Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wahrscheinlichkeit
nobody
01.12.2003, 02:36
Hallo.
Zuerst einmal zu mir:
Ich bin 24 Jahre alt und habe (nur?) einen Realschulabschluß (aber auf der Hauptschule gemacht). Nur damit Ihr wißt was ich so an Mathe drauf haben kann.
Nun zum Thema:
Ich hatte vor mir einen Zufallsgenerator zu basteln (siehe dazu hier: http://www.mtec-ag.de/dasneueste.asp?lang=de). Dazu benötige ich aber auch die Berechnung von Wahrscheinlichkeiten.
So soll das ganze aussehen:
Der Computer "würfelt" (6-seitiger Würfel) 30.000 mal. Danach laß ich den Computer per Zufall "raten", welche Zahl bei den 30.000 Würfen am öftesten gewürfelt wurde. Hat er richtig geraten, gibts für ihn einen Punkt, wenn nicht dann halt nicht.
Die durchschnittliche Wahrscheinlichkeit liegt hierbei 1:6, daß er richtig rät.
Mich würde nun z.B. interessieren wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, daß der Computer bei sagen wir 3790 Versuchen (3790 mal à 30.000 Würfe) 721 Treffer erzielt. Der Durschnitt läge ja bei nur 631,667 Treffern (3790 / 6) - also 90 Treffer mehr. Ich will nun wissen, wie die Wahrscheinlichkeit ist und ob diese über oder unter der 5% (p=0,05) Marke liegt.
Ich habe mich bereits im Internet durchgewühlt, erstaunlich daß ich das überhaupt in Angriff genommen habe nach den unterschiedlichen und für mich verwirrenden Wahrscheinlichkeits- Berechnungsmöglichkeiten. Ich bin bezüglich meines Problems auf die Binomialverteilung aufmerksam geworden, als ich dieses Beispiel hier fand:
Du befindest dich im Casino und hast beim Roulett-Spiel beobachtet, dass während der letzten 10 kugeln 8 mal eine rote zahl "errollt" wurde.
Nachdem es von insgesamt 37 möglichkeiten 18 möglichkeiten für "rot" gibt (18 für "schwarz" und 1 für "grün"), erscheint dir das beobachtete Ergebnis sehr hoch. Du vermutest, daß die Wahrscheinlichkeit für "rot" grösser ist; begründe deine Vermutung, definiere die relative null- und alternativ- hypothese und erstelle eine Tabelle für die kritische Region alpha (5%-bereich).
ges. H0 und HA;
H0: µrot >gleich µ0; HA: µrot < µ0;
Da es sich bei diesem beispiel um eine diskrete Verteilung handelt, benutzt man hier die Binomialverteilung; daher muss man zuerst dieses Ergebniss auf seine Wahrscheinlichkeit hin überprüfen:
P(k=8) = n! / [k! * (n-k)!] * p^k * q^(n-k)
= 45 * 0,00082731
= 0,037229098 = 3,72290981 %
Leider komme ich damit nicht weiter. Vielleicht setze ich da auch nur die falschen Werte für ein?
Ich habe 3790 Versuche, müßte also n=3790 sein.
Ich habe 721 Treffer, müßte k=721 sein.
Ich habe eine potenzielle Wahrscheinlichkeit von 1/6, müßte p=1/6 sein. "q" kann man ja auch als "(1-p)" berechnen. Ansonsten wäre in meinem Falle q=5/6.
Hab ich da richtig gedacht und ist das überhaupt die richtige Formel dafür??
Ich habe auch im Internet letztens gelesen, daß diese Formel nur für kleinere Zahlen verwendet wird. Bei mir sind es aber schon sehr große Zahlenräume, die ich berechnen muß.
Und außerdem habe ich (als Mathematiklaie) schon herausgefunden, daß der erste Teil "n! / [k! * (n-k)!]" auch "n über k" gerechnet werden kann.
Mittels dieses Ausrufezeichens bei "n!", "k!" und "(n-k)!" wird, wie ich mal gelesen habe, die "Fakultät" einer Zahl berechnet? Nagut, das sagt mir nun auch nicht viel. Geht ja auch mittels "n über k" (wie man das berechnet hab ich mir auch per Suchmaschine beigebracht).
Leider komme ich jetzt nicht weiter. Wahrscheinlichkeitsberechnungen hatten wir in Mathe noch nie (PISA läßt grüßen).
Außerdem hab ich von all diesen ganzen Rechenverfahren bisher noch nie etwas gehört (außer bei meinen Suchmaschinenerfahrungen).
Ich habe schon begonnen das Programm zu programmieren und bin nun halt dabei, die Wahrscheinlichkeiten zu berechnen weil ohne weiß ich nicht, ob die ermittelten Zufallszahlen nun signifikant außerhalb des Zufalls liegen oder nicht. Die grafische Einzeichnung der Zahlen programmiere ich dann später, was auch kein großes Problem mehr darstellen sollte.
Kann mir hier jemand weiterhelfen, wie ich in meinem Beispiel die Wahrscheinlichkeit ausrechnen kann?
Jan84
01.12.2003, 08:46
Es ist im Prinzip ganz richtig, was du gemacht hast, sofern du dich nicht verrechnet hast.
Den "Durchschnitt" nennt man dann übrigens Erwartungswert. Man berechnet ihn bei Binomialverteilungen mit: <font class="serif">μ</font> = n*p
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass du 721 Treffer hast, berechnest du mit B( n | p | k ) = B( 3790 | 1/6 | 721 ).
Nun versteh ich aber nicht genau, was du machen willst.
über oder unter der 5% (p=0,05) Marke liegt.
Dem kann ich nicht ganz folgen.
Was du z.B. machen könntest: du könntest berechnen in welchem Bereich 90 oder 95% aller Treffer liegen sollten. Du bekämst dann sowas raus wie xx% der Treffer liegen zw. 600 und 662 Treffern. Und dann könntest du feststellen, ob dein Wert in diesem Bereich liegt. Ist es das in etwa, was du willst?
nobody
01.12.2003, 23:03
Hallo.
Vielen Dank für Deine Antwort.
Leider kann da was nicht ganz stimmen mit meiner Formel, da ich bei z.b. dem "Durchschnitt" mit 631,66667 Treffern für 3790 Versuche nicht annähern 100% rausbekomme, sondern diese Zahl hier:
1,2923243729660501332391284553575 e-1968
Da kann offensichtlich irgendwas nicht stimmen.
Was die 5%-Marke angeht:
Es geht darum herauszurechnen, ob die Wahrscheinlichkeit über oder unter 5% liegt (Berechnung der Trefferwahrscheinlichkeit wie oben). Liegt sie unter 5%, dann ist das signifikant. Ich hatte vor, daß diese Signifikanz in eine Grafik einzufügen und da diese feste Werte beinhaltet wäre auch diese 5%-Marke fest und ich könnte diese als feste Linie in die Grafik vorher eintragen um dann sofort sehen zu können, ob die Treffer über oder unter dieser Marke verlaufen.
Ich hatte gedacht, man könnte die Formel evtl. so umstellen, daß man ausrechnen kann wieviele Treffer k je nach Durchlauf n die Wahrscheinlichkeit 0,05 (5%) haben.
buba
01.12.2003, 23:20
Originalnachricht erstellt von Jan84
Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass du 721 Treffer hast, berechnest du mit B( n | p | k ) = B( 3790 | 1/6 | 721 ).
Das gibt p = 1,1·10-5.
Der Erwartungswert bei 3790 Versuchen ist 631 2/3 Treffer. Die Wahrscheinlichkeit, bei 3790 Versuchen 721, also viel mehr Treffer zu erzielen, ist logischwerwiese gering (mit 0,0011% sogar verschwindend gering).
nobody
01.12.2003, 23:45
Danke. Also dann stimmt mein Wert, denn den hatte ich ausgerechnet!
Dann haben sich andere vertan. Das Beispiel mit den 3790 Versuchen und den 721 Treffern hatte ich aus einem Buch, die Autoren geben an Physiker und Mathematiker zu sein. Da hat der Mathematiker für 3790 Versuche und 721 Treffer eine Wahrscheinlichkeit von 1:112.686,348 bzw. 0,000008874 % ausgerechnet. Ich lach mich schlapp! Und hat dabei noch ein Programm dafür selbst entwickelt, was man auf deren Homepage für 420 Euro kaufen kann (*andenKopffass*). :confused:
Aber was ist mit meiner errechneten Durchschnittswahrscheinlichkeit bei 631,66667 Treffern? Da stimmt doch aber etwas nicht??
(mit 0,0011% sogar verschwindend gering)
Du meinst sicherlich 0,000011% Bei mir sind 1,1*10^-5 = 0,000011
buba
02.12.2003, 00:01
Originalnachricht erstellt von katzenhai2
Aber was ist mit meiner errechneten Durchschnittswahrscheinlichkeit bei 631,66667 Treffern? Da stimmt doch aber etwas nicht??
Ich weiß nicht, was du gerechnet hast.
Du meinst sicherlich 0,000011% Bei mir sind 1,1*10^-5 = 0,000011
Bei mir auch, aber es sind 0,000011 · 100% = 0,0011%. ;)
nobody
02.12.2003, 00:07
@buba:
Achjaaa, stimmt...den Wert * 100 :D
Ich hatte 1,2923243729660501332391284553575 e-1968 für (k=)631,66667 Treffer und (n=)3790 Versuche ausgerechnet (sowie p=1/6) mittels der Formel P(k=631,6667) = n! / [k! * (n-k)!] * p^k * q^(n-k)
nobody
02.12.2003, 00:20
Das sähe dann wie folgt aus:
n = 3790
k = 631,66666666666666666666666666667
p = 0,16666666666666666666666666666667
q(1-p) = 0,83333333333333333333333333333333
(n-k) = 3158,3333333333333333333333333334
Hmm, jetzt kommt plötzlich ein ganz anderes Ergebnis bei raus. Stimmt das denn nun?
nobody
02.12.2003, 00:36
Habs nochmal nachgerechnet, das letzte Ergebnis stimmt. Dennoch finde ich sind 1,74% Wahrscheinlichkeit für 631,66666666666666666666666666667 Treffer bei 3790 Versuchen etwas zu gering oder nicht? Dafür, daß das der Durchschnitt ist, würde ich eigentlich sehr viel höhere Wahrscheinlichkeiten erwarten!
Denn diese 1,74% liegen unterhalb der 5%-Marke und wären demnach schon Signifikant und da kann was nicht stimmen.
upsidedown
02.12.2003, 00:36
Originalnachricht erstellt von katzenhai2
Was die 5%-Marke angeht:
Es geht darum herauszurechnen, ob die Wahrscheinlichkeit über oder unter 5% liegt (Berechnung der Trefferwahrscheinlichkeit wie oben). Liegt sie unter 5%, dann ist das signifikant.
...
wieviele Treffer k je nach Durchlauf n die Wahrscheinlichkeit 0,05 (5%) haben.
:no: Ich fürchte das hast du nicht ganz richtig verstanden. Von Signifikanz zu reden macht nur Sinn wenn man die Wahrscheinlichkeit, dass ein solches oder extremeres Ereignis eintritt. Das ist etwas vollkommen anderes als das k zu suchen, bei den p(k)=0.05 wird. Abgesehen davon, dass man genau diese Wahrscheinlichkeit nur in Ausnahmefällen überhaupt finden wird, da es sich um eine diskrete Verteilung handelt.
Bei den grossen Zahlen kann man das ganze mit engelsreinem Gewissen als normalverteilt annehmen und die Frage darüber beantworten. Eine "exakte" Berechnung ist da ziemliche Quälerei.
Warten wir mal ab was glimpse dazu zu sagen hat :)
nobody
02.12.2003, 00:52
Danke. Ich habe mich mal etwas weiter durchs Internet gewühlt und nun eine Seite gefunden, wo das exakt behandelt wird:
http://www.fourmilab.ch/rpkp/experiments/statistics.html
Da ist auch von einer "Normalverteilung" die Rede.
Allerdings sind dort die Formeln für mich als Mathematiklaie nicht ganz verständlich. Ich lese mir das erst noch einmal durch und melde mich dann wieder.
nobody
02.12.2003, 05:20
Das hier ist die Formel für eine Normalverteilung:
http://barolo.ipc.uni-tuebingen.de/pharma/2/2.2/image166.gif
wobei dieses
x mit dem Hütchen = <font class="serif">μ</font> = (n*p)
<font class="serif">σ</font> = (n*p)*p
<font class="serif">π</font> = 3,1415926535897932384626433832795
ist (stimmt das soweit alles?).
Was aber ist dieses "e"
Dafür daß ich von der Hauptschule komme und in Mathe eine 4 hatte bin ich doch schonmal ganz gut oder? :D
Was ich aber schlimm finde ist, daß hier scheinbar jeder eine andere Bezeichnung für ein und dasselbe verwendet: Einer benutzt ein X mit nem Hütchen drauf für den Erwartungswert '<font class="serif">μ</font>', der andere verwendet s statt der Standardabweichung <font class="serif">σ</font>. Da wird einem ja noch ganz schwummerig. :eek:
Jan84
02.12.2003, 08:30
Ja, das ist in der Stochastik mitunter ein sehr großes Problem. :rolleyes:
e ist die euler'sche Zahl, oder auch Eulerzahl. Sie beträgt etwa 2.718.
Eigentlich ist es auch eine recht besondere Zahl, aber das sollte jetzt erstmal nicht so wichtig sein.
Aber es ist ganz klar, dass du einen sehr kleinen Wert für die Wahrscheinlichkeit herausbekommst. Zunächst kann man sich ja überlegen, das alle Wahrscheinlichkeiten zusammen addiert 1 ergeben müssen. Also P(0) + P(1) + ... + P(3790) = 1
Zum anderen kann man sich aber auch einfach überlegen, wie viele Möglichkeiten es gibt: Fast 4000 - und warum sollte da ausgerechnet die 631 oder 632 fallen?
Was du berechnen kannst wäre der Radius:
r = |<font class="serif">μ</font> - X| / 2 = |631,6 - 721| / 2 = 44,6
Die Varianz ist hier:
<font class="serif">σ</font> = n*p*q = 3790*(1/6)*(5/6) = 23
<font class="serif">σ</font> * z = r
z = r/<font class="serif">σ</font> = 44,6/23 = 1,94
Und wenn du nun eine gute Tabelle hast, dann kannst du anhand dieses Wertes ablesen, dass sich in diesem Bereich (Radius links und rechts vom Erwartungswert) 94,8% aller Werte liegen.
Solch eine Tabelle wirst du vermutlich finden, wenn du mal nach "Sigmaumgebung" googlest.
nobody
02.12.2003, 08:59
σ = √n*p*q
Dann nehme ich an, daß meine Formel σ = (n*p)*p
verkehrt ist??
Ja sicher, mit der Wahrscheinlichkeit hast Du recht, habe mich mal die letzten Stunden noch schlauer gemacht. Wenn man alle Werte zusammenrechnet, ergibt das 1.
Was Du da ausgerechnet hast ist der Z-Score!?
Da gibts ja diese standardisierte Tabelle für, hab ich auch schon gesehen, aber das muß ich erstmal alles irgendwie verarbeiten.
Bin gerade dabei mich mit dem chisquare-test (x2) auseinanderzusetzen, denn um den komme ich bei meiner Wahrscheinlichkeitsberechung wohl nicht drumrum bzw. bei der grafischen Darstellung. Ist alles nicht so einfach, aber ich hab ja hier ein paar Experten, die sich zum Glück mit sowas auskennen. :)
buba
02.12.2003, 19:45
Originalnachricht erstellt von katzenhai2
Dann nehme ich an, daß meine Formel σ = (n*p)*p
verkehrt ist??
Ja, statt dem zweiten p lieber q oder (1-p).
nobody
07.12.2003, 02:11
Da bin ich wieder. :D
Ich habe jetzt mal den Z-Score ausgerechnet und zwar mittels folgender Formel (die ich auf einer wissenschaftlichen Homepage gefunden habe, sie muß also richtig sein:
z-Score berechnen (http://www.fourmilab.ch/rpkp/experiments/analysis/zCalc.html)):
z = <font class="serif">χ</font> - <font class="serif">μ</font> / <font class="serif">σ</font>
Bei mir kommt da aber ein Z-Score von 3.893679 heraus (was einer Wahrscheinlichkeit von 0.0049% entspricht).
@Jan84:
Deine Formel hier ist aber so nicht korrekt, oder?
r = |μ - X| / 2 = |631,6 - 721| / 2 = 44,6
Denn da kommt eine Minuszahl heraus! Müßte es demnach nicht X - μ heißen anstatt μ - X ? (so wie in meiner Formel oben). Allerdings weiß ich nicht, wo da das "/ 2" herkommt, denn das ist in meiner Formel oben nicht drin.
Demnach müßtest Du unten beim Radius noch "* 2" nehmen, wenn Du daraus Z berechnen willst oder seh ich das falsch?
Das heißt also, daß die Rechnung, daß die Wahrscheinlichkeit bei 0.0008874 % liegt vollkommen daneben ìst?
Ich habe dieses Beispiel aus einem Buch, geschrieben von einem Mathematiker (zumindest gibt er an das zu sein). Dort steht folgendes Beispiel (ich schreib das mal hier rein, kann ja sein daß ich das an sich schon falsch verstanden habe):
...
Wie Computer würfeln
Was hatte also unser Computer während der Sonnenfinsternis am 11. August 1999 zu tun? Wir liessen ihn ganz einfach einen solchen zufälligen Prozess simulieren – den Fall eines Würfels.
Alle fünf Sekunden «würfelte» der Computer 30 000 Mal (das heisst, er erzeugte Zufallszahlen zwischen 1 und 6). Anschliessend liessen wir ihn durch eine neue Zufallszahl – wiederum zwischen 1 und 6 – «raten», welche Augenzahl bei seinen 30.000 Würfen am häufigsten gekommen war. Gemäss dem Grundsatz – ein Computer ist zwar sehr schnell, aber gleichzeitig intellektuell voll blöd – ist es programmtechnisch kein Problem, ihm zu suggerieren, dass er vom Ergebnis der 30 000 Würfe nichts weiss.
Statistisch gesehen sollte der Computer im Durchschnitt jedes sechste Mal richtig raten. Das wäre der «reine Zufall». Er entspricht also einer so genannten Trefferrate von 1:6 bzw. 16,666%. Lässt man das Programm an irgendeinem beliebigen Tag laufen, an dem nichts Weltbewegendes auf unserem Planeten geschieht (falls es in unserer vernetzten Zeit so einen Tag überhaupt noch gibt), so erhält man auch immer ungefähr diese Zufallsrate. Natürlich niemals exakt – der Zufall ist gerade geprägt durch die Unbestimmtheit. Aber die Trefferraten schwanken normalerweise so zwischen 16,5 und 16,7%.
Auffällige Abweichungen
Am 11. August 1999 jedoch lief das Programm zwischen 10:00 und 16:00 und führte dabei 3790 Würfelexperimente à 30000 Würfe durch. Insgesamt würfelte es also mehr als 113 Millionen Mal, eine gewaltige Anzahl, was aber notwendig war, um eine verlässliche statistische Aussage zu erhalten.
Nach der Zufallserwartung hätte das Programm bei diesen 3790 Versuchen die am häufigsten gewürfelte Zahl ungefähr 631 Mal richtig raten sollen. Tatsächlich erzielte es jedoch 721 Treffer, also 90 Treffer mehr, als es eigentlich hätte schaffen sollen. In Prozenten ausgedrückt, entspricht das einer Trefferrate von 19,024%. Das sieht auf den ersten Blick nicht bedeutend aus. Die Statistik sagt aber etwas ganz anderes: Die Wahrscheinlichkeit, ein solches Resultat durch blossen Zufall zu erhalten, liegt bei 1:112.686,348!
...
1 / 1:112.686,348 = 0.0008874 %
Hab auch schon den Autor angemailt, aber der meldet sich nicht dazu.
upsidedown
07.12.2003, 03:29
Ohne mir den Rest jetzt wirklich angeguckt zu haben - aber da kommt definitiv nichts negatives raus. Die | | sind Betragsstriche.
Falls dir das nichts sagt: |2|=2 |-2|=2
nobody
07.12.2003, 23:34
@upsidedown:
Schade daß Du Dir den Rest nicht angesehen hast, da war noch eine Frage drin.
Was sagen diese Betragsstriche mathematisch denn aus?
Wenn ich mit einem Taschenrechner "(mu - X) / 2" rechne, dann kommt bei mir -44,666667 raus.
Ich habe von Mathe nicht viel Ahnung. Wenn ich welche hätte wäre ich nicht hier. ;)
king of Mars
07.12.2003, 23:52
Er hat doch oben ein Beispiel gegeben. Man könnte den Betrag einer Zahl vielleicht auch als den Abstand der Zahl zur 0 bezeichnen.
nobody
08.12.2003, 02:08
Jan84 hat sich aber bei der Berechung des Z-Scores vertan. Kann das hier jemand bestätigen?
Es hätte eigentlich heißen müssen:
Z = r * 2 / <font class="serif">σ</font>
denn in anderen Formeln ist
Z = X - <font class="serif">μ</font> / <font class="serif">σ</font>
χ = 721
μ = 631.66666667
σ = 22.943166
Z = 3.893679
Bei Jan84 kommt aber ein Z-Score von 1,94 heraus, weil seine Formel hieß:
z = r / <font class="serif">σ</font>
Jan84
08.12.2003, 08:33
Ich bleib dabei. Ich weiß gar nicht, was du da immer mit deinem Z-Score willst. Ich habe den Radius berechnet, in dem sich dein Wert befindet. Und das ist auch richtig so. Und dieser Radius ist in deinem Fall genau das 1,94-fache von <font class="serif">σ</font>. Daraus liest man dann mit der passenden Tabelle ab, dass in diesem Bereich 94,8% der Werte liegen.
Was die Betragsstriche bedeuten, wurde eigentlich schon erklärt, aber nochmal kurz:
|-92| = 92
Aus einer negativen Zahl wird also eine Positive.
Ganz davon abgesehen würde ich dir dringend empfehlen, dir das ein oder andere Buch zu kaufen/leihen und durchzuarbeiten. Du wagst dich da nämlich an ein recht komplexes und schwieriges Thema ran, ich glaube nicht, dass man sich das anhand des Internets besonders gut beibringen kann. Und dass dir die mathematischen Grundlagen fehlen, macht die Sache ja auch nicht einfacher.
edit:
Das Z, das du berechnest, ist übrigens ein anderes als meins. Du berechnest die standardisierte Zufallsgröße.
nobody
08.12.2003, 23:02
@Jan84:
Du wagst dich da nämlich an ein recht komplexes und schwieriges Thema ran, ich glaube nicht, dass man sich das anhand des Internets besonders gut beibringen kann.
Das macht nichts. Mir geht es nur darum Formeln zu kreieren, die ich in mein Programm einbauen kann. Dazu möchte ich dann aber schon auch (zumindest teilweise) verstehen, was da vor sich geht, anstatt einfach nur fertige Formeln ins Programm zu tippen.
Erst ein komplexes Buch durchzuarbeiten und zu studieren brauche ich für mein Vorhaben nun wirklich nicht. Ich bin auch übrigens bald damit fertig, ich möchte jetzt nur noch wissen wie man Chisquare (x^2) ausrechnet. Habe da auch eine fertige Formeln, die aber sehr mathematisch aussieht, die vielleicht jemand hier freundlicherweise "übersetzen" könnte damit ich weiß, wie ich das rechnerisch angehen kann:
(stammt von dieser Seite hier: X2-Calc (http://www.fourmilab.ch/rpkp/experiments/analysis/chiCalc.html))
Und um zu wissen welche Formeln die richtigen sind muß ich wissen, wie sie funktionieren, was sie genau berechnen.
Ich will bei meinen Fragen immer auf etwas weiterführendes hinaus. Da meine vorherigen Fragen hier auch nicht beantwortet wurden, schreib ich deshalb auch nichts konkreteres mehr rein sondern frage nur noch Schritt für Schritt nach Formeln.
Wozu soll ich mir die Finger wund schreiben (siehe oben), wenn es keiner liest??
Das Z, das du berechnest, ist übrigens ein anderes als meins. Du berechnest die standardisierte Zufallsgröße.
Danke, mehr wollte ich doch überhaupt nicht wissen als wo der Unterschied zwischen meiner Z-Formel und Deiner lag! Warum machen es denn alle hier so kompliziert?
Vielleicht sind Mathematiker komplizierter, weil sie in völlig anderen Dimensionen denken und daher das offensichtliche nicht mehr sehen können?
upsidedown
09.12.2003, 00:15
Guter Rat von mir: Such mal nach Statistik-Skripts für Psychologen im Netz (nennt sich bei denen meistens Methodenlehre, ist aber reine Statistik). Da wird sehr viel Stoff auf einem vergleichsweise nachvollziehbaren Niveau, meistens auch mit halbwegs nachvollziehbaren Beispielen, behandelt.
nobody
09.12.2003, 07:00
Ich muß nochmal nerven, sorry. Ich hoffe ich geh Euch nicht bereits schon gehörig auf den Keks.
Hier mal eine kleine Grafik:
http://noosphere.princeton.edu/images/images2/1900.gif
In dieser wurden degrees of freedom (df = Versuche) und die equivalenten Z-Scores von Zufallszahlen eingetragen, hierbei aber zum Quadrat minus 1 berechnet.
Eine Sache die ich dabei nicht verstehe, evtl. versteht das hier jemand von Euch:
Was soll das bringen, wenn man die Z-Scores hoch 2 nimmt und dann noch minus 1 rechnet? Ich meine, was verändert das an der Funktion? Soweit ich jetzt mitdenken kann doch nur insofern, daß die Unterschiede zwischen kleinen Z-Scores und größeren gewaltiger in der grafischen Funktion auffallen, aber ansonsten bleibt doch alles linear gleich oder irre ich?
Master_User
10.12.2003, 02:24
Wenn du ein zufahsgenerator machen wilst must du dir nicht so viehl muhe machen. Es gibt ihn schon ;) ab c also c++, java, java2,... wenn du ihn haben wilst kann ich dir die funktion erklären. Aber so zufählich ist er nicht??Must ihn mit was kompinieren. z.b. aktuelle zeit etc. Keine ahngst die bibliothek ist kostenlos und zwar stdlib.h
ich glaube die funktion heist rand() muss ich nachkuken. Und noch eins viiiiiiieele kluge menschen haben an diese funktion gearbeited und diese zufahlszahl ist nicht so zufählich wie ich schon mal erwehthabe. Aber nicht aufgeben man vieleicht erfindest du ja eine bessere ;) . Viel gluck :)
Master_User
10.12.2003, 02:29
Ah ja ich habe mal in TV gesehen. Wie ein man eine maschine machete die das rollet "durchbliken" konnte. Hate aber nichts mit zufahl zutun er hate eine fisikalische formel gemacht mit geschwindichkeit, fliehkraft, umdehungen, der scheibe, masse, ... Und er ging im casio hat hat gewonnen! und zwar sehr viel bis er aufgeflogen war. Das coole daran war das er allen mit sensoren in seinen schuhen eingegeben hatte. Er durfte alles geld behalten blos er bekamm hausverbot. Toll oder . Konsetrire dich auf so was ;)
nobody
10.12.2003, 23:12
Hallo Master_User.
Zufallsgenerator ist ja kein Problem, also daß ich zufällige Zahlen erhalte.
Was ich brauche ist halt eine statistische Auswertung weil es mir darum geht, Abweichungen vom erwarteten Zufall berechnen und darstellen zu können. Dazu brauchts halt so Berechnungen wie Z-Score und Chisquare etc.
Die Sache mit dem Z-Score war genau das was ich im Grunde brauchte, um den Graph standardisieren zu können.
Wieso die p0.05 Marke ansteigt gegen Ende des Graphs ist mir nach reiflicher Überlegung nun auch klar, weil es dabei ja um das gesamte Experiment geht. Also dürfte es da wohl irgendwie über Chisquare gehen. In Deinem C++ Script dürften diese Berechnungen aber nicht drin sein oder doch? Wenn ja, dann kannst Du mir dazu ja mal ein paar Infos geben oder es mir zusenden: dummyfaq@gmx.net
Master_User
11.12.2003, 20:11
ja stimmt :confused: ist :eek: irgendwie :dead: richtig :runaway: was :ugh: du :boah: da :wall: sagst:whoa:. Nun diese C skript habe ich nicht gemacht ist in jeden compiler/editor schon drin. Du kanst dir das ankuken wenn du wilst sehe in deinen ordner wo dein copiler ist.