Nun eines tags hatte ich lusst zu lesen. Und in einen komischen buch stand das man Computer aus ziemlich allen machen kann. Als Beispiel hatte er ein Computer das mit Druckluft arbeitete erwähnt. Da stand noch die meisten Computer die heute benutzt werden sind mechanische, oder mit Elektronik zeug und chemische Computer! , ja chemisch wie funktioniert das?. Nun das buch sagte noch das es Computer gibt die mit „Hirn“ -zellen arbeiten und Quanten Computer(aber nur theoretisch).
Nun wie funktioniert so ein Chemie Computer? Oder wie die österlicher sagen kemie computer.
Hansen
11.03.2004, 13:32
Naja, ich denke mal ein chemischer Computer würde im Idealfall so funktionieren wie unser Gehirn. Das ist ja streng genommen nichts anderes als ein Computer aus organischen Komponenten...
Übrigens: Gegenwärtig wird die Rechenleistung eines Computers noch von der eines einfachen Regenwurmgehirns ( Bild (http://www.martingrund.de/zoologisches/bilder/lumbricus2.gif) ;) ) übertroffen. Da gibt es noch einiges aufzuholen ;)
Master_User
11.03.2004, 23:29
Da muss ich dir widersprechen unser Hirn wird in 2 teilen getrennt links und rechts. Nun ich glaube die linke hälfte hat alle Zentren die für die Logik zustendich sind. Und die rechte alles andere z.b. emontionen. Nun bei der rechten haben die Informatiker gute arbeit geleistet z.b. 10.000.000 Operationen pro sec oder kannst du mehr. Aber bei der rechte nada, nichts ein Computer kann z.b. kein Apfel von ein ball unterscheiden. Aber ein Kubus von ein ball schon!. Schönes Hirn hat ein Regenwurm ist das alles eine zähle?
buba
12.03.2004, 00:33
Naja, ich denke mal ein chemischer Computer würde im Idealfall so funktionieren wie unser Gehirn. Das ist ja streng genommen nichts anderes als ein Computer aus organischen Komponenten...
Ein Computer verarbeitet die Daten seriell, ein Gehirn parallel. Ein Gehirn besitzt auch keine CPU (central processing unit).
Mehr: http://www.fh-wuerzburg.de/fh/fb/bwl/Offiziel/BWT/pages/pp/2/brodbeck.htm
Die schnellsten Neuronen sind mit maximal 1000 Operationen pro Sekunde im Vergleich zum modernen Computer sehr langsam. Aber das menschliche Gehirn besitzt 1010 - 1011 davon.
Übrigens: Gegenwärtig wird die Rechenleistung eines Computers noch von der eines einfachen Regenwurmgehirns ( Bild (http://www.martingrund.de/zoologisches/bilder/lumbricus2.gif) ;) ) übertroffen. Da gibt es noch einiges aufzuholen ;)
Wenn du dich da mal nicht täuschst. Der ASCI White (2001: 12,3 Teraflops) konnte schon etwa so viele ops wie ein Maushirn. Der ASCI Purple, der heuer fertiggestellt werden sollte, soll mit 100 Teraflops in etwa dem menschlichen Gehirn - was die Rechenleistung angeht - ebenbürtig sein.
http://www-5.ibm.com/de/pressroom/presseinfos/2002/021119_1.html
kat1
12.03.2004, 07:38
Der ASCI Purple, der heuer fertiggestellt werden sollte, soll mit 100 Teraflops in etwa dem menschlichen Gehirn - was die Rechenleistung angeht - ebenbürtig sein.
Aber bis er auch die Größe eines menschlichen Gehirns erreicht, werden wir wohl noch warten müssen :rolleyes:
Außerdem ist die Kühlleistung des menschlichen Gehirns doch noch um einige Größenordnungen niedriger :p
Firefighter
12.03.2004, 14:37
Ein Computer verarbeitet die Daten seriell, ein Gehirn parallel. Ein Gehirn besitzt auch keine CPU (central processing unit).
Mehr:
M. W. besteht seit einer 486-CPU eine CPU aus mehreren Prozessoren (Coporzessoren), die ein paralles arbeiten ermöglichen.
schlumpf
12.03.2004, 15:01
zurück zum Thema.
ja, es gibt Quantencomputer: Rechnen mit Quantenzuständen.
Leider ist die praktische Anwendung eher kompliziert, am weitesten kommt man wohl derzeit per NMR: http://www.tu-muenchen.de/infocenter/presse/tum_mit/tum1_0001/forschung01.tuml
das ganze ist allerdings noch EXTREM akademisch (na gut, so haben Computer auch mal angefangen ....)
Hansen
14.03.2004, 00:26
Wenn du dich da mal nicht täuschst. Der ASCI White (2001: 12,3 Teraflops) konnte schon etwa so viele ops wie ein Maushirn. Der ASCI Purple, der heuer fertiggestellt werden sollte, soll mit 100 Teraflops in etwa dem menschlichen Gehirn - was die Rechenleistung angeht - ebenbürtig sein.
http://www-5.ibm.com/de/pressroom/presseinfos/2002/021119_1.html
Das mit dem Regenwurm-Gehirn stammt von Stephen Hawking... Ist noch nicht lage her, höchstens 2 - 3 Jahre...
DYSTOPIC
28.03.2004, 19:38
Das mit dem Regenwurm-Gehirn stammt von Stephen Hawking... Ist noch nicht lage her, höchstens 2 - 3 Jahre...
Hast du die Quelle wo er das sagt?
Ich könnte mir denken, dass das vielleicht metaphor gemeint ist, im Sinne von: Ein Computer ist nicht intelligent, sondern kann halt nur schnell rechnen.
Ausserdem:
Hinken derartige Vergleiche nicht sowieso völlig und haben nicht wirklich Sinn?
Ich kann nur sagen, ein Regenwurm ist definitiv klüger als mein Rechner, denn mein PC hat keinen Selbsterhaltungstrieb und kann keine Entscheidungen aus sich heraus treffen.
Selbst bei einer echten KI stellt sich die Frage "wer ist klüger? wir oder die Maschine" nicht, weil Inteligenz nunmal keine quantifizierbare Größe ist (trotz IQ Tests).
DYSTOPIC
28.03.2004, 19:43
Ach so hab ich ganz vergessen:
Ein chemischer Computer wäre (allein durch die Reaktionsgeschwindigkeiten doch schon) ziemlich lahm oder?
Unser Hirn ist doch vor allem ein elektrochemischer Computer, mit rein chemischen Reaktionen stell ich mir das ganze ziemlich schwierig vor.
Was könnte denn eine Energiequelle für etwas derartiges sein?
FK
28.03.2004, 20:51
Ich kann nur sagen, ein Regenwurm ist definitiv klüger als mein Rechner, denn mein PC hat keinen Selbsterhaltungstrieb und kann keine Entscheidungen aus sich heraus treffen.
Und Regenwürmer kommen ohne Steckdose aus; dafür frisst der PC keine Erde...
Die Idee des chemischen Computers ist wohl Mitte der 1990iger entstanden, als man sich in der chemischen Grundlagenforschung mit "molekularen Schaltern" beschäftigt hat. Sprich solchen Molekülen/Molekülpaaren, die in zwei stabilen Zuständen vorkommen können, zwischen denen dann "nach Belieben" umgeschaltet werden kann.
Im Gespräch waren hier Redoxschalter, topologische Isomere, stabile High- und Low-spin-Zustände usw.
Einen gewissen Namen bei den Topologischen Isomeren hat sich J. F. Stoddart mit seinen Rotaxanen und Catenanen gemacht.
Das Ganze ist meines Wissens aber über die eher akademische Idee (bzw. als Verkaufsargument für die Forschung) nicht wesentlich hinausgekommen.
Bin aber nicht wirklich auf dem Laufenden.
SP4Ghetti
15.01.2007, 18:41
Also tag erstma an alle!
Ich bin völlig begeistert, wie ihr euch hier über die Rechnleistungen eines Regenwumrs auslasst... :D
Ja aber mir viel auf, vielleicht hilft ja der Vergleich eines standart CPUs mit dem Rechenherz eines chem. PCs... dann köntte man vielleicht eine Aussage über Geschwindigkeiten von Berechnungen im konventionellen Rechner und in einem möglichen chem. Rechner, und es gibt ja durchaus fixe Reaktionen, vor allem, wenn direkt von einem stabilen in einen andren stabilen Zustand reagiert wird, treffen!
Problem ist nur, dass ich das Prinzip nich erklären kann, bzw. es gern wüsste! also wie funktioniert ein herkömmlicher Prozessor, wie er gerade läuft, um hier Posts zu machen?? :confused:
Godwael
15.01.2007, 19:03
Der momentan am meisten diskutierte chemische Computer ist der DNA-Rechner. Der dürfte, wenn er denn praktisch verwirklicht wird, um einige Größenordnungen leistungsfähiger sein als Siliziumbasierte Rechner, weil der DNA-Kram vom Konzept her hochgradig parallel arbeitet.
Im Prinzip funktioniert es so, dass man ein Problem als DNA-Einzelstrang codiert und dann in eine geeignete Einzelstrang-Mischpoke gibt, in der der Eingabestrang mit diversen anderen Einzelsträngen hybridisiert. Der resultierende Doppelstrang codiert dann das Ergebnis. Es konnte immerhin schon gezeigt werden, dass die Verarbeitungszeit fürs traveling salesman-Problem nur proportional zur Knotenzahl ansteigt und nicht exponentiell wie bei der derzeitigen Technologie.
also wie funktioniert ein herkömmlicher Prozessor, wie er gerade läuft, um hier Posts zu machen??
So'n Rechner ist m.W. aus sieben Typen logischer Gatter aufgebaut: AND, OR, NAND, NOT, NOR, EXOR und EXNOR. Diese Gatter kann man auf einem Chip halt so verknüpfen, dass sie alle möglichen Aufgaben durchführen können. Das heißt, ein Eingangswert geht in nen Schaltkreis rein, ein Ausgangswert kommt raus und so weiter bis die Aufgabe gelöst ist. Dummerweise sind in nem klassischen Rechner alle Funktionen weit verteilt, so dass die Information wesentlich länger durch irgendwelche Leitungen flitzt als sie verarbeitet wird. Außerdem muss jede Aufgabe in FLOPs übersetzt werden, weil die blöden Dinger nur rechnen können und nichts anderes.
nobody
15.01.2007, 20:23
Eigentlich sind es noch einige weniger, denn die 'N(x)'- Typen haben einen Gattertyp, nämlich den Inverter gemeinsam... ;)
Aber das ist ja wieder ein Fall für den "Korinthen..." :D
Godwael
15.01.2007, 20:39
Also sind die elementaren Gatter AND, OR, NOT und EXOR?
nobody
15.01.2007, 21:43
Also sind die elementaren Gatter AND, OR, NOT und EXOR?
Das ist eine Sache der Betrachtung...
Jede boolesche Funktion ist auch nur durch die Gatter NOR oder NAND zu realisieren.
Anders herum ist ein NOT ein NAND oder NOR mit verbundenen Eingängen...
Ist schon eine ganze Weile her, dass ich TTL's aneinandergereiht habe - diese 'Hardware-Logik', setzt jedenfalls keine großen geistigen Erfordernisse voraus... :rolleyes: