Ich habe keine andere Rubrik für meine Frage gefunden. Ich empfinde diese als passenste.
Meine Frage sehe ich auch vor allem unter dem Gesichtspunkt der Wissenschaftsphilosophie.
"In wie weit ist der Mensch fähig für sein Handeln die Verantwortung zu übernehmen"
Villeicht klingt die Frage zuerst einfach, doch es handelt sich hier ja um eine philosophische, somit ist eine wirkliche Antwort wahrscheinlich nie zu finden. Mich würde interessiern, was ihr darüber denk.
Wer denkt, dass sich das jetzt nach dem Reliunterricht der Mittelstufe oder Philosophie GK anhört: O.K. :D
Diese Farge richtet sich auch an diejenigen, die sicht villeicht von einer in der Schule begonnenen Diskussion mehr erwartet hätten
Ich freue mich auf eure Vorstellungen. :rolleyes:
"cogito, ergo sum" (Descartes) oder "sapere audete" (Kant) :confused: :D
frog
Godwael
22.08.2001, 23:29
Wenn es keinen Freien Willen gibt, dann muß alles was existiert, übergeordneten "Gesetzmäßigkeiten" folgen, denn die Abwesenheit des Freien Willen erfordert, daß die "Entscheidung", die wir aus subjektiver Sicht treffen, für uns unabänderlich schon festgelegt ist/wird.
Wo ist dann die festlegende Instanz?
Adam
22.08.2001, 23:38
@@@
Jeder Mensch der zurechnungsfähig ist ist für sein Handeln zu 100% verantwortlich.
Schließlich sind wir keine Neandertaler sondern intelligente Wesen -da gibt es auch Ausnahmen- die die Folgen ihres Handels abschätzen können und somit auch die Verantwortung tragen müssen.
Cu
Adam
frog
23.08.2001, 13:59
@g
Originalnachricht erstellt von Godwael
Wenn es keinen Freien Willen gibt, dann muß alles was existiert, übergeordneten "Gesetzmäßigkeiten" folgen, denn die Abwesenheit des Freien Willen erfordert, daß die "Entscheidung", die wir aus subjektiver Sicht treffen, für uns unabänderlich schon festgelegt ist/wird.
Wo ist dann die festlegende Instanz?
:hmpf: Wenn ich dich also richtig verstehe ist für die in unserer Gesellschaft(?) der freie Wille eingeschränkt bzw. "abwesend" auf Grund dessen oder dadurch das wir übergeordneten Gesetzmäßigkeiten folgen.
Diese Gesetztmäßigkeiten gehen von einer Instanz aus :rolleyes: !
Ja? Nach dieser Instanz fragst Du !
Würdest du Moral- und Wertvorstellungen in dieses "Instanz-Bild" einbeziehen oder diese als solche betrachen?
frog
frog
23.08.2001, 14:20
Originalnachricht erstellt von Adam
Jeder Mensch der zurechnungsfähig :question: ist ist für sein Handeln zu 100% verantwortlich.
Schließlich sind wir keine Neandertaler :hmpf: sondern intelligente Wesen -da gibt es auch Ausnahmen- die die Folgen ihres Handels abschätzen können und somit auch die Verantwortung tragen müssen.
Hi adam,
:question: Was ist den rurechnungsfähig? :rolleyes:
Villeicht ungewöhnlich eine solche Frage zu stellen. Doch sollte man sich überlegen, was man darunter "versteht".
"Neandertaler" : Evolutionäre Entwicklung.... ganz richtrig, natürlich spielts das denke ich auch eine Rolle für "Verantwortun" aber auchg für die Möglichkeit und die Größe der Veranbtwort.
Ein Beipiel:
Der Mensch hat heute so extrem auch als Einzelperson in Ökosysteme einzugreifen und zu beschädigen "Möglichkeiten etwas falsch zu machen" ,wie es das zu Zeit des Neadnertalers nicht gab.
Hier hat die wissenschaftlich und damit auch letzen Endes die evolutionare Entwicklung dazu beigetragen, dass es dem Menschen wenn über haupt doch nur schwer möglich ist Verantwortung zu übernehemen?
@lle
:hmpf: - "Ist des dem Menschen möglich die KOnsequenzen seines tuns zu beurteilen oder abzusehnen?"
In welchem Maß ?
"Die Notwengigkeit des Entscheidens überschreitet stets die Möglichkeiten des Wissens" (Kant)
frog
Godwael
23.08.2001, 23:18
@ frog
Ich habe nur die Konsequenz aufgezeigt, wenn man von einem eingeschränkten Freien Willen ausgeht. Ich denke im Umkehrschluß, daß der Wille frei ist, weil es keine solche Instanz gibt. Damit sind wir voll verantwortlich.
Wertvorstellungen sind das Produkt des Freien Willen. Sie können daher den Freien Willen nicht einschränken. Der direkte Beweis dafür ist die große Vielfalt unterschiedlicher Moral- und Wertevorstellungen auf dieser Welt.
Problematisch wird es aber mit der physikalischen Interpretation des Freien Willen. Im Moment bietet die Kopenhagener Interpretation einen recht eleganten Ausweg, aber wer weiß, in welcher Verkleidung der Laplace'sche Dämon diesmal hinter der nächsten Ecke hervorspringt...
Adam
24.08.2001, 00:29
@frog
Zurechnungsfähig: Ich meine Menschen die im vollbesitz ihrer geistlichen Kräfte sind: sprich nicht betrunken oder in einem anderen Rauschzustand...
Nun gut, klar kann keiner die Auswirkungen einer Entscheidung oder einer Handlung vollständig überblicken dafür ist die getroffene Entscheidung von zu vielen Faktoren abhängig.
Wichtig ist das man überhaupt eine Entscheidung trifft. :)
Cu
Adam
frog
24.08.2001, 12:41
@Godwael
Originalnachricht erstellt von Godwael
... Wertvorstellungen sind das Produkt des Freien Willen. Sie können daher den Freien Willen nicht einschränken. Der direkte Beweis dafür ist die große Vielfalt unterschiedlicher Moral- und Wertevorstellungen auf dieser Welt. .... :question:
Ich habe eigentlich gemeint, dass sich die Freiheit unseres Handelns/Tuns i der Weise einschränken muß/sollte wie es die Wertvorstellungen unsere Zeit verlangen ? - ist das jetzt ein falscher Ansatz?
frog
Godwael
24.08.2001, 23:57
Ich halte das für unbefriedigend. Wer sich in seinen Entscheidungen nur an ethischen Werten orientiert, die möglicherweise gar nicht von ihm selbst stammen, sondern aufgeprägt worden sind, schiebt doch seine Verantwortung auf eine höhere Instanz ab.
Durch die Individualität der eigenen Entscheidungen, also die persönliche Verantwortlichkeit für das eigene Handeln manifestiert sich der Freie Wille. Wertvorstellungen können als Richtlinien fungieren, aber sie als Kriterien für "richtig" oder "falsch" zu benutzen kennzeichnet den wahrhaft kleinen Geist. :)
frog
25.08.2001, 11:45
@lle und @Godweal
Originalnachricht erstellt von Godwael
Ich halte das für unbefriedigend. Wer sich in seinen Entscheidungen nur an ethischen Werten orientiert, die möglicherweise gar nicht von ihm selbst stammen, sondern aufgeprägt worden sind, schiebt doch seine Verantwortung auf eine höhere Instanz ab.
Durch die Individualität der eigenen Entscheidungen, also die persönliche Verantwortlichkeit für das eigene Handeln manifestiert sich der Freie Wille. Wertvorstellungen können als Richtlinien fungieren, aber sie als Kriterien für "richtig" oder "falsch" zu benutzen kennzeichnet den wahrhaft kleinen Geist. :)
kann es sein das wir unterschiedliche Vorstellungen von dem haben was man als Wertvorstellungen oder Moralgefühl bezeichnet? :confused:
In einer idealen gesellschaft mit idealen Moralvorstellungen Gesellschaft organisieren jene diese?
Obwohl dieses Moralempfinden nätürlich erst aus ihr hervorgehen muß. Die Annahme ist ohen Frage nichtr möglch. Das hört sich villeicht auch ein bischen nach der Suche des Himmelreiches (Religionsphilosophie) an?! aber könnte deiner Meinung nach diese Annahme sich bestätigen, wenn dieses Ideale zu erreichen ist? :uh:
frog
Adam
26.08.2001, 22:54
@frog
"In einer idealen Gesellschaft mit idealen Morallvorstellungen..."
Zu viel ist bei Dir "ideal" *gg*. Weder unsere Gesellschaft noch ihre Moralvorstellungen sind ideal. Jeder Mensch kreiert sein Bild einer Moralvorstellung und richtrt seine Entscheidungen danach aus.
Ich finde es als Pragmatiker und Realist nicht unbedingt seriöus von einer indealsierten Vorstellung auszugehen ....-außer es betrifft die Physik-
Grüß
Adam
nobody
27.08.2001, 07:11
@ frog und adam
Also ich denke das die Verandwortlichkeit nicht nur eine Frage des freien Willens ist sondern auch eine frage ob der Mensch überhaupt immer Wissen kann was für folgen sein Handeln nach sich zieht. Wobei ich meine dass ein Mensch sich bevor er Handeld überlegen sollte was er durch dieses Handeln bewirk denn tut er dies nicht so ist er in meinen Augen immer für sein handel Verandwortlich, wobei ich immer von dem ausgehe was dieser Mensch überhaupt für wissen erlangen kann. Ein Kleinkind zum beispiel kann nicht so viel über die Folgen seinen Handelns wissen Wie zum beispiel ein 30 Jähriger Mann. Womit ich dann wohl Adam zustimme.Zurechnungsfähig: Ich meine Menschen die im vollbesitz ihrer geistlichen Kräfte sind: sprich nicht betrunken oder in einem anderen Rauschzustand...
MfG MagicD
frog
27.08.2001, 14:32
@MagicD
Originalnachricht erstellt von MagicD
Also ich denke das die Verandwortlichkeit nicht nur eine Frage des freien Willens ist sondern auch eine frage ob der Mensch überhaupt immer Wissen kann was für folgen sein Handeln nach sich zieht. Wobei ich meine dass ein Mensch sich bevor er Handeld überlegen sollte was er durch dieses Handeln bewirk denn tut er dies nicht so ist er in meinen Augen immer für sein handel Verandwortlich, wobei ich immer von dem ausgehe was dieser Mensch überhaupt für wissen erlangen kann. Ein Kleinkind zum beispiel kann nicht so viel über die Folgen seinen Handelns wissen Wie zum beispiel ein 30 Jähriger Mann. Womit ich dann wohl Adam zustimme.
Ich wollte dir nur mal so posten, dass folgendes Zitat (von mir eingebracht :D ) - auch mit deiner Darstellung zusammen past:
"Die Notwengigkeit des Entscheidens überschreitet stets die Möglichkeiten des Wissens" (Kant)
Übrigens: Dein Einsteinzitat (ich nehem an als Signatur ?) : Klasse :) Es kratzt leider nur sehr an der Oberfläche.
frog
frog
27.08.2001, 14:43
Originalnachricht erstellt von Adam
"In einer idealen Gesellschaft mit idealen Morallvorstellungen..." Zu viel ist bei Dir "ideal" *gg*. Weder unsere Gesellschaft noch ihre Moralvorstellungen sind ideal. Jeder Mensch kreiert sein Bild einer Moralvorstellung und richtrt seine Entscheidungen danach aus.
Ich finde es als Pragmatiker und Realist nicht unbedingt seriöus von einer indealsierten Vorstellung auszugehen .... -außer es betrifft die Physik-
Deine Anregung in Ehren ! :hmpf:
Doch geht man in der Philosophie oft von "idealen Vorstellugen" aus?!
Ob diese "erreichbar" sind ist eien andere Frage.
Ein (vielleicht etwas `platt` wirkender) Sruch: Der Weg ist das Ziel :rolleyes:
Übrigens: Wieweit (klassische) Physik heute seriöus ist wissen wir doch angesichts der modernen Physik ( oder z.B. Chaostheorie) - Ich will jetzt nicht zuu viel hiervon schreiben, da ich nicht so viel Ahnung von morderner Physik habe :uh:
Sollte ich da was nicht ganz verstanden haben?! - Sorry ;)
frog
Adam
27.08.2001, 18:08
@frog
It´s a long long way bis wir eine ideale Geselschaft a la "Star Trek" haben :)
Grüß
Adam
frog
27.08.2001, 20:03
@Adam :)
Originalnachricht erstellt von Adam
It´s a long long way bis wir eine ideale Geselschaft a la "Star Trek" haben :)
Wobei wir hier wieder einen Grund mehr dafür gefunden hätten, warum Leute, die sich für Chemie interessieren, auch gerne Star Trek sehen?! :D (kleiner Scherz)
mfg frog
nobody
29.08.2001, 07:57
@frog
mein Einstein zitat soll ja auch nur nachdenken anregen und nicht meine meinung Komplett darlegen.
nun aber wieder zum Thema
Doch geht man in der Philosophie oft von "idealen Vorstellugen" aus?!
Ich finde damit macht man sich das alles irgendwie zu einfach. Ich mein in Phsy-Chem haben wir auch vieles als ideal angesehen aber nur damit es für uns "dummen" Schüler einfacher wird.
MfG MagicD
frog
29.08.2001, 18:23
@MagicD
Originalnachricht erstellt von MagicD
mein Einstein zitat soll ja auch nur nachdenken anregen und nicht meine meinung Komplett darlegen.
nun aber wieder zum Thema
Ich finde damit macht man sich das alles irgendwie zu einfach. Ich mein in Phsy-Chem haben wir auch vieles als ideal angesehen aber nur damit es für uns "dummen" Schüler einfacher wird.
Hallo !
Ich hab´ das mit dem Zitat schon verstanden :p
Phsy-Chem ?
Das mit den Idealisierung: Klar "dumme Schüler" - aber ich meinte das eigentlich etwas anders, dass man sich Ideale vorstellt und überlegt wie man sich diesen annähren kann; Vergleiche mit der Realität anstellt :) bzw. mal etwas anders: Platons Ideenlehre :attention:
Zur Beschreibung von "Realität" werden also Ideale herangezogen.
Ich hoffe ich konnte das jetzt etwas besser beschreiben? :dizzy:
frog
nobody
30.08.2001, 06:59
@frog
Phsy-Chem ?
Das mit den Idealisierung: Klar "dumme Schüler" - aber ich meinte das eigentlich etwas anders, dass man sich Ideale vorstellt und überlegt wie man sich diesen annähren kann; Vergleiche mit der Realität anstellt bzw. mal etwas anders: Platons Ideenlehre
Zur Beschreibung von "Realität" werden also Ideale herangezogen.
Ich hoffe ich konnte das jetzt etwas besser beschreiben?
Also jetzt hab dich glaube ich etwas besser verstanden. :D Und somit kann ich deine Meinung nun auch teilen.
Originalnachricht erstellt von MagicD
Also jetzt hab dich glaube ich etwas besser verstanden. :D Und somit kann ich deine Meinung nun auch teilen. Phys-Chem heist einfach Physikalische-Chemie (Wärmelehre, Galvanischeelemente usw.) :cool: - klar :aha: