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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hybridisierung


hans16542
03.01.2012, 13:12
Hallo,
sitze die ganze zeit an einem Problem und zwar bei der Hybridisierung.
1) Woher weiß ich wann man wie hybridisiert? Kann man das wirklich nur herausfinden, wenn man sich die Lewis Formel aufzeichnet und überprüft wieviele Bindungen es macht, freie Elektronenpaare und ob Doppel oder Dreifachbind. vorliegen? Und wie geht man dann vor? Man spielt herum und versucht eine passende Hybridisierung zu finden? D.h. z.B. bei H2O muss man die 3p nach unten zu den s runterhybridisieren...und manchmal hybridisiert man hoch.

2) Wie das mit der Hybridisierung mit den d Orbitalen funktioniert ist mir noch nicht ganz klar

3) Warum hybridisiert man jetzt z.B. bei H20 (oder NH3) es passt doch alles perfekt. Sauerstoff hat 2 freie Valenzelektronen und kann jeweils mit einem H eine kovalente Bindung eingehen. Warum muss man jetzt hybridisieren? Ich hab gedacht man hybridisiert nur wenn es nicht direkt hinhaut, daher z.B. bei BeF2 (da muss man hybridisieren um 2 Bindungen mit dem Fluor zu machen)

4) Welche Hybridisierungsmöglichkeiten gibt es denn überhaupt?

5) Eine Frage noch, wir haben noch etwas aufgeschrieben vor der Hybridisierung.
Und zwar hatten wir da Abbildungen (hab die leider nicht im Internet für euch gefunden). Man hatte bei der 1.Abb eine y und eine z Knoteneben und darauf ist dann mit 4 Ringen (Lappen) dann eine pπ - pπ Bindung eingezeichnet. In den Ringen steht ein + (versteh nicht für was das steht, ladung kann ja nicht sein) und in den anderen beiden Ringen ein - .
Dann haben wir noch eine dπ-pπ Bindung aufgemalt und eine dπ-dπ Bindung. Und bei einer d(z)² und einer p(z) Bindung steht dabei "keine bindende Wechselwirkung"
Ich hoffe es ist verständlich geworden von was ich rede. Von den verschiedenen Bindungstypen von π. Ich finde dazu nix im Internet und verstehe nicht was diese Knotenebene bedeutet und was in den Lappen das + und das - bedeutet und wann eine Bindung funktioniert und wann nicht.

Wäre super wenn ihr mir und meinem Kumpel weiterhelfen könntet.
Gruss

LukasI
03.01.2012, 13:38
zu 1) Die MO- Theorie sollte ja bekannt sein wenn ihr schon über Hybridisierung sprecht, an hand derer kannst du auch rausfinden welche Bindungsordnung in einem Molekül vorliegt. Die Hybridisierung ist immer gleich: du hast 3 entartete P-Orbitale und ein S orbital, bei einer SP3 Hybridisierung senkst du die 3 P-Orbitale im Energieniveau ab, und hebst das S Orbital an. Bei einer SP2 senkst du 2 P-Orbitale ab und hebst ein S an, übrig bleibt das "normale" P Orbital.

zu 2) Das d-Orbitale auch Hybridisieren war mir bisher nicht bekannt, kann ich also nix zu sagen.

zu 3) Hybridisierung stellt immer einen Energiegewinn (absenkung des P-Orbitals) gegenüber der normalen Bindung dar! Daher wird das acuh immer gemacht.

zu 4) versteh die Frage nicht

zu 5) Ich vermute du meinst die Additive bzw. Substraktive Überlappung. Mit dem + bzw - hast du recht, ist nicht die Ladung gemeint, vllt ist das leichter wenn du dir vorstellst, dass der eine "Lappen" das antibindende und der andere das bindende Orbital ist, überlabben jetzt zwei Bindende, hast du eine Bindung zwischen den Orbitalen, bei zwei antibindenden natürlich keine.

rausrhein
03.01.2012, 15:33
zu 3) Hybridisierung stellt immer einen Energiegewinn (absenkung des P-Orbitals) gegenüber der normalen Bindung dar! Daher wird das acuh immer gemacht.


Das ist falsch: Die Elektronen in Hybridorbitale haben in der Summe genau die gleiche Energie wie die zu ihrer Bildung verwendeten Atomorbitale.

LukasI
03.01.2012, 16:12
Ich zitiere mal aus dem Atkins (Bsp. Kohlenstoff): "der Grundzustand des C-Atoms ist 2s22Px12py1, er sollte demnach nur zwei anstelle von vier Bindungen ausbilden können. Dieser Mangel der Therorie kann ausgeglichen werden, wenn wir die Möglichkeit der Promotion berücksichtigen, [...]. Hierzu ist zwar zunächst Energie erforderlich, dieser lohnt sich aber, wenn anschließend vier Bindungen gegenüber nur zweien im nicht Promovierten Kohlenstoffatom gebildet werden.[...]" Ich gebe zu meine Aussage war falsch formuliert aber im Grundsatz doch richtig, die Ausbildung von [mehr] möglichen Bindungen bringt den Energiegewinn, nicht die Absenkung der P-Orbitale.

hans16542
03.01.2012, 17:22
danke erst einmal für die schnellen Antworten, aber das ging mir jetzt deutlich zu schnell.

zu 1) nein die MO hatten wir noch nicht, oder hatte das was mit 5) zu tun?? Ich habe mich da jetz mal versucht einzulesen, aber ich steig da nicht ganz durch. Was will man überhaupt damit machen? Und was hat es mit diesem entartet auf sich, hat das was mit den bindenden und nichtbindenden MOs zu tun??

zu 3) das heisst die normale bindung benutzt man gar nicht mehr...die war nur zum einfacheren Verständnis da?? Ich habe aber immer noch nicht ganz verstanden wie man richtig hybridisiert und wann man quasi erst ein s anhebt und dann die p Orbitale wieder "runtermacht" und hybridisiert und wann man sie quasi direkt "runtermacht"

zu 5) Und das ist alles? Das gehört ja jetzt zu den normalen kovalenten Bindungen oder weil mit Hybridisierung hat es ja nix zu tun oder? Und warum haben wir dann bindungen eingezeichnet zw. + und -, zw - und - , und auch zwischen + und + Kann man das irgendwo noch mal nachlesen? Und was ist ein d(yz)oder Py/Pz??

djguendalf
03.01.2012, 18:51
Die MO-Theorie erlaubt unter anderem die Bindungsverhältnisse zwischen zwei Atomen zu erklären. Bsp. Sauerstoff.
http://www.chemieplanet.de/stoffe/orbital.htm
hier wird das gut erklärt.

Wichtig ist, zu wissen was Orbitale eigentlich sind. Einfach gesagt(!):Orbitale sind mathematisch gesehen Wellenfunktionen. Aus diesen Wellenfunktionen, genauer gesagt aus den sog. Eigenfunktionen des Wasserstoffatoms, lassen sich die Orbitale in einem Koordinatensystem konstruieren. Konstruiert man nun ein p-Orbital aus der dazugehörigen Wellenfunktion, so entsteht im Koordiantensystem die typische Hantelform,wo ein Lappen oderhalb der horizontalen-Achse und ein Lappen unterhalb der Achse liegt. Somit haben die Lappen unterschiedliche Vorzeichen. Das ist ganz grob der Grund für + und - . Führt man zwei Lappen unterschiedlichem Vorzeichen zusammen bildet sich ein antibindendes Orbital, da sich + und - bzw. die Wellenfunktionen der beiden Orbitale aufheben.


Entartete Orbitale sind Orbitale, die sich auf dem gleichen Energieniveau befinden, zB die 3 p-Oribtale. Bei der Hybridisierung wird das s-Orbital, das sich eigentlich auf einem niedrigeren Energieniveau befindet,energetisch angehoben und es bilden sich 4 entartete Obitale. s,px,py,pz. x,y,z gibt die räumliche Anordung der Orbitale an. Bei px liegen die Lappen auf der x-Achse, bei y auf der y-Achse und bei z auf der z-Achse. Die d-Orbitale haben wiederum andere Anordnungen. xyz beziehen sich aber auch hier stets auf die Ausrichtung im Koordinatensystem.



Was meinst du mit normale Bindung?

hans16542
03.01.2012, 19:39
mit normaler Bindung meine ich, eine Lewis Bindung. Wie man es gelernt hatte zu machen.D.h. ohne Hybridisieren. Einfach die passenden Lappen z.B. bei Cl2 übereinanderführen, ohne zu hybridisieren.


(gerade dazu noch eine andere Frage. Warum ist Chlor sehr reaktiv, wenn es doch "sehr glücklich ist" in seinem Edelgas-Elektronenkonfigurationszustand des Cl2. Warum z.B. ist die Reaktion mit Wasserstoff zu Chlorwasserstoff sehr exotherm. Ich hätte es genau anders herum erwartet, dass es sehr schwer ist die Lewis Bindung des Cl2 aufzutrennen und dann eine Bindung mit dem Wasserstoff einzugehen. (Sind die Lewis Bindungen also vlt gar nicht so fest??)

rausrhein
03.01.2012, 19:48
Ich zitiere mal aus dem Atkins (Bsp. Kohlenstoff): "der Grundzustand des C-Atoms ist 2s22Px12py1, er sollte demnach nur zwei anstelle von vier Bindungen ausbilden können. Dieser Mangel der Therorie kann ausgeglichen werden, wenn wir die Möglichkeit der Promotion berücksichtigen, [...]. Hierzu ist zwar zunächst Energie erforderlich, dieser lohnt sich aber, wenn anschließend vier Bindungen gegenüber nur zweien im nicht Promovierten Kohlenstoffatom gebildet werden.[...]" Ich gebe zu meine Aussage war falsch formuliert aber im Grundsatz doch richtig, die Ausbildung von [mehr] möglichen Bindungen bringt den Energiegewinn, nicht die Absenkung der P-Orbitale.

Mein Studium liegt zwar schon etwas zurück, aber dennoch bin ich mir sicher, dass du hier etwas missverstehst.
Die Hybridisierung ist kein physikalischer Vorgang (insofern erscheint mir die obige Formulierung nicht gelungen), sondern besteht darin, dass man die 2s- und 2p-AO linear kombiniert. Man erhält eine äquivalente Beschreibung der Summe der Ladungsdichteverteilung. Die Energie der Hybridorbitale sind also identisch mit denen der Atomorbitale.

Ich verstehe den Atkins-Satz so, dass mit der Bildung der Hybridorbitale genau die Energie wieder frei wird, die für die hypothetische Promotion notwendig ist. Hiermit ist kein Energiegewinn verbunden.

LukasI
03.01.2012, 20:05
Hmm könnte natürlich auch gut sein, Quantenmechanik ist nächstes semster dran von daher bin ich da noch nicht so sicher drin. Allerdings bleibt die frage wieso dann der ganze Spaß wenn die natur keinen nutzen draus zieht?!

hans16542
03.01.2012, 20:12
;) kann mir jemand bitte noch bei meiner Frage helfen?? wär echt nett

rausrhein
03.01.2012, 20:18
Hmm könnte natürlich auch gut sein, Quantenmechanik ist nächstes semster dran von daher bin ich da noch nicht so sicher drin. Allerdings bleibt die frage wieso dann der ganze Spaß wenn die natur keinen nutzen draus zieht?!

Der Natur ist das vollkommen gleich. Hier geht es allein um eine Beschreibung der energetischen Zustände ausgehend von einem Theorie zum Aufbau der Materie.

LukasI
03.01.2012, 20:35
mit normaler Bindung meine ich, eine Lewis Bindung. Wie man es gelernt hatte zu machen.D.h. ohne Hybridisieren. Einfach die passenden Lappen z.B. bei Cl2 übereinanderführen, ohne zu hybridisieren.



Das sind Zwei-Paar schuhe wie man so schön sagt, die Lewis-Bindung beschreibt zwar anschaulich wie ein Molekül aufgebaut ist aber nicht genau. Die Hybridisierung beschreibt die Bindung halt genauer. Das ganze ist aber ziemlich schwer zu erklären ohne genauer auf die MO-Theorie einzugehen.

Der Natur ist das vollkommen gleich. Hier geht es allein um eine Beschreibung der energetischen Zustände ausgehend von einem Theorie zum Aufbau der Materie.

klingt einleuchtend.

djguendalf
03.01.2012, 21:20
mit normaler Bindung meine ich, eine Lewis Bindung. Wie man es gelernt hatte zu machen.D.h. ohne Hybridisieren. Einfach die passenden Lappen z.B. bei Cl2 übereinanderführen, ohne zu hybridisieren.


(gerade dazu noch eine andere Frage. Warum ist Chlor sehr reaktiv, wenn es doch "sehr glücklich ist" in seinem Edelgas-Elektronenkonfigurationszustand des Cl2. Warum z.B. ist die Reaktion mit Wasserstoff zu Chlorwasserstoff sehr exotherm. Ich hätte es genau anders herum erwartet, dass es sehr schwer ist die Lewis Bindung des Cl2 aufzutrennen und dann eine Bindung mit dem Wasserstoff einzugehen. (Sind die Lewis Bindungen also vlt gar nicht so fest??)


Lewis-Bindungen gibt es nicht. Du meinst vermutlich kovalente Bindungen.
Die Hybridisierung beschreibt eine Theorie um Bindungsverhältnisse näher zu erklären, mehr nicht.

Zuerst muss Cl2 gespaltet werden (zB Lichtblitz), es bilden sich Chlorradikale welche mit dem Wasserstoff reagieren. Die folgende Kettenreaktion ist stark exotherm.

hans16542
03.01.2012, 21:59
ich habe mir den Link jetzt noch mal genau angeschaut und das hat mir sehr weitergeholfen.Das einzige was mir jetzt noch unklar bleibt ist unserer komischer Aufschrieb.
Ich versuch den mal gerade hochzuladen. (Ich glaube in den Abbildungen ist auch einiges verrutscht)
1.Teil
http://s1..net/images/120103/xw33nmpo.jpg
2.Teil
http://s7..net/file/d/2758/aur4ykdy_jpg.htm


Könnt ihr damit was anfangen??

LukasI
03.01.2012, 22:02
wenn du das ganze jetzt noch verlinkst, vielleicht ;)

hans16542
03.01.2012, 22:02
shit...kann man hier keine links von meinem hochgeladenen bild posten??
das ganze wird irgendwie nicht angezeigt


http://s7..net/file/d/2758/aur4ykdy_jpg.htm

hans16542
03.01.2012, 22:06
ok jetzt funktioniert es hoffentlich....;)

djguendalf
03.01.2012, 22:19
Die d-Orbitale scheinen etwas verrutscht zu sein :D wo genau liegt jetzt das Problem?

hans16542
03.01.2012, 23:02
ja irgendwie schon ;) weißt du vielleicht eine Seite wo ich sie mir noch mal richtig anschauen kann?
die ersten beiden Abbildungen mit den Lappen, da geht es ja nur darum auszudrücken, wie eine p überlappung aussieht oder? Aber warum löscht sich denn jetzt da das - und das andere - aus?? das + und das - ist doch wieder weg der wellenfunktionen oder?
was ist jetzt der unterschied in der 2. Datei oben (wo daneben steht keine bindenden Wechselwirkungen??) verstehe irgendwie nicht was die von mir wollen da.

dann ist ja in der nächsten abb eine pie bindung von d und p dargestellt.Und in der nächsten abb eine d und d bindung oder? was bedeutet das dxz? und warum gibt es in der letzten abb keine Wechselbindung.


also im grunde weiß ich gar nicht richtig was da gemacht wird. Obwohl mir die Hybridisierung eig klar ist und die Molekülorbitale auch.

djguendalf
03.01.2012, 23:40
Auf der ersten Seite unten siehst du dass p-Orbitallappen (hier py) zweier Atome eine Bindung ausbilden, wenn deren Vorzeichen gleich sind. Also + an +, und - an - .
Auf der zweiten Seite oben siehts du, dass du nur gleiche Orbitale kombinieren kannst um eine Bindung bilden zu können. Sprich z.B. das py-Orbital des einen Atoms und das py-Orbital des anderen Atoms (so wie auf Seite 1) px/pz oder py/pz etc. lassen sich nicht zu einem bindenden Orbital kombinieren, das sagt dir diese Abbildung (steht ja auch daneben).

Um die anderen zu verstehen solltest du dir mal die d-orbitale anschauen. Einfach mal bei Google eingeben.

hans16542
11.01.2012, 10:39
hey, danke erstmal für die hilfe oben...war echt super!

ein ganz andere kurze frage hätte ich zu Le Chantelier:

1) Und zwar wenn ich z.B. die Ammoniak Synthese Gleichung habe und mir geg. wird das sie bezüglich NH3 exotherm ist, kann ich doch entweder N2 und oder H2 Konzentration erhöhen, Temperniedrigen oder Druckerhöhen um mehr NH3 zu haben oder??

Alg wenn ich dazu Aufgaben bekomme,
1) Konzentration: Wenn ich von einem mehr "Konzentration" haben will, muss ich auf der anderen mehr dazu machen
2) Temperatur: Schauen ob exotherm, wenn ja Temperniedrigung für mehr Produkte und umgekehrt
3)Druck: Auf Mol schauen, wenn eine Seite mehr Mol hat wie andere, je nach dem Druck erniedrigen oder erhöhen.

>> Sind das die "Herangehensweißen"` Oder kann man da auch etwas aus dem MWK schliessen?

2) In einer Aufgabe hatte ich jetzt nur "Wie verändert sich die Glgwlage bei Reaktionen, wenn Druck erniedrigt wird":
2NO+O2 <> 2NO2 (bei 100°) ---> links
CO2+C(f) <> 2CO (1000°) ---> rechts
CO+H2O <> CO2+H2 (500°) ---> ausgeglichen

Woran sehe ich das jetzt, beim ersten ist es mir noch klar da (links 3mol und rechts 2mol). Aber beim 2. hab ich links 2mol und rechts auch?? Also wie funktioniert das?? Was hat das mit der Temperatur zu tun.

3) Gibt es andere Möglichkeiten der Aufgabenstellung ausser Reaktgl. geg und gesagt exotherm/endotherm oder die Temperatur?? Z.B. wenn MWG geg??

wäre schön wenn ihr mir helfen könntet!!

M.T.
11.01.2012, 11:31
CO2+C(f) <> 2CO (1000°) ---> rechts
Aber beim 2. hab ich links 2mol und rechts auch?? Also wie funktioniert das??

Es kommt auf die gasförmigen Bestandteile an. Und da sind links 1 mol u. rechts 2 mol.

hans16542
11.01.2012, 12:43
natürlich stimmt danke!!

Eine Frage zu den Fällungsreaktionen:
1)Für was ist die charakteristische Fällungsreaktion überhaupt da? (Herausfinden wie löslich eine Verbindung ist oder nicht richtig??Oder wie löslich Ionen sind??)

2) Aber wie läuft das denn ab??
Wir haben da die verschiedenen Löslichkeitsprodukte aufgeschrieben und dann quantitative Analysen gemacht: Na2SO4 + BaCl2 > BaSO4 + 2NaCl
--> und was bringt mir das jetzt?? Ich weiß das BaSO4 ausfällt (wegen Niederschlag) und dann?? Wollte ich hier nachpfrüfen das BaSO4 unlöslich ist?? Aber dann muss man ja immer Reaktionen bilden sodass was unlösliches rauskommt.

Und 2. haben wir dann Aufgeschrieben Ag+ + I- > AgI (Jetzt wird es gelb >> Aber man hat doch gar keine Verbindung gelöst?? Man hat doch schon die gelösten Ionen Ag+ und I- ...warum fällt man dann??

3) Beim Berechnen der Löslichkeit aus den Löslichkeitsprodukten z.B. bei CaSO4 --> Warum nimmt man am Ende bei der Löslichkeit von 1mol CaSO4: die molare Masse nur mal einmal der Konzentration von Ca2+ und nicht 2mal (klar ist das Ca und SO4 in gleichen Konzentrationen vorliegen, aber zur Löslichkeit von CaSO4 braucht man doch dann auch 2mal die Konzentration von Ca2+ (oder eben SO4))oder??

M.T.
11.01.2012, 13:08
natürlich stimmt danke!!

Eine Frage zu den Fällungsreaktionen:
1)Für was ist die charakteristische Fällungsreaktion überhaupt da?


Nachweis von bestimmten Ionen. Qualitativ und Quantitativ

M.T.
11.01.2012, 13:10
2) Aber wie läuft das denn ab??
Wir haben da die verschiedenen Löslichkeitsprodukte aufgeschrieben und dann quantitative Analysen gemacht: Na2SO4 + BaCl2 > BaSO4 + 2NaCl
--> und was bringt mir das jetzt??

Gehaltsbestimmung etwa von Bariumionen oder von Sulfationen,... je nachdem

hans16542
11.01.2012, 13:11
kannst du was zu 2 und 3 sagen...weil in 2 z.B. weißt man ja keine Ionen nach sondern hat Verbindungen oder??

M.T.
11.01.2012, 13:12
Und 2. haben wir dann Aufgeschrieben Ag+ + I- > AgI (Jetzt wird es gelb >> Aber man hat doch gar keine Verbindung gelöst?? Man hat doch schon die gelösten Ionen Ag+ und I- ...warum fällt man dann??


wegen der Gelbfärbung

Mit Cl- etwa gibt es auch eine Fällung aber keine Gelbe.

M.T.
11.01.2012, 13:20
3) Beim Berechnen der Löslichkeit aus den Löslichkeitsprodukten z.B. bei CaSO4 --> Warum nimmt man am Ende bei der Löslichkeit von 1mol CaSO4: die molare Masse nur mal einmal der Konzentration von Ca2+ und nicht 2mal (klar ist das Ca und SO4 in gleichen Konzentrationen vorliegen, aber zur Löslichkeit von CaSO4 braucht man doch dann auch 2mal die Konzentration von Ca2+ (oder eben SO4))oder??

1 mol CaSO4 ergibt aufgelöst 1 mol Ca++ und 1 mol SO4--

also überall der Stöchiometriefaktor 1

Löslichkeit bedeutet hier, daß 1 mol CaSO4 aufgelöst wird, obwohl hier 2 mol Gesamtionen entstehen.

M.T.
11.01.2012, 13:22
...weil in 2 z.B. weißt man ja keine Ionen nach sondern hat Verbindungen oder??

Bei 2) sind alles Ionen. Die sind aber alle in der undissoziierten Form geschrieben, nämlich als Salze.

hans16542
11.01.2012, 22:58
ich habe das trotzdem noch nicht ganz verstanden.

also mit den fällungsreaktionen weiße ich bestimmte Ionen nach.
Ich verbinde Ionen miteinander (sind farblos) und ihre Verbindung hat dann einen Niederschlag der eine Farbe hat (je nach Farbe war es dann bspw. ein iod und ein flur oder so...)
Oder ich mische 2 salze: Na2SO4 + BaCl2 > BaSO4 + 2NaCl und dann fällt der Niederschlag BaSO4 aus, was darauf schliessen lässt das die Salze aus Ba und SO4 bestehen müssen. gehaltsbestimmung? meint dann, je nach Menge des Niederschlag weiß wie viel Ba und oder SO4

??so in etwa?? aber irgendwie ist das komisch!! Bitte helft mir hier weiter...vlt ein bisschen ausführlicher wenn es geht.
Danke schonmal

djguendalf
12.01.2012, 00:16
Auch Ionen können die Lösung färben. Zwar nicht das reine Ion, aber deren Hydratkomplexe können z.B. farbig sein.
Auch nicht jeder Niederschlag ist farbig. Gibt auch farblose Niederschläge ;) Der Farbe nach kann man dann z.B. auf die Art der Ionen schließen, wobei das nicht immer eindeutig ist.

Du mischst nicht zwei Salze sondern du hast z.B. Das Natriumsulfat in Lösung und willst die Sulfationen bestimmen. Dazu kippst du Bariumchlorid rein. Dann fällt BaSO4 aus.
Wenn du eine bekannte Menge BaCl2 im Überschuss zugibst fällt das BaSO4 komplett aus und du kannst zB die Menge der übrig gebliebenden Ba-Ionen bestimmen und dadurch kannst du auf die Konzentration der Sulfat-Ionen schließen. Bsp. du gibst ein Mol BaCl2 in die Lösung. Nach der Fällung bestimmst du quantitativ wie viel Ba-Ionen von dem urspürunglich 1mol noch übrig sind. Wären zB jetzt noch 0,5 Mol Ba-Ionen übrig, kannst du daraus folgern, dass in der Lösung 0,5 Mol Sulfat-Ionen gewesen sein müssen.

benny90
12.01.2012, 13:10
1) "Das Natriumsulfat in Lösung und willst die Sulfationen bestimmen."
was will ich da bestimmen >> die konzentration?? die bekomme ich doch durch farbe nicht heraus??

2) Woher weiß man was man mit den Salzen zusammenkippen muss, damit es "ausfällt"?
3) Und bei der Na2SO4 Reaktion mit BaCl2 bekommt man dann ja nur die Menge von SO4 Ionen raus und nicht von Na+ oder?
4)Bei einer Reaktion wie Ag+ + I- > AgI wie bekomme ich dann raus wie viel Ag+ oder I- da drinne sind. Klar man kann das AgI wiegen aber man weiß ja nicht ob Ag+ 15g und vlt I- nur 2g drinne war
5) was ist im gegensatz dazu dann die quantitative Analyse??


es wäre super wenn ihr irgendwie dazu noch einen link mit einer genauen erklärung oder so habt

djguendalf
12.01.2012, 13:32
Ja die Konzentration. Eine quantitative Bestimmung bedeutet dass man die Menge des Stoffes ermittelt, der sich zB in der Lösung befindet. Im Beispiel eben die Sulfat-Konzentration. Ich habe nicht gesagt dass man es durch die Farbe bestimmt.


Man kann quantitative Bestimmungen duch Fällung nur dann durchführen, wenn das Produkt (hier BaSO4) ein sehr kleines Löslichkeitsprodukt besitzt. Das heißt dass es sich nur sehr schlecht in Wasser löst.


Wenn du die Menge an Sulfat-Ionen bestimmt hast kannst du natürlich auch die Konzentration an Na+ berechnen. Im Natriumsulfat kommen auf ein SulfatIon zwei Na+Ionen. Wenn du nun 1 mol Sulfat-Ionen in deiner Lösung hast, hast du automatisch 2*1mol=2mol Na+-Ionen drin.


Die Bestimmtung von Iodid I- verläuft analog. Das fällst du mit Ag+ - Ionen im Überschuss und bestimmst nach der Fällung die übrige Menge an Ag+-Ionen. Du kannst auch anderst herum Ag+-Ionen mit z.B Kaliumiodid fällen und somit die Ag+-Konzentration bestimmen.

http://de.wikipedia.org/wiki/F%C3%A4llungsreaktion

hans16542
15.01.2012, 12:24
Stimmt dann meine Erklärung zu den Fällungsreaktionen so (bsp Ag+ + I- --> AgI (f) )

D.h. man hat z.B. Ag+ Ionen gelöst in Wasser (aber man hat keine Ahnung wie viele(Menge)). Man will jetzt wissen wie viele sind überhaupt dadrinne?? Dann sucht man sich ein Produkt aus, das Ag+ enthält und sehr schwer löslich ist (großes Löslichkeitsprodukt) z.B. AgI. Diesen 2. Bestandteil (Iod) des Produkts muss man den Ag+ Ionen als Edukt beigeben > D.h. man gibt I- Ionen dazu --> Wegen der großen Anziehung der Ionen bilden sie dann dass unlösliche AgI. Ein gelber Niederschlag entsteht. Da man weiß wie viel I- man dazu gegeben hatte und man die Menge des AgI Niederschlags bestimmen kannm, ist es nun leicht qualitativ auf die die Menge der Ag+ Konzentration zu kommen.

Dazu aber wichtig wieviel I- man reingegeben hatte, damit alle Ag+ auch "im Produkt" sind.

Dazu meine Frage: Wenn ich zuviel I- reingebe und dadurch nicht alle das Produkt bilden, da es zu viele sind und ich die Menge vom Produkt - Menge vom I- mache, ist doch die Anzahl von Ag+ falsch. Genauso wenn ich zuwenig reinmache.
Also wie macht man dann das??