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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Reaktion mit Silbersalzen


nobody
09.04.2001, 10:13
Hallo! Wir haben hier einen total irren Versuch gekriegt. Na ja eigentlich ist er gar nicht so irr, aber bei unserem Chemielehrer versteh ich kein Wort und deshalb weiß ich nicht wie ich die Aufgaben lösen soll. Hilfe!
Also:
Versetzen sie 3ml Natriumchlorid mit 2 Tropfen Silbernitratlösung. Geben sie jetzt nacheinander tropfenweise Lösungen von
a) Ammoniak
b) Kaliumbromid
c) Natriumthiosulfat
d) Kaliumiodid

zu der Probe, so dass der Niederschlagsbildung die Auflösung und danach eine erneute Fällung folgt. Gegebenenfalls sind die Gemische zu schütteln.

Notieren Sie ihre Beobachtungen. (Haben wir gemacht)

1. Entwickeln Sie die Reaktionsgleichungen in Ionenschreibweise für die Komplexbildung. (was zum Teufel ist das?)

2. Stellen sie einen Zusammenhang zu ihren Beobachtungen und der Stabilität der Silberkomplexe her. ()

3.Welche Stoffmengenkonzentration an Silberionen muss in der Probe vorliegen, wenn bei Zugabe von Kaliumiodidlösung (c= 0,1 mol/l) das Silberiodid ausfällt? (Ich bin der Meinung da fehlt ein wert, sonst kann man das ja gar nicht rechnen)

Wäre toll wenn irgendjemand mal einen BVorschlag machen oder Hinweis geben könnte!
Danke!

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fice

nobody
09.04.2001, 12:13
Also erst mal zu 1)
Bildung von Silberchlorid
AgNO3 + NaCl -> AgCl + NaNO3

Zugabe von Ammoniak: Auflösung als Komplex
Ag+ + Cl- + 2NH3 -> [Ag(NH3)2]+ + Cl-

Zugabe von KBr
KBr + [Ag(NH3)2]+ + Cl- -> KCl + AgBr + 2NH3
(AgBr löst sich schlecht in NH3 aber gut in Thiosulfat)

Zugabe von Thiosulfat
Ag+ + Br- + 2 (S2O3)2- -> [Ag(S2O3)2]+ + Br-

Zugabe von KJ
KJ + [Ag(S2O3)2]+ + Br- -> AgJ + KBr + (S2O3)2-

d.h. Der Thiosulfatkomplex ist stabiler als der Ammoniakkomplex.
bei 3. muss ich auch erst nachschauen.

Gruss
primus
(http://www.primuschemie.de.vu)

FK
09.04.2001, 16:14
Hi, Primus!

Alles gut erklärt....der Thiosulfatkomplex sollte aber dreifach negativ und nicht einfach positiv geladen sein.

Gruß,
Franz

nobody
09.04.2001, 16:37
@FK
Da hast du natürlich recht. Ich passe nächstens besser auf.

Gruss
primus

(http://www.primuschemie.de.vu)

nobody
09.04.2001, 17:23
Hier noch ein Lösungsvorschlag zu 3).
Zur Berechnung der Konzentrationen von schwerlöslichen Salzen kann das Löslichkeitsprodukt verwendet werden. Nach der Gleichung:
K = c(I-)* c(Ag+)= 1*10^-16 (mol^2/L^2)

ergibt sich für die Konzentration der Silberionen c(Ag+)= 1*10^-15 mol/L.

Ich hoffe dass der Wert den ich gefunden habe richtig ist.

Gruss
primus

(http://www.primuschemie.de.vu)

nobody
09.04.2001, 18:00
Ein ganz dickes Dankeschön, ihr seid alle supi, besonders du primus. Ich lass dich wissen ob das ergebnis richtig ist.