Hallo,
ich versuche gerade zu analysieren wie wichtig es denn ist für Nicht- Informatiker programmieren zu können. Bringt einem das dann eigentlich etwas? Ich habe nämlich nicht vor Informatik zu studieren oder ähnliches.
Wer unter euch ist kein Informatiker und kann trotzdem programmieren und inwiefern hat es euch bereits weitergeholfen oder nicht.
Ich bin gespannt auf eure Erfahrungsberichte.
FK
31.12.2003, 17:07
Selbst programmieren zu können bedeutet, dass man sich ggf. genau die Programme zusammenbastelt, die man braucht (und auch mal ein Raumschiff-Abschießspiel für die Kinder... :D ).
So habe ich es gemacht...
Macht Spaß, wenn man selbst etwas Funktionsfähiges fabriziert...
Gruß,
Franz
Firefighter
02.01.2004, 02:28
Also bei manchen Fächern in der Schule frage ich mich schon, ob man die wirklich braucht. Wozu braucht man Geschichte oder Religion, außer man will mal Gesch.- oder Relilehrer werden?
Kann schon vorkommen, dass man eine Programmiersprache brauchen kann. Z. B. HTML, Java, PHP wenn man der Firma eine Website einrichten will die keine eigenen Programmierer hat und bei HTML nicht auf MS Frontpager, Netscape Composer, MS-Word... zurückgreifen will. (Ich würde auch mal gerne wissen, wieso man trotz dieser Programme trotzdem noch HTML-Codes lernen soll.
Visual Basic kann man für Access-Datenbankorganison verwenden. Angelich sollen man mit Basic Makros (für Office) programmieren können.
Das Problem ist auch, dass es mitlerweile unzählige Programmiersprachen gibt und unzählige Variationen (Ansi C89, Ansi C99, C++, C#) unterschieliche Compiler eigenarten (Z. B. muss ein Befehl der in einem (Ansi) C-Compiler funktioniert nicht umbedingt in einem anderen funktionieren (z. B. void main()).
Aber die meisten Programmierspachen sind ähnlich augebaut. Wie zum Beispiel die Schleifen oder ähliches. Java ist z. B. fast gleich wie C++.
stefted
02.01.2004, 02:53
Originalnachricht erstellt von Firefighter
Also bei manchen Fächern in der Schule frage ich mich schon, ob man die wirklich braucht. Wozu braucht man Geschichte oder Religion, außer man will mal Gesch.- oder Relilehrer werden?
Ich denke schon, dass Geschichte auch für alle anderen Schüler eine Daseinsberechtigung hat ...
Wenn den Menschen die Historie nicht mehr vermittelt werden würde, so würde sie doch in Vergessenheit geraten ... auch all die schlimmen Verbrechen ... dies würde jedoch bedeuten, das sie sich ständig wiederholen könnten, und das mit wesentlich höherer Wahrscheinlichkeit, als ohne diese Vergessenheit.
Es gibt inzwischen auch diverse Studienfächer neben der Informatik die Grundkenntnisse im Programmieren verlangen.
FK
02.01.2004, 12:19
Originalnachricht erstellt von Firefighter
Angelich sollen man mit Basic Makros (für Office) programmieren können.
Nicht nur angeblich; das geht tatsächlich, wie zahllose Makroviren beweisen... :D
Was Geschichte und Religion betrifft:
Zu Ersterem hat stefted schon das Richtige gesagt; aber auch Religion geht alle an - jeder sollte Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Hauptreligionen kennen. Das sollte jedenfalls im Religionsunterricht vermittelt werden. Was darüber hinausgeht, mag denen vorbehalten sein, die später mal einschlägige Berufe ergreifen wollen.
Eher komplett verzichten könnte man auf Musik und Kunst - man sollte Leute, die keine musische oder künstlerische Ader haben, nicht mit Opern oder Gemäldeinterpretationen traktieren, weil das fürs tägliche (Über)leben unerheblich ist...
Doch zurück zum Programmieren:
Die Frage bezog sich gar nicht auf den Informatikunterricht, sondern war an Leute gerichtet, die das freiwillig lernen.
Gruß,
Franz
Marko
02.01.2004, 17:48
Es macht Spaß und selbst geschriebene Programme sind besser als fremde, weil sie genau das machen, was du willst.
Außerdem glaube ich, dass es das logische und mathematische Denken fördert, wenn man öfters mal programmiert.
Auf meiner Liste der Fächer die abgeschafft werden sollten stehen übrigens Musik, Kunst und vorallem Sport ganz oben. :D
mezzo mix
02.01.2004, 19:38
Originalnachricht erstellt von Firefighter
Das Problem ist auch, dass es mitlerweile unzählige Programmiersprachen gibt und unzählige Variationen (Ansi C89, Ansi C99, C++, C#) unterschieliche Compiler eigenarten (Z. B. muss ein Befehl der in einem (Ansi) C-Compiler funktioniert nicht umbedingt in einem anderen funktionieren (z. B. void main()).
void main() ist nach standard ja auch schlicht und einfach falsch.
wenn ein compiler das schluckt, ist das sein problem.
Originalnachricht erstellt von Firefighter
Aber die meisten Programmierspachen sind ähnlich augebaut. Wie zum Beispiel die Schleifen oder ähliches. Java ist z. B. fast gleich wie C++.
das ist ja wohl ganz großer unfug, und ich bin ja mal gespannt auf deine begründung. das schleifen ähnlich aufgebaut sind, stimmt ja nun auch nicht wirklich.
den foreach operator z.b. kennt java doch erst in der noch nicht erschienen version 1.5.
DYSTOPIC
03.01.2004, 15:59
Zum Thema Geschichte und Religion:
Geschichte ist in meinen Augen wirklich wichtig! Man kann die Gegenwart nur aus der Geschichte heraus verstehen und ich finde es schlimm (die Leute selbst können nicht dafür weiss ich) wenn jemand der Fachabi gemacht hat nicht weiss was der kalte Krieg war. Aber dafür könnte man nen eigenen Thread aufmachen.
Zum Thema programmieren, HTML, usw:
1. Was heisst schon programmieren? Kann vieles sein: Von kleinen Scripten die einem die Arbeit im Alltag erleichtern können (Mathe, oft vorkommende Chemieberechnungen etc.) bis hin zum ausgewachsenen großen Programm.
2. Ich bin kein allzuguter Webdesigner was Codeoptimierung betrifft, aber wenn man auch nur ein wenig Webdesign betreibt MUSS man HTML Grundverständnis haben
3. Programmieren oder die Beschäftigung damit fördert auf jeden Fall das logische und algoritmische Denkvermögen und schult in gewisser Weise auch sprachliche Fähigkeiten. Schliesslich muss man ja seine Probleme erstmal in einen theoretischen Algorithmus umsetzen.
Auch die Frustrationstoleranz kann man ganz wunderbar mit einem C-Compiler auf die Probe stellen, wie hier sicher einige bestätigen können.
Respekt und Lob übrigens an dieser Stelle an alle Freeware, Spiele-Mod und Plugin Entwickler!
Was wäre ich ohne Fractal Explorer, Quat, Strikeforce, Phase 5, diverse andere Editoren, Chemieprogrammen und nicht zuletzt VST Plugins!
Pumuckel88
03.01.2004, 20:14
Um die Gegenwart zu verstehen, müssen wir die Vergangenheit --> Geschichte kennen. Ich bin auch der Meinung, dass Geschichte und Religion ihre daseins Berechtigung im Stundenplan haben.
Nicht zuletzt, weil die Religion ja auch immer einen großen Einfluß auf viele Dinge in unserer Welt dargestellt hat (vor allem Ursache für viele Konflikte, wie man ja zur Zeit wieder sehen kann).
Jeder hat nunmal seine Lieblingsfächer und auch Fächer, die er eben nicht so gerne mag, aber deshalb sind sie ja noch lange nicht unnütz (Sport bestimmt nicht !).
So, nun aber genug von der Schule geredet und zum Programmieren:
Ich finde es ist einfach ein tolles Gefühl, wenn man den ganzen Tag mit Programmen arbeitet und dann auch mal selbst eins schreiben kann.
Außerdem ist es einem so möglich spezielle, den eigenen Vorstellungen angepasste, Tools zu programmieren, die einem viele Dinge im Umgang mit dem PC erleichtern können.
Als letzten Grund möchte ich noch anführen,
dass wie ich finde (und es auch schon gesagt wurde), durch programmieren das problemorientierte und logische Denken geschult wird.
Alichimist
03.01.2004, 20:16
und nicht zuletzt kann man sich bei kleineren PC-Problemen oder Pannen ein wenig selbst behelfen..
Gruss
MaSTaH
11.01.2004, 16:00
Originalnachricht erstellt von Firefighter
Also bei manchen Fächern in der Schule frage ich mich schon, ob man die wirklich braucht. Wozu braucht man Geschichte oder Religion, außer man will mal Gesch.- oder Relilehrer werden?
Oh Gott, wozu braucht man Religion oder Geschichte? Religion ist selbst für Atheisten und Agnostiker ein interessantes Gebiet. Nicht zuletzt lehrt es uns andere Kulturen zu verstehen. Geschichte sollte man in Deutschland alleine schon als "Präventivschlag gegen ein Viertes Reich" unterrichten. Aus der Geschichte kann man mehr lernen als aus der Gegenwart.
Originalnachricht erstellt von Firefighter
Kann schon vorkommen, dass man eine Programmiersprache brauchen kann. Z. B. HTML, Java, PHP wenn man der Firma eine Website einrichten will die keine eigenen Programmierer hat und bei HTML nicht auf MS Frontpager, Netscape Composer, MS-Word... zurückgreifen will. (Ich würde auch mal gerne wissen, wieso man trotz dieser Programme trotzdem noch HTML-Codes lernen soll.
Also mal abgesehen davon, dass HTML keine Programmiersprache ist sollte man es alleine schon können, weil Programme wie Frontpage, Dreamweaver etc. miserables, nicht valides HTML schreiben und dir etliche redundante Tags in den Code einfügen. Diese Programme sind auch die Übeltäter die es verbockt haben, dass es ziemlich viele Frameseiten mit Marquees gibt weil die Leute zu faul sind (X)HTML, PHP, CSS usw zu lernen.
Originalnachricht erstellt von Firefighter
Visual Basic kann man für Access-Datenbankorganison verwenden. Angelich sollen man mit Basic Makros (für Office) programmieren können.
VisualBasic sollte man imho garnicht verwenden wenn man ernsthaft programmieren will (ausser vielleicht für MS-Addons).
Originalnachricht erstellt von Firefighter
Das Problem ist auch, dass es mitlerweile unzählige Programmiersprachen gibt und unzählige Variationen (Ansi C89, Ansi C99, C++, C#) unterschieliche Compiler eigenarten (Z. B. muss ein Befehl der in einem (Ansi) C-Compiler funktioniert nicht umbedingt in einem anderen funktionieren (z. B. void main()).
int main ist C++98 Standard. Die meisten Compilerhersteller dulden es allerdings komischerweise. In C ist es noch nicht genau festgelegt (siehe http://homepages.tesco.net/~J.deBoynePollard/FGA/legality-of-void-main.html). Dass du C# als C(++)-Variantion hinstellst lässt u.a. auf die Qualität deiner Aussage schließen.
Originalnachricht erstellt von Firefighter
Aber die meisten Programmierspachen sind ähnlich augebaut. Wie zum Beispiel die Schleifen oder ähliches. Java ist z. B. fast gleich wie C++.
Bloß weil Java und C++ ein paar semantische Überschneidungen haben sind sie niemals fast gleich. Eine Liste der Unterschiede aufzustellen würde wahrscheinlich den Webspace des Forums sprengen.
Firefighter
11.01.2004, 17:24
Originalnachricht erstellt von MaSTaH
Oh Gott, wozu braucht man Religion oder Geschichte? Religion ist selbst für Atheisten und Agnostiker ein interessantes Gebiet. Nicht zuletzt lehrt es uns andere Kulturen zu verstehen.Deswegen gibt es auch so viele heilige Kriege(r).
Religion ist auch nicht Ethik.
Originalnachricht erstellt von MaSTaH
Geschichte sollte man in Deutschland alleine schon als "Präventivschlag gegen ein Viertes Reich" unterrichten. Aus der Geschichte kann man mehr lernen als aus der Gegenwart.
Die Grundkenntnisse wirst du auch so mitbekommen haben.
Was hilft es dir, wenn du das Datum vom Schwarzen Freitag kennst oder weißt wer Conrad Adenauer war?
Durch den Gesch.Unterricht weißt du wie man ein 4. Reich gründet. Aus dem 1. Weltkrieg wurde man auch nicht schlauer und hat einen 2. angefangen und verlohren.
Originalnachricht erstellt von MaSTaH
Bloß weil Java und C++ ein paar semantische Überschneidungen haben sind sie niemals fast gleich. Eine Liste der Unterschiede aufzustellen würde wahrscheinlich den Webspace des Forums sprengen.
Das sieht der Autor des Buches C++ in 21 Tagen offensichtlich anders:
In den letzten Jahren wurde diese Vormachtstellung durch Java bedroht, doch inzwischen schwingt das Pendel wieder zurück, und viele Programmierer, die von C zu Java gewechselt haben, sind inzwischen wieder auf C zurückgekommen. So viel läßt sich jedenfalls feststellen: Die beiden Sprachen sind sich so ähnlich, daß, wer eine Sprache beherrscht, fast 90 % der anderen damit abdeckt.
Originalnachricht erstellt von MaSTaH Dass du C# als C(++)-Variantion hinstellst lässt u.a. auf die Qualität deiner Aussage schließen.
Und was soll es deiner Meinung dann sein?
Siehe Zitate
Microsoft hat eine auf der C-Syntax basierende Programmiersprache C# (gesprochen "C sharp") entwickelt.
Wie man sieht, ist das Programmieren in C immer noch aktuell; das Erlernen der C-Syntax liefert Zugang zur erfolgreichsten Familie der Programmiersprache (C, C++, Java, C#).
nobody
11.01.2004, 17:47
Originalnachricht erstellt von Firefighter
Aus dem 1. Weltkrieg wurde man auch nicht schlauer und hat einen 2. angefangen und verlohren.
Der 2. Weltkrieg "musste" aus dem 1. hervorgehen.
MaSTaH
11.01.2004, 17:58
Originalnachricht erstellt von Firefighter
Deswegen gibt es auch so viele heilige Kriege(r).
Ja, und wenn man wissen will, warum es den heiligen Krieg gibt, hilft die Geschichte und die Religion weiter. *kopfschüttel*
Originalnachricht erstellt von Firefighter
Was hilft es dir, wenn du das Datum vom Schwarzen Freitag kennst oder weißt wer Conrad Adenauer war?
Konrad, mit 'K'.
Originalnachricht erstellt von Firefighter
Das sieht der Autor des Buches C++ in 21 Tagen offensichtlich anders:
Dann schreibt dieser jemand über Dinge von denen er keine Ahnung hat. Soll es geben. Glaubst du auch alles was in der BILD steht?
Originalnachricht erstellt von Firefighter
Und was soll es deiner Meinung dann sein?
Siehe Zitate
Also C# ist sicherlich kein Mitglied der Familie C/C++ und auf keinen Fall der große Bruder von C++. Syntaktische Ähnlichkeit bedeutet nicht zwangsläufig semantische Ähnlichkeit.
Wie man sieht, ist das Programmieren in C immer noch aktuell; das Erlernen der C-Syntax liefert Zugang zur erfolgreichsten Familie der Programmiersprache (C, C++, Java, C#).
Also diese Familie wie du sagst hat syntaktische Verwandschaft. Aber willst du allen ernstes eine imperative Programmiersprache, einen Allrounder, eine interpretierte objektorientierte Programmiersprache und eine unausgereifte objektorientierte Programmiersprache in einen Topf werfen? Ich weiß nicht woher du deine Zitate beziehst, aber ich lese lieber Bücher von Gurus wie Meyers und Stroustrup anstatt meine Informationen aus "C++ in 21 Tagen" zu beziehen.
fabi0312
11.01.2004, 18:01
Originalnachricht erstellt von MaSTaH
VisualBasic sollte man imho garnicht verwenden wenn man ernsthaft programmieren will (ausser vielleicht für MS-Addons).
Das stimmt nun wirklich nicht. VB ist eine sehr hochwertige Sprache, mit der man mittlerweile sehr viel anstellen an. Meist dient VB ja auch nur als Einstieg in die objektorientierte Programmierung. Oder wieviel Leute kennst du, die ohne Probleme gleich mit C++ angefangen haben ;)
Grüße Fabi
MaSTaH
11.01.2004, 18:12
Originalnachricht erstellt von fabi0312 Das stimmt nun wirklich nicht. VB ist eine sehr hochwertige Sprache, mit der man mittlerweile sehr viel anstellen an. Meist dient VB ja auch nur als Einstieg in die objektorientierte Programmierung. Oder wieviel Leute kennst du, die ohne Probleme gleich mit C++ angefangen haben ;)
Ich kenne da z.B. mich. In VisualBasic kann man vieles sehr schnell machen und sieht Erfolge. Dadurch eignet sich die Sprache gut für zwölfjährige, Leute die in die Programmierung schnuppern wollen und Leute die etwas programmieren müssen aber weder Ahnung davon haben noch haben wollen. Für ernsthafte Softwareprojekte befinde ich VB als ungeeignet. Es ist halt so: Wer die wirklich interessanten Programmiertechniken einsetzen will kommt um C++ nicht herum.
Godwael
11.01.2004, 18:47
Nochmal zurück zur Ausgangsfrage: Man lernt ja nicht nur programmieren, sondern "nebenbei" auch noch die Grundlagen von Elektronik und Informatik. Das ist schon wichtig.
MaSTaH
12.01.2004, 06:46
Also Programmieren hat mE null mit Elektronik zu tun.
EisE
12.01.2004, 11:31
@ MarcoX
Ich bin Mathematiker und muss auch programmieren.
Falls du deinen Computer jemals zum Arbeiten und nicht nur zum Spielen verwenden willt, ist es nötig, wenigstens etwas programmieren zu können. Oftmals ist es sogar unumgänglich, bestimmte Aufträge ohne Programmierung zu lösen.
Zurück zum Thema:
Falls du Sozialpädagoge o.ä. werden willst kannst dir Programmieren wirklich stecken. Bei technischen Berufen gehört das schon fast dazu...
mfg EisE
Sunshine
12.01.2004, 16:03
Programmieren? HTML für Homepage :) Selbst gemacht ist doch immer besser :D
fabi0312
12.01.2004, 17:46
@ MaSTaH
Das ist schon klar, dass C++ die viel leistungsfähigere Sprache ist und das beinahe jedes größere Programm und Spiele sowieso mit C++ programmiert wird, doch was ich eigentlich mit meinem Post sagen wollte, ist, dass VB nun wirklich nicht eine "billige" Programmiersprache ist, da man viel machen kann, wofür man C++ nicht braucht.
Aber das ist wieder eine dieser unendlichen Diskussion, bei denen jeder andere Meinung ist... ;)
Grüße
Fabi
Godwael
12.01.2004, 19:21
Also Programmieren hat mE null mit Elektronik zu tun.
Echt? Und womit programmierst du? Bleistift und Papier?
Wir haben in Informatik als erstes gelernt, wie so ein Rechner überhaupt funktioniert. Die Hardware besonders, komplett bis runter zu den ganzen Gattern. Ausserdem sind die frühen Computer alle durch umstecken der Verdrahtungen "programmiert" worden.
Die Verbindung ist schon ziemlich eng.
nobody
12.01.2004, 19:59
Danke für eure Beiträge auch wenn sie nicht immer zum Thema waren.
Falls du Sozialpädagoge o.ä. werden willst kannst dir Programmieren wirklich stecken. Bei technischen Berufen gehört das schon fast dazu...
Das will ich sicherlich nicht werden. Ich habe vor etwas naturwissenschaftliches zu machen.
Wenn ich programmieren lernen sollte werde ich mit C# oder C++ anfangen.
Sorry, aber C# ist der Größte Mist den ich je gesehen habe . Da benutze ich doch lieber noch Java. Das ist wenigstens halbwegs ausgereift im Gegensatz zu dem aktuellen C#. Es ist zwar neuer und einfacher als C++ aber bei weitem nicht vergleichbar. Auch wenn der Name C# (steht für Cis, im Englischen C sharp) andeutet, dass es einen Halbton höher als C ist so ist dies schlicht und einfach irreführend. Das wäre als würde man ein Dreirad mit einem Ferrari vergleichen. Beide fahren.
Naja, die werden das ja wohl irgendwann nochmal verbessern oder?
upsidedown
12.01.2004, 21:29
Mal ehrlich: Für den naturwissenschaftlichen Bereich reicht (meistens) im Wesentlichen erstmal C oä. Wie man sich dann noch ein bischen Oberfläche dazu strickt -wenn überhaupt- ist dann ne andere Sache.
Wofür man in Naturwissenschaften programmieren können sollte: Ich sitze zB zur Zeit an Adsorbtionssimulationen - der Code dafür ist in FORTRAN(!) geschrieben, ich muss da auch immer mal wieder was dran ändern und wenn ich ihn nichtmal lesen könnte wüsste ich wahrscheinlich bis heute nicht wirklich was das Programm bei vielen Sachen überhaupt so macht.
Der Code selber ist auch nicht von einem Informatiker entwickelt. Warum? Na, macht dem mal klar was er da bitte programmieren soll. Bis ihr ihm das *halbwegs* beigebracht habt habt ihr das auch selber geschrieben und seid ihm Gegensatz zu ihm auch eher in der Lage Fehler zu erkennen weil ihr die Ergebnisse deuten könnt.
Und das muss auch nicht immer so extrem sein (10-12k Zeilen Code in einer antiken Sprache..) - ich mach die Auswertung dazu zB mit einem MatLAB Skript von ca 200 Zeilen. Das würde zwar auch zur Not noch so gerade mit Excel gehen - ist so aber *wesentlich* bequemer und bei weitem flexibler. Programmieren in MatLAB unterscheidet sich nicht allzu sehr von C oder C++ (ja, man kann auch durchaus objektorientiert arbeiten wenn einem danach ist), machts einem aber durch die Vielzahl an fertigen, gut dokumentierten -und modifizierbaren!- Methoden halt wesentlich einfacher weil man sich nicht jede kleine Kleckerfunktion erstmal selber schreiben muss. Aber wenn man nicht programmieren kann nützt einem das auch nichts ;)
nobody
14.01.2004, 09:36
also ich stecke ja grade in meiner Ausbildung zum Fachinformatiker speziell in der Richtung Anwendungsentwicklung. Und bin im Moment damit beschäftigt Java zu lernen. Und nebenbei in der Berufschule lerne ich VB. Und muss sagen programmieren kann durchaus Spass machen :) wobei ich finde das Java im Vergleich zu VB sehr schwer zu erlernen ist.
upsidedown
14.01.2004, 13:47
VB ist ja auch für Idioten - also für so Leute wie mich ;)
Völlig ok um sich mal ebend schnell ne Oberfläche zusammenzuklickern wenn man sowas denn mal braucht. Und für die Ersparnis an Zeit, Stress, verkürzerter noch zu erwartender Lebenszeit zu gewachsenes Herzinfarktrisiko nimmt man dann halt auch in Kauf das der Code dann genauso gross wie langsam ist..
btw: Wer sowas für wirklich naturwissenschaftliche Anwendungen manchmal braucht: Mit MatLAB hat man auch die Möglichkeit GUIs zu entwickeln. Ist VB relativ ähnlich - wenn man eh mit MatLAB arbeitet dann lernt man das auch ganz schnell. Man kann also aus einem Guss entwickeln und hat Zugriff auf einen Haufen ziemlich nützlicher Funktionen. Kleiner(?) Bonus: Im Gegensatz zu VB ist das Ergebnis sogar nach Unix portierbar.
mezzo mix
14.01.2004, 20:38
Originalnachricht erstellt von upsidedown
...ist das Ergebnis sogar nach Unix portierbar.
Du meintest wahrscheinlich nach Windows portierbar, oder? :D
Nur ein Spaß...
upsidedown
14.01.2004, 21:22
:D
Kann ich dir nicht ernsthaft widersprechen. MatLAB kommt nunmal ursprünglich aus der unix-Ecke.
Wie gesagt: Wunderschöne Sache - wenn man (in Grundzügen) programmieren kann.
MaSTaH
16.01.2004, 13:02
Originalnachricht erstellt von Godwael
Echt? Und womit programmierst du? Bleistift und Papier?
Wir haben in Informatik als erstes gelernt, wie so ein Rechner überhaupt funktioniert. Die Hardware besonders, komplett bis runter zu den ganzen Gattern. Ausserdem sind die frühen Computer alle durch umstecken der Verdrahtungen "programmiert" worden.
Die Verbindung ist schon ziemlich eng.
Nochmal: "Was hat Programmieren mit Elektronik zu tun?" Antwort: "Genauso viel wie Quake 3 zocken." Oder hat Billardspielen auch etwas mit schreinern zu tun?
MaSTaH
16.01.2004, 13:04
Originalnachricht erstellt von MacroX
Naja, die werden das ja wohl irgendwann nochmal verbessern oder?
Möglich, aber willst du darauf warten? Wenn du programmieren nur einfach lernen willst mag C# in Ordnung sein. Wenn du aber auch richtig programmieren willst ist C++ (oder vielleicht noch Java) die bessere Wahl.
nobody
16.01.2004, 16:58
Originalnachricht erstellt von Godwael
Wir haben in Informatik als erstes gelernt, wie so ein Rechner überhaupt funktioniert.
In diesem Zusammenhang sei mal dran erinnert, dass richtige Informatik relativ wenig mit programmieren oder angewandter Computertechnik zu hat.
Godwael
17.01.2004, 15:17
Das ist schon richtig, eigentlich ist es ein Teilgebiet der Mathematik, aber unser Lehrer wollte uns nicht verschrecken... :D
Allerdings ist Computertheorie einer der historischen Ausgangspunkte der Informatik und nach wie vor einer ihrer wichtigsten Aspekte. Ich denke, die Verbindung herzustellen ist vom didaktischen Standpunkt und in vielen praktischen Aspekten absolut sinnvoll.
Natürlich kann man den Computer in der praktischen Anwendung (also beim programmieren) als "Black Box" behandeln. Ich persönlich bin ganz froh, einigermassen zu wissen, was da drin so passiert.
@ MaSTah:
Der wesentliche Unterschied ist, dass der Billardtisch nur die passive Bühne ist, auf der das Spiel stattfindet. Ein Rechner dagegen verarbeitet anweisungen, und die Art und Weise wie er das tut, ist abhängig von seiner Organisationsform. Es gibt mehrere Möglichkeiten (genaugenommen unendlich viele), eine informationsverarbeitende Maschine zu organisieren. Als Beispiel sei der Quantencomputer genannt, der ganz anders funktionieren würde als heutige binäre Rechner.
Es wird nie einen Quantenbillardtisch geben, insofern interessiert es uns nicht, wie ein Billardtisch organisiert (geschreinert) ist, aber für Computer ist der Unterschied entscheidend: Ein Quantenrechner erlaubt völlig andere und erheblich leistungsfähigere Algorithmen, und das hat sehr wohl was mit Programmieren zu tun.
MaSTaH
17.01.2004, 19:20
Programmierung hat aber nichts mit Elektronik zu tun. Man lernt nicht, wie du sagst, die Grundlagen der Elektronik durch die Programmierung, da sie nicht wirklich etwas miteinander zu tun haben. Man unterscheidet nicht umsonst in Hardware und Software. Die Software ist auf die Hardware angewiesen und die Hardware (wenn sie funktionieren soll) teilweise auf die Software. Man kann sagen sie leben in Symbiose ;) . Natürlich ist es sinnvoll wenn ein Programmierer weiß wie seine Maschine tickt, aber nicht zwingend notwendig um Programme zu schreiben. Allerdings geht das eher in die Informatik als in die Elektronik. Bis auf Bauteilebene braucht man sein System als Programmierer nunmal nicht zu kennen.
FK
17.01.2004, 21:12
Ok, wie ein Transistor funktioniert, muss ein Programmierer nicht unbedingt wissen.
Ansonsten hängts doch von der Programmiersprache ab, wieviel der Programmierer über den Aufbau seiner Maschine wissen muss.
VB z. B. ist so weit von der Hardware weg, dass die unterste Ebene nicht wirklich von Interesse ist.
Wer hardwarenah programmiert (Assembler), muss schon wissen, was in der Hardware vorgeht.
Gruß,
Franz
MaSTaH
17.01.2004, 23:47
Als Asm-Programmierer kommt man aber auf einer abstrakteren Ebene in Berührung mit der Maschine. Die ist allerdings weit von der Elektronik entfernt. Man muss wissen was wann auf dem Stack liegt und was in welchen Registern passiert.
upsidedown
18.01.2004, 04:05
Hast du mal SPS (Speicherprogrammierte Steuerungen) programmiert? Da kann man wahlweise als AWL (quasi ne art mini-assembler), oder graphisch als KoP (Kontaktplan) - als äquivalente elektrische Schaltung - oder als FuP (Funktionsplan) - was der äquivalenten Schaltung aus elektronischen Bauteilen entspricht - programmieren und immer fleissig in der Entwicklungsumgebung hinundherschalten wenn einem danach ist.
Das ist dann auch ziemlich nah an dem dran was dann wirklich in der Kiste passiert.
Sone SPS ist btw kein exotisches Spielzeug: Ich hab zwar keine Zahlen da, aber es würd mich wundern wenn es in D mehr PCs als SPSn geben sollte ;)