Ich habe vorhin ein Missverständnis in die Welt gerufen, hatte mich etwas unklar und missverständlich ausgedrückt. Also das was ich wissen muss, Wasser wird zu Kupferoxid dazugegeben. Dazu wird verdünnte Schwefelsäure gegeben. Das alles wird nun erhitzt und anschließen (wenn das ganze schon blau ist) wird es filtriert. Und ich muss nun wissen, den Namen des Filtrates, die Formel und die Reaktionsgleichung. Kann mir jemand helfen ? Das ist wirklich wichtig und ich wäre euch sehr dankbar !
Verstrahlt
18.05.2001, 21:12
Ich habe eine allgemeine Formel zur Reaktion von Kupferoxid mit Säure:
CuO + 2 HA → Cu2+ + 2 A- + H2O (A ist der Säurerest)
CuO + H2SO4 → CuSO4 +H2O
Matthäus
bm
18.05.2001, 21:17
CuO ist ein Salz. Dieses dissoziert in Wasser (zumindest formal) in die bestehenden Ionen :
Cu2+ und O2-
O2- ist die korrespondierende Base der (zweiprotonigen) Säure Wasser (zufällig hier das gleiche wie das Lösungsmittel Wasser) :
"O2-" + 2 H+ --> H2O
Jetzt gibts Du Schwefelsäure, H2SO4, zu. Was ist die stärkere Säure (diese kann die schwächere Säure aus Ihrem Salz verdrängen):
[Cu2+ + "O2-"] + H2SO4 --> [Cu2+ + SO42-] + H2O
Kupfersulfat, CuSO4, ist in Wasser mit blauer Farbe löslich (genauer gesagt, der Kupferhexaquokomplex [Cu(H2O)6]2+ ist leicht blau.)
Das ist aber sehr vereinfachend dargestellt. Hoffentlich beziehe ich dafür keine Prügel (mp?). Und es funktioniert nicht mit allen Oxiden, weil diese oft (auch in sehr starken Säuren) recht schwerlöslich sind. mfg bm
Verstrahlt
18.05.2001, 21:20
@bm
Deine Beschreibung ist immerhin viel genauer als meine. Ich habs nur sehr allgemein hingeschrieben
Matthäus
FK
19.05.2001, 18:13
Originalnachricht erstellt von bm
Kupfersulfat, CuSO4, ist in Wasser mit blauer Farbe löslich (genauer gesagt, der Kupferhexaquokomplex [Cu(H2O)6]2+ ist leicht blau.)
Sorry, es ist der Kupfer-(II)-tetraquokomplex, [Cu(H2O)4]2+
Gruß,
Franz
bm
19.05.2001, 22:40
Lieber Franz,
nicht dass ich unbedingt das letzte Wort haben muss :
Im Prinzip hast Du recht, das Cu2+ ist direkt von vier Wassermolekülen planar quadratisch umgeben.
Zwei weitere Wasser sind etwas weiter vom Zentralatom gebunden, es ergibt sich ein verzerrter Oktaeder.
PS : Vorab danke für die Anregungen zum p-Chloranilin. Weiteres folgt. mfg bm
buba
19.05.2001, 22:54
Wieso heißt es denn Kupfer(II)-sulfat-5-Wasser [Cu(H2O)4]SO4 · H2O ? Oder ist das nur eine Vereinfachung/Ausnahme?
:confused:
No Regrets
19.05.2001, 23:48
@buba
Im Kristall liegt Kupfersulfat als CuSO4*5H2O vor.
Aber im Wasser liegt es in einem tetragonal verzerrten Oktaeder als Hexaaquakupfer(II)kation [Cu(H2O)6]2+ vor (Jahn Teller Effekt)
Nachzulesem im HoWi,101, Seite 1333 :D
FK
20.05.2001, 16:42
Kommt davon, wenn man Dinge vereinfachen will.....
Das 5. Wassermolekül im Kristall ist nicht an das Kupferion gebunden, sondern hängt wohl am Sulfation....