Hallo,
Ich wüste gerne in wie weit sich Holzkohle von Aktivkohle chemisch unterscheidet (das mit der grossen Oberfläche von Aktivkohle ist mir schon klar, aber besteht sowohl Aktivkohle als auch Holzkohle auch C-Teilchen, oder ist da auch noch was anderes dabei?). Folglich ist meine Frage, ob es möglich wäre einen Aktivkohle-Filter im Aquarium auch mit Holzkohle zu betreiben?
(Ich frag das nur theoretisch, ich möchte ja schliesslich meine Fische nicht in Gefahr bringen...)
MfG otti
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Wenn ein Politiker wahnsinnig ist, wird dann die ganze Regierung gekeult?
nobody
18.04.2001, 18:48
Aktivkohle kann durch Erhitzen von organischen Stoffen wie Zuckermelasse, tierische Stoffe (z.B. Blut) und auch Holz gewonnen werden. Chemisch ist sie micokristalliner, stark gestörter Graphit (Kohlenstoff). Holzkohle besteht gewöhnlich aus ca. 90% Kohlenstoff. Der Rest ist Asche. Dem Einsatz in einem Aquarium sollte also nichts im Wege stehen, da sich die Zusammensetzungen ähneln. Holzkohle würde nur gut ausspühlen, um die Aschereste zu entfernen.
Gruss
primus
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http://www.primuschemie.de.vu
Otti
18.04.2001, 19:09
aha....danke...wie sähe es aber mit der fähigkeit aus nitrate raus zu filtern....da ist doch aktivkohle wesendlich besser oder....wie ist das eigendlich bei chemischen experimenten, wo man kohlenstoff nehmen soll...ist da aktivkohle genau so gut wie gereinigte Holzkohle?
MfG otti
FK
18.04.2001, 20:00
Hi!
Meine Meinung: wenn's mit billiger Holzkohle ginge, würde man keine teure Aktivkohle verwenden.....
Gruß,
Franz
bm
18.04.2001, 21:22
Hallo Franz,
Deiner Meinung kann ich mich nicht ganz anschliessen. Aktivkohle ist nichts anders als speziell behandelte (z.B. Holz)-kohle :
Aktivkohle
(A-Kohle). Unter A. versteht man Kohlenstoff-Strukturen aus kleinsten Graphit-Krist. u. amorphem Kohlenstoff mit poröser Struktur u. inneren Oberflächen zwischen 500 u. 1500m2/g. Entspr. der äußeren Form unterscheidet man Pulver-A. (z.B. zur Entfärbung von Flüssigkeiten), Korn-A. (z.B. zur Wasserbehandlung) u. zylindr. geformte A. (z.B. zur Gasreinigung).
Herst.: Pflanzliche (Holz, Torf, Nußschalen, Kaffeebohnen), tierische (Blut, Knochen, s. Knochenkohle) u./od. mineral. (Braun- od. Steinkohle, petrochem. Kohlenwasserstoffe) Rohstoffe werden entweder mit Dehydratisierungsmitteln (Zinkchlorid, Phosphorsäure) auf 500–900° erhitzt u. anschließend durch Auswaschen gereinigt od. durch trockene Dest. verkohlt u. anschließend oxidativ aktiviert, d.h. man behandelt das verkohlte Material bei 700–1000° mit Wasserdampf, Kohlendioxid u./od. Gemischen daraus, evtl. auch mit Luft.
Verw.: Als Adsorbens zur Entfernung unerwünschter od. schädlicher Farb-, Geschmacks- u. Geruchsstoffe aus Gasen, Dämpfen u. Flüssigkeiten, von Chlor u. Ozon aus Wasser, von Giftstoffen im industriellen, militär. u. zivilen Gasschutz, von radioakt. Gasen in der Kerntechnik, von Benzindämpfen bei PKW, zur Rückgewinnung wertvoller Lsgm. in der Kunstharz-, Lack-, Chemiefaser-, Zellglas-, Gummi-, Druck- u. Metallind. sowie beim Chemisch-Reinigen, zur Adsorption von Giftstoffen im Magen-Darm-Trakt (hier meist medizinische Kohle – carbo medicinalis – genannt) u. in Zigarettenfiltern. Im Jahre 1987 wurden in der BRD ca. 21200t A. hergestellt (Stat. B.-Amt).