Hab da Probleme bei einer Redoxreaktion. Folgende Reaktion ist zwar qualitativ aber nicht quantitativ präzise. Wieviele Kaliumchloride und Wasser werden am Schluss erhalten?
CrI3 + KOH +Cl2 ---> K2CrO4 + KIO3 + KCl + H2O
Ich komme auf 42Cl und 26 H2O, aber macht das Sinn (schon alleine die 52 KOH am Anfang)?
Und warum sollen große Zahlen in Reaktionsgleichungen keinen Sinn ergeben? Manchmal braucht man halt etwas mehr...:D
nobody
26.06.2001, 12:59
Ok, funktioniert. Jetzt bräuchte ich nur noch die Herleitung...
nobody
26.06.2001, 14:13
Tut mir leid, sehe grade dass mir da ein Fehler unterlaufen ist. Es entsteht natürlich Kaliumchromat und nicht eine Kreuzung mit Kaliumdichromat.
Also
K2 CrO4
<font color=orange>korrigiert.</font>
nobody
26.06.2001, 16:25
Originalnachricht erstellt von Nightflyer
Tut mir leid, sehe grade dass mir da ein Fehler unterlaufen ist. Es entsteht natürlich Kaliumchromat und nicht eine Kreuzung mit Kaliumdichromat.
Also
K2 CrO4
Hätte mir ja eigentlich auch auffallen können:rolleyes:. Aber warum soll nicht auch etwas K2O*Cr2O3 entstehen:D
Mit Kaliumchromat allerdings sind deine oben genannten Zahlen vollkomen richtig:yes:
nobody
26.06.2001, 22:46
Ok, die Reaktionsgleichung wäre also richtig. Leider ist die Herleitung nur stöchiometrisch. Ich sollte aber eine Herleitung haben, welche sich aus den Elektronenübtragungen ergibt:
Cr(III) I3 -4e- --> KCr(VII) O4 etc.
Ich schnall das irgendwie nicht, man sollte doch die Übertragungen auf einen Nenner (kgV) bringen?
nobody
26.06.2001, 23:05
Interessante Reaktion, bei der Chrom-VII entsteht:D
Nee, im Ernst. Du mußt zuerst mal die Teilgleichungen aufstellen:
Chlor reagiert als Oxidationsmittel: Cl2 + 2e- --> 2Cl-.
CrI3 wird oxidiert: CrI3 + 26OH- --> CrO42- + 3IO3- + 13H2O + 21e-.
Jetzt das ganze auf das kgV bezüglich der e- bringen, zusammenfassen & als Gegenion überall noch das K+ hinschreiben - fertig.:cool:
buba
26.06.2001, 23:09
Oxidationen:
Cr3+ + 8 OH- → CrO42- + 4 H2O + 3 e-
I- + 6 OH- → IO3- + 3 H2O + 6 e-
Reduktion:
Cl2 + 2 e- → 2 Cl-
So...
Das Verhältnis der 1. Ox. mit der 2. Ox. soll 1:3 betragen, da man ja CrI3 verwendet. Mit diesem Verhältnis entstehen bei der Oxidation also 3 + 3*6 = 21 Elektronen.
Bei der Reduktion werden 2 Elektronen pro Mol Chlor verbraucht; da 21 nicht ohne Rest durch 2 teilbar ist, multipliziert man die beiden Ox.-gleichungen jeweils noch mit 2: Dann entstehen bei den Oxidationen 42 Elektronen und man kann die Reduktionsgleichung mit 21 multiplizieren, um gleiche Elektronenzahlen zu bekommen...
Es ergibt sich also am Schluss:
2 CrI3 + 52 KOH + 21 Cl2 → 2 K2CrO4 + 6 KIO3 + 42 KCl + 26 H2O
Puh... hab ich mich wo verrechnet? :)
nobody
27.06.2001, 00:09
Nein, du hast dich nicht verrechnet.
Alles im Chrom(III) -grünen Bereich... :D
Ich glaubs ich habs sogar kapiert....
Ihr müsst aber zugeben, so leicht und schnell ist die nicht zu lösen...
buba
27.06.2001, 00:21
Originalnachricht erstellt von Nightflyer
Ihr müsst aber zugeben, so leicht und schnell ist die nicht zu lösen...
kann ich nicht bestätigen... :D
nobody
27.06.2001, 00:30
Originalnachricht erstellt von Nightflyer Ihr müsst aber zugeben, so leicht und schnell ist die nicht zu lösen... ...ist doch auch nur ne Redoxreaktion wie jede andre:D
nobody
27.06.2001, 09:17
Wieder den Allwissenden raushängen, ja ja... :D :D :D :D
nobody
11.07.2001, 16:12
Doch noch eine ganz böse, löst mir die mal pls!!
[Cr(N2H4CO)6]4[Cr(CN)6]3 + KMnO4 + H2SO4 -----> K2Cr2O7 + MnSO4 + CO2 + KNO3 + K2SO4 + H2 O :p
nobody
11.07.2001, 17:52
Wen interessiert denn sowas :confused:
Aber wenn du's unbedingt wissen mußt, bitte sehr:
Wie die Oxidationszahlen bei den einzelnen Oxidationen zustande kommen!
nobody
11.07.2001, 21:09
Wo ist das Problem?
Das Cr-III aus dem Kation & das Cr-II aus dem Anion werden beide zum Dichromat (Cr-VI) oxidiert.
Beim Cyanid kannst du dem C die OZ -I, dem N die OZ null zuordnen, beide geben dann 5 e- ab (C+IVO2, N+VO3-.
Ähnliches gilt beim Harnstoff: C+II --> C+IV, N-II --> N+V.
Reicht das fürs erste?
Godwael
11.07.2001, 21:34
Hey, wenn man weiß, wie's geht dauerts keine 10 Minuten (ich hab 8 gebraucht) :p
nobody
11.07.2001, 22:08
Welch ein Quark :p
War eingetlich nur ne Übung. Bin aber immer noch durcheinander..
nobody
11.07.2001, 22:25
Sorry!!
Iss mir ne Idee zu hoch!
:confused: :confused: :confused:
nobody
11.07.2001, 22:49
@Nightflyer & Stappi
Tja, wer die Abhandlungen des Chemikers und Mathematikers Dr. Peter Plichta kennt, der ist tatsächlich imstande jedes noch so große Problem zu lösen, aber wer damit nicht umgehen kann...;)
Godwael
12.07.2001, 01:14
Dr. Peter Plichta hat da einfach sein Primzahlkreuz drübergependelt und dann festgestellt, daß es Cyanid ja gar nicht gibt, weil
Im Gegensatz zum Silizium können Kohlenstoffatome mit Stickstoffatomen aus quantenmechanischen Gründen nicht brennen
Im Moment versucht er, diese These im Selbstversuch zu untermauern. Wünschen wir ihm Glück!
:D