PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Phasendiagramm


nobody
16.02.2001, 13:07
Hi
Ich hab mal ein paar Fragen zum Phasendiagramm des Wassers.

1.Als kritischer Punkt wird ja der Punkt bezeichnet am dem man Gas noch allein durch Druckerhöhung verflüssigen kann.Aber wie geht die Kurve dann weiter?Senkrecht nach oben?Schließlich gibt es ja auch flüssiges Wasser bei 10 bar und 50°C und Dampf bei 300°C.Nur als Beispiel.

2.Wie kann Eis bei Normaldruck direkt in den gasförmigen Zustand übergehn?Wenn man sich das Phasendiagramm anguckt,dann ist bei Normaldruck doch nur der Bereich des flüssigen Wassers neben dem festen Bereich getrennt durch die Schmelzdruckkurve.

Das wars erstmal
cu Norbot

nobody
16.02.2001, 14:53
zu 1) Frage ist mir nicht ganz klar, was Du meinst. Oberhalb ca. 500°C gibt es bei jedem Druck nur noch gasförmiges Wasser, deshalb enden die Kurven dort. In meinem Diagramm macht die Fest-Flüssig-Kurve bei 1000-10000 Bar einen Knick und endet dann bei ca. 100000 Bar und ca. 500°C
zu 2) das ist auch richtig, das Eis schmilzt oberhalb 0°C (bzw. genauer oberhalb des Tripelpunkts) zuerst. Unterhalb geht es direkt in den gasförmigen Zustand über.
Interessanter Fall der Druckauswirkung bei den Black Smokern in 3000m(?) Meerestiefe und 300°C hydrothermales Wasser ohne Sieden.

nobody
16.02.2001, 15:00
Hi

Das heißt also die Kurve endet nich am kritischen Punkt.Oder?

Zum sublimieren:
Y-Achse ist Druck y-Achse ist Temp
Wie gehts vom Eis direkt in die Gasphase bei
1bar?Bei geringem Druck ist mir das klar aber bei 1 bar Druck gibt es doch keine direkte Verbindung(im Diag.)der beiden.

cu orbot

nobody
19.02.2001, 12:18
die Dampfdruckkurve (Siedekurve endet am Punkt der kritischen Temperatur 374°C und 220 bar, dann gibt es keine Unterscheidung zwischen Dampf und Flüssigkeit mehr.
Am Gefrierpunkt und 1 bar liegen Eis, flüssiges und dampfförmiges Wasser im Gleichgewicht vor, d.h. Eis und Dampf können bei diesem Druck und dieser Temperatur nicht ohne die flüssige Phase existieren, bis herab zum Tripelpunkt. Dann existieren nur noch Eis und Wasserdampf gleichzeitig (s. H. Stricker Physikalisch Pharmazie 3. Auflage 1987 S. 32)