 haben wir auch noch ein schönes Beispiel für eine Metall-Metall-Atombindung.
Gruß,
Franz
ArneE
02.09.2001, 21:33
Hallo,
puuhhh, das ist ganz schön komplex. Viel komplexer, als eine Boardprogrammierung in Perl :D
Habt ihr eigentlich das ganze Wissen in Chemie in der Schule gelernt?? Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen .... !?
FK
02.09.2001, 21:35
Originalnachricht erstellt von ArneE
Habt ihr eigentlich das ganze Wissen in Chemie in der Schule gelernt?? Das kann ich mir irgendwie nicht vorstellen .... !?
Bingo, ich habe mich auf der Uni noch ein bisschen weiter gebildet... :D .
Gruß,
Franz
buba
02.09.2001, 21:40
Natürlich -- in welcher Klasse bist du und welchem Lehrjahr Chemie entspricht das in deinem Bundesland?
ArneE
02.09.2001, 21:42
Hallo,
ich bin jetzt in der 10. Klasse und habe seit der 9. Chemie.
Wohne in Niedersachsen.
nobody
02.09.2001, 21:57
Also ich weiß überhaupt nicht mehr was wir in der Schule in Chemie gemacht haben. Hat mich auch damals angekotzt :kotz: hing natürlich auch mit den Lehrern zusammen. Und in 23 Monaten Bundeswehr vergisst man eh so einiges :ugh: Hab mir also das meiste autodidakt angeeignet.
hippie
02.09.2001, 22:02
@LotS & FK
ich habe diese definition gewählt, weil man sie so in der schule (vorerst) lernt.
ich habe chemie schon seit der 8. da ist es klar, das wir schon weiter sind, arne!
frog
03.09.2001, 14:45
Hör mal ich glaube die Sache mit den Orbitalen sind Stof der Oberstufe, für euren Schulunterricht ist das nicht nötig zu wissen!?
Ich kenne euren Lehrplan nicht, aber das Kugelwolkenmodell reicht da voll aus. Sollte dich das Orbitalmodell interessieren ist das was anderes. Mit den Orbitalen überforderst du dein Mitschüler :p
frog
P.S: In NRW haben wir Klass 7; 9 und 10 Chemie. Diese Thema kommt in Klasse 9, das Orbitalmodell ist wie gesagt Stoff der Oberstufe.
ArneE
03.09.2001, 14:55
Hallo,
mit Orbitallmodell kann ich (fast) genauso wenig wie mit Kugelwolkenmodell anfangen .... Aber insgesamt bin ich nun einiges schlauer. Ihr habt mir (wieder mal) sehr geholfen!
Vielen Dank, :)
ArneE
frog
03.09.2001, 17:41
Originalnachricht erstellt von ArneE
mit Orbitallmodell kann ich (fast) genauso wenig wie mit Kugelwolkenmodell anfangen .... Aber insgesamt bin ich nun einiges schlauer. Ihr habt mir (wieder mal) sehr geholfen!
Vielen Dank, :) ArneE
Was soll den das heißen?
Übrigens kann man das alles (so war das zumindest in unserem Chemieuntericht) bis zu einem gewissen Gard mit dem Schalenmodell nach Bohr erklären!
Das Kugelwolkenmodell nach Kimpel(ich weiß jetzt nicht, ob das richtig geschrieben ist :D ) ist im Prinzip eine Zwischenstufe zwischen jenem und dem Orbitalmodel?!
frog
Tomboy
04.09.2001, 21:33
Wenn du die Sache mit dem Orbitalmodell etwas genauer kennenlernen willst, kann ich dir nur folgende Seite empfehlen (da habe ich das wichtigste davon her):
http://www.quantenwelt.de (ich hab mir leider nicht gemerkt, wie man das Zeug direkt zum Link macht :ugh: )
Da ist das Modell nach Bohr und ein paar frühere Atommodelle auch noch beschrieben und alles ist ganz einfach ausgedrückt.
Ansonsten kann ich dir nur raten, ein paar Grundlagenbücher aus deiner örtlichen Bibliothek auszuleihen und eventuell mal abends (ab 22:00 Uhr) mal im Chat vorbeizuschauen und dir da helfen zu lassen. No_Regrets beantwortet dir gerne jede deiner Fragen. ;) :D ;) :D
@frog:
der Begriff Kugelwolkenmodell ist mir auch noch nicht untergekommen, aber vom Begriff her wird da wahrscheinlich auch schon davon ausgegangen, dass man die Elektronen nicht lokalisieren kann, oder?
Das ginge doch dann wohl auch schon über das Verständnis von jemandem hinaus, der gerade das zweite Schuljahr Chemie angefangen hat.
Da ist es schon besser, beim guten alten BOHRschen Atommodell zu bleiben. :D
ArneE
17.09.2001, 17:17
Originalnachricht erstellt von hippie
die schalen besetzung erfolgt ganz regelmäßig, man kann sie aus dem PSE ablesen:
jede periode (waagrechte zeile im PSE) steht für eine schale,
die schalen sind von K bis Q "durchalphabetisiert".
die maximale besetzung aller schalen sieht so aus:
K 2 e-
L 8 e-
M 8 e-
N 18 e-
O 18 e-
P 34 e-
Q 34 e- (bin ich mir nicht ganz sicher, wirst du aber wohl kaum benötigen)
die chemie wird manchmal auch physik der Atomhülle genannt, weil jeweils nur die elektronen in der äußersten hülle für reaktionen zur verfügung stehen.
wenn man nun herausfinden will, wie viele elektronen die äußere schale besetzen geht man (in den Hauptgruppen!) folgendermaßen vor:
man nimmt die ordnungszahl (entspricht der elektronengesamtzahl)
und zieht soviele elektronen ab, wie in den vollen schalen vorhanden sind. dann erhält man die anzahl der außenelektronen.
Beispiel:
Calcium (20Ca) steht in der 4. Periode.
d.h. die K-,L- und M-Schale sind jeweils voll.
also sind 2+8+8= 18 elektronen in den inneren schalen.
und 20-18=2 elektronen auf der äußeren schale.
hippie
Hallo hippie,
hmm, ja, für Calcium geht dein Beispiel, doch habe ich jetzt in unserem Lehrwert (Scroedel - Chemie heute) folgendes gefunden:
Jede Schale kann nur eine bestimmte Anzahl von Elektronen aufnehmen. Für die maximale Anzahl z der Elektronen, die eine Schale aufnehmen kann, gilt die Beziehung: z = 2 * n2
K-Schale: 2 Elektronen (2*12)
L-Schale: 8 Elektronen (2*22)
M-Schale: 18 Elektronen (2*32)
Wie kann das sein? Welche Angabe ist denn nun richtig? Du hattest ja geschrieben, dass in der M-Schale nur max. 8 Elektronen sein können ....
Gruß
Arne
Oxidator
17.09.2001, 17:25
Originalnachricht erstellt von FK
Wie komme ich auf den seltsamen Gedanken, dass die MAXIMALE Besetzung der Schalen der Regel Summe = 2n² folgt,
somit für n = 1 --> 2 (1 s-Orbital)
n = 2 --> 8 (1 s, 3 p-Orbitale)
n = 3 --> 18 (1 s, 3 p, 5 d-Orbitale)
n = 4 --> 32 (1 s, 3 p, 5 d, 7 f-Orbitale)
n = 5 --> 50 (hier käme Obiges plus 9 g-Orbitale, die
aber nirgendwo gefüllt werden.)
Zählt mal die Orbitale zusammen, füllt sie mit je zwei Elektronen, und Ihr habt die maximale Besetzung.
Gruß,
Franz
Hst du diesen Beitrag etwa nicht gelesen?
ArneE
17.09.2001, 17:36
Hallo Oxidator,
jetzt weiß ich absolut gar nichts mehr ... :confused:
Mir ist so, als ob wir in der Schule bei einem Schalen-Modell auch 2-8-8-18-18-34-34 gehabt hätten. Na ja, wir haben nur die ersten drei Schalen gebraucht.
Beim Calcium trifft das mit den 2-8-8 ja zu.
<font size="+3">Was ist denn nun richtig?</font>
Tomboy
17.09.2001, 18:04
Die 3. Schale wird ZUNÄCHST nur mit 8 Elektronen besetzt. bei den Nebengruppenelementen nach Ca erfolgt allerdings die Besetzung der 3. Schale mit weiteren 10 Elektronen (nachdem die 4. Schale 2 Elektronen bekommen hat). Das geht so aus dem PSE nicht hervor, weil dort die Nebengruppenelemente sozusagen eine eile nach unten gerutscht sind. Das ist deshalb, weil die Elemente nach den Ordnungszahlen geordnet sind und nicht die einzelnen Schalen komplett zusammengefasst sind.
Es ist auch so, dass bei höheren Schalen die praktische maximale Besetzung ncht der theoretischen entspricht. Das kommt, wie bereits gesagt wurde, daher, dass diese Elemente noch nicht nachgewiesen wurden. Theoretisch KANN es sie aber geben.
ArneE
17.09.2001, 18:22
Hallo Tomboy,
mit den Nebengruppenelementen arbeiten wir noch gar nicht. Heißt das, dass ich sie komplett weglassen kann und von der 2-8-8-18-18-34-34-Elektronenschalen-Staffelung ausgehen kann?
Tomboy
17.09.2001, 18:31
Kann ich dir jetzt so recht auch nich sagen, inwiefern das nun so möglich ist.
Vielleicht kann da mal jemand anders was zu sagen?
Ich würde womöglich wieder mal was falsches sagen. :ugh:
Aber wenn man die Nebengruppenelemente kommplett weglassen würde, hätte man doch nur noch die eine 2er- und sonst nur 8er-Schalen, oder?
Ich glaube, diese Sache mit den 2-8-8-18-18-34-34 ist aus der Anordnung im PSE abgeleitet, wie sie da stehen. Im PSE sind nämlich in der 2. und 3. Periode je 8 Elemente, in der 4. und 5. je 18 Elemente. In der 6. und 7. Periode is das dann halt nich mehr so einfach, weil es eben theoretisch noch viel mehr Elemente geben könnte, die da noch reingehören würden.
FK
17.09.2001, 18:32
Originalnachricht erstellt von ArneE
Hallo Tomboy,
mit den Nebengruppenelementen arbeiten wir noch gar nicht. Heißt das, dass ich sie komplett weglassen kann und von der 2-8-8-18-18-34-34-Elektronenschalen-Staffelung ausgehen kann?
Hi!
Immer noch nicht 34, sondern 32!
Dass es bei der Belegung der Schalen ein bisschen durcheinander geht, ist leider so....macht die Sache aber nur interessanter.