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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Iodid und Chlorid in einer Probe


nobody
04.10.2003, 11:15
Hi zusammen!

also, es geht um folgendes.

Ich habe eine 100 ml Probelösung, in der zwischen 350-400 mg Iodid und 175-200 mg Chlorid drin sind. Wir nehmen jetzt mal an, das wir die Maxiumwerte von 400 mg Iodid und 200 mg Chlorid haben.

Versuchsbeschreibung:

20 ml der Probelösung werden auf ca 100 ml verdünnt. Etwas Bariumnitrat und Schwefelsäure wird hinzugegeben (Hat wohl etwas mit der Kristallbildung/Keimbildung zu tun). Nun wird potentiometrisch titriert mit AgNO3 (0,1 M)

Eine Frage dazu ist: Schätzen Sie die Silberkonzentration zu Anfang der Iodtitration. Berechnen Sie die Silberkonzentration am Endpunkt der Iodid- und Chloridtitration. Berechnen Sie das Potential bei diesen drei Konzentrationen.

Dann hat jemand berechnet, das unter bei 400 mg Iodid und 200 mg Chlorid die Ag+ - Konzentration am Anfang 2,63*10-14 mol/L beträgt. Wie kommt der darauf??

Und am Endpunkt hat der Iodtitration hat er eine Ag+-KOnzentration von 3,10*10-8 mol /L berechnet. Auch hier die Frage, wie er darauf kommt.

Mit Dank im Vorraus

Hf

bm
04.10.2003, 11:48
Wie kommt der darauf??

dem der Begriff Löslichkeitsprodukt nicht fremd war. Vielleicht kannte er auch noch die Gleichung von Nernst. Und vielleicht noch eine Tabelle names elektochemische Spannungsreihe, Normpotentiale.

Hilft das?

Chickendog
22.10.2003, 21:28
dem der Begriff Löslichkeitsprodukt nicht fremd war.

Was ist das denn für ein genialer Satz ? :rolleyes: :p

Chickendog

bm
22.10.2003, 21:44
Was meinst Du??

DYSTOPIC
01.09.2004, 12:35
Hmmm, ich hab die gleiche Aufgabe vor mir und versteh auch nicht wie man die Silberkonzentration am Anfang (also wenn noch keine Silbermaßlösung zugegeben wurde) berechnet. Es steht zwar auch da "schätze", na geschätzt ist die Silberkonzentration in Lösung natürlich so gut wie 0, ich hab ja auch noch nichts reingekippt, aber wie kann man das genau berechnen?
Das Silber stammt ja dann aus der Silberelektrode der Messkette, aber ich sehe im Moment keinen Weg das zu berechnen.

Stimmen die oben genannten Zahlen eigentlich? Ich hab nämlich für den Endpunkt der Iodidtitration 9,11*10-9 ausgerechnet. Wohlgemerkt ohne die (eigentlich vorhandene) Koppelung der Gleichgewichte zu beachten, was aber eigentlich einigermassen korrekt sein sollte bei einer Differenz der beiden K's von mehr als 7 Zehnerpotenzen. Vielleicht Ungenauigkeit beim Rechnen oder anderer KL?

Ellipson
01.09.2004, 19:00
Hmmm, ich hab die gleiche Aufgabe vor mir und versteh auch nicht wie man die Silberkonzentration am Anfang (also wenn noch keine Silbermaßlösung zugegeben wurde) berechnet.

'Am Anfang' kann auch heißen, wenn Du eine kleine Menge (einen Tropfen) zugesetzt hast. Jetzt hast Du also noch fast nichts ausgefällt und in Deiner Formel steht KL, [I-] [Ag+]. Wenn also die gefällte Menge an I- klein im Verhältnis zur Gesamtmenge ist, dann könnte man ja...

Wir hatten kürzlich einmal über ein ähnliches Problem diskutiert.
http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=28434&highlight=l%F6slichkeitsprodukt

Gruß
Martin

DYSTOPIC
01.09.2004, 19:44
dann setze ich einfach c(I^{-})=c_{0}(I^{-}) Und gut is oder? Dann nur noch nach Sulber auflösen und ausrechenen oder??

Ellipson
01.09.2004, 19:50
Ja, so habe ich es gemeint. Jetzt mußt Du aber noch prüfen, ob bei dieser Silberkonzentration das Löslichkeitsprodukt für AgCl überschritten ist. Das wird sicher nicht der Fall sein, rechne trotzdem nach.

Gruß
Martin

DYSTOPIC
01.09.2004, 20:02
Moment ich rechne doch: c\left( Ag^{+}\right) =\frac{K_{L}\left( AgI\right) }{c\left( I^{-}\right) } oder??

Ich mein ich brauch doch jetzt nicht auszurechnen ob die beiden Konzentrationen zusammen größer als KL sind oder?
Die Gleichung ist doch die gleiche, egal wie ich die jetzt noch umstelle.
Manchmal seh ich den Wald vor lauter Böuemn nicht glaub ich! :confused: :confused:

Ellipson
01.09.2004, 20:32
Ja, die Gleichung stimmt. [Ag+]=Kl(AgI)/[I-]
Bei welchem [Cl-] würde bei dieser [Ag+] dann AgCl ausfallen? Fällt es es bei der gegebenen Chloridkonz. aus? Ich habe es nicht nachgerechnet...
[Cl-]=Kl(AgCl)/K(AgI) * [I-]

Gruß
Martin

DYSTOPIC
05.09.2004, 12:03
Wie gesagt ich seh die Wälder Bäume und Wiesen manchmal nicht. In meinem Köpfchen haben sich Iodid und Chlorid verwirrt, daher war ich genau in diesem Zustand, verwirrt. :)
Nein Chlorid fällt nicht aus nehm ich mal ganz schwer an, Löslichkeitsprodukt ist 7 Zehnerpotenzen größer ...

Ellipson
06.09.2004, 09:24
Nein Chlorid fällt nicht aus nehm ich mal ganz schwer an, Löslichkeitsprodukt ist 7 Zehnerpotenzen größer ...
Ob ein Stoff ausfällt hängt davon ab, ob das Löslichkeitsprodukt überschritten wurde und damit von KL und den Konzentrationen. Du mußt Diese Aussage schon begründen können, in einer Prüfung würde sicher auch nachgefragt werden.

Gruß
Martin

DYSTOPIC
06.09.2004, 11:02
Ich glaube wir haben uns ein wenig missverstanden.
Durch c\left( Ag^{+}\right) =\frac{K_{L}\left( AgI\right) }{c\left( I^{-}\right) } haben wir die Silberkonz. genau so gemacht, dass das Löslichkeitsprodukt von AgI gerade erreicht wird.

Was ich meinte ohne es richtig auszusprechen ist, dass bei dieser Silberkonz. kein Chlorid ausfallen kann, da c\left( I^{-}\right) \approx c\left( Cl^{-}\right) ist (steht so in der Aufgabe) und KL von AgCl eben 7 Zehnerpotenzen größer ist.
Berechnen brauche ich das eigentlich nicht, denn beides sind AB-Typ Salze und haben halt den großen Unterschied in den Löslichkeitsprodukten.

Der Vollständigkeit halber die Rechnung:
c\left( Ag^{+}\right) =\frac{8.3\ast 10^{-17}}{0.03152}=2.\,633\,248\,7 \times 10^{-15}mol\ast l^{-1}
c\left( Cl^{-}\right) =0.005\,641mol\ast l^{-1}
2.\,633\,248\,7\times 10^{-15}mol\ast l^{-1}\ast 0.005\,641mol\ast l^{-1}=1.\,485\,415\,6\times 10^{-17}mol^{2}\ast l^{-2}
also deutlich unter 1,8*10-10 :D

Bis später!

Ellipson
06.09.2004, 16:57
Unter den Voraussetzungen hast Du natürlich recht.

Gruß
Martin