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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Curricula Chemie


frog
27.08.2001, 16:25
Hallo !

In vielen anderen Diskussionen ist mir schon aufgefallen, dass doch hier bei CO die Lehrpläne oder besser gesagt das, was an den Schulen in Deutschland unterrichtet wird, oft offen kritisiert werden.

Heute in der Pause ist mir von meiner tollen neuen Chemielehrerin folgendes gesagt worde :eek: :

"Ihr seid ja schon ziehmlich weit" (Chemielehrerin des Stufe 11 GK Ch)

Sie geht hier von folgendem aus: In der lezten Stunde (ich war nicht da - OP :D - Weisheitszähne) hat sie mit uns die homologen Reihen Alkane, Alkene, Alkine wiederholt. Wir sind jetzt in Stufe 11 uns sie sagt uns das wir mit dem Wissen um das Zeichnen der Strukturformeln von mit Wasserstoff bestückten Kohlenstoffketten von ziehmlich weit sind. Sie hat das ernst gemeint!

Ich frage mich: Ist das normales Niveau für Stufe 11 ?

Sollte das so sein HILFE :help:

Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht, ich will jetzt hier nicht wieder holen, was schon mehrere Male gepostet wurde.

ABER

:question: Ist es möglich daran etwas zu ändern?

:question: Sollten die Lehrpläne überholt werden?

:question: Ist das "interlektuelle" Defizit der Schüler an den Gymnasien soo groß oder liegt es doch eher am zu großen Interesseunterschied ?

:question: Wenn es dieser ist, warum ist das Problem in andern Fächern dann nicht so kras?

:question: Was denkt ihr darüber?


:dizzy:


frog

Kutti
28.08.2001, 10:23
Bist du auf einem deutschen Gymnasium ? :confused:

Irgendwie verstehe ich das nämlich nicht so ganz. Du sagst dass ihr in der elften Klasse einen Chemie Grundkurs habt ? Also auf den Gymnasien in Baden-Württemberg gibt es Grund- und Leistungskurse erst ab der 12. Klasse !

buba
28.08.2001, 11:31
Na ja, in manchen Bundesländern hat man ja auch nur 12 Jahre Schule... ;)

Kutti
28.08.2001, 11:54
Stimmt ! :D

frog
28.08.2001, 14:45
Originalnachricht erstellt von Kutti
Bist du auf einem deutschen Gymnasium ? :confused:

Irgendwie verstehe ich das nämlich nicht so ganz. Du sagst dass ihr in der elften Klasse einen Chemie Grundkurs habt ? Also auf den Gymnasien in Baden-Württemberg gibt es Grund- und Leistungskurse erst ab der 12. Klasse !

@ Kutti und buba

Ja Ja :suspect: - Nun, bei uns in NRW ist das so (das hab ich bei einem Thema auch schon irgendwo erklärt gelesen), dass mit der 11. die Oberstufe beginnt (klar, das ist überall so :D ) und in der Weise, dass die Klassen aufgehoben werden es gibt nur dreistündige Grundkurs. Für die 12 werden dann (weißt du ja) 2 LKs gewählt. Entsprechend den Wahlen, die die Schüler in der 10 für die 11 getroffen haben werden sie in einzelne Blocks "eingeteilt" .... aber das hat jezt was mit der organisation des Stundenplans zu tun (ist bei euch dann in der 12 sicher ähnlich)

Die Regelung für Bayern und bei euch, Kutti ist für mich auch neu gewesen. :D :rolleyes:
Wir ind im Chemie GK so um die 20 Leute.

Ich hoffe das war jetzt verständlich erklärt?!


frog

P.S.: Übrigens ich muß bis zur 13 das Gymansium besuchen, dh. keine Verkürzung - auch ein interessantes Thema.

buba
28.08.2001, 14:53
Ist ja interessant.
Hier beginnt die Oberstufe auch mit der 11. Klasse, die Kurse aber erst mit der Kollegstufe (Kursphase: K12 u. K13, 4 Semester).

hippie
28.08.2001, 15:36
... und weil das NRW system so sinnloß ist, und die ganzen guten errungenschaften der guten alten MSS ersetzt, hat irgendein idiot aus dem bildungsministerium dieses system auch in Rheinland-Pfalz eingeführt. :madanimate:

das heißt für mich, 6 semester LK & GK, Unterricht zwischen schriftlichem und mündlichem abitur, verkürzte LKs einen wegfall der Facharbeit als solche... so ein mist!

hippie

frog
28.08.2001, 16:07
Was heißt MSS ? :help:

hippie
28.08.2001, 20:08
MSS = Mainzer Studien Stufe, bezeichnung für die oberstufe in RLP.

nobody
28.08.2001, 22:38
Originalnachricht erstellt von buba
Ist ja interessant.
Hier beginnt die Oberstufe auch mit der 11. Klasse, die Kurse aber erst mit der Kollegstufe (Kursphase: K12 u. K13, 4 Semester ).

Hm, spricht man jetzt auch an der Schule schon von Semestern? War zu meiner Zeit nicht so. :suspect:

@frog: Was regste Dich drüber auf? Freu Dich doch lieber, daß es dir leicht fällt. Sahne eine gute Note ab und fertig. Dein darüber hinaus gehendes Interesse stillst Du halt privat.

frog
29.08.2001, 18:42
Originalnachricht erstellt von Last of the Sane
Hm, spricht man jetzt auch an der Schule schon von Semestern? War zu meiner Zeit nicht so. :suspect:


Ist mir auch neu! :help:



@LOTS
Also hör- lies mal: Das ist ja an und für sich ein schöner rat von dir, aber vielleicht etwas "egozentrisch"; klar könnte ich so denken, ist ja auch ziehmlich prakmatisch; aber, wenn ich das mal sozial sehe kann ich nicht sagen das das niveau "gut" ist!
Ausserdem sind das nicht die einzigen Problem die wir in unserm Bildungssystem haben. Man kann sich doch nicht immer nur uzm sich selbst kümmern?!
Es gibt ja leute die unser Gesellschft schon am Ende sehen. Die Bildung (besser: NICHT-Bildung) trägt ein entscheidendes Stück dazu bei! Wie soll das Interesse an Chemie geweckt werden, wenn nicht als erster Kontakt in der Schule. Zumindest aber bestünde in er Schule dazu die Möglichkeit.

frog

@alle
P.S.: ( sehr wichtig ) Meine neue Chemielehrein (GK 11 Ch) kann für ds Curriculum nicht! (klar :D ) man muß unbedingt dazu sagen sie ist gerade neu an der Schule und SEHR motiviert. Ein ganz einfaches Beispeil: Sie möchte Schülerexperimente :boah: machen! Das gab es vorher bei uns nicht :uh:

Kutti
30.08.2001, 11:09
@ alle:

Buba meint damit wahrscheinlich die Kurse. Jedes Jahr 2 Kurse pro Fach (1 Kurs pro Halbjahr) macht für die Klasse 12 und 13 insgesamt 4 Kurse (bzw. 4 Semester). ;)

buba
30.08.2001, 14:21
Originalnachricht erstellt von Last of the Sane
Hm, spricht man jetzt auch an der Schule schon von Semestern? War zu meiner Zeit nicht so. :suspect:

Die Kollegstufe ist in vier Ausbildungsabschnitte (K12/1, K12/2, K13/1, K13/2) geteilt, zu denen man manchmal auch Semester sagt.

@Kutti:
"2 Kurse pro Fach"? Das verstehe ich jetzt nicht... :silly:

Kutti
30.08.2001, 15:44
@ Buba:

Habe mich wahrscheinlich ein bissel ungeschickt ausgedrückt:
Beispiel Deutsch:
K 12/1 und K 12/2.... sind also pro Halbjahr ein Kurs oder ein Semester. Jetzt klar was ich meine ? ;)

frog
30.08.2001, 15:48
Irgendwie will sich hier keiner zu meiner Anfangsfrage äußern?! :ugh:

frog

buba
30.08.2001, 15:49
@Kutti:
Ein "Kurs" ist für mich aber nicht ein Semester, sondern das Fach... also entweder ein Grundkurs oder ein Leistungskurs.

Sagt man bei euch in BaWü etwa "Kurs" auch zu "Semester"? :eek:

@frog:
Kommt Zeit, kommt... ;)

frog
30.08.2001, 15:49
@kutti

Originalnachricht erstellt von Kutti
@ Buba:

Habe mich wahrscheinlich ein bissel ungeschickt ausgedrückt:
Beispiel Deutsch:
K 12/1 und K 12/2.... sind also pro Halbjahr ein Kurs oder ein Semester. Jetzt klar was ich meine ? ;)

Ich habe dich direkt verstanden.

frog :D

Kutti
30.08.2001, 15:51
@ buba:

Bei uns habe ich eigentlich noch keinen gehört, der den Begriff "Semester" verwendet. Ich dachte du meinst damit den Kurs.
:dizzy: Ich glaube wir lassen das. :D

frog
30.08.2001, 15:53
Originalnachricht erstellt von buba
@Kutti:
Ein "Kurs" ist für mich aber nicht ein Semester, sondern das Fach... also entweder ein Grundkurs oder ein Leistungskurs.

Sagt man bei euch in BaWü etwa "Kurs" auch zu "Semester"? :eek:

Leute - wir wissen doch alle über was wir reden :yes:

@frog:
Kommt Zeit, kommt... ;)

wie lieb :) ............. :cry:


frog :D

hippie
30.08.2001, 16:37
Originalnachricht erstellt von frog

:question: Ist es möglich daran etwas zu ändern?

:question: Sollten die Lehrpläne überholt werden?

:question: Ist das "interlektuelle" Defizit der Schüler an den Gymnasien soo groß oder liegt es doch eher am zu großen Interesseunterschied ?

:question: Wenn es dieser ist, warum ist das Problem in andern Fächern dann nicht so kras?

:question: Was denkt ihr darüber?


:dizzy:


frog [/B]

also ich finde, auch wenn sich das jetzt etwas krass anhört, das an diesen problemen im wesentlichen der niveauverlust der gymnasien schuld ist.

wir müssen z.b. seit der 7. klasse jedes jahr in mathe am anfang des schuljahres stoff der vorangegangenen klasse machen. das liegt nicht am zu ánspruchvollen stoff, sondern

erstens an der geringen stundenzahl, 3 wochenstunden mathe in 8, 9 und 10, und

zweitens daran, das wir einige leute in der klasse haben, für die das unterrichtsniveau zu hoch ist.
für diese leute muss der stoff mindestens dreimal erklärt werden, wobei sich einige in der klasse spätestens nach dem 2.mal langweilen.

ich meine es kann doch nicht schön für jemanden sein, wenn man den ganzen tag im unterricht sitzt, kein wort sagt und nichts kapiert.

wir haben sogar 2 schüler, die mit großer sicherheit nach der 6. klasse sitzengeblieben wären, wenn sie nicht gewisse nachbarlichen hilfen gehabt hätten. eines dieser mädchen hat z.b. griechisch gewählt, ihre freundin französich und schwupps ist die durchschnittliche leistung um 2 noten gesunken, von 3 in den anderen fächern auf 5 in griechisch.

zudem geben viele lehrer am ende vom jahr eine gnadenvier, was zwar zuerst gut aussieht, aber im nächsten jahr kommen die leute dann erst recht nicht mit.

ein weiteres problem ist die nicht verpflichtende empfehlung für höhere schulen. viele leute verlieren ein jahr, weil ihre eltern sie trotz real oder hauptschulempfehlung in das gymnasium schicken und die kinder dort total überfordert sitzenbleiben.

da wäre eine vorselektion, z.b. durch aufnahmeprüfungen angebracht.

zudem sollten die stundenkürzungen endlich einmal zurückgenommen werden, denn ein LK mit vier wochenstunden ist wirklich nicht das wahre...

davon, die lehrpläne zu ändern halte ich wenig, das gymnasium ist nicht die höhere schule, die ihr niveau dem schlechtesten schüler anpassen sollte, sondern die ihr niveau hochgenug für die guten und sehr guten halten sollte.

hippie

frog
03.09.2001, 17:57
Ich glaube hier liegt ein Missverständis vor!

Originalnachricht erstellt von hippie
.....davon, die lehrpläne zu ändern halte ich wenig, das gymnasium ist nicht die höhere schule, die ihr niveau dem schlechtesten schüler anpassen sollte, sondern die ihr niveau hochgenug für die guten und sehr guten halten sollte.

hippie

@hippie

Entschuldige bitte!

aber so hatte ich das nicht gemeint. Ich find auch, dass es absolut absurd ist das niveau des in den Klassen besprochenen stoffes auf die Fähiglkeiten des schwächsten anzupassen. Ich denke das steht außer Farge.
Ich denke hgingegen, das die Lehrpläne gerade im Fach Chemie....zu anspruchslos sind...... .

In allen anderen Punkten kann ich dir aus eigener erfahrung recht geben.

Ich glaube aber nicht um bedingt, dass ein Test zu beginn der beiterführenden Schule das groß was bringt. ....

@hippie, @alle

....
Ich weiß, dass es bei uns vor ein paar Jahren üblich war, dass die Grundschullehrer ein "psychologische" Gutachten jedes Schülers zu verfassen haben, welches nur der Verfasser selbst und die Schule, an welcher sich der Schüler beworben hat, bekommt.
Die Pflicht dieses Gutachten zu verfassen ist jetzt nichtmehr gegeben.
Zuvor konnten Lehrer dieses aber nur einsehen, wenn sie wollten; die Entscheidung einen Schüler anzunehmen auf der "Kippe stand".
Ich finde es sehr schade, dass dieses Gutachten vergessen wurde, da ich dies als einen Schritt in die richtige Richtung ansehe!
Die Persönlichkeit eines Schülers sollte nicht vergessen werden.
Für seinen schulische Entwicklung können verschiedene Charaktereigentschaften sehr bezeichnend sein.

frog

nobody
05.09.2001, 19:35
Also ich aknn dir nur dazu sagen das dich das Zeug dein ganzes Lben wie Alkane, Alkene etc das ganze Leben verfolgen wird wenn du weiter was mit Chemie machen solltest!

Ich habe den Kram schon das 6te mal gemacht! Ich kriege auch die Krise. Nehme es vor erst hin.
Wir mußten beim Abi da wir Bio LK hatten gleich 2 Jahre Chemie GK belegen-gezwungener Maßen.
Da waren soviele die das nicht wollten und die Zeit abgesessen haben!
Also war nichts mit etwas anspruchvolleren Themen! Also gleich nichts gelernt!
Glaub mir das wird anders!
Das Ganze ist nur Aufbau auf was anderes! ;)

Ob man da so schnell was ändern kann, ich würde sagen nein! :(
Aber ändern sollte man schon was, doch ob so was im GK unbedingt erforderlich ist ist die Frage. Man sollte was im Lehrplan der 9 und 10 Klasse ändern, so das der größte Teil des wissens schon gut gefestigt ist und man schnell dadrauf aufbauen kann! Dies würde vieles erleichtern nicht nur für Lehrer sondern auch für die armen Schüler! :D


Kes

doppelelch
20.01.2002, 22:23
Also fröschli....,
will das mal aus meiner Warte, der Gegenseite sozuagen, schildern.

Speziell die Klassenstufe 11 und speziell das Fach Chemie stellen (neben Französisch übrigens) in der Tat (Ich kann jetzt allerdings wieder nur für Hessen sprechen) ein gesondertes Problem dar.

Also in Hessen können die Schüler (zumindest bislang) nach Klasse 11 das Fach Chemie abwählen.

Du bist offensichtlich noch in der glücklichen Situation, dass ihr an eurer Schule schon in 11 eine Vordifferenzierung in VorGKs und VorLKs habt. Die gibt es bei uns z.B. nicht.
Und so bin ich dann als Chemielehrer in der folgenden Situation:
Da sitzen vor mir so zwischen 20 und 30 mehr oder (meist!) weniger chemie-interessierte junge Menschen. Einen Teil davon möchte (auf jeden Fall!!) Chemie nach dem Jahrgang abgeben. Ein anderer Teil möchte es als Grundkurs weitermachen (Naja...mal sehen, je nachdem wie das so läuft in 11) und ein dritter (zumeist der kleinste) Teil überlegt einen LK zu belegen in Jg 12.

Wie um Himmels Willen soll ich all denen irgendwie gerecht werden?
Die letzten drei Jahre habe ich mich eher an denen orientiert, die ohnehin ein Interesse an dem Fach mitbringen. Aber ich sage Dir...das ist für 80% der beteiligten Schüler ein Graus und wirds dann für mich auch schnell.
Im Moment bin ich dabei ein Curriculum zu stricken, das versucht binnenzudifferenzieren.
Vieles also zugleich in Schülerverantwortung gibt. Es wird in diesem Konzept ein Grundcurriculum gefahren mit Themen, von denen ich annehme sie sind für alle drei Parteien wissenswert und interessant und alles darüber Hinausgehende müssen Schüler - natürlich angeleitet und unterstützt von mir - selber leisten.

Tja...und dann würde ich an dieser Stelle gerne noch den Spruch loswerden, den "no regrets" inzischen zur Genüge von mir kennt.
(Sollte aber bitte keinen Rückschluss auf meine Zuneigung zu dem Fach un mein Engagement zulassen): "Chemie ist ein Sch...fach"
Eben nur etwas für Fachfreaks. Und das finde ich äußerst bedauernswert. Ich fürchte nur, das ist ein fachimmanentes Problem. Zuviel Auswendiglernerei für die kognitiv Fitten und zuviel Denkanforderungen für die anderen. Ein Dilemma. Man müsste versuchen andere Ansätze in der Schule zu fahren...ich meine jetzt nicht unbedingt fachlich weniger anspruchsvolle Ansätze...aber eine andere Schwerpunktsetzung:
So aber ich glaube das reicht fürs erste.
Viel Spaß mit meinen Ausführungen, hoffe es hat nicht gelangweilt.

Cu
doppelelch

nobody
14.04.2002, 12:59
Aaaaaaaaalso, ich bin in der 10 und habe den ganzen Kram auch gemacht! Übrigens komme ich auch aus NRW und die Kultusministerin sollte ma selber testen, was sie für dumme Ideen hat, die total nicht realisierbar sind!

Meiner Meinung nach ist das ganze Schulkonzept schrecklich. Jetzt wollen sie sogar wieder samstags Schule einführen!

also alle, die können, brav die CDU wählen :-)

K

nobody
15.04.2002, 12:39
@ doppelelch und alle anderen Lehrer hier, ihr seid echt arm mit uns Schülern!
Unsere letzte Chemie Stunde(hab nach 10 min Kopfweh gehabt).
Unsere Lehrerin wollte so ne Art Spiel machen.
Struktur und Modell bauen(verschieden) und dann zeigen. Wer am schnellsten weiß was beides ist (Struktur und Modell) kriegt Punkte, der Gewinner kriegt ein Kit-Kat.
Okay, alle sind laut niemand (bis auf mich ,Klaus, Rudi und paar andere noch)passt auf, ich krieg keine Punkte(vierte Reihe Kopfweh)
Na ja, wie es meiner Lehrerin geht will ich gar nicht wissen...
Thema war: Alkane, Alkene, Alkine und wir durften nicht mehr als 2, 4, 8Trinonine zeichnen.(kompliziert für alle).
Ihr seid arm, aber Chemie ist wirklich nur für Leute die sich interessieren, insofern ist es sicher besser einen LK zu unterrichten.
Bis heute abend
CMA und noch viel Spass beim Verbessern diverser Hü ´s.
Tschüss!

nobody
15.04.2002, 12:41
@ doppelelch und alle anderen Lehrer hier, ihr seid echt arm mit uns Schülern!
Unsere letzte Chemie Stunde(hab nach 10 min Kopfweh gehabt).
Unsere Lehrerin wollte so ne Art Spiel machen.
Struktur und Modell bauen(verschieden) und dann zeigen. Wer am schnellsten weiß was beides ist (Struktur und Modell) kriegt Punkte, der Gewinner kriegt ein Kit-Kat.
Okay, alle sind laut niemand (bis auf mich ,Klaus, Rudi und paar andere noch)passt auf, ich krieg keine Punkte(vierte Reihe und Kopfweh!!)
Na ja, wie es meiner Lehrerin geht will ich gar nicht wissen...
Thema war: Alkane, Alkene, Alkine und wir durften nicht mehr als 2, 4, 8 Trinonine zeichnen.(kompliziert für alle BIS AUF UNS PAAR WENIGE).
Ihr seid arm, aber Chemie ist wirklich nur für Leute die sich interessieren, insofern ist es sicher besser einen LK zu unterrichten.
Bis heute abend
euer CMA und noch viel Spass beim Verbessern diverser Hü ´s.
Tschüss!
Mein erster intelligenter Beitrag, oder?? :p :p

nobody
15.04.2002, 13:04
Originalnachricht erstellt von doppelelch
Zuviel Auswendiglernerei für die kognitiv Fitten und zuviel Denkanforderungen für die anderen.
Ja, de, da hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen. Ich habe es erst wieder schmerzlich erfahren. :cry: Wie soll ich denn den Vollhardt auswendig können? Ich bin doch kein Autist. :o

@cma: Wieso ist Dein Beitrag doppelt?

Langfingerli
15.04.2002, 13:55
Klaus, Rudi
Soso, der Klaus und der Rudi :D
Sind die auch hier auf der Seite?
Achja, macht ihr Alkane/ene/ine schon im ersten Jahr :confused:

nobody
05.05.2002, 19:35
Es ist schon wirklich bedauerlich, dass ein Fach welches die grundlegendsten Antworten auf Fragen des Lebens und des ganzen Universums (zusammen mit der Quantenphysik/Chemie) liefert, als zum großteil freiwilliges Wahlfach (wer Chemie nicht will hat nur ein Jahr lang Chemie) sämtlichen Fächern hinten angestellt wird.
Statt dessen erfährt man wie Gedichte zu interpretieren sind und in normale Sätzen die abstrusesten Absichten hineininterpretiert werden (vgl. Stilmittel). Man lernt mit Holzstöcken einen Takt zu klopfen und die Entwicklungsgeschichte des Jazz. Es wird der Blick auf die jenigen Dinge die hinter jeglicher Existenz und allen Vorgängen des Universums stehen als unwichtiger empfunden als die Vordergründigkeiten der sinnlich erfassbaren Welt und alles auf die detailierte Abbildung eines Zeitfensters von knapp 300 jahren unserer Vergangenheit gelegt. Wir erfahren nur wenig über das davor, noch weniger über die gegenwart, nichts über die uns bevorstehende Zukunft und ob wir die Welt in ihren Grundsätzen verstehen wollen ist dem Schüler selbst überlassen.

Zu diesem Schulsystem: Nein Danke!

doppelelch
06.05.2002, 09:54
@coop:

Originalnachricht erstellt von Coop
Es ist schon wirklich bedauerlich, dass ein Fach welches die grundlegendsten Antworten auf Fragen des Lebens und des ganzen Universums (zusammen mit der Quantenphysik/Chemie) liefert, als zum großteil freiwilliges Wahlfach (wer Chemie nicht will hat nur ein Jahr lang Chemie) sämtlichen Fächern hinten angestellt wird.


Es gibt ja auch noch die Physik (Die das meines Erachtens sogar wesentlich besser zu leisten in der Lage wäre ;) )
Und: In welchem Bundesland hat man womöglich NUR ein Jahr Chemie?? (außer vielleicht, man besucht die Hauptschule!)?



Statt dessen erfährt man wie Gedichte zu interpretieren sind und in normale Sätzen die abstrusesten Absichten hineininterpretiert werden (vgl. Stilmittel). Man lernt mit Holzstöcken einen Takt zu klopfen und die Entwicklungsgeschichte des Jazz. Es wird der Blick auf die jenigen Dinge die hinter jeglicher Existenz und allen Vorgängen des Universums stehen als unwichtiger empfunden als die Vordergründigkeiten der sinnlich erfassbaren Welt...


Naja, sich selbst und andere verstehen zu können, und sich adäquat ausdrücken können, ist grundlegende Voraussetzung für Kommunikation und damit für das, was Du forderst. Das von Dir kritisierte leistet aber genau das zu großen Teilen.
Ich bin da etwas vorsichtiger, wenn es darum geht, die von Dir genannten Fächer - vor allem in Hinblick auf die Naturwissenschaften und deren Verständnis - zu beurteilen.


...und alles auf die detailierte Abbildung eines Zeitfensters von knapp 300 jahren unserer Vergangenheit gelegt. Wir erfahren nur wenig über das davor, noch weniger über die gegenwart, nichts über die uns bevorstehende Zukunft und ob wir die Welt in ihren Grundsätzen verstehen wollen ist dem Schüler selbst überlassen.


Na, das sollte nicht sein. Wundert mich auch!
Erfahrt ihr, um nur ein paar Beispiele zu nennen, nichts über politische Systeme der Gegenwart oder
habt ihr nie in der Schule über den letzten Golfkrieg gesprochen, über den Terroranschlag in den USA oder die jüngsten Ereignisse in Erfurt. Genau in diesen Momenten seid ihr / bist Du doch aufgefordert, Dir eine Meinung zu bilden und sie in der Auseinandersetzung mit den Meinungen anderer auf den Prüfstand zu stellen. Wenn das keine Vorbereitung auf die eigene Zukunft ist....
Der Vorwurf, den Du hier den sog. Geistes- und Politikwissenschaften machst, könnte ein Laie in der gleichen Schärfe (womöglich sogar fundierter) den Naturwissenschaften und der Mathematik machen: Verstaubte und Jahrhunderte bis Jahrtausende alte Inhalte, wenig gesellschaftliche Relevanz (zumindest wenig sofort Offensichtliches), lediglich philosophische Spielerei (wenn überhaupt). Wie gesagt, ich bin da sehr vorsichtig in der Beurteilung dessen, was andere Wissenschaften in Bezug auf die persönliche Entwicklung leisten und welche Bedeutung sie für die Geselschaft wirklich haben!



Zu diesem Schulsystem: Nein Danke!

Darf ich noch einmal vorsichtig fragen, in welchem Bundesland Du zur Schule gehst/gegangen bist?
Es gibt bestimmt eine Menge an diesem System zu kritisieren, aber so kategorisch ablehnen tu ich es nicht - wahrlich nicht.


Oje, fast hätte ich es vergessen: Willkommen im Forum, coop!

Gruß
de

nobody
06.05.2002, 14:10
Ich hab (8. Schulstufe) nur zwei Stunden Chemie in der Woche :(
(und leider keine Flatrate :sad: ).
Und diese zwie Stunden sind auch noch Montags und Dienstags
(heute wars mal wieder fad-Plastik und Polymere).

Karch
06.05.2002, 16:42
also alle, die können, brav die CDU wählen :-) Also nein, nein, nein. So nun wirklich nicht. Nur weil die einen was nicht packen, wählen wir die andere Seite, um innerhalb der nächsten Legislaturperiode festzustellen, dass die es dann auch nicht besser machen? (Über weitere Politik äußere ich mich jetzt mal nicht, sonst sprengt das doe Kapazität des Servers)

Ist das "interlektuelle" Defizit der Schüler an den Gymnasien soo groß ...

Gernau daran liegt's, wenn man sieht wer heute alles aufs Gymnasiun gehen kann, dann krieg ich das große :kotz: .

@CMA:
Ihr macht gerade Polymere, dann, finde ich, seid ihr schon weit.

nobody
06.05.2002, 19:26
hab gedacht der Beitrag war noch nicht gespeichert und hab nochmal gegklickt.Bitte Mod. meinen zweiten Beitrag zu löschen!
Na ja alles was mir bis jetzt gemacht haben ist dann ein Polymer eine lange Kette aus Kohlenstoff Atomen ist.
Und morgen machen wir noch diverse Experimente zur Bestimmung verschiedener Kunststoffe.

nobody
12.05.2002, 11:52
Es gibt ja auch noch die Physik (Die das meines Erachtens sogar wesentlich besser zu leisten in der Lage wäre )

Dem stimme ich nicht zu. Die Grundlagen des Universums basieren nun mal auf den Gesetzen der Chemie und Quantenmechanik, die sich durch die Physik beschreiben lassen. Die Physik ist außerdem noch viel zu wenig ausgereift, was das Univerum betrifft. Die Chemie hingegen gibt auch auf das alltägliche Antworten, oder kannst du alleine mit Physik erklären warum wir Atmen müssen, Waschmittel sauber machen und Essig sauer schmeckt? Die Gesetze der Mechanik lassen sich nach meiner Meinung größtenteils auch selbst erklären. Ich habe allerdings absolut nichts gegen die Physik, da sie auch zu den elementaren Naturwissenschaften zählt und daher auch gefördert werden sollte. Die Prioritäten würde ich aber klar auf die Chemie setzten.

Naja, sich selbst und andere verstehen zu können, und sich adäquat ausdrücken können, ist grundlegende Voraussetzung für Kommunikation und damit für das, was Du forderst. Das von Dir kritisierte leistet aber genau das zu großen Teilen.

Deutsch trägt nur sehr wenig dazu bei. Sinnvoller wären verstärkt und öfter selbständige Arbeiten wie Facharbeit und Referate. Meine Deutschnoten stiegen erst mit meiner Facharbeit in Bio und das um 4 Notenpunkte über 2 Halbjahre. So etwas konnte der Deutschunterricht nie bewirken. Vor allem, wenn 90% der Zeit der Lehrer Selbstgespräche führt. Ich bezweifle auch ob das interpretieren von Gedichten oder Textanalysen wirklich das adäquate Ausdrücken fördern.

Und: In welchem Bundesland hat man womöglich NUR ein Jahr Chemie?? (außer vielleicht, man besucht die Hauptschule!)?

Wenn man in Bayern den neusprachlichen Zweig wählt, beginnt Chemie in der 11. Klasse. In der 12. kann man es aber auch schon wieder abwählen.

Na, das sollte nicht sein. Wundert mich auch! Erfahrt ihr, um nur ein paar Beispiele zu nennen, nichts über politische Systeme der Gegenwart oder
habt ihr nie in der Schule über den letzten Golfkrieg gesprochen, über den Terroranschlag in den USA oder die jüngsten Ereignisse in Erfurt.

Nur äußerst wenig. Über politische Systeme kaum was. Der golfkrie wurde nie besprochen und mit den letzteren Ereignissen lässt sich nicht einmal eine Stunde füllen, wenn ich die Gespräche aus allen Stunden addieren würde.


Der Vorwurf, den Du hier den sog. Geistes- und Politikwissenschaften machst, könnte ein Laie in der gleichen Schärfe (womöglich sogar fundierter) den Naturwissenschaften und der Mathematik machen: Verstaubte und Jahrhunderte bis Jahrtausende alte Inhalte, wenig gesellschaftliche Relevanz (zumindest wenig sofort Offensichtliches), lediglich philosophische Spielerei (wenn überhaupt). Wie gesagt, ich bin da sehr vorsichtig in der Beurteilung dessen, was andere Wissenschaften in Bezug auf die persönliche Entwicklung leisten und welche Bedeutung sie für die Geselschaft wirklich haben!


Die Naturwissenschaften sind keine vergeistigten Spielereien, es handelt sich um eine Weltsicht die Politikwissenschaten niemals vermitteln könnten! Nur als Beispiel: Als ich ein paar Freundinnen Biochemie erklären sollte wurde ich nach einiger Zeit ganz erstaunt gefragt ob dann auch der Tisch und der Fußboden aus Atomen seien.
Sie ist bestimmt nicht schlecht in der Schule, hatte aber nur ein Jahr Chemie. Und wenn da nur ungenügend aufgeklärt wird kommt sowas raus.
Es ist schon bedrückend, dass die Menschen so wenig hinterfragen. Die Welt wird akzeptiert so wie man sie augenscheilich sieht. Die Naturwissenschaften beschreiben jedoch das was dahinter steht und können somit jegliche Vorgänge erklären.
Das würde ich bedeutend und weltsicht-vermittelnd nennen.
Im vergleich dazu: Was fehlt mir wenn ich nie von Marx gehört haben sollte? Es handelt sich nur um temporäre Denkmodelle von Menschen während Naturwissenschaften die Welt überzeitlich beschreiben und erklären.

doppelelch
20.09.2002, 21:59
Himmel hilf! Kein Kommentar!

Carsten Wallner
27.09.2002, 17:07
Hallo!

@Frog: Wenn du eurern Stand genau wissen willst: Lehrpläne und Richtlinien findest du in jeder größeren Bibliothek. Beim Ritterbach-Verlag kannst du das Büchlein für ca 7 Euro bestellen...

@Hippi: Ich stimme vielem von dem was du sagst zu - aber du sagst "Gandenvieren" würden an eurer Schule verteilt - weiß nicht wie das in Rheinland Pfalz ist aber bei uns gibt es da ein großes sinnloses Problem, das aus der hiesigen Schulpolitik folgt: Ich muss manchmal Vieren geben - an leute die eher Fünfen verdient hätten - denn wir haben den sogenannten Drittelerlass: Arbeiten bei denen ein Drittel oder mehr mit 5 und 6 ausfallen müssen neu geschrieben oder von der Schulleitung genehmigt werden - naja und zu viele darf die Schulleitung nicht genehmigen. Ausserdem gibt es ebenfalls Probleme wenn mehr als ein Drittel der Klasse sitzen bleiben würde.
So und wenn man nun überlegt, dass bei uns in NRW die Empfehlungen der Grundschule welche weiterführende Schule geeignet ist nicht bindend ist - so liegt das Problem auf der Hand. Jeder kann an Realschule oder Gymi - wenn der Schulleiter ihn aufnimmt - und wenn er für die Schule nicht geeignet ist kann er sich trotzdem durchmogeln - solange nur mehr als ein Drittel seiner Sorte in der Klasse sitzen.
Der Erfolg sind gezwungene "Gnadenvieren" und eine Absenkung des Leistungsniveaus.
(Prinzipiell halte ich den Drittelerlass nicht für ganz dumm - da er die Schüler vor Lehrerwillkür oder Fehlern des Lehrers schützt. Aber die Folgen sind ja klar!)

Ach und noch was lustiges aus der Schulpolitik: Eine Schülerin (Klasse 9) hatte vor den Ferien 4 oder 5 Fünfer auf dem Zeugnis, jede Menge Vierer - darunter auch Gnadenvierer - die Eltern haben Widerspruch eingelegt - und nun bekommen meine Kollegen richtig Druck von oben - sie müssen die Richtigkeit ihrer Noten belegen (so weit ok) und haben sogar Nachforderungen bekommen, weil die Ausführungen nicht genau genug waren - ist das nötig, bei soooo vielen schlechten Noten bei unterschiedlichen Lehrern? Bis das Verfahren abgeschlossen ist besucht das Mädel die Klasse 10. Da wunder sich noch einer über das Leistunsniveau an unseren Schulen

@cool: Soso, die Chemie ist wichtiger als die Physik? Ich halte beides für sehr wichtig! Und die Chemie kann mehr erklären? Dann erklär doch bitte mal die Atommodelle, die Molekülbindungen, die Elektrochemische Spannungsreihe usw. ohne die Physik!
Wenn du meinst, die Physik sei nicht so weit fortgeschritten - dann fehlen dir einige Infos denke ich - wir wissen schon so einiges über das Universum, aber natürlich nicht alles. Eine Wissenschaft, die alles weiß ist tot, da nicht mehr ausbaufähig! Übigens, die Chemie ist sichelich auch nicht ausgereift!

Gruß
Carsten

nobody
27.09.2002, 17:15
Originalnachricht erstellt von Coop
Die Grundlagen des Universums basieren nun mal auf den Gesetzen der Chemie und Quantenmechanik, die sich durch die Physik beschreiben lassen.

Na, da scheint aber einer einiges nicht verstanden zu haben. :uh: :D

doppelelch
27.09.2002, 17:28
Oh, hallo Carsten,

freut mich, noch jemanden von unserer Sorte hier anzutreffen, dann bin ich nicht mehr so ganz allein auf weiter Flur (nachdem sich Froschkönigin gezwungenermaßen gerade etwas rar macht!)

Was Du schreibst kann ich nur bestätigen. Dennoch muss man sich diesem Diktum des Drittelerlasses nur bedingt beugen! Dann wiederholt man eben auch mal ne Arbeit und das (bessere) Ergebnis ist dann bindend! (Aber Du hast Recht: Wer macht das schon gerne?)

Und was Du über die Eltern schreibst: 100% Zustimmung.
Der Lehrer ist heutzutage ein zahnloser Tiger.
Bzw. ständig und immer die Justiziablilität aller Leistungsbenotungen im Hinterkopf haben zu müssen ist schon mehr als nervend.
Ich habe auch schon meine Erfahrungen mit dem Schulamt in Sachen Notenbegründung sammeln dürfen.

Na dann, cu

de

P.S.: Achso, nochmal: Bezüglich des Standpunktes von coop werde ich mich hier nicht weiter äußern. Ich bin mir sicher, er gehört zu jener Sorte, die sich schwerlich von seiner Welt-/Wissenschaftssicht wird abbringen lassen.
Diskussionen bringen da nichts. Laufen nur ins Leere.
(M.E. diskreditiert er sich schon ganz von alleine, da muss man gar nix weiter zu schreiben :rolleyes: ).
Aber vielleicht doch noch ein Tipp an Coop: Beschäftige Dich doch bitte mal mit Wissenschafts- und Erkenntnistheorie. (Popper könnte Dir z.B. so einige (faule) Zähne ziehen)).

Carsten Wallner
27.09.2002, 17:29
Na, da scheint aber einer einiges nicht verstanden zu haben.

Wieso? Eine der (späteren) Grundlagen des Universums ist die Entstehung der schweren Elemente - und das haben doch schon die Alchemisten seiner Zeit verzweifelt versucht - und die haben die Chemie "erfunden" :p :p :p

Gruß
Carsten

nobody
27.09.2002, 18:59
na dann misch ich mich auch mal ein ;)
"Mein Schulsystem:
Grundlage ist das Schulsystem in Bayern mit folgenden Änderungen:
Es fällt durch wer EINE 5 im Zeugnis hat oder mehr bzw. eine 6 oder mehr. Bei einer 5 ist ein ausgleich mit einer 1 in allen Fächern bis auf: Sport, Musik, Kunst, Religion, Ethik, möglich.

Fällt ein Test mit einem Notendurchschnitt von >4,0 aus wird er dem Direktor vorgelegt bei dem dann der Klassensprecher, der Schüler mit den meisten Punkten in dem Test und der jeweilige Lehrer vorsprechen.
Eine maximal-beschränkung für eine Zwangswiederholung gibt es nicht.
Dies gilt in Bezug auf den jeweiligen Kurs/klasse sowie auf alle Klassen bezogen.

Einem Einspruch der Eltern oder des Schülers selbst, der dazu älter als 16 sein muss, muss nachgegangen werden.
Dieser Einspruch kann ein Zeugnis oder einen Test betreffen.

Sind die Parteien mit der Entscheidung des Direktors nicht einverstanden können sie sich an die nächst-höhere Instanz wenden."

So das wär mein Vorschlag ;)


Gruß,
Dreshmore

CO-Mertens
02.10.2002, 18:12
Das System mit Drittelerlass und Genehmigung durch die Schulleitung gibt es auch in Schleswig-Holstein. Dies mußte während meiner Schulzeit auf keine Klausur angewendet werden.
Viel grundsätzlicher finde ich die Sache mit der Schulempfehlung der Grundschule, die nicht bindend ist. Auch etwas, dass hier im Norden so gemacht wird und wo es oft genug vorkommt, dass die Eltern Ihre Kinder auf eine höhere Schule schicken, als es gut für die Kinder wäre. Ich bekam damals eine Empfehlung für das Gymnasium und trotzdem fragte meine Eltern mich, ob ich dies auch wollte.

Matzi
02.10.2002, 18:16
das merkt man wirklich: Unsere Schule bekommt seit einigen Jahren immer 4 Sexten zusammen, das war damals bei mir (solange ist's nun auch wieder nicht her) noch nicht so, und ich glaube kaum, dass das daran liegt, dass auf einmal mehr Kinder bei uns in der Gegend zur Welt kommen. Achja, und von den vier Sexten wird eine dann nach einigen Jahren wieder aufgelöst, da viele das echt nicht schaffen.

Ich vermute auch, dass es da entweder von Eltern oder Schülern selbst heißt: Ich geh nur auf's Gymnasium. Ich meine, irgendwie ist es heute vielleicht auch wichtiger denn je, ein Abi zu machen. Habe gerade ltztens gehört, ein Friseursalon aus meiner Nähe, nehme nur Abiturienten als Azubis an. Irgendwie paradox.

FTP
02.10.2002, 19:58
Also ich finde es auch nicht grerade zuträglich das heutzutage das Abitur im Prinzip für jeden Job benötigt wird, das hat nur zur Folge das immer mehr versuchen aufs Gymnasium zu gehen obwohl das teilweise nicht wirklich angebracht ist.
Dadurch sinkt teilweise der Standart an den Schulen da eine breitere Masse mit zum Teil sehr unterschiedlichen Leistungsmöglichkeiten unterrichtet werden muss.

So ne Schose von wegen Anwalt der von einer Schülerin auf eine Lehrerin angesetzt wurde kenn ich (meine Mutter war die Lehrerin) dabei hatte der Schüler einfach alle Briefe abgefangen... .

laborchemikus
02.11.2002, 05:41
Na dann kann mein Senf hier ja auch nicht Schaden.

Damit ich das Thema gleich wieder verlassen kann nur soviel zum Streit um die "Wichtigkeit" einzelner Wissenschaften.

Wer glaubt die Realität der Welt ließe sich mit den verschiedenen Modellen aus den unterschiedlichen Wissenschaften erkennen, der hat nur seine Warheit im Kopf. Erst die Philosophie ließe ihn verstehen, daß und warum er nie in der Lage sein wird, mit wissenschaftlichen Modellen die Realität zu erkennen, gescheige denn sich selbst.

Das Problem mit dem Bildungssystem in unserer Gesellschaft ist, daß wir einerseits die Fähigkeiten aller fördern wollen und gleichzeitig eine Auswahl vornehmen wollen. Das ist zwar kein neuer Wiederspruch, jedoch kommt er eben in einer Zeit in der sich keiner leisten kann zum unteren Drittel zu gehören stärker zum tragen.

So kommen dann auch die Unterschiedlichen Ansichten zustande die wir oben ablesen können. Je nach eigener Positionierung kommt z.B. der begabtere (oder woher auch immer seine besseren Bewertungen (Leistungen?) kommen) zu der Auffassung, daß die Elite bessere Chancen braucht. Der, dem es nicht so zufällt, möchte auch nichts anderes: eine Chance, nicht hinten runterzufallen. Und jeder glaubt dann auch, daß seine Ansicht doch die allgemeingültig richtige ist. Da ließt man, daß einem das große Kotzen kommt wenn er daran denkt, wer heute so alles aufs Gymnasium gehen kann.

Woher sein Problem aber kommt, ist er nicht in der Lage zu erkennen. Daß die Bedingungen für den Begabten, wegen der notgedrungen um ihre Chance kämpfenden Unbegabten, für ihn schlechter werden kann er nur mit einem Verdrängungswetbewerb zu lösen versuchen.

Etwas dagegen zu unternehmen, daß der arbeits- und gesellschaftspolitische Druck auf Unbegabte sie nicht mehr zwingt, sich in die Gymnasien mogeln zu müssen, kommt dem Begabten wohl daher nicht in den Sinn, weil er den Weg des geringsten Wiederstands geht. Daß dieses Verhalten an seiner Unfähigkeit zur Erkenntnis der Zusammenhänge liegt wage ich nicht zu behaupten.

Schließlich plagen sich auch die Lehrer mit dem System herum. Sie stehen zwischen den Fronten. Oft mit dem Wunsch, dem Begabten eine fruchtbringende Förderung angedeihen lassen zu wollen, dazu jedoch keine Möglichkeiten zu haben. Und sich gleichsam sorgend um den wachsenden Teil der Schüler, die schon vor Jahren den Einstieg in eine ordentliche Bildung verpasst haben.

Alle zusammen haben allerdings eines gemeinsam: Ohne z.T. heftige Nachteile für sich selbst brefürchten zu müssen, ist keiner in der Lage etwas zu verändern.

Einzig die, welche zu Veränderungen im Stande wären, haben eben daran garkein Interesse. Nun ratet mal wer das wohl ist.

nobody
03.12.2003, 13:49
Ich bin auch in der 11. Klasse eines Gymnasiums in Hessen. Bei uns ist es sogar soweit gekommen, dass Naturwissenschaften in der 11. Klasse nur zweistündig unterrichtet werden, weil wir Lehrermangel haben. Ich finde das allerdings nicht so tragisch, denn in der Zeit kann ich für andere Fächer lernen und muss nicht stupide meine Zeit absitzen.
Ohnehin ist es so, dass ich am liebsten aus guten/neuen Lehrbüchern lerne.
Ich finde, dass in der Schule nicht die Lehrpläne veraltet sind, sondern eher die Lehrer. Einige bilden sich nicht weiter und lehren irgendwelchen Stuss, der gar nicht mehr aktuell ist.
Darin liegt wohl eher das Problem. Und wenn man sich mal anschaut wieviel Prozent der Lehrer sich überhaupt an die aktuellen Lehrpläne halten kommt man auf maximal 50%.
Ein weiterer Grauß sind die Schulbücher, vorrausgesetzt es gibt überhaupt welche, die dann aber mindestens 20 Jahre alt sind.
Momentan versuchen uns einige Lehrer Methodentraining beizubringen, wobei ich auf diese uralt Methoden getrost verzichten kann.
Wichtige Erkenntnisse füt das Lernen und Gedächtnis wurden erst in den vergangenen 15 Jahre gefunden.

hippie
03.12.2003, 19:22
Originalnachricht erstellt von MacroX

Wichtige Erkenntnisse füt das Lernen und Gedächtnis wurden erst in den vergangenen 15 Jahre gefunden.

:suspect:

Da wirft sich doch die Frage auf, wieso die deutsche Bildungsmisere ziemlich gleichzeitig damit eingetreten ist...

Generationen vor uns sind mit dem "veralteten" Frontalunterricht zurechtgekommen, wieso sollen wir uns dann mit Klippert verdummen lassen?

Langfingerli
03.12.2003, 19:36
Generationen vor uns sind mit dem "veralteten" Frontalunterricht zurechtgekommen, wieso sollen wir uns dann mit Klippert verdummen lassen?

Du hast's auf den Punkt gebracht! Unser Chemieunterricht ist der effektivste, da Frontalunterricht. Die ganz jungen Lehrer zeigen aber deutlich(zumindest bei uns an der Schule) eine Tendenz zu den alten Unterrichtsmethoden, nicht Gruppenarbeit, Lernzirkel usw.