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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Inkrement-Systeme in der HNMR


nobody
29.05.2001, 21:51
Hallo,

in der HNMR-Spektroskopie gibt es verschiedene Inkrement-Systeme um die chemische Verschiebung von Protonen (olefinisch, Benzol...) "abzuschätzen".

Wie Fehleranfällig ist denn so eine Abschätzung? Kann die auch mal um ein oder zwei ppm danebenliegen, oder ist die Abweichung wirklich nur minimal?


Gruß

Jum-Jum

Godwael
29.05.2001, 23:58
Kommt auf die Verbindungsklasse drauf an, und man muß auch mal im Zweifelsfall fünfe gerade sein lassen. Ich habe das gerade bei drei Verbindungen gemacht, und zwar beim Eugenol (4-(Prop-2-enyl)-2-Methoxyphenol), beim Gramin (Dimethylaminomethylindol) und einem acetylierten Zucker.
Beim Eugenol hat das mit dem Inkrementsystem ganz hervorragend funktioniert, während ich beim Gramin vor allem mit dem Heteroaromaten Probleme hatte. Ich hab dann den Wasserstoff am Fünfring (mit N) einfach als Wasserstoff am Alken gerechnet, was wunderbar hinkam. :cool: Ich weiß aber nicht, ob man das verallgemeinern kann.
Beim Zucker hatte ich echt Ärger, das hat gar nicht funktioniert. :(
Einfach mal ausprobieren.

bm
30.05.2001, 00:15
"spinen" gerne, für C-H geht es ganz gut. 1 ppm sind zuviel. mfg bm

Godwael
30.05.2001, 00:22
Protonen an Heteroatomen erkennt man aber ganz gut am breiten Peak.

schlumpf
30.05.2001, 08:02
ein oder zwei ppm liegt man sicher nicht daneben. Aber auch weniger reicht ja oft nicht, wenn z.B. alle Zucker- oder alle Aromatenprotonen innerhalb 1 ppm kommen.

Bei Aromaten reicht oft auch die relative Abfolge der Peaks, die geben die meisten Systeme ganz gut an.