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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Unterschiede zwischen Analyse und Zersetzung


nobody
03.04.2001, 13:31
Hallo!
Ich hab mal wieder ne Frage:
Sind Analyse und Zersetzung das gleiche?

minutemen
03.04.2001, 14:09
analyse: aus dem griechischen analysis - auflösung, lýein - lösen;

zersetzung: häufig unerwünschte, (irreversible) zerlegung eines stoffes oder einer struktur in andere, unterwanderung gesellschaftlicher strukturen.

der bedeutungsumfang von "zersetzung" ist
folglich eine untermenge des bedeutungsumfanges von "analyse". der gebrauch beider worte ist jedoch deutlich verschieden.

was heisst das für die chemie: du kannst ein system auch analysieren, ohne es zersetzen zu müssen.

nobody
03.04.2001, 16:44
Kann man auch sagen "Wir haben eine Analyse durchgeführt" wenn man z.B. Kupfervitriol dazu gebracht hat sich zu zersetzen?

hippie
03.04.2001, 17:14
ich würde nicht sagen, das ihr das kupfervitriol zersetzt. sondern ihr habt das kupfervitriol qualitativ (nach inhaltsstoffen) analysiert, indem ihr es in seine bestandteile zerlegt habt.

@minutemen
auch ein altgrieche?

hippie

<FONT COLOR="#ffffff" SIZE="1" FACE="Verdana, Arial, Geneva, Helvetica">[Dieser Beitrag wurde von hippie am 03.04.2001 editiert.]</font>

FK
03.04.2001, 17:59
Zerlegen allein reicht natürlich nicht. Erst wenn man herausgekriegt hat, was (und ggf. wieviel davon) drin ist, hat man eine Analyse in des Wortes heutiger Bedeutung gemacht.

Gruß,
Franz

bm
04.04.2001, 08:34
als Zersetzung wird eine (meist) unkontrollierbare Reaktion der Probe zu (meist) nicht definierten Produkten bezeichnet.

als Analyse bezeichnet man die Ermittlung der Bestandteile einer Probe. Dies kann zerstörungsfrei (viele spektoskopische Methoden) geschehen, aber auch durch eine Ueberführung des Probenguts in wohl definierte Produkte, die dann wiederum analysiert werden.

mfg bm

schlumpf
04.04.2001, 09:03
wenn die Analysenmethode erfordert, dass sich die Probe zersetzen muss, ist das ja auch ein eher unerwuenschtes Mittel zum Zweck. Am liebsten hat man es, wenn man mit der Substanz weiterarbeiten kann. Wie beim Arzt: fuer manche Untersuchungen muss eine Gewebeprobe entnommen werden (aua), aber man versucht es zu vermeiden.