habe folgende Aufgabe weiß aber nicht genau wie man da ansetzen könnte, es wäre nett, wenn ihr mir helfen würdet:
Die Veresterung ist eine Gleichgewichtsreaktion. Entwickle einen Experimentiervorschlag, um die Konzentrationen am Gleichgewichtspunkt feststellen zu können. (z.B. bei der Versterung von Propanol-(2) und Propansäure und Ethanol und Ethansäure)
Vielen Dank !
Gruß Sebastian
bm
10.01.2004, 20:12
Keine Idee?
Nehmen wir Ethanol und Essigsäure :
CH3CH2-OH + HOOC-CH3 <=> CH3CH2-O-OC-CH3 + H2O
Den Wassergehalt könnte man beispielsweise nach Karl-Fischer bestimmen. Allerdings würde dadurch das Gleichgewicht gestört (Le Chatelier). Was für andere Möglichkeiten gibt es noch eine Konzentration zu bestimmen?
zweiPhotonen
10.01.2004, 22:34
a) Wieviele Gleichgewichtskonzentrationen musst Du bestimmen um die Gleichgewichtskonstante berechnen zu können? (Annahme: die eingesetzten Stoffmengen sind bekannt)
b) Jede chemische Bestimmung einer der Komponenten verändert die Lage des Gleichgewichts, d.h. es kommen -der Einfachheit halber- nur physikalische Methoden in Betracht, um die Konzentration zu ermitteln.
Wolfgang
bm
10.01.2004, 23:00
d.h. es kommen -der Einfachheit halber- nur physikalische Methoden in Betracht, um die Konzentration zu ermitteln.
Stichwort : ->quenchen
FK
10.01.2004, 23:37
Originalnachricht erstellt von bm
Stichwort : ->quenchen
:up:
denn Gleichgewichte wurden schon untersucht, als es noch keine spektroskopischen Methoden gab. Da blieb nichts Anderes übrig, als die Reaktion schnell abzubrechen und die Mischung zu analysieren.
Gruß,
Franz
sebastian.ba
11.01.2004, 19:27
Hi,
was gibt es denn noch für Möglichkeiten ?
Gruß Sebastian
sebastian.ba
17.01.2004, 19:22
Guten Abend,
also wir haben folgenden Versuch/Methode durchgeführt:
A: Ethansäure und Ethanol werden in einen Rundkolben gegeben und unter Zugabe von Schwefelsäure umgerührt. Danach wird der Kolben verschlossen. Nach 20 Minuten entnimmt man eine 3 ml-Probe und gibt sie zu 100 ml Eiswasser und Phenolphthalein und titriert mit 1 M Kalilauge bis zur ersten bleibenden Rosafärbung.
Vorher wurde noch der Anteil der Kalilauge gemessen der benötigt wird, um die Schwefelsäure zu neutralisieren (-> 4,3ml).
B: Der Rundkolben mit dem Reaktionsprodukt von A wird 15 min. in einen Heizpliz gestellt. Titration wieder wie bei A.
C: Das Reaktionsgemisch von B wird verschlossen und einige Tage stehen gelassen. Danach wieder eine 3 ml-Probe titriert.
Ergebnis:
A: 16,3 ml - 4,3 ml = 12 ml
B: 14,6 ml - 4,3 ml = 10,3 ml
C: 14,9 ml - 4,3 ml = 10,6 ml (müsste etwas höher liegen, da nicht exakt 3ml verwendet wurden)
Also die auftretenden Abweichungen, wären ja so zu erklären, dass bei A und C der Ester vorliegt, welcher bei der Neutralisation zu Ethanol und Kaliumacetat reagiert und dafür mehr Lauge benötigt wird als zur Neutralisation der Essigsäure bei B, da sie viel leichter ein Proton abspalten kann. Aber wie kann ich nun die Stoffmengenkonzentration des Ester von A und B berechnen ?
Vielen Dank für eure Hilfe !
Gruß Sebastian
bm
17.01.2004, 19:32
...bei A und C der Ester vorliegt, welcher bei der Neutralisation zu Ethanol und Kaliumacetat reagiert...
Suche mal unter dem Begriff "Seifensiederei". Ist auch eine Esterspaltung.
Keine besseren Ideen?
FK
17.01.2004, 20:11
Originalnachricht erstellt von sebastian.ba
Also die auftretenden Abweichungen, wären ja so zu erklären, dass bei A und C der Ester vorliegt, welcher bei der Neutralisation zu Ethanol und Kaliumacetat reagiert und dafür mehr Lauge benötigt wird als zur Neutralisation der Essigsäure bei B, da sie viel leichter ein Proton abspalten kann. Aber wie kann ich nun die Stoffmengenkonzentration des Ester von A und B berechnen ?
1. Du scheinst zu glauben, dass bei B kein Ester vorhanden ist. Warum das?
2. Stoffmengenkonzentrationen werden in mol/l angegeben. Du kannst also leicht anhand der Reaktionsgleichung und der Titrationsergebnisse ausrechnen, wieviel Ester vorhanden ist.
Zu dem Thema gibts hier einige Threads incl. Berechnung der Gleichgewichtskonstante.