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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Religion: Pro oder Contra?


nobody
11.08.2001, 12:58
Ich finde, Religion sollte abgeschafft werden! Sie ist der Hauptgrund auf Erden, warum Menschen sterben müssen. So viele Kriege nur wegen erweiterten Erwachsenenmärchen! Ich hoffe, die Religion stirbt bald aus. Ich kenne keinen meiner Altersgruppe (14-16), der noch an Gott glaubt. Wie lange, denkt ihr, wird es die Religion, so wie wir sie Heute kennen, noch in Deutschland geben?
Ich hoffe ich trete niemanden damit zu nahe, da ich meine Meinung schon sehr provozierend für strenge Christen ausgedrückt haben mag. Jedoch weiß ich, das Religion auch seine Vorteile hat. Nur meine ich, dass die Nachteile überwiegen.

Wie seht ihr das?

Überwiegen die Vorteile?

Oder überwiegen die Nachteile?

buba
11.08.2001, 13:21
:-/

Hast du dir diesen Thread (http://www.studenten-city.de/forum/showthread.php?s=&threadid=1407) vorher durchgelesen?

Und was soll ich nun mit diesem Thread machen bzw. dazu sagen? *seufz*

Godwael
11.08.2001, 15:28
Schon tragisch... Da hat das Forum so eine tolle Suchfunktion, und keiner nutzt sie :( :cry:

minutemen
11.08.2001, 19:09
Originalnachricht erstellt von Markuzz
Ich finde, Religion sollte abgeschafft werden! ... Jedoch weiß ich, das Religion auch seine Vorteile hat ... ich bin dafür dass die politik abgeschafft wird! einerseits schafft man so eine ganze menge dummer laberköppe ab, zum anderen ist sie seit menschengedenken quelle allermöglicher unbill. und da wir grad am abschaffen sind: bin ich dafür, das nicht-nachdenken vor dem posten abzuschaffen. markuzz, sach ma, wie um himmelswillen kann man religion abschaffen. und falls du verbieten meinst: hast du es schon mal geschafft, gedanken zu verbieten? und hast du dir überlegt, wo wir landen, wenn wir mit so einer sch... anfangen? nachdenken, junge, nachdenken!

@buba: lass erstma. wenn der thread noch dada wird, kann man ihn nach offtopic verschieben.

nobody
11.08.2001, 19:44
Ich mein ja nur, das die Religion ne Doppelmoral führt. Sie bezweckt genau das, was gelehrt wird zu vermeiden.
Abschaffen kann man sie leider nicht, dessen bin ich mir durchaus bewusst. Verbieten wäre natürlich ebenfalls Schwachsinn. Das würde wiederum dem Ziel Kriege Vermeiden gegenwirken, bzw. genau das gegenteil bewirken. Aber ich denke die Zukunft hat erst dann rosige Aussichten, wenn wir uns von der Religion endgültig verabschiedet haben!

FK
11.08.2001, 20:13
An rosige Zeiten nach "Abschaffung" der Religionen mag ich nicht glauben, andererseits haben Religionen (beziehungsweise deren intolerante Gläubige) immer wieder für das das Gegenteil von rosigen Zeiten gesorgt. Also sehen wir eher zu, dass wir die Intoleranz abschaffen (wie bloß?). Alles Weitere könnte sich dann mit (hoffentlich) ansteigender Aufklärung der Menschheit von selbst ergeben. Frag mich mal in 10000 Jahren danach...... :rolleyes:


Gruß,
Franz

Oxidator
11.08.2001, 21:38
Hi,

also ich finde das Religion nicht abgschafft werden sollte, sondern sie sollte irgenwie moderner werden, denn z.B. behauptete die Kirche bis in die Mitte der 90'iger dass sich die Sonne um die Erde dreht.
Auch gebe ich FK recht, dass nur Intoleranz für Konflikte verantwortlich ist.

minutemen
11.08.2001, 22:19
na, muss ich nochmal meckern? setzt doch, wenn ihr schon von abschaffen redet, selbiges wie FK in anführungsstriche. man kann religion nicht abschaffen. man kann sie ablegen, in blasphemie verfallen, sie sogar überleben, und zwar sowohl als juristische wie auch als natürliche person, aber man kann sie nicht abschaffen - gelle, oxidator?!

tja - moderner werden... klingt so, als wolle der mensch sich einen neuen gott schaffen...oh, stopp, da wars: durch die schöpfung eines neuen gottes erhebt sich der mensch selbst in eine übergott-position. damit macht er sich zum eignen schöpfer, erklärt sich aus sich selbst heraus und in folge dessen bedarf er keiner religion - selbstanbetung trägt keinen religiösen charakter. das führt aber wiederum zur negation des zu schaffenden gottes. es bildet sich ein widerspruch heraus, der nur durch formung eines neuen gottesbildes geklärt werden kann, wir beginnen wieder von vorn...

wolferl
11.08.2001, 22:59
Nur so eine kleine anmerkung: Jetzt kennst du einen!

nobody
12.08.2001, 08:40
Von Abschaffen würde ich auch nicht unbedingt reden wollen! Allerdings würde ich der Kirche im Allgemeinen ihre bevorzugte Stellung streichen. Wozu braucht eine Kirche in einer "Demokratie" hoheitliche Rechte? Wieso erlaubt sich der Staat, zwansgweise Kirchensteuer einzuziehen? Schließlich ist die Kirche auch nichts anderes als eine der vielen Organisationen oder Unternehmen, je nach Betrachtungsweise.

Kutti
12.08.2001, 12:03
@ iO815:

Schließlich ist die Kirche auch nichts anderes als eine der vielen Organisationen oder Unternehmen, je nach Betrachtungsweise.

Kirche <font class="serif">≈</font> Aldi oder was ? http://www.contrabandent.com/pez/otn/angry/nono.gif

Godwael
12.08.2001, 13:18
Aldi verlangt wenigstens nicht von dir, daß du alle minimal-Kunden umbringst.

FK
12.08.2001, 13:47
@Godwael

Das isses, was mir an Aldi so gefällt.... :D


Gruß,
Franz

Kutti
12.08.2001, 17:08
@ Godwael und FK:

:jump_biggrin:

nobody
12.08.2001, 18:58
Hi,
Ich finde, das konkrete Abschaffen von Religionen ist Quatsch. Jedem ist es doch für sich selbst überlassen, was er glaubt. Wenn eine Glaubensrichtung nicht mehr genügend Anhänger findet, wird sie von sich aus "eingehen".
Religion hat durchaus auch Vorteile: Sie gibt manchen Menschen Halt und das Gefühl von Sicherheit.
Der größte Nachteil jedoch ist, das solche Menschen ihren Glauben vehemend verteidigen und verbreiten wollen. Die Auswirkung dessen hat uns die Vergangenheit ja zur Genüge gezeigt.
Vorteile und Nachteile gegeneinander aufwiegen kann man in dem Sinne nicht.
Man muß das Verhalten der Menschen ändern, und nicht einfach alles, was einen stört oder nicht in seine Ansichtsweise passt, abschaffen.
Gruss
primus

wolferl
12.08.2001, 19:22
Wer die Religion abschaffen will, ist meiner Meinung nach um nichts besser als die Päpste die Kreuzzüge angeordnet haben. Diese Kreuzüge(und alle andern ""heiligen"" Kriege) hatten ja nur den sinn eine andere Religion "abzuschaffen" und einen die eigene Aufzuzwingen! Und genau das versuchst ihr! Ihr versucht allen Gläubigen eure(die ihrfür richtig hälst) Religion(in diesem Fall den Atheismus, oder den reinen glauben an die Wisseschaft) aufzuwingen und nichts anders. Dieses Verhalten ist eigentlich genau so intolerant, wie das verhalten fürher Religöserführer!
Keiner kann behaupten das seine Glaube(ob der an die Wissenschaft, oder der an irgend einer Religion) der richtige ist! Das soll jeder für sich entscheiden, aber auch die entscheidung andere respektieren! Nur so kann Wissenschaft und Religionen nebeneinander exestieren!

FK
12.08.2001, 20:09
Hi, Wolferl!

Wir hatten ja schon einige Diskussionen zu dem Thema......Zweck von Religionen ist ja, einerseits Erklärungen für Unerklärliches zu geben, andererseits Regeln für das Zusammenleben der Menschen aufzustellen. Ersteres hat man heute kaum noch nötig, Letzteres durchaus - dies hat allerdings in vielen zivilisierten Ländern zum Teil der Gesetzgeber übernommen mit dem Vorteil, dass Gesetze gelegentlich den aktuellen Gegebenheiten angepasst werden. Das Problem bei Religionen ist, dass diese Tausende von Jahren alt sind, und doch Mengen von Gläubigen meinen, ganz genau nach uralten (und von der Zeit längst überholten) Vorschriften leben zu müssen. Niemand käme auf die Idee, die Bibel alle 100 Jahre umzuschreiben (ich bin übrigens sehr froh, dass im christlichen und jüdischen Raum untreue Ehefrauen nicht mehr gesteinigt werden, obwohl es laut altem Testament so sein soll...).

Wäre schön, wenn alle Menschen einsehen würden, dass das Befolgen von Regeln zum Zusammenleben notwendig ist und nicht per Gesetz oder per Strafe des Himmels dazu gezwunngen werden müssten....

Gruß,
Franz

wolferl
12.08.2001, 20:25
@ FK
Ja wir hatten schon viele Diskussionen darüber, ich weiß aber trotzdem. DAs altetestament ist nicht mehr die gesetzgebung, der christlichen Kirche! Sondern das Neue TEstament(der neue Bund) und der hat nur eine(zwar die schwerste, dafür aber die allerwichtigste). Du sollst deinen nächsten lieben, wie dich selbst, so wie jesus dich liebe! Und das hat nichts mit steinigen oder so zum Tun! Aber wir drehen uns im kreis und schlussendlich kommen wir wieder auf das selbe ergebniss wie in den letzten Diskussionen! Jeder sollte so tolerant sein, das er seinem nächsten, das glauben lässt, was er will(ohne bekehrungsversuche), aber natürlich auch nur solange bis er damit keinen schädigt, oder dessen Freiheit begrenzt! Stimmts du damit mit mir überein!

FK
12.08.2001, 21:20
Originalnachricht erstellt von wolferl
@ FK
Jeder sollte so tolerant sein, das er seinem nächsten, das glauben lässt, was er will(ohne bekehrungsversuche), aber natürlich auch nur solange bis er damit keinen schädigt, oder dessen Freiheit begrenzt! Stimmts du damit mit mir überein!


Hi, Wolferl!

Ja, natürlich....


Gruß,
Franz

wolferl
12.08.2001, 23:05
Also können wir die disskussion, für beendet betrachten! Oder hat noch jemand einwende, gegen das Ergebnis?

Kutti
13.08.2001, 09:20
Nein, aber ich finde das trotzdem schade ... :sad:

Originalnachricht erstellt von Markuzz
Ich kenne keinen meiner Altersgruppe (14-16), der noch an Gott glaubt.

nobody
13.08.2001, 11:13
Also so ganz abgeschlossen finde ich die Diskussion ja nicht.
Ich teile zwar irgendwo euere Meinung, dass man jedem seinen Glauben lassen sollte, auch wenn ich selbst nichts von jeglichen Formen der Religion halte. Jedoch denke ich das Glauben nichts mit der Kirche zu tun hat. Und jetzt sind wir wieder beim Abschaffen: Ich finde man sollte die Kirche abschaffen. Die Kirche besitzt viel zu viel Macht, welche sie auch ausnutzen. Wie kann ein Papst nach Afrika fahren und sich gegen den Gebrauch von Kondomen aussprechen ?! In manchen Teilen Afrikas sind 50% der Menschen an Aids erkrankt. Die Kirche begeht mit solch einer Aussage ein Verbrechen. In erster Linie sollte die Gesundheit der Menschen stehen und nicht irgendein Testament.
Aber das Schlimme an disen Aussagen ist ja, daß arme Menschen, wie die in Afrika, immer sehr stark an Gott und die Kirche glauben. Somit schenken sie natürlich auch der Aussage des Papstes glauben und haben ungeschützten Sex. "Aber das ist ja auch nur Afrika, soll uns ja nicht weiter stören ob dort alle verrecken" !
Weiterhin kotzt mich an in welchem Reichtum der Vatikan lebt und das alles mit Geldern von mitunter armen Leuten.

Jeder soll ja ruhig einen Glauben haben und diesen auch vertreten, aber dann bitte ohne die Kirche.

Musste mal gesagt werden ....

nobody
15.08.2001, 15:22
Darf ich mal fragen, woher ihr wissen wollt, dass die Natur genauso ist, wie ihr sie mit diesen ganzen Gesetzen festlegt (damit meine ich zwar eher die Physiker, aber naja)?
Ich denke, auch die Naturwissenschaften sind eine Art Religion, was aber nicht heißen soll, dass sie schlecht oder falsch sind.
Ich hab das Gefühl, dass alles, was man nicht auf eure Art beweisen kann, falsch ist. Woher wollt ihr das denn wissen? Vielleicht vermitteln uns unsere Sinne, auf denen ja auch alle Meßgeräte, die ich kenne, irgendwie basieren, einen völlig falschen Eindruck...?
Hört sich jetzt für mich auch etwas seltsam an und hat vielleicht einige Denkfehler, aber ich hab mal so ganz spontan aufgeschrieben, was mir in den Kopf gekommen ist... ;)

Godwael
15.08.2001, 15:49
Es gibt einige grundsätzliche Unterschiede zwischen Naturwissenschaft und Religion:
Der Kompetenzbereich der Naturwissenschaften ist sehr genau abgesteckt und Naturwissenschaft muß reproduzierbar und falsifizierbar sein, während in der Religion davon ausgegangen wird, daß das schon irgendwie hinkommt.
Die Bezeichnung von Naturwissenschaft als "eine Art Religion" empfinde ich persönlich als Beleidigung.

wolferl
15.08.2001, 16:47
Jeder soll ja ruhig einen Glauben haben und diesen auch vertreten, aber dann bitte ohne die Kirche.

Dieser Satz ist ungefähr so wie wenn man sagen würde, du darst chemie studieren, aber ins Labor darfst du nicht! Oder darfst Pilot lernen, aber fliegen darfst du nicht! Ich glaube du weißt auch was ich hinauswille. Zum christlichen Glauben(egal ob evang A.B oder H.B, oder katholisch), der gemeinsame Gottesdienst gehört einfach dazu! Aber ich bin auch kein großer Befürworter der katholischen Kirche oder den Papst, und finde es auch nicht Ordnung, wie die 3. Welt vom Vatikan beeinflusst wird! Aber meiner meinung nach wird der katholische glauben(zumindesten in der "westlichen" Welt) über kurz oder lang stark zurückgehen wenn nicht aussterben, wenn nicht bald einmal durchgreifenden reformen gemacht werden! Um die Kirche moderner und weltoffener zu machen!
Gruß wolferl

smile
15.08.2001, 18:18
Jeder soll ja ruhig einen Glauben haben und diesen auch vertreten, aber dann bitte ohne die Kirche.
Dieser Satz ist ungefähr so wie wenn man sagen würde, du darst chemie studieren, aber ins Labor darfst du nicht! Oder darfst Pilot lernen, aber fliegen darfst du nicht!
@wolferl
Da sehe ich aber schon einen grossen Unterschied. Das Labor ist der Arbeitsplatz für den Chemiker, bzw. das Flugzeug für den Piloten.
Aber meiner Meinung nach ist der eigene Glauben nicht ortsgebunden.
Das hätte die Kirche vielleicht gerne, damit mehr Geld in die Kasse kommt.
Daher denke ich auch, dass die Kirche das grosse Problem ist, nicht der Glauben. Da fällt mir z.B. der Vergleich ein, dass die Chemie ja auch nicht daran schuld ist, was einige Chemiker oder die Industrie mit den Ergebnissen anrichten.

wolferl
15.08.2001, 18:56
Nein, ich glaube so kann nur einer reden der vom christlichen Glauben überhaupt keine Ahnung hat! Aber mit einem hast du recht, der glaube ist nicht unbedingt an einem ort gebunden. Aber zu einem christen, gehört einfach der sonntägliche Kirchenbesuch(soweit möglich), um z.B. das heilige Abendmahl zu feiern, und natürlich ist es auch Tradition! Und ohne der Kirche wäre mein glauben nie so stark, wie mit kirche!
Aber lassen wir das, weil nicht christliche(bzw. religöse) menschen dass, sowieso nie verstehen werden(leider)

smile
15.08.2001, 21:35
@wolferl

Ich glaube nicht, dass man in Sachen Glauben eine Ahnung haben muss. Weil eben jeder seinen eigenen Glauben hat. Auch die Christen untereinander. Ich selbst habe, so bilde ich mir zumindest ein, einen sehr starken Glauben. Dieser hat aber nicht unbedingt viel mit der Kirche zu tun. Denn wieso muss ich in die Kirche gehen, um in mich zu gehen, bzw. meinem Glauben nachzugehen ? Ist da ein "neutraler" Ort nicht viel ehrlicher? Natürlich verstehe ich es, wenn man in eine Kirche gehen will. Um z.B. mit gleichdenkenden zusammenzutreffen. Aber dieses als Bedingung zu fordern ist für mich eher radikal.

Und das "nichtreligiöse" Menschen das nicht verstehen, halte ich für ein Gerücht. Schlieslich sind an so einer Diskussion immer 2 Menschen beteiligt. Und mit so einem Satz macht man seine Argumentation natürlich sehr leicht.

FK
15.08.2001, 22:02
Nee, also Naturwissenschaft als eine Art Religion zu bezeichnen, finde ich daneben. "Glauben heißt nicht wissen" sagt das Sprichwort....

Eher sind es Gegensätze.....Naturwissenschaftler als solche glauben nur, was sie beweisen können (etwa, dass Wasser aus Wasserstoff und Sauerstoff besteht).

Ich bin Naturwissenschaftler geworden, weil mich nachvollziehbare Zusammenhänge interessieren. Das ist es, und das hat mit Glauben und Religion überhaupt nichts zu tun; das ist eine andere Ebene. Ich gebe aber gern zu, dass ich nicht Nachvollziehbares ablehne....ich hatte einige Jahrzehnte Zeit, zu dieser Einstellung zu kommen.

Gruß,
Franz

wolferl
15.08.2001, 22:57
@smile, mich würde mal interressiern welchen glauben du hast, das wir da nicht aneinander vorbeirden
Natürlich verstehe ich es, wenn man in eine Kirche gehen will. Um z.B. mit gleichdenkenden zusammenzutreffen. Aber dieses als Bedingung zu fordern ist für mich eher radikal.
Radikal ist das bitte nciht! In der EU gilt immer noch das freie Versammlungsrecht, oder? Also ist radikal das falsche Wort!

Und das "nichtreligiöse" Menschen das nicht verstehen, halte ich für ein Gerücht. Schlieslich sind an so einer Diskussion immer 2 Menschen beteiligt. Und mit so einem Satz macht man seine Argumentation natürlich sehr leicht.

Es ist leider die traurige Wahrheit, viele Menschen(besonders solche im meinem alter) verstehen zuersteinmal vom glauben, bzw von der Kirche überhaupt nichts. Dann kommen dann solche sprüche wie(ich zitiere wörtlich): Was willstn in der kirche, is eh scheiß egal wos betest, weil den gott gibts ja garnet.

Und könntes du mir erklären, warum ein neutraler ort, viel ehrlicher ist? Das verstehe ich leider nicht!
Schönen abend noch
wolferl

buba
18.08.2001, 21:38
Ich glaube nicht an Gott. Aber manchmal wünschte ich mir, mehr junge Leute hätten in ihrer Kindheit (im Teenager-/Twen-Alter kommt dann evtl. eine andere "Einsicht") eine religiöse Erziehung "genossen". Warum?

Wenn ich tagtäglich sehe, was meine peers für einen Mist machen, und wenn ich dann wiederum sehe, dass religiös erzogene Jugendliche sowas i.d.R. nicht tun und in dieser Hinsicht um einiges besser (i.S.v. für den täglichen Kontakt angenehmer) sind, wünsche ich mir wirklich, es gäbe entweder mehr religiös erzogene Kinder oder allgemein überhaupt erzogene Kinder und Jugendliche. :hmpf:

Zur Rolle der Kirche:
Man kann sehr wohl einen Glauben haben und diesen pflegen, ohne sonntags (und was weiß ich, wann noch alles) in die Kirche gehen zu müssen. Insofern würde ich, @wolferl, hier auch nicht von freier Versammlung sprechen. Und mit Gesetzen kirchlich-religiöse Pflichten zu rechtfertigen... *kopfschüttel*


Und überhaupt, Religion und Glaube sind (für mich zumindest) zwei unterschiedliche Sachen. Man kann an etwas glauben, ohne religiös zu sein, aber wenn man religiös ist, ist man auch "gläubig":

<u>Religion</u> heißt für mich, ein höheres Wesen ("Gott" oder wie auch immer man es nennt) anzubeten in der Hoffnung, dass einem dadurch Hilfe von außen ("oben") zuteil kommen würde.

<u>Glauben</u> heißt für mich, sich sicher zu sein, dass es ein höheres Wesen als uns gibt (die Wissenschaft wird nie alles erklären können -- unser Verstand ist nicht dafür konzipiert), aber nicht in der Hoffnung, durch Anbeten oder "Vergötterung" seinen Nutzen daraus ziehen zu wollen/können.

Deswegen ist beispielsweise Buddhismus auch keine Religion, sondern ein Glaube. Das Christentum ist aber eine Religion.
Und Religionen aller Art gegenüber bin ich sehr skeptisch.

Religion (in Verbindung mit der Kirche) erfüllte "damals" hauptsächlich den Zweck, Menschenmassen zu kontrollieren. Heute, scheint mir, ist sie zu einer Hilfestellung in der dekadierenden Gesellschaft, einem Mittel zum Zweck gleichsam, geworden:
Man hatte ein schlechtes Erlebnis, geht in die Kirche oder betet ein bisschen, und schon fühlt man sich besser. So eine Art Autotherapie. Manche machen "autogenes Training", andere beten -- mit demselben (oder zumindest einem verwandten) Ziel: Ruhe und Ausgeglichenheit zu finden. Erstere Wahl finde ich besser, da man sich nicht von einem unnahbaren Wesen, dessen Existenz gar nicht gesichert ist, abhängig macht, sondern auf die eigene "innere Stimme" hört.

wolferl
18.08.2001, 22:19
hier auch nicht von freier Versammlung sprechen. Und mit Gesetzen kirchlich-religiöse Pflichten zu rechtfertigen... *kopfschüttel

hi ich habe damit nicht kirchlich-religiöse pflichten gerechtfertigt! Das hast du falsch verstanden! Ich habe damit nur angedeutet, das wenn man den menschen verbieten würde in die kirche zu gehen, bzw eine messe abzuhalten, eigentlich auch die "menschenrechte" verletzt! Und dann wollte ich noch sagen, dass man sehr wohl ein "guter" christ sein kann wenn man nciht in die kirche geht(da habe ich mich wohl zuert ein bisschen zu radikal ausgedrückt)! Das einzige was zählt ist der glaube und die liebe zu jesus christus! Und der richtet dich nicht nach dem wie oft du in die kirche gehst! Obwohl das für mcih einfach wichtig sit!

Zum rest möchte ich ich nicht äußern, weil ich mich teilweise sowieso immer wiederhole! Nicht nur in diesem thread!

buba
18.08.2001, 23:13
Originalnachricht erstellt von wolferl
hi ich habe damit nicht kirchlich-religiöse pflichten gerechtfertigt! Das hast du falsch verstanden! Ich habe damit nur angedeutet, das wenn man den menschen verbieten würde in die kirche zu gehen, bzw eine messe abzuhalten, eigentlich auch die "menschenrechte" verletzt!


Ich denke, es ging smile nicht um einen Verbot. Er/Sie hat gesagt: "Aber dieses als Bedingung zu fordern ist für mich eher radikal."
Und dann hast du auf irgendeine -- für mich unverständliche -- Weise plötzlich ein Gesetz (Recht) damit in Verbindung gebracht.


Das einzige was zählt ist der glaube und die liebe zu jesus christus! Und der richtet dich nicht nach dem wie oft du in die kirche gehst!

Ach, Jesus richtet darüber, wer in den Himmel kommt? Ich dachte, das macht Gott persönlich. Was man als Nichtgläubiger nicht alles lernt... ;)

Zum rest möchte ich ich nicht äußern, weil ich mich teilweise sowieso immer wiederhole! Nicht nur in diesem thread!

Tja, da bist du nicht der einzige. Beim Thema Religion & Glauben wird man wohl nie zu einem alle befriedigenden Konsens kommen. Dazu gibt es viel zu diversitäre Meinungen und Ansichten.
Auch ich wiederhole mich zum Teil.

Ich glaube, es beteiligen sich recht wenige an dieser "Diskussion", weil sie wissen, dass sie zu absolut nichts führt. Der Christ hört nicht einfach auf zu glauben, der Atheist wird nicht so leicht gläubig -- und der Agnostiker lacht sich bei solchen Diskussionen den A*sch ab (à la "Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte"). ;)

Und die Werte, die zählen (z.B. Toleranz, Mitgefühl, Rücksichtnahme, Hilfsbereitschaft,....), kann man sehr gut auch ohne den christlichen Glauben verfolgen.

Wenn ich die wenigen Postings lese, die das Christentum befürworten (besonders deine, wolferl), in denen du nahezu euphorisch-hysterisch von Jesus etc. redest, wird mir schon irgendwie komisch... :-S Als ob es neben dem Christentum zwar andere Religionen geben dürfe, aber auf Dauer nur Erstgenannte die wahre/gute/richtige/wasauchimmer Lösung ist! Du sprichst zwar in einem Posting von religiöser Toleranz, aber im nächsten Posting hab ich schon wieder ein anderes Gefühl...

Dein Gott müsste halt mal ein eindeutiges Zeichen geben, dann gäb's nicht mehr so viel Stress beim leidgen Disput über seine Existenz oder eben Nichtexistenz. ;)

wolferl
18.08.2001, 23:48
@buba: vielleicht habe ich manchmal wirklich zu radikalausgedrückt! Aber ich sage nicht das genauh die christlich religion recht hat! Und ich sage auch nciht das genau der Islam oder das Judentum oder irgendeine andere Naturreligion recht hat! Gott hat sich eben jedem volk anders gezeigt ! Keiner dieser religion kann behaupten das er recht oder unrecht hat!
aber ich fühle mich halt eben jesus und dem christentum verbunden, diese religion sagt mir halt(auch durch meine erziehung) mehr zu! Und mir persönlich würde es auch nicht einfallen einen anders gläubigen mit gewalt in meine religion zu zwingen oder zu missionieren!
naja glaubt mir bitte ich bin kein hysterische Christ, der ímmer mit der bibel im arm umhergeht, und versucht jeden zur religion und zum christentum zuwingen!

buba
18.08.2001, 23:55
Originalnachricht erstellt von wolferl
naja glaubt mir bitte ich bin kein hysterische Christ, der ímmer mit der bibel im arm umhergeht, und versucht jeden zur religion und zum christentum zuwingen!

Das ist ja gerade das Beängstigende! ;)


Gott hat sich eben jedem volk anders gezeigt !

Was meinst du mit "hat sich gezeigt"? Die uralten Überlieferungen, die keine gesicherte Basis haben?
Ich hab sonst nichts von einem Gott gesehen.

wolferl
18.08.2001, 23:59
@buba :confused: kannst du mir das bitte erklären! das verstehe ich nämlich nicht

wolferl
24.08.2001, 12:07
Deswegen ist beispielsweise Buddhismus auch keine Religion, sondern ein Glaube
Ich habe ja gehofft, das das noch jemand anderen auffällt, aber leider muss ich dich berichtigen: Der Buddhismus ist eine der Fünf Weltreligionen!
Und ich warte immer noch auf ein antwort von dir, warum du das beängstigend findest?

buba
24.08.2001, 12:55
In meinen Augen (s. Def.) ist Buddhismus keine Religion, da Buddha nicht wollen würde, dass man ihn anbetet. Da ist mir egal, ob man es als "Weltreligion" oder sonstwie bezeichnet.

Zu dem anderen: Vergiss es einfach.

donjon
22.11.2001, 18:46
Originalnachricht erstellt von minutemen
[B] ich bin dafür dass die politik abgeschafft wird! einerseits schafft man so eine ganze menge dummer laberköppe ab, zum anderen ist sie seit menschengedenken quelle allermöglicher unbill.
Jawoll! Anarchie mit einem starken Anarchen an der Spitze! Schön, dass es mal jemand artikuliert ;)

badcip
13.12.2001, 21:16
Religion ist eines der interessantenesten Fächer, die es überhaupt gibt. Es gibt eine reihe von Dingen, die sich auf religiöses basis erklären lassen. Sie ist die Basis für die Entfaltung des Beweusstseins und sie gibt uns die nötige Kraft an das Leben zu glauben.

Stell dir mal vor, es gäbe keine Religion, dann würde niemand richtig am Leben festhalten und es würde das reinste Durcheinander auf der spiritualen Ebene gäben.

FK
13.12.2001, 21:23
Originalnachricht erstellt von badcip

Stell dir mal vor, es gäbe keine Religion, dann würde niemand richtig am Leben festhalten

Hmmmm, die meisten Lebewesen schaffens ohne, und das seit Milliarden von Jahren........


und es würde das reinste Durcheinander auf der spiritualen Ebene gäben

Genau das haben die zahlreichen Religionen vollendet geschafft........



Gruß,
Franz

badcip
13.12.2001, 21:32
Du musst aber bedenke, dass sie keine ausgeprägte Intelligenz haben

buba
13.12.2001, 21:49
Intelligenz schafft also Abhängigkeit von einer Religionszugehörigkeit?!

Godwael
14.12.2001, 02:31
Badcip, du kiffst zu viel.

badcip
14.12.2001, 16:55
Hast du denn jemals Würmer gesehen, die einen Würmergott anbeten :D . Durch unsere Intelligenz sind wird doch erst in der Lage, unser Bewußtsein zu entfalten.

@Godwael
Zügel mal deine Ausdrucksweise. Ich gebe auch keine irrelevante Kommentare zu deiner Meinung ab.

nobody
14.12.2001, 18:39
Hmm...Tiere keine Ausgeprägte Inteligenz?
Das mag im Grossen und Ganzen zwar stimmen, aber wurde nachgewiesen, dass einige Tiere über enorme Inteligenz verfügen...
Das heisst zwar nicht, dass sie gleich irgendeine Religion ausbrüten müssen, aber vielleicht haben Tiere ja doch ein Bewusstsein, das bloß noch nicht endeckt wurde...

badcip
14.12.2001, 21:24
Schon klar, dass bestimmte Lebewesen über eine ausgesprochen hohe Intelligenz im Vergleich zu anderen. Dennoch fehlt ihnen die Möglichkeit einen Glauben bzw. eine Religion zu praktizieren.

buba
14.12.2001, 21:31
Verpassen sie dabei was essentielles? Ich denke nicht.

badcip
14.12.2001, 21:52
Sie würden es. Aber durch die Evolution sind sie in ihrer Entfaltung eingeschränkt.

FK
14.12.2001, 22:00
Originalnachricht erstellt von badcip
Du musst aber bedenke, dass sie keine ausgeprägte Intelligenz haben

Meinst Du die Religionen?... :rolleyes:


Spaß beiseite; es ist nicht erforderlich, an überirdische Mächte zu glauben, um einen Sinn im Leben zu sehen oder an diesem zu hängen. Wenn ich an islamische Selbstmordattentäter denke, würde ich sagen: eher im Gegenteil.


Gruß,
Franz

Abdullah
23.01.2008, 09:15
Hi,

also ich finde das Religion nicht abgschafft werden sollte, sondern sie sollte irgenwie moderner werden, denn z.B. behauptete die Kirche bis in die Mitte der 90'iger dass sich die Sonne um die Erde dreht.
Auch gebe ich FK recht, dass nur Intoleranz für Konflikte verantwortlich ist.

Morgen Leute,
bin zwar kein Christ, muss dich aber berichtigen. Die Katholische Kírche hat das heliozentrische Weltbild schon 1876 anerkannt.

Mit freundlichen Grüßen
ABdullah

laborleiter
23.01.2008, 09:30
und dafür gräbst du eine 7 jahre alte leiche aus?

Abdullah
23.01.2008, 09:37
und dafür gräbst du eine 7 jahre alte leiche aus?


Hallo Laborleiter,

was ist daran so schlimm? Bin halt ein Hobbyhistoriker :D. Wenn niemand mehr in das Thema reinschreiben soll, dann schließt es doch.

Mit freundlichen Grüßen

Abdullah

Xiro
23.01.2008, 17:39
Hey, jetzt wo das Thema da ist können doch neue Leute mit den Alten nochmal darüber diskutieren, oder liegt ich da falsch? Ok, dann geh ich andersherum. Gibt es noch keine wissenschaftliche Nachforschung, ob Tiere ein Bewusstsein haben oder nicht? Weil ich dachte, dass gäbe es schon. Beispiel Schwertwale. Die hätten als was nötig dazu wäre, fehlt doch nur irgendwie noch der Beweis.

con
05.03.2008, 17:38
Hi

Überlegt doch mal, es sind doch die Menschen, die die Religion nur als Vorwand
für Krieg und sowas nutzen.
Wenn der Islam abgeschafft werden würde, würde Al Quaida sicher einen neuen Vorwand für Selbstmordattentate und Krieg finden.
Nennt mir mal eine Religion wo ausdrücklich drinsteht Ungläubige zu töten!
Es sind nur die Menschen, die die Religionen dann benutzen um zu töten.

Und Menschen allgemein willst du doch nicht abschaffen??

Henry
05.03.2008, 18:01
so, mal ein bisschen die leiche beleben;)

Nennt mir mal eine Religion wo ausdrücklich drinsteht Ungläubige zu töten!

Sure 2, Vers 191: "Und erschlagt sie (die Ungläubigen), wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wannen sie euch vertrieben; denn Verführung [zum Unglauben] ist schlimmer als Totschlag. ...“

con
05.03.2008, 21:00
Henry
Wenn du schon den Koran und das Leben Mohammeds so gut kennst dürfte dir sicherlich aufgefallen sein, dass Mohammed und der Koran hier nicht die Christen und die Juden meinen sondern die Polytheisten, gegen die Mohammed militärisch kämpfen musste und zwar nicht aus religiösen Gründen
sondern weil die Polytheisten ihre Vormachtstellung gefährdet sahen und deshalb Mohammed aus dem Weg räumen wollten.:D

Wie gesagt:
Es ist nicht die Religion sonden die Menschen die Krieg führen.;)

Henry
05.03.2008, 22:32
Nennt mir mal eine Religion wo ausdrücklich drinsteht Ungläubige zu töten!

zählen nun polytheisten zu den ungläubigen?

ich wollte aus einer laune heraus nur etwas öl in dieses thema hineingiessen. bereue es inzwischen, da ich mit meinem soliden halbwissen natürlich zu keinem halbwegs qualifizierten kommentar fähig bin.;)

das einzige was ich vielleicht festhalten möchte ist, dass es wohl immer etwas schlauere menschen gibt, die andere weniger geistig bemittelte menschen zu ihren zwecken manipulieren. ob dies im namen der religion oder der politik oder eines obskuren kults ist, spielt meines erachtens keine rolle.
(was du ja auch mit deinem letzen satz zum ausdruck bringen wolltest)

its all about:

http://www.hclarkegraphicdesign.com/images/brainwash.gif

meine zwei eurocents.

gruss h.

laborleiter
05.03.2008, 23:35
vor meiner firma parkt ab und zu ein bus mit der aufschrift "www.diewahrereligion.de" und ich könnte kotzen, wenn ich sowas lese.

ich gestatte jedem meiner mitmenschen seinen eigenen glauben, aber das ist einfach nur anmassend und sonst gar nichts!

jan

Friedrich Karl Schmidt
05.03.2008, 23:46
vor meiner firma parkt ab und zu ein bus mit der aufschrift "www.diewahrereligion.de" und ich könnte kotzen, wenn ich sowas lese
ich gestatte jedem meiner mitmenschen seinen eigenen glauben, aber das ist einfach nur anmassend und sonst gar nichts! Ich denke, dass Sie hier einem ( wenn auch sehr verbreiteten ) Missverständnis aufsitzen. Denn recht verstanden gehört es doch zum Selbstverständnis einer jeden Religionsgemeinschaft , dass sie ihren Glauben für den einzig wahren Glauben hält. Alles andere wäre meiner Ansicht nach völlig unlögisch.

Gruß FKS