...der neue Bundespräsident wurde ja nur ganz knapp gewählt...
...haben wir nun die gleiche Situation wie in Amarika, wo der Herr Bush nur mit extrem knapper Mehrheit gewählt wurde...
...allerdings denke ich nicht, dass man das direkt vergleichen kann, da der US-Präsident direkt vom Volk gewählt wurde...
...kanntet ihr die beiden Kandidaten überhaupt...?
...ich muss gestehen, dass ich von beiden vorher nie etwas gehört habe...
...eine Frau als Bundespräsident(in) hätte ich mir allerdings auch gut vorstellen können...
Gruss
Vic Tim
Rolando
23.05.2004, 15:45
Da der Bundespräsident kaum die Machtfülle des Presidenten der Vereinigten Staaten von Amerika besitzt, ist das Zustandekommen seiner Wahl meiner Meinung nach in Ordnung.
Ich bin froh darüber, dass Herr Köhler gewählt worden ist, da er wohl nicht der "Märchenonkel der Nation" werden wird, wie Herr Rau oft tituliert worden ist.
Grade den Willen von Herrn Köhler, sich aktiv einzumischen und Reformprozesse nicht nur zu kommentieren sondern auch anzuregen, gefällt mit sehr. Ebenso empfiehlt ihn sein Werdegang: Er war als "Berufspolitker" nicht sehr aktiv, im Gegenteil, er war mehr ein Mann der dritten Reihe. Deshalb kann man wohl kaum von einem "Altersehrenjob" sprechen. Auch die Tatsache, dass er lange international, u.a. als Präsident des IWF, gearbeitet hat, spricht für sein geopolitische und auch ökonomische Kompetenz.
Frau Schwan ist sicherlich auch kompetent, aber sie erschien mir immer etwas farblos. Außerdem hatte ich den Eindruck, dass die Regierungsparteien mehr nach einem guten Gegenkandidaten gesucht haben als nach einem guten Bundespräsidenten. Also wurde eine Frau ins Rennen geschickt, das sichert Symphatie. Die CDU hat es vor fünf Jahren mit Dagmar Schipanski genauso gemacht.
C. Iulius Caesar
23.05.2004, 16:10
Ich hätte ja nicht gedacht, dass Herr Köhler nur so knapp gewählt wird. Da haben sich wohl einige aus dem bürgerlichen Lager für Frau Schwan entschieden.
Ich muss zugeben, dass ich Frau Schwan vor der Bundespräsidentenwahl bzw. ihrer Benennung als Kandidatin der SPD auch nicht kannte. Herr Köhler war mir als IWF-Präsident bekannt. Hoffentlich neigt er nicht zu einer vorschnellen Ökonomisierung aller Probleme, aber ich denke, dass er wohl fähig ist das Amt des Bundespräsidenten angemessen wahrzunehmen. Seine Antrittsrede war ja schon mal gar nicht schlecht. Man merkt aber sehr, dass er amerikanisch geprägt ist. (vgl. "Gott schütze unser Land!") Das sagt Herr Bush auch immer (vgl. "God bless America!"). Ich finde es aber gar nicht schlecht, dass Herr Köhler so ein Gottesbezug herstellt. Herr Schröder wollte bei seiner Vereidigung ja keinen Gottesbezug.
D@nny
23.05.2004, 16:27
Naja, es war keine Überraschung dass Herr Köhler gewonnen hat, bei dem CDU/FDP Anteil.
Ich fand es gut, dass dieses Mal keine "politisch-aktiven" Kandidaten vorgeschlagen wurden. Das kommt für mich auf fälle schon loyaler, als ein Bundespräsident, der in einer Partei ist.
Eine Frau als Bundespräsidenten hätte ich auch nicht schlecht gefunden, aber bei dieses zwei Kandidaten fiel mir die Wahl recht einfach.
Ich habe beide auch nicht wirklich gekannt, bis vor einigen Wochen. Bin mir aber sich, dass ich Frau Schwan schon mal bei Sabine Christiansen gesehen habe.
A propos, die müsste heute abend sicherlich auch berichten.
So far
abiturient
23.05.2004, 16:40
Bin mir aber sich, dass ich Frau Schwan schon mal bei Sabine Christiansen gesehen habe.
A propos, die müsste heute abend sicherlich auch berichten.
yep. und stoiber ist auch dabei :)
C. Iulius Caesar
23.05.2004, 16:49
yep. und stoiber ist auch dabei :)
Was freuste Dich denn so? Wenn es nach Herrn Köhler geht, wird doch eher Frau Merkel Kanzlerkandidaten als Dein Herr Stoiber. Findeste das etwa gut?
sakk
23.05.2004, 17:03
...der neue Bundespräsident wurde ja nur ganz knapp gewählt...
...haben wir nun die gleiche Situation wie in Amarika, wo der Herr Bush nur mit extrem knapper Mehrheit gewählt wurde...
naja.. das kann man wohl nicht vergleichen...
ich denke jedoch, dass man jemand wie ihn besser als bundeskanzler hätte gebrauchen können....dort hat er mehr einfluss..
sakk :)
Vic Tim
23.05.2004, 17:06
naja.. das kann man wohl nicht vergleichen...
sakk :)
...im nächsten Absatz meine ich das ja auch... ;)
DeFianT
23.05.2004, 17:16
mal ne Frage zu dem "Gott segner unser Land"
...
dass das in den USA natürlich ist, ist mir schon bewusst. Aber wie sieht das in Deutschland aus? Wie sehen sonst. Antrittsreden von Präsidenten aus?
Kommt der Bezug zu Gott dabei auch vor?
sakk
23.05.2004, 17:19
...im nächsten Absatz meine ich das ja auch... ;)
ja das ist schon richtig, aber die aussage macht ja nicht wirklich sinn.... ;)
zu den anderen 'anregungen'
ich kannte beide bevor sie nominiert wurde nicht bzw. nicht bewusst.. vll mal gehört, aber das war es dann...
ich denke nicht, dass es ein problem ist, dass die wahl so knapp war, sondern sehe das er als einen vorteil...
außerdem bin ich der meinung, dass die wahl des bundespräsidenten ein stück weit mehr vom volk entschieden wird, als die wahl des bundeskanzlers...
wie auch immer... bin recht optimistisch, dass herr professor köhler das ganz gut machen wird...
sakk :)
ps: der bundestagspräsidnet thierse (richtig geschrieben) hatte unsere weibliche nominierte bei der "vorstellung" fälschlicherweise auch mit "herr professor" angeredet :D ...
nobody
23.05.2004, 17:23
wird doch eher Frau Merkel Kanzlerkandidaten als Dein Herr Stoiber. Findeste das etwa gut?
Physikrinen machen Politik , Rau ist gegeangen (leider), Merkel, stoibe sind auch dabei !Alles ist perfekt... ? :bag:
nobody
23.05.2004, 17:36
Aber wie sieht das in Deutschland aus? Wie sehen sonst. Antrittsreden von Präsidenten aus?
Kommt der Bezug zu Gott dabei auch vor?
Hier ist die Antrittsrede von Herrn Köhler:
«Herr Präsident, meine sehr geehrten Damen und Herren,
allen Mitgliedern der Bundesversammlung, die mich gewählt haben, danke ich für Ihr Vertrauen. Und diejenigen, die mir ihre Stimme nicht gegeben haben, will ich durch meine Arbeit überzeugen.
Ich möchte Bundespräsident aller Deutschen sein, und ein Präsident für alle Menschen, die hier leben. Aus gutem Grund ist das höchste Amt in einem demokratischen Staat niemandem in die Wiege gelegt. Für mich persönlich ist die Entscheidung der Bundesversammlung ein wirklich sehr bewegender Augenblick. Nach sechs Jahren im Ausland kehre ich mit einem Gefühl von Freude und Dankbarkeit in meine Heimat zurück. Deutschland hat mir viel gegeben, davon möchte ich etwas zurückgeben. Ich liebe unser Land.
Wahrscheinlich erwarten Sie jetzt alle von mir, dass ich von Reformen spreche. Tatsächlich halte ich eine grundlegende Erneuerung unseres Landes für notwendig und überfällig. Und als gelernter Ökonom, das werde ich auch weiterhin nicht verstecken, kann ich Ihnen die Feststellung nicht ersparen, dass ich mir Sorgen um den Zustand der deutschen Wirtschaft, die Arbeitsplätze und die soziale Sicherheit in unserem Lande mache. Ich sehe auch neue, unakzeptabele Spaltungstendenzen in unserer Gesellschaft.
Viele von Ihnen erwarten vermutlich auch, dass ich etwas zur Globalisierung sage. Globalisierung bestimmt mehr und mehr unser Leben. Sie bedarf, und das ist meine feste Überzeugung, hier stimme ich mit Johannes Rau überein, der politischen Gestaltung. Wenn wir es richtig anpacken, kann Deutschland aus der Globalisierung weiterhin großen Nutzen ziehen. Aber wir müssen auch besonders dafür arbeiten, dass die Globalisierung den Armen dieser Welt zu Gute kommt. Dies wird nur gelingen, wenn sich die Industrieländer, also auch Deutschland, in ihrem Verhalten ändern, und vor allem auch ihre Märkte für die Entwicklungsländer öffnen. Doch das heißt dann eben auch, dass wir Wettbewerb und Strukturwandel annehmen müssen.
Tatsächlich befindet sich die Welt in einem tiefen Umbruch. Wir müssen uns der Wirklichkeit stellen. Deutschland muss um seinen Platz in der Welt des 21. Jahrhunderts kämpfen. Ich denke, wir alle werden deshalb auch mit meiner Mitbewerberin, Frau Professor Gesine Schwan, darin übereinstimmen, dass es gerade in Umbruchphasen auf Vertrauen als Sozialkapital ankommt - und der Begriff Sozialkapital wird sowohl in der Politikwissenschaft als auch in der Wirtschaftswissenschaft benutzt. Und sehr zu Recht hat Bundespräsident Johannes Rau das Thema Vertrauen und Verantwortung in den Mittelpunkt seiner letzten Berliner Rede gestellt.
In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen, sehr verehrte Frau Schwan, für Ihr Engagement für das höchste Amt im Staate danken. Der Wettbewerb von uns beiden Seiteneinsteigern hat dem Land insgesamt sicher nicht geschadet.
Ja, ich werde in meinem Amt zu mehr Entschlossenheit, Tatkraft und auf Stetigkeit bei wirtschafts- und sozialpolitischen Reformen drängen. Doch ich hoffe, ich enttäusche niemanden, wenn ich eine ganz andere Frage voranstelle, nämlich die Frage, was will Deutschland im 21. Jahrhundert sein, was kann es sein, und wo will dieses Land hin? Mit Recht betonen viele in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit, vor allem Bildung und Innovation zu stärken. Deutschland ist mir zu langsam auf seinem Weg in die Wissensgesellschaft.
Mein Traum geht aber noch weiter. Deutschland soll ein Land der Ideen werden. Im 21. Jahrhundert bedeutet das mehr als das Land der Dichter und Denker, mehr als Made in Germany, mehr als typisch deutsche Tugenden. Das ist ganz sicher etwas anderes als Großmannssucht und Selbstüberschätzung. Deutschland, ein Land der Ideen, das ist nach meiner Vorstellung Neugier und Experimentieren, das ist in allen Lebensbereichen Mut, Kreativität und Lust auf Neues, ohne Altes und Alte auszugrenzen. Das sind neue Gründerjahre, das ist auch die Kraft, mit Rückschlägen umzugehen und wieder neu anzufangen. Das sind Ideen auch für Europa.
Deutschland, ein Land der Ideen, das ist für mich zuerst und vor allem ein Land für Kinder. Wie kommt es, dass wir in Deutschland immer weniger Kinder haben? Glauben wir nicht mehr an unsere Zukunft? Kinder bedeuten Neugier, Kreativität und Zuversicht. Kinder sind Brücken in die Welt von Morgen. Wir müssen uns alle anstrengen, eine familien- und kinderfreundliche Gesellschaft zu werden.
Dazu brauchen wir konkrete Antworten auf bestimmte Fragen, zum Beispiel: Wie schaffen wir es, Elternarbeit anzuerkennen? Wie kann es gelingen, viel besser gelingen, Familie und Beruf besser zu vereinbaren? Was sind uns Kinder wert? Wir müssen auf diese Fragen konkrete Antworten finden. Aber genau so müssen wir auch eine konkrete Antwort auf die Frage finden, was uns ältere Menschen wert sind. Um die Zukunft zu gewinnen, brauchen wir auch deren Erfahrung und Weisheit. Wir müssen an Freundschaft zwischen den Generationen schon jetzt arbeiten.
Deutschland muss sich also verändern, das ist wahr. Aber wir sollten uns dabei auch unserer kulturellen und religiösen Wurzeln bewusst sein. Wie schaffen wir es, das abstrakte Wort "Werte" aus Politikerreden in Alltagsgespräche und Alltagsverhalten zu bringen und so lebendig zu machen? Wie schaffen wir es, uns im größer werdenden Europa unserer nationalen Identität zu vergewissern, und zugleich eine europäische Identität zu gewinnen?
Ich habe übrigens, meine Damen und Herren, die Erfahrung gemacht: Patriotismus und Weltoffenheit sind keine Gegensätze, sie bedingen einander. Nur wer sich selbst achtet, achtet auch andere.
Der heutige 55. Jahrestag der Verkündung des Grundgesetzes ist ein guter Tag, uns wieder auf unsere Stärken zu besinnen. Deutschland hat die Kraft, sich zu verändern. Davon bin ich zutiefst überzeugt. Diese Kraft liegt in den Menschen, ihre Ideen sind der Reichtum unseres Landes. Damit sich diese Kraft entfalten kann, müssen wir Angst überwinden und Selbstvertrauen zurückgewinnen. Wir können in Deutschland Vieles möglich machen. Aber dazu müssen wir uns erst einmal uns selbst mehr zutrauen. Und wir müssen wieder mehr auf die Kraft der Freiheit vertrauen. Es war diese Kraft, mit der vor 15 Jahren die Menschen im Osten unseres Vaterlandes die scheinbar unüberwindliche Mauer zum Einsturz gebracht haben. Einer der großartigsten Momente unserer Geschichte und auch eine stetige Verpflichtung für uns, die innere Einheit wirklich zu verwirklichen.
Die Kraft der Freiheit zu stärken, darauf achten, dass es gerecht zugeht in Deutschland, und dazu beitragen, dass wir ein Land der Ideen werden, dafür will ich eintreten und dafür bitte ich um das Mitmachen aller.
Ich grüße alle Landsleute nah und fern, unsere Nachbarn in Europa und unsere Freunde in der Welt.
Gott segne unser Land. Vielen Dank.>>
Wie du siehst, kommt der Bezug zu Gott auch in den "deutschen Antrittsreden" vor.
LG, Jessica
nobody
23.05.2004, 17:55
...der neue Bundespräsident wurde ja nur ganz knapp gewählt...
Sooo knapp war es nun auch nicht, denn immerhin hat er gleich im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit bekommen. Es gab auch schon Präsidenten, die mehr Wahlgänge gebraucht haben.
Ich bin auch froh, daß er es geworden ist und nicht Gesine Schwan.
PS: Warum nennst du dich neuerdinge Vic Tim?
Vic Tim
23.05.2004, 18:02
...
PS: Warum nennst du dich neuerdinge Vic Tim?
...warum nicht ? :)
nobody
23.05.2004, 18:08
Siehst du dich als Opfer?
C. Iulius Caesar
23.05.2004, 18:10
ps: der bundestagspräsidnet thierse (richtig geschrieben) hatte unsere weibliche nominierte bei der "vorstellung" fälschlicherweise auch mit "herr professor" angeredet :D ...
Herr Thiese hatte auch vergessen, dass Herr Köhler eine Antrittsrede halten wollte und er wollte direkt nach der Wahl die Nationalshymne singen lassen und die Bundesversammlung schließen. Er hat aber noch rechtzeitig mitbekommen, dass er erst Herrn Prof. Köhler das Wort erteilen sollte. :D
Rolando
23.05.2004, 18:21
Herr Thiese hatte auch vergessen, dass Herr Köhler eine Antrittsrede halten wollte und er wollte direkt nach der Wahl die Nationalshymne singen lassen und die Bundesversammlung schließen. Er hat aber noch rechtzeitig mitbekommen, dass er erst Herrn Prof. Köhler das Wort erteilen sollte. :D
Ein weiteres denkwürdiges Kapitel in der Geschichte des deutschen Parlaments... Ich erinnere gerne an den betrunkenen Bundestagsabgeordneten, strickende Grüne und so manche Beschimpfungen!
Vic Tim
23.05.2004, 18:34
Siehst du dich als Opfer?
...in gewisser Weise schon...
...aber letztendlich ist es nur ein Wortspiel... ;)
...mit einer längeren Geschichte...
sQeedy
23.05.2004, 21:34
Herr Thiese hatte auch vergessen, dass Herr Köhler eine Antrittsrede halten wollte und er wollte direkt nach der Wahl die Nationalshymne singen lassen und die Bundesversammlung schließen. Er hat aber noch rechtzeitig mitbekommen, dass er erst Herrn Prof. Köhler das Wort erteilen sollte. :D
... wird zeit, dass ein neuer Bundestagspräsident gewählt wird, oder? :rolleyes:
nobody
23.05.2004, 21:51
... wird zeit, dass ein neuer Bundestagspräsident gewählt wird, oder? :rolleyes:
und noch viel mehr.... aber ab 06 wird sich hoffentlisch einges ändern?
upsidedown
23.05.2004, 22:01
Jetzt muss ich aber auch mal einiges kommentieren (wies anfällt)
Auch die Tatsache, dass er lange international, u.a. als Präsident des IWF, gearbeitet hat, spricht für sein geopolitische und auch ökonomische Kompetenz.
Also ob das für Deutschland wirklich so gut ist von einem ehemaligen Präsidenter einer (völlig zurecht) im Ausland extrem umstrittenen Organisation wie dem IWF vertreten zu werden wag ich mal stark zu bezweifeln.. Der Verein hat auch wesentlich mehr Volkswirtschaften zugrundegerichtet als die meisten Protagonisten auf der heutigen Weltbühne das hinkriegen würden wenn sie es drauf anlegen würden. Und jenseits von "ach-ist-die-Welt-nicht-schön-solang-wir-über-unsere-lächerlichen-Probleme-lauthals-jammern-dürfen"-Deutschland sind sich sehr viele Menschen dessen auch durchaus bewusst.
Ob man sich jemanden der damit gerade im Ausland so eng verbunden wird zum Aushängeschild machen muss ist wohl eine Frage des (schlechten) Geschmacks.
Wenn es nach Herrn Köhler geht, wird doch eher Frau Merkel Kanzlerkandidaten als Dein Herr Stoiber.
Tja, was soll ich dazu sagen... Der Herzog hat damit die politische Neutralität, die das Amt gebietet, im Wahlkampf für untergeordnet zu erklären wenigstens noch gewartet bis er vereidigt war.
Abgesehen davon, dass die Geschichte wie es zu der Nominierung gekommen ist ein unwürdiges Trauerspiel war.. Das kann man dem Köhler zwar nicht primär anlasten, aber dass er das mit sich hat machen lassen kann man ihm bei dem Amt schon durchaus ankreiden. Manche von seinen Vorgängern hätten sich das jedenfalls ziemlich sicher nicht gefallen lassen.
Davon ab scheint mir der Mensch eine ziemlich technokratische Grundeinstellung zu haben.. Auch etwas, dass ich mir in dem Amt nicht wünsche.
Also mein Traumpräsident ist der Köhler jedenfalls ganz bestimmt nicht. Möge er mich eines besseren belehren..
nobody
23.05.2004, 22:18
Davon ab scheint mir der Mensch eine ziemlich technokratische Grundeinstellung zu haben..
Was ist daran so schlecht? Du bist doch Ingenieur? Und dann hast Du was gegen Technik? :suspect:
d.tiegs
23.05.2004, 22:51
Er will uns ja alle erstmal überzeugen, denn wie in seiner ersten Rede erwähnt, möchte er ja alle, die ihm keine Stimme gegeben haben, durch seine Arbeit überzeugen. Und ich denke mal wir alle haben und konntem ihm ja unsere Stimme nicht geben *gg*.
Ich zumindest find es von den Parteien etwas lächerlich, dass die die ganze Bundespräsidentenwahl nur als Aushängeschild partielicher Differenzen gesehen haben, so wie es bei Westerwelle am deutlichsten wurde im Interview. Und natürlich ist es schön einen quasi Bänker als Repräsentanten unseres Landes zu haben, dann kann er wenigstens kopfrechnen :).
Vic Tim
23.05.2004, 22:52
...schon toll, dass es die Demokratie mit freier Meinungsäußerung gibt... ;)
C. Iulius Caesar
24.05.2004, 10:12
Ich zumindest find es von den Parteien etwas lächerlich, dass die die ganze Bundespräsidentenwahl nur als Aushängeschild partielicher Differenzen gesehen haben, so wie es bei Westerwelle am deutlichsten wurde im Interview. Und natürlich ist es schön einen quasi Bänker als Repräsentanten unseres Landes zu haben, dann kann er wenigstens kopfrechnen :).
Und das Ganze, obwohl Herr von Weizsäcker die Union ausdrücklich davor gewarnt hat die Wahl des Bundespräsidenten zu einer Parteipropaganda und zu einem Symbol des Machtwechsel zu machen. :rolleyes:
FliX
24.05.2004, 14:15
...haben wir nun die gleiche Situation wie in Amarika, wo der Herr Bush nur mit extrem knapper Mehrheit gewählt wurde...
als ich das letzte mahl nachgesehen hab hatte bush keine mehrheit :mad:
und mir wäre ne frau als bundespresidentin auch lieber gewesen!
als bundespresident muss man kein wirtschaftsprofi sein. sondern deutschland gut ins ausland "verkaufen" bzw representieren!
C. Iulius Caesar
24.05.2004, 14:23
und mir wäre ne frau als bundespresidentin auch lieber gewesen!
als bundespresident muss man kein wirtschaftsprofi sein. sondern deutschland gut ins ausland "verkaufen" bzw representieren!
Dann können wir ja jetzt auf eine sehr gute deutsch-amerikanische Freundschaft hoffen.
Frau Schwan hätte unser schönes Land wohl eher gen Osten gut repräsentieren können. :uh:
Hansen
24.05.2004, 15:45
Frau Schwan hätte unser schönes Land wohl eher gen Osten gut repräsentieren können. :uh:
Sie wird ja jetzt auch erste Polenbeauftragte der Regierung. 1. Polenbeauftragte, das klingt als ob man nichts für sie gefunden hat ;)
C. Iulius Caesar
24.05.2004, 16:01
Sie wird ja jetzt auch erste Polenbeauftragte der Regierung. 1. Polenbeauftragte, das klingt als ob man nichts für sie gefunden hat ;)
Ehrlich? Ich dachte sie wollte sich aus der Politik zurückziehen und weiterhin an der Europa-Universität in Frankfurt/Oder unterrichten. Macht die das nebenbei?
abiturient
24.05.2004, 16:15
Und das Ganze, obwohl Herr von Weizsäcker die Union ausdrücklich davor gewarnt hat die Wahl des Bundespräsidenten zu einer Parteipropaganda und zu einem Symbol des Machtwechsel zu machen. :rolleyes:
und wir sollten das machen wat weizi uns gesagt hat... :rolleyes:
außerdem --> parteipropaganda? :rolleyes:
lol @ hansen
nobody
24.05.2004, 16:33
Busch werden Sie bestimmt nicht mehr wählen(mehrheit), alleine wegen den sachen im irak...... , Busch wollte nur das fertig machen was sein vater angefangen hatt.
Rolando
24.05.2004, 16:40
Busch werden Sie bestimmt nicht mehr wählen(mehrheit), alleine wegen den sachen im irak...... , Busch wollte nur das fertig machen was sein vater angefangen hatt.Leider entscheidet bei amerikanischen Wahlen nicht die Außenpolitk, sondern die Innenpolitik den Ausgang der Wahl. Jedenfalls war es bislang immer so... Auch Bush's Vater hat nach dem ersten (gewonnenen) Golfkrieg die Wahl verloren, weil die heimischen Wirtschaft am Boden lag. Und im Moment geht es der US-Wirtschaft blendend. Ich würde mich wundern, wenn Bush nicht wiedergewählt wird, vorausgesetzt, es passiert nicht noch etwas sehr Großes im Irak, innenpolitisch oder es eine neue, große Attacke in den USA selbst gibt.
Hansen
24.05.2004, 16:42
Ehrlich? Ich dachte sie wollte sich aus der Politik zurückziehen und weiterhin an der Europa-Universität in Frankfurt/Oder unterrichten. Macht die das nebenbei?
Kam vorhin im Radio, ein Regierungssprecher hat allerdings mittlerweile dementiert. Mal schaun was sich da ergibt..
finde ich gut von ihr...
denn so einfach geht es nun ja auch nicht..
sakk :)
Busch werden Sie bestimmt nicht mehr wählen(mehrheit), alleine wegen den sachen im irak...... , Busch wollte nur das fertig machen was sein vater angefangen hatt.
wir sind irgendwie beim bundespräsidenten und nicht bush ;)
d.tiegs
24.05.2004, 23:07
ja irgendwie sind wa hier abgeschweift :). aus welchen gründen auch immer *gg*. trotzdem wird Bush es ned schaffen :P
upsidedown
24.05.2004, 23:11
Ja, ist schon bezeichnend wie von der Wahl des Bundespräsidenten übergangslos zu diversen Wahlkämpfen übergegangen wird.. Symptomatisch :(
C. Iulius Caesar
25.05.2004, 10:07
So ist halt die Politik! :D
erwin
25.05.2004, 11:56
Ich finde das es zeit wahr einen neuen Bundespräsident zu wählen, Aktiv ist er glaube ich,hat man ja bei Christiansen gesehen.
abiturient
25.05.2004, 15:24
Ich finde das es zeit wahr einen neuen Bundespräsident zu wählen, Aktiv ist er glaube ich,hat man ja bei Christiansen gesehen.
sie tun alle so als wären sie aktiv. :p ich kucke sabine christainsen kaum mehr. da wird nur gelabert und gelogen. :(
außerdem, muss ich einfach sagen, ist christiansen total schlecht. sie führt nicht die diskussionen, sondern zerstört sie. naja, egal... :-offtopic:
Jannes
25.05.2004, 15:32
Zitat von Upsidedown
Ob man sich jemanden der damit gerade im Ausland so eng verbunden wird zum Aushängeschild machen muss ist wohl eine Frage des (schlechten) Geschmacks.
Ich muss dir vollkommen zustimmen!
Denn 50% der Arbeit des Bundespräsidenten besteht aus Auslandsarbeit, wie Herr Rau erst kürzlich seinem Vorgänger von Weizäcker zugestimmt hat.
Rolando
25.05.2004, 19:06
Denn 50% der Arbeit des Bundespräsidenten besteht aus Auslandsarbeit, wie Herr Rau erst kürzlich seinem Vorgänger von Weizäcker zugestimmt hat.
Also bestehen die anderen 50 % aus Inlandsarbeit...
Dementsprechend sollte in Bundespräsident wohl sowohl nach außen als auch nach innen gut repräsentieren können. Das wäre meiner Meinung nach bei beiden Kandidaten gegeben gewesen, da ja Frau Schwan an der Viadrina lehrte (lehrt?) und Herr Köhler bei IWF arbeitete. Insofern war wohl die Auslandskompetenz beider sicherlich vorhanden, nur eben bei Herrn Köhler wohl ein wenig mehr und vor allem in den "wichtigeren" Kreisen.
d.tiegs
25.05.2004, 20:22
naja, das ist für die Wahl ja relativ unbedeutend gewesen, da es nicht darum ging den 'besseren' Bundespräsidenten / in zu wählen, sondern einfach nur wieder die Parteien zeigen wollten, dass sie die Mehrheit / Macht besitzen. (Seite FDP / CDU)
Aber dass das Ergebnis knapper ausfiel als erwartet, zeigt ja, dass sich doch einige abgewendet haben und nicht treu folgen wollten.
Rolando
25.05.2004, 20:31
Aber dass das Ergebnis knapper ausfiel als erwartet, zeigt ja, dass sich doch einige abgewendet haben und nicht treu folgen wollten.
Was mich sehr gefreut hat, denn soetwas zeigt, dass die Demokratie in Deutschland eben doch gut funktioniert und zu Überraschungen fähig ist.
Eine Überraschung war ja auch schon die Benennung der Kandidaten, wer hätte schon mit diesen beiden gerechnet? Politik ist eben doch interessant... :)
Vic Tim
28.05.2004, 15:27
...allerdings kann de Bundespräsident noch so toll und beliebt sein...
...an der schlechten Lage wird auch er nix ändern können, denke ich...
Rolando
28.05.2004, 18:46
...allerdings kann de Bundespräsident noch so toll und beliebt sein...
...an der schlechten Lage wird auch er nix ändern können, denke ich...
Das ist auch gar nicht seine Aufgabe. Dies sollen Regierung und Opposition im konstruktiven Dialog erreichen. Die Aufgabe des Bundespräsidenten ist es viel mehr zu repräsentieren und überparteilich zu sein. Allerdings kann auch er ein "Reformer" sein, wenn es ihm gelingt, die Menschen aufzurütteln, z.B. dass sie wieder mehr kaufen und so die Wirtschaft ankurbeln.
Vic Tim
28.05.2004, 21:23
...Allerdings kann auch er ein "Reformer" sein, wenn es ihm gelingt, die Menschen aufzurütteln, z.B. dass sie wieder mehr kaufen und so die Wirtschaft ankurbeln.
...ich wünsche ihm viel Erfolg...
Rolando
28.05.2004, 21:24
...ich wünsche ihm viel Erfolg...
Tun wir das nicht alle von Herzen?
Vic Tim
28.05.2004, 21:43
Tun wir das nicht alle von Herzen?
..da könnte man ne Umfrage draus machen... :p
C. Iulius Caesar
29.05.2004, 10:25
Eigentlch dürften wir ja jetzt nicht wieder pessimistisch werden, sondern sollten mal Köhlers Worten folgen: Er will alle überzeugen, die ihn nicht gewählt haben.
Erfolg sollten wir ihm auf jeden Fall wünschen, denn der Erfolg des Bundespräsidenten ist auch Erfolg für Deutschland.