Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Toxizität von Barium
nobody
04.05.2001, 12:02
Warum ist Bariumcarbonat im Unterschied zu Bariumsulfat giftig, wenn es in den Magen gelangt?
nobody
04.05.2001, 13:18
Weil es sich bei dem Carbonat um eine (in der Magensäure) lösliche Verbindung handelt. Giftig wirken die freien Bariumionen.
CO-Küchler
04.05.2001, 14:50
Wo wir schon beim Thema sind: Welche Teile des Stoffwechsels würde ein Mangel an Sulfat, ausgelöst durch freie Bariumionen, betreffen?
buba
04.05.2001, 15:04
Mangel an Sulfat ist wohl nicht das Problem. Bariumionen erregen die gesamte Muskulatur; es kommt zu Krämpfen und ab 1 g bereits ist Herzstillstand möglich.
nobody
04.05.2001, 21:38
Danke
nobody
01.08.2001, 19:48
Bariumcarbonat hat man früher als Rattengift verwendet. Wodurch kommt die Toxizität von löslichen Bariumverbindungen zustande?
FK
01.08.2001, 21:01
Hi!
Die Giftwirkung wird laut Literatur von Kalium- und Magnesiumionen antagonisiert. Das lässt eine Beeinflussung des Na/K bzw. Mg/Ca-Gleichgewichts vermuten. Mag sein, dass hier der zu K+ recht ähnliche Ionenradius des Ba++ -Ions eine Rolle spielt. Auch diskutiert wird ein Calciumantagonismus als Ursache der Vergiftungserscheinungen.
Die Muskelkrämpfe lassen sich durch Papaverin beseitigen; weitere Erscheinungen, wie etwa Speichelfluss, die von einer Übererregung des parasympathischen Nervensystems her rühren, können durch Atropin o. Ä. behoben werden.
Gruß,
Franz
Adam
01.08.2001, 21:30
@@@
Bei Barium ist Vorsicht geboten!
Einatmen von Bariumstäuben führt zu Metalldampffieber (akute Wirkung)
Dauerhafte Exposition führt zu Berylose, Lungenkrebs.
Grüß
Adam
---> bis zum 22.8 in Urlaub
FK
02.08.2001, 20:41
Hi, Adam!
Erstmal schönen Urlaub und dann den kleinen Hinweis, die Ursache für Beryllose, Lungenkrebs etc. weiter oben in der 2. Hauptgruppe zu suchen (fängt auch mit "B" an... ;) ).
Gruß,
Franz
nobody
02.08.2001, 21:31
Das mit dem Metalldampffieber scheint mir auch nicht ganz geheuer.:suspect:
Hab inzwischen noch was gefunden: Die toxische Wirkung ist ähnlich den Digitalisglykosiden (was immer das auch sein mag) auf den Herzmuskel. 0,2 bis 0,5 g BaCl2 sind bereits giftig, letale Dosis 0,8 bis 3 g! Exitus infolge Atemlähmung.:eek::dead:
bm
02.08.2001, 22:00
herzstimmulierende Alkaloide aus dem Fingerhut, die an einen Zuckerrest gebunden sind.
Adam
02.08.2001, 23:02
@All
:eek:
Verlesen entschuldigung, meine natürlich Beryllium *gg* :)
Und dann stimmt das auch mit dem Matalldampffiber :)