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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fraktionssammler im selbstbau


cruzaderz
12.07.2004, 00:58
heyho!

ich weiß nicht ob ich mich an irgendeiner stelle schon vorgestellt hatte oder einfach "frech" bisher nur drauflosgefragt ;) . bin chemiestudent im aus hamburg und hab das vordiplom feb diesen jahres gemacht. momentan liegt ein AC/OC gemischtes praktikum an, in dem präparate für den internen bedarf "gekocht" werdenund wir halt was dabei lernen, vornehmlich inrichtung schlenktechnik, aufarbeitung und arbeiten undter vakuum...

...tja, und in so einem praktikum säult man ja auch wie ein "blöder" (heißt nicht daß der der säult blöd ist sondern daß ich keinen kenne der es gerne tut :D ) und wünscht sich doch das ein oder andere mal so ein schickes gerät namens fraktionssammler. wir sind ja nun inzwischen so weit daß wir die lösungsmittelblase sorgfältig befüllen und das ganze unter definierten druck setzen (membranpumpe), nichtsdestotrotz wird mal ein glas voller, eins leerer, man wartet daß das glas endlich voll ist usw. hätte man so ein schickes gerät könnten fertige fraktionen schonmal getüpfelt werden und wenn man merkt ne fraktion ist vorbei einrotiert, charakterisiert usw. - das hätte doch was :)

könnte man so ein gerät nicht aus nem alten schleppi von ebay (die waren ja sogar noch richtig klein), 4 schrittmotoren mit gummirädchen vorn dran, 2 aluplatten und ner ganz billigen schrittmotorsteuerung von conrad realisiert werden. die rechnung geht denke ich auf: 15€ fürs schlepptop bei ebay. so ein motor liegt vielleicht bei 10€, die platine sagen wir 50 und statt alu stahl genommen die platten sagen wir 10€. das sind 115€ und man hätte nen genialen fraktionssammler: reagenzglasständer draufstellen und vielleicht mit etwas tape fixieren und die platine wird per turbopascal gesteuert, da haben wir doch damals in der schule auch glühbirnen mittels nem relaisumsetzer und dem com-port an und ausgeknipst.

vielleicht ist ja nicht einmal der schleppi nötig sondern man könnte nen kleines IC (pic baustein zB.) programmieren und das ganze halt über 2 knöpfe und nen kleines 4-segment LCD anzeigen. alles was das "gerät" können muß ist ne eingabe von wieviele gläser pro reihe, wieviel reihen, welcher glasabstand (könnte man ja in mm von mitte zu mitte angeben) und die zeit.

ne einfache eingabe stelle ich mir da so vor: display steht auf "12", man drückt mit 2 knöpflein +/- wieviele gläser pro reihe stehen und drückt ok. das display zeigt "6" und man drückt mit +/- die anzahl der reihen und wieder "ok". nun stellt man das ding so auf der tischplatte daß der ständer richtig überm ersten glas steht und drückt "+" bis der auslauf über dem zweiten glas in der reihe steht. wieder bestätigen, gleiches spielchen daß er gerade über das glas der nächsten reihe geht, wieder "ok" und einfach das ganze so verschieben daß er wieder oben links steht. dann kurz säule anlaufen lassen, taste, warten bis glas voll , wieder taste und der rest geht von allein weil abstand, anzahl X, anzahl Y und dauer bekannt sind...

spinn ich jetzt herum oder haltet ihr so eine idee für realistisch? so ein schrittmotörchen steuert ja ohne weiteres in 0,05 mm schritten für kleines geld und das ist genau genug um die gläser zielsicher anzusteuern. der restliche aufbau wären ja nur nen paar winkel, 4 schlitze in die obere platte geschnitten und vielleicht 2 schienen, um den reagenzglasständer auch genau parallell zur bewegungsrichtung zu fixieren oder für den anfang halt nen lineal und etwas klebeband ;)

warum ich diese zeilen schreibe: ich könnte sowas zwar aufbauen eber habe leider in elektronik- und programmierdingen nicht die nötige erfahrung. ich weiß daß es funktionieren kann und wenn man bedenkt, was heutzutage möglich ist sollte so eine steuerung oder (zur not) weils einfacher ist und schon fertige software (turbo pascal als programmiersprache) gibt die einfach zu handhaben ist nicht allzu schwer sein. vielleicht hat ja jemand von euch die nötigen programmier- oder elektronikkenntnisse, um das ganze mal in arbeitszeit für das tippen so eines progrämmchens und das raussuchen der günstigsten ansteuerungsmöglichkeit für schrittotoren einzuschätzen. ich würde mich bereiterklären zu sägen, bohren und zu löten - dazu ist reichlich equipment von der feinnadel bis zum 80W brenner, bohrständer, sägetisch etc vorhanden - mein opa ist e-ing. mit passion... ;)

tja, und wenns klappt könnte man das ganze mit verweis auf chemieonline.de zB. online stellen. ich denke ich bin nicht der einzige der sofort freiwillig 115€ für sowas inverstieren würde... ;)

gruß,
dennis

bm
12.07.2004, 14:19
Viel zu komplziert : Runde Scheibe mit Löcher, kleine Lichtschranke, die bei Erreichen eines Füllstandes an einen Schrittmotor einen Impuls gibt. Dann dreht die Scheibe sich eine Position weiter.

noche
12.07.2004, 16:31
viel zu kompliziert!

bin mir sicher, dass du für das geld alte, aber intakte franktionsammler bekommst.

noche

EDIT*: hab ein bisschen rumgegoogelt, und bin mir leider doch nicht so sicher!
sorry.
Jetzt weiss ich auch, warum bei uns diese 30 jahre alten museumsstücke immer noch repariert werden.

cruzaderz
12.07.2004, 22:59
@bm: bei durchschnittlich 50 fraktionen die wir aufnehmen ist mir die scheibe etwas zu groß *ggg*

@noche: ebent ;) . ich hab gestern auch etwas gegoogled und so gebrauchte, "alte" geräte ab 3000€ gefunden. eigentlich hatte ich gehofft daß die so um den wert wie diese neuen, günstigen ph-messer, refraktometer, smp-geräte etc. (also so um die 150€) gehandelt werden weil viel ist ja nun echt nicht dran. gut, die "echten" kann man mit lichtschranke, timer, gradienten und co programmieren aber whatfor... ich studiere ja noch und möchte mir nur das lästige weiterschieben ersparen :D