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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : NEIN zu Studiengebühren!


buba
29.01.2004, 17:07
Online-Unterschriftensammlung gegen Studiengebühren in Deutschland:
http://petition.foruni.de/

Winas
29.01.2004, 17:33
Bevor man dort abstimmt gebe ich euch mal den Tipp den Spiegelartikel "Geist gegen Gebür" zu lesen. Auf dem Titelblatt steht "Die teure Billig-Uni"
Dort werden auch die Vorteile von Gebühren aufgezeigt...

mfg
Winas

Marvek
29.01.2004, 17:40
Ja aber nur wenn man es bezahlen kann hat man was von den Vorteilen ..

EisE
30.01.2004, 13:54
Ja aber nur wenn man es bezahlen kann hat man was von den Vorteilen ..
Ich stimme Marvek zu! Es gibt Studenten, die 2-3 Nebenjobs haben um überhaupt auf der Uni bleiben zu können. Diesen Leuten, die sich wirklich anstrengen um etwas zu erreichen sollte nicht auch noch eine solch sinnvolle Studiengebühr zugemutet werden!!

mfg EisE

nobody
30.01.2004, 16:10
Das sehe ich bißchen anders... Ich bin nicht im Bilde wie es in anderen Bundesländern aussieht, kann es also nur hier in NRW beurteilen.

Wer die Regelstudienzeit über das 1,5fache überschreitet, schon ein abgeschlossenes Studium hat oder über 60 ist, zahlt in Zukunft 650 Euro pro Semester.

Erstaunlich finde ich schon, dass in Düsseldorf von ca. 25.000 Studenten ca. 10.000 eines dieser drei Kriterien erfüllen. IMHO ist es längst überfällig die Unis von diesen Karteileichen zu befreien. Was meinste wieviel davon nur eingeschrieben sind, um das Semesterticket zu kriegen? Das gesamte VRR-Gebiet für 112 Euro oder so im halben Jahr uneingeschränkt bereisen zu können ist doch relativ günstig... Dass dadurch auch ein wirtschaftlicher Schaden im Nahverkehr entsteht wird anscheinend vergessen.


Es gibt Studenten, die 2-3 Nebenjobs haben um überhaupt auf der Uni bleiben zu können. Diesen Leuten, die sich wirklich anstrengen um etwas zu erreichen sollte nicht auch noch eine solch sinnvolle Studiengebühr zugemutet werden!!

Tja, ich kann nur sagen, was ich sehe... In meinem Umfeld seh ich kaum welche arbeiten oder halt nur minimal. Ich sehe aber auch irgendwelche Geisteswissenschaftler, die > 20 h die Woche arbeiten...

Und sehe, dass wenn ich mittags zur Uni komme, ich Mühe habe einen Parkplatz zu finden. Nur in den Semesterferien da sind die Parkplätze immer wie leer gefegt. Ist doch komisch, dass die ach so armen Studenten alle dicke Autos fahren oder? (früher kam man mitm Fahrrad zur Uni...)

Marvek
30.01.2004, 17:25
Verallgemeinerungen bringen nichts.

nobody
30.01.2004, 18:24
Da ist nichts verallgemeinert, das sind Tatsachen.

Patrick
30.01.2004, 19:44
Also ich bin prinzipiell nicht gegen Studiengebühren, solange die Kohle den Hochschulen zufließt. Ich werde aber sicherlich nicht in Steinbrücks Landeshaushalt die Löcherstopfen.

Nur wie Lots schon richtig angemerkt hat, machen die Studiengebühren bei Langzeitstudenten sinn --> Semesterticket.
Das Dumme ist nur, dass man in NRW, wenn man ein wissenschaftliches Aufbaustudium z.B. f. d. Promotion mit FH - Abschluss muss man die Kohle auch berappen.

Und wenn der Finanzwahnsinn in diesem Land so weitergeht gibts eh bald studiengebühren für alle Studis, jedoch ohne das die Hochschulen die Kohle bekommen. Und das liegt das Große Problem.

Wenn ich durch Studiengebühren meine Studienbedingungen deutlich bessern kann, wäre ich u.u. dabei :) Nur leider ist das eine Utopie

Patrick

:p :p :p

Marvek
30.01.2004, 20:44
Ist doch komisch, dass die ach so armen Studenten alle dicke Autos fahren oder? (früher kam man mitm Fahrrad zur Uni...)

Fazit:
Marvek ist kein Student.

bm
30.01.2004, 20:50
Fazit:
Marvek ist kein Student.

Falsche Schlussfolgerung :

Aussage :
Ist doch komisch, dass die ach so armen Studenten alle dicke Autos fahren oder?

Alle armen Studenten fahren dicke Autos.

Umkehrschluss :

Wenn einer kein dickes Auto fährt, ist er kein armer Student.

Da Marvek Student ist (laut Profil), aber kein dickes Auto fährt, gehört er somit zur Gruppe der priviligierten Studenten (ist also nicht als arm zu bezeichnen).

Da ich kein Student bin und kein dickes Auto fahre....
(Ich versuche das mal dem Finanzamt klarzumachen, vielleicht hilft es)

nobody
30.01.2004, 21:03
Junx, was soll denn das Gelaber? :rolleyes: Dreht mir doch nicht die Worte im Mund herum. Ihr habt schon verstanden, was ich damit sagen wollte.

Winas
30.01.2004, 21:08
Ich geb dir vollkommen recht Patrick. Die Hochschulen müssen autonom werden und ihr "Einkommen", welches von den Studenten bezahlt wird, selber verwalten und einsetzten können. Es gibt schon Pilotprojekte in Bayreuth und Nürnberg. Dort haben die Studenten -glaube ich- 1000€ pro Jahr bezahlt und das war schon spürbar.
Außerdem gibt es genung Modelle, in denen man die Gebüren später abstottern kann, wenn man Geld verdient.
Oder nennen wir das soziale Gerechtigkeit, wenn die Küchenhilfe in der UNI das Studium eines Arztes finanziert, welches heute ca. 1/4 mio. € kostet?? :o

mfg
Winas

Marvek
30.01.2004, 21:12
LOL, nunja nichts für ungut, wir müssen - wie immer - das beste draus machen ...

nobody
30.01.2004, 21:18
Die Hochschulen müssen autonom werden und ihr "Einkommen", welches von den Studenten bezahlt wird, selber verwalten und einsetzten können.

IMHO nicht realistisch. Das wäre ja quasi eine Privatuni dann, oder Stiftungsuni oder sowas in der Art.


Außerdem gibt es genung Modelle, in denen man die Gebüren später abstottern kann, wenn man Geld verdient.

Nun, in unserem Fall in NRW jedenfalls nicht. Und das ist auch gut so.

Für eine allgemeine Gebühr bin ich nicht. Ich finde da reicht der Sozialbeitrag den wir so schon jedes Semester zahlen. Aber gegen die Regelung wie sie jetzt in NRW ist, habe ich nichts einzuwenden.

bm
30.01.2004, 21:19
Junx, was soll denn das Gelaber? :rolleyes: Dreht mir doch nicht die Worte im Mund herum. Ihr habt schon verstanden, was ich damit sagen wollte.

Habe ich.

Studiengebühren :
bei Überschreitung der Regelstudienzeit ohne hinreichende Begründung um mehr als fünfzig Prozent : i.O.
Zweitstudium, in begründeten Fällen i.O.
Alter > 60 : Solange die Senioren aus Interesse eine Vorlesung besuchen, finde ich es übertrieben. Wenn jemand mehr möchte (Praktika etc.) und finanziell in der Lage : i.O. (mit Ausnahmen : Mit mir studiert hat auch ein Mann nach seiner Pensionierung. Er wollte immer Chemie studieren, durch den Wahnsinn des 1000jährigen Reiches und dem fatalen Ende desselben nach 12 Jahren, war ihm diese Möglichkeit verbaut. Er hat das Beste aus seinem Leben gemacht, gearbeitet (ohne wirkliche Freude an dieser), Kinder erzogen, Steuern gezahlt.

Nach seiner Pensionierung hat er sich seinen Jugendtraum erfüllt. Will man ihm das verwehren?

Nachgelagerte Studiengebühren (also zahlbar nach Abschluss des Studiums) :

Das haben wir schon lange, ein Blick auf meinen Steuerbescheid bestätigt dieses. Jemand in meinem Alter, der mit 15 als Laborantenlehrling begann, hat

1.) In der Summe mehr verdient als ich.
2.) Deutlich weniger Steuern bezahlt (da das Einkommen ja über die doppelte Anzahl an Berufsjahren verteilt war (Steuerprogression)).

Und sehe, dass wenn ich mittags zur Uni komme, ich Mühe habe einen Parkplatz zu finden.

Aha, also selbst mit dem Fahrrad findest Du keinen Parkplatz?

nobody
30.01.2004, 21:40
Habe ich.
bei Überschreitung der Regelstudienzeit ohne hinreichende Begründung um mehr als fünfzig Prozent : i.O.

Ja, da gibts auch wieder etliche Möglichkeiten, Ausnahmen, Härtefallregelungen etc.


Alter > 60 : Solange die Senioren aus Interesse eine Vorlesung besuchen, finde ich es übertrieben.

Das wird auch weiterhin möglich sein. Einfach aus Interesse eine Vorlesung besuchen geht ja auch ohne immatrikuliert zu sein. Aber wenn man immatrikuliert ist, dann geht man ja auch in die Kapazitätstechnungen der Uni usw. ein. vondaher schon berechtigt.

Aber ich nehme an, dass das > 60 Kritierium eher auf relativ wenige zutrifft.


Nach seiner Pensionierung hat er sich seinen Jugendtraum erfüllt. Will man ihm das verwehren?

Nein, aber grundsätzlich, wer nach einem erfüllten Berufsleben quasi aus Spaß an der Freude studiert, vielleicht weil ihm zuhause die Decke auf den Kopf fällt, der sollte schon die Gebühr zahlen. Aber wiegesagt, das ist wohl eher ne Minderheit mit > 60.


Jemand in meinem Alter, der mit 15 als Laborantenlehrling begann, hat

1.) In der Summe mehr verdient als ich.
2.) Deutlich weniger Steuern bezahlt (da das Einkommen ja über die doppelte Anzahl an Berufsjahren verteilt war (Steuerprogression)).

Naja, auch da ändern sich die Zeiten, aber das führt jetzt vom Thema ab.


Aha, also selbst mit dem Fahrrad findest Du keinen Parkplatz?

Mit dem Fahrrad wäre nicht das Problem...

Godwael
31.01.2004, 22:30
Ich hab nix gegen Studiengebühren einzuwenden, solange das Geld auch wirklich bei der Uni landet, und niemand dadurch am Studieren gehindert wird (allerdings sind die derzeitigen Gebührenmodelle nur dazu gedacht, die Landeskassen zu entlasten. Das heisst, wir bezahlen, die Studienbedingungen verbessern sich kein Stück und wer arm ist, kann sich das Studium nicht mehr leisten. Und das ist definitiv nicht in Ordnung :mad: ).

upsidedown
01.02.2004, 03:48
Bingo

Und:
Selbst wenn die Unis das Geld kriegen würden. Meinetwegen auch komplett - das würde im nächsten Landeshaushalt auch schon gleich wieder an Landeszuwendungen eingekürzt werden nach dem Motto "Alle müssen sparen und die kriegens jetzt ja sowieso von woandersher".

Andere Argumentation, sieht nach aussen besser aus - der Effekt ist der Gleiche.

Nein Danke! Kein Bedarf :no:

Adam
01.02.2004, 12:45
Wären Studiengebühren (in der Höhe wie jetzt) ab dem ersten Semester fällig, hätte ich mir das Studium nicht leisten können.

Personenbezogene Studiengebühren, das wäre viel etwas.

Und wie war das jetzt neulich in England? Sudiengebühren um das dreifache erhöht? Dort muß man diese nach dem Studium abzahlen, wie ich das verstanden habe.


Gruß
Adam

Winas
01.02.2004, 12:51
ja du hast recht! Die Gebühren werden drastisch erhöht in England. So ein Modell, dass man die Gebühren nach dem Studium zahlt, existiert bei uns auch als Vorschlag.
Dass die Ländern die Finanzzuwendungen streichen oder zurückfahren könnte natürlich gut sein. Allerdings sollten sich die Politiker doch im klaren sein, dass wir mehr Geld für Bildung brauchen.... wir stecken doch sowieso mitten in der "Innovationsoffensive" :rolleyes: :bag:

mfg
Winas

Patrick
01.02.2004, 13:44
LOL Innovationsoffensive :p :p :p :p

Dafür das die Projektforschung um ca. 200mio dieses Jahr gekürzt wurde bin ich total zuversichtlich, dass es mit der Innovation in D aufwärts geht :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:

Nee im Ernst ich bekomme Tag täglich mit wie um den Forschungsstandort D geschehen ist; d geht nicht wirklich was und vom BLABLA im Superwahljahr will ich echt nichts hören, vorallem weil eigentlich Kohle da ist, nur verschwindet in Milliardengräbern wie der Bundesanstalt f. Arbeit (sorry BundesAGENTUR) :(

Gruß Patrick

upsidedown
01.02.2004, 15:59
Allerdings sollten sich die Politiker doch im klaren sein, dass wir mehr Geld für Bildung brauchen....

:rofl:

Verlass dich drauf und du bist verlassen..

Godwael
01.02.2004, 16:38
BTT: ;)
Was haltet ihr eigentlich von der Idee mit den nachgelagerten Studiengebühren? Mir gefällt das ganz gut, weil dabei die Studenten während des Studiums nicht belastet werden und auch keine Kredite aufnehmen müssen. Ausserdem zahlen dann diejenigen, die am meisten profitieren, hinterher auch am meisten wieder ein. Das find ich nur gerecht.

Winas
01.02.2004, 17:03
Finde ich persönlich besser als die Regelung, dass man während des Studiums zahlt. So muss man nicht noch mehr arbeiten nebenbei oder die Eltern anbetteln und kann später alles zurückzahlen. In diesem Zusammenhang wurde auch das Wort "Generationenvertrag" erwähnt.

mfg
Winas

nobody
01.02.2004, 17:08
Immer den Ball flach halten... oder gibt es in irgendeinem Bundesland schon eine generelle Studiengebühr?

Winas
01.02.2004, 17:16
soweit ich weiß nicht für ein Erststudium. Das ist doch auch nur ein Meinungsaustausch ;)
Am Besten wäre es natürlich wenn man nichts bezahlen müsste, freiwillig will ich das auch nicht! Da muss sich allerdings erst in der Distribution der Steuergelder etwas ändern, wenn sich die Situation ohne Gebühren verbessern soll.

mfg
Winas

Patrick
01.02.2004, 17:23
@lots
So abwägig ist das mit gernerellen Studiengebühren garnicht.
Wenn das Verbot von Studiengebühren fürs Erststudium gekippt wird werde diese Wohl eingeführt, weil die Haushaltslöcher ja irgendwie gestopft werden müssen :rolleyes:

Gruß Patrick

Godwael
02.02.2004, 17:56
In diesem Zusammenhang wurde auch das Wort "Generationenvertrag" erwähnt.
... mit dem grossen Vorteil, dass die Nutzniesser zukünftige Beitragszahler wären.

@ lots:
http://www.spiegel.de/unispiegel/geld/0,1518,284415,00.html
Das geht jetzt schneller als man "Haushaltsloch" sagen kann... :rolleyes:

nobody
02.02.2004, 19:43
Naja, das wird schon noch ein paar Semester dauern... bis es soweit ist, hätte ich die Regelstudienzeit bestimmt auch um das 1,5fache überschritten. Und dann müßte ich eh zahlen... von daher.

upsidedown
02.02.2004, 19:50
Nach mir die Sintflut oder was? :wall:

Wenn ich richtig bösartig wäre würde ich Leuten wie dir ja eine Welt wünschen in der nur solche Menschen leben..

Lim_Dul
02.02.2004, 21:10
Nach mir die Sintflut oder was?

Mittlerweile stehe ich zum teil auch auf dem Standpunkt.
Es ist einfach frustrierend, was die Herrn da oben für einen Unsinn am laufenden Band produzieren, man selber hat kaum bis keinen Einfluss drauf und interressieren tun sich die meisten Leute einen Dreck darum.
Ich bin mittlerweile froh dass ich fertig bin, bevor mich das alles betrifft.

Godwael
03.02.2004, 15:04
Ja, fertig studieren und ab ins Ausland. In Deutschland gibt's eh keine Zukunft.

nobody
03.02.2004, 15:18
Bei uns in Ö gibts jetzt schon einige Zeit Studiengebühren. Aber ich kann euch sagen, dass ich bis jetzt noch nichts bemerkt hätte, was sich verbessert hat. Is eigentlich alles gleich geblieben.
Ausser das manche alles in den Ar*** geschoben bekommen, und andere bekommen wiederrum garnichts.
So kanns ja auch nicht gehen.
P.S. Wusste garnicht dass man in Deutschland noch "gratis" studieren konnte.

Godwael
03.02.2004, 15:31
Bei uns in Ö gibts jetzt schon einige Zeit Studiengebühren. Aber ich kann euch sagen, dass ich bis jetzt noch nichts bemerkt hätte, was sich verbessert hat.
Kein Wunder. In Österreich ist auch die schlechteste aller Varianten verwirklicht worden: Die Studiengebühren wandern direkt in die Staatskasse, und die Unis sehen nix davon.

nobody
03.02.2004, 15:34
Da siehst du mal wie gut es euch in Deutschland geht. ;-)

Emily
18.04.2004, 19:46
Meiner Meinung nach sind die Studiengebühren längst überfällig, weil sie für meine Begriffe nicht asozial, sondern sozial sind:

Absolventen einer Hochschule werden später mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mehr verdienen als Personen, die lediglich eine Ausbildung gemacht haben.

Während der Studienzeit finanzieren die Auszubildenden den Studenten das Studium durch Sozialabgaben. Mit anderen Worten: Sie bilden mit ihrem eigenen Geld ihre zukünftigen Bosse aus.

Das Studium muss deshalb ein Privatvergnügen sein, was aber nicht auf dem Rücken der finanziell schwächer gestellten ausgetragen werden darf.

Es gibt jedoch die Möglichkeit eines umgekehrten Generationenvertrages. Studenten müssen während ihres Studiums nichts zahlen, zahlen jedoch beim Eintritt ins Beruflebens einen Prozentsatz ihres Gehaltes, um die durch das Studium entstandenen Kosten zurückzuzahlen.
Wird jemand arbeitslos, ist er von der Regelung unberührt - nach spätestens 15 Jahren verjähren die Ansprüche der Universitäten.

Lim_Dul
18.04.2004, 19:49
Meiner Meinung nach sind die Studiengebühren längst überfällig, weil sie für meine Begriffe nicht asozial, sondern sozial sind:

Absolventen einer Hochschule werden später mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mehr verdienen als Personen, die lediglich eine Ausbildung gemacht haben.

Während der Studienzeit finanzieren die Auszubildenden den Studenten das Studium durch Sozialabgaben. Mit anderen Worten: Sie bilden mit ihrem eigenen Geld ihre zukünftigen Bosse aus.

Das Studium muss deshalb ein Privatvergnügen sein, was aber nicht auf dem Rücken der finanziell schwächer gestellten ausgetragen werden darf.

Es gibt jedoch die Möglichkeit eines umgekehrten Generationenvertrages. Studenten müssen während ihres Studiums nichts zahlen, zahlen jedoch beim Eintritt ins Beruflebens einen Prozentsatz ihres Gehaltes, um die durch das Studium entstandenen Kosten zurückzuzahlen.
Wird jemand arbeitslos, ist er von der Regelung unberührt - nach spätestens 15 Jahren verjähren die Ansprüche der Universitäten.

Leider haben damit die beschlossenen Studiengebühren nicht das geringste zu tun.

Patrick
19.04.2004, 12:36
Leider haben damit die beschlossenen Studiengebühren nicht das geringste zu tun.

Genau da liet der Punkt :rolleyes:

Gruß Patrick

abiturient
19.04.2004, 18:22
studiengebühren hätten vor langer zeit eingeführt werden müssen, aber deutschland ist einfach immer noch nicht dazu bereit. um studiengebühren einzuführen muss die gesamte lage erst mal verbessert werden. wir brauchen z.b. stipendienmodelle, wo die sozial schwächeren und die besten köpfe begünstigt werden. also bafög ist erst mal gar nichts. die wenigsten besten bekommen geld für ihr studium.
dummerweise kapieren die heutigen politiker in deutschland immer noch nicht, dass es nur 3 wege gibt, die zum erfolg eines landes führen, nämlich: bildung, bildung und bildung. und wenn man in bildung nicht investiert, kommt auch nichts nutzbares raus.
wenn studiengebühren eingeführt werden, wird das geld sowieso in die falsche richtuing fließen. das erinnert mich an etwas. beispiel ökosteuer: wo floss das geld der ökosteuer in den letzten 4 jahren? umweltschutz? nein, rentenkasse.
die "studiengebühren" werden studiengebühren heißen, in wahrheit sollten sie aber "haushaltssanierungsbeiträge" ( :p ) heißen. stichwort: euphemie.
wenn die universitäten das geld nicht direkt bekommen und selbst verwalten werden dürfen, kann man studiengebühren vergessen. und auch nur so kann konkurrenz zwischen den unis entstehen, ein sehr wichtiger punkt. denn dann werden die unis junge leute anlocken müssen. und das schaffen sie, indem sie attraktive angebote machen. also eine gute bildung versprechen. sie werden so auch die besten köpfe anlocken müssen und flexible stipendien einführen.
überlasse die wenigsten aufgaben dem staat. nur durch wettbewerb wird produktives erreicht.