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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bestimmung der Anionenaustauschkapazität


nobody
25.09.2004, 19:34
Hallo!
Ich hab folgendes Problem: Ich bin auch der Suche nach einem Verfahren
zur Bestimmung der Anionenaustauschkapazität einer Vulkanerde.
Na gut, ich hab mir mal ein paar gedanken gemacht und folgenden Versuch
durchgefürht:
1. Boden mit NH4Cl (2mM) hinsichtlich NH4Cl gesättigt - sprich mit Cl-.
2. Die Masse an NH4Cl mittels Wägung bestimmt = daraus die vom Boden
aufgenommene Menge an Cl- errechnet.
3. Den Boden mit KNO3 gespült - extrahiert und so das im Boden
adsorbierte Cl- wieder gelöst. In der aufgefangenen Lösung die Cl- Konz.
mittels Ionenchromatographie bestimmt.
4. Die Differenz aus im Boden adsorbierten Cl- zur Gemessen Cl- Konz im
Extrakt = Anionenaustauschkapazität.

So weit so gut. -- > Problem: Ich hab durch die Extraktion mit KNO3 mehr
Cl- herausbekommen, als ich in den Boden "reintat".
Wer kann mir weiterhelfen? :confused: :confused:
Vielen Dank
lynx

Rosentod
25.09.2004, 19:44
Dann war wohl schon Cl- drin.

http://www.auf.uni-rostock.de/ibp/Seiten/Skript_1.htm

Rosentod
25.09.2004, 23:11
Warum du mit NO3- spülst ist mir auch nicht ganz klar. Würde eigentlich nicht erwarten, dass NO3- das Chlorid vollständig von den Adsorptionsplätzen "verdrängt".

Woraus besteht eigentlich Vulkanerde?

Ich würde erstmal 'ne Isotherme erstellen und mal schauen, ob eine Anpassung mit Langmuir machbar ist. Sorptionskonkurrenten sind dabei natürlich auch ein Thema.

Alichimist
26.09.2004, 13:30
Ich würde erstmal 'ne Isotherme erstellen und mal schauen, ob eine Anpassung mit Langmuir machbar ist. Sorptionskonkurrenten sind dabei natürlich auch ein Thema.


ist dir klar, welche Heiden Arbeit das bedeutet? Man muss sich schon ganz sicher sein, sowas zu brauchen oder ob's ein Nachschlagen der Selektivitätskoeff. nicht auch tut:)

Rosentod
26.09.2004, 13:51
ist dir klar, welche Heiden Arbeit das bedeutet?

Ja, das ist mir klar. Habe selbst schon einige erstellt. :) Ist zwar nicht schwierig , aber zeitaufwendig, d.h. das kann auch ein Hiwi. ;)
Kommt halt drauf an, wozu man das Ganze braucht, ob der Aufwand sich lohnt ...

nobody
27.09.2004, 07:13
Hallo!

Die Hauptbestandteile der Vulkanerde sind:

44%SiO2
22%Al2O3
12%Fe2O3
sowie CaO, MgO, Na2O, TiO2, P2O5 und K2O (jeweils ca. <2%)

Die Vulkanerde stammt aus Chile und dort stellt das Verfahren zur Bestimmung der AAK ein Standardverfahren dar. Deshalb mit diesem Verfahren (KNO3). Also eurer Meinung nach tauscht sich das NO3- mit dem Cl- nicht so gut, warum?
Adsorptionsisothermen sind schon gemacht worden....Es geht eigentlich nur mehr um die Bestimmung der AAK mit einem möglichst vergleichbaren Verfahren!

Gibt es vielleicht noch andere Vorschläge?
Vielen Dank
Georg

Rosentod
27.09.2004, 08:17
Also eurer Meinung nach tauscht sich das NO3- mit dem Cl- nicht so gut, warum?


Weil sie in der Sorptionsrangfolge etwa an gleicher Stelle stehen, wird Nitrat Chlorid kaum vollständig austauschen, wie du ja mit deinem Versuch vorausgesetzt hast. (siehe den Link und die Graphik)
Du bräuchtest Ionen die stärker adsorbiert werden.

Habt ihr den Chloridgehalt der Vulkanerde mal bestimmt? Vielleicht würde spülen mit VE-Wasser vor dem Versuch etwas helfen.

nobody
27.09.2004, 08:23
Hallo!
Nein, denn Chloridgehalt haben wir nicht bestimmt.
Werd mal darüber nachdenken!!
Vielen Dank für deine Hilfe