Ich soll Farbstoffe in Lebensmitteln mittels HPLC analysieren.
Wie es per DC geht weiß ich, kenne aber keine Quelle wo ich dazu nähere Infos (am besten Methode) bekommen kann. :fish:
CO-Küchler
21.08.2001, 18:24
Was steht die denn für eine Detektor zur Verfügung? Diodenarraydetektor wäre nicht verkehrt, hat aber evtl. nicht jedes Labor... Willst du fettlösliche oder wasserlösliche Farbstoffe untersuchen?
Nase
21.08.2001, 18:46
Ja ein Photodiodenarray als Detektor steht mir zur Verfügung.
Es sind nicht fetthaltige Lebensmittel .
bm
21.08.2001, 18:57
Solv A : Wasser + 2% TBAB
Solv B : Acetonitril + 2% TBAB
t= 00 35% B
t= 07 70% B
t= 08 90% B
t= 10 90% B
t= 12 35% B
end
Detektion bei 254,4 nm und 500,200 falls DAD bis 600 nm.
Nase
21.08.2001, 19:26
Danke
Gibt es eventuell auch ein Quelle wo man das nachlesen kann, ich soll nämlich vor dem Versuch erst einmal dem Assi, die Vorschrift zeigen (der Vorgänger hat beim Gerät einen Totalschaden verursacht, durch unsachgemäße Anwendung).
Wie sind die Proben aufzuarbeiten?
CO-Küchler
21.08.2001, 20:03
30 - 50 ml wässriger Probenextrakt werden mit 5 ml 10%iger Kaliumhydrogensulfatlösung (pKs= 1,96) angesäuert. Zur Isolierung der wasserlöslichen Farbstoffe wird a) nach der Wollfadenmethode oder b) nach der Polyamidmethode verfahren. Abhängig vom Lebensmittel bzw. der Probenmatrix können umfangreichere Aufarbeitungen erforderlich sein.
Proteinhaltige Lebensmittel: Die Probe wird zunächst mit methanolischer Ammoniaklösung (5%iges NH3/Methanol, 5/95 v/v) extrahiert (Hinweis: bei Proben, welche auch Fette enthalten, muss zuvor eine Entfettung mit Petrolether erfolgen). Der Ansatz wird zentrifugiert und der klare gefärbte Überstand in eine Porzellanschale dekantiert. Das Lösungsmittel wird unter leichtem Erwärmen abgedampft und der Rückstand mit Wasser aufgenommen. Die Lösung wird mit 10%iger Kaliumsulfatlösung angesäuert (pH Wert prüfen !). Weiter nach a) oder b).
Fetthaltige Lebensmittel: Die Probe wird zunächst mit Petrolether entfettet und anschließend mit heißem Wasser behandelt. Der wässrige Extrakt wird mit 10%iger Kaliumsulfatlösung angesäuert (pH Wert prüfen !). Weiter nach a) oder b).
Kohlenhydrathaltige Lebensmittel: Ein wässriger Probenextrakt wird mit 10%iger Kaliumsulfatlösung angesäuert. Der Extrakt muss deutlich sauer sein, anderenfalls tritt bei der weiteren Isolierung eine störende Karamelisierung der Zucker auf. Nach Zentrifugation wird der klare gefärbte Überstand abdekantiert. Weiter nach a) oder b). Für stärkehaltige Lebensmittel ist die Aufarbeitung für proteinreiche Lebensmittel (Stärkefällung mit Methanol) geeigneter.
a) Wollfadenmethode
Die Adsorption der Farbstoffe erfolgt durch Kochen des angesäuerten Extraktes mit mehreren, etwa 10 cm langen, weißen, entfetteten Wollfäden im bedeckten Becherglas für 10 min. Die Wollfäden werden mehrmals mit Wasser gewaschen. Durch Erwärmen in 25%igem Ammoniak/Methanol (5/95, v/v) für 30 min werden die Farbstoffe von der Wolle desorbiert. Diese Lösung wird auf dem Wasserbad oder am Rotationsverdampfer auf 0.5 - 1 ml eingeengt und zur chromatographischen Trennung eingesetzt.
b) Polyamidmethode
Die Adsorption der Farbstoffe erfolgt durch kurzes Aufkochen des angesäuerten Extraktes mit ca. 1 g Polyamidpulver. Es wird 10 min stehengelassen. Die Suspension wird z.B. in eine Pasteurpipette (oder Glassäule mit Hahn), welche mit wenig Glaswolle oder Watte nach unten verschlossen wurde, überführt.
Anschließend wird mit heißem dest. Wasser (10 - 20 ml) und zweimal mit 5 ml Methanol gewaschen. Die Desorption der Farbstoffe erfolgt mit 25%igem Ammoniak/Methanol (5/95, v/v). Das Eluat wird auf dem Wasserbad oder am Rotationsverdampfer auf 0,5 - 1 ml eingeengt und zur chromatographischen Trennung eingesetzt.
Nase
27.08.2001, 19:20
Danke erst einmal für die prompten Antworten.
Zwischenzeitlich habe ich noch etwas in der Deutschen Lebensmittelrundschau einen Artikel darüber gefunden.
-Die Abkürzung TBAB ist mir nicht geläufig, was ist das denn bitte?
warum führt die methanolische Ammoniaklösung zur Desorption des Farbstoffes von dem Polyamidpulver bzw. Wollfaden?
Danke
rp18
17.02.2005, 08:29
Solv A : Wasser + 2% TBAB
Solv B : Acetonitril + 2% TBAB
Tipp:
Besser vormischen (5 - 10% ACN in Wasser und umgekehrt), das gibt weniger Probleme mit Luftblasen. Außerdem vermeidet man 100% Wasser, was einige RP-Säulen nicht so gerne mögen (Phase kollabiert).
Myomi
11.01.2012, 20:53
Hallo erstmal hab mich grade angemeldet und brauche bitte eine, für jemanden der nicht wirklich viel Fachbegriffe versteht, möglichst einfach Anleitung den Farbstoff in Gummibärchen nachzuweisen.:)
Ich danke schon mal im vorraus:)
Alchymist
12.01.2012, 10:36
Herzlich willkommen im Forum. Zwei Hinweise für zukünftige Beiträge:
Schreib besser nicht in einen uralten Thread, der mit deiner Frage (fast) nichts zu tun hat. Mach einfach einen eigenen auf.
Und: versuch bei einer Frage auf die du eine hilfreiche Antwort haben möchtest, so viel Informationen wie möglich mitzuliefern.
Also:
warum willst du Farbstoffe in Gummibärchen nachweisen?
wo willst du das machen (Schule, zu Hause)?
warum gerade Gummibärchen?
welche Geräte und Chemikalien stehen dir denn zur Verfügung?
zarathustra
12.01.2012, 11:18
Willkommen bei uns im Forum. :)
Es gibt eine Suchfunktion hier (ganz oben), wenn Du dort "Gummibärchen" eingibst, wirst Du mehrere Beiträge zum Nachweis von Farbstoffen in Gummibärchen finden. ;)