mein kleiner Bruder ist der totale Konsolenfreak. Jedes mal erzählt er mit wie er welchen Endgegner besiegt hat, dabei hab ich keine Ahnung und Interesse an seinen Spielen. Auch hock er immer Stunden lang vor seiner Konsole.
Ich hab schon richtig Angst vor dem "Z-Day" am 17. November.
Ist das bei euch auch so? Wenn ja hat jemand ein Heilmittel dafür?
nobody
06.11.2000, 15:03
Da gibt es einige Möglichkeiten:
-Stecker ausziehen
-verbieten
-Tracht Prügel
Die letzte ist Kinderunfreundlich, zweitletztere wird umgangen, erstere ist sehr radikal. Mein persönlicher Vorschlag:
Game auch mal mit seiner Konsole und lach ihn anschliessend aus, wie er sowas doofes nur spielen kann.....
Nightflyer
laborjunge
06.11.2000, 18:53
Hm, klingt schon mal gut.
Das Problem ist er verehrt seine Konsolen wie den Heiligen Gral. Und wenn ich mal spiele sitzt er daneben und lacht mich aus.
Langsam glaube ich er ist mit den Dingern eine Symbiose eingegangen!
Derpel
06.11.2000, 22:16
Oh ein wahres Problem, probiers mal mit der moralischen so nach dem Motto:" Wenn du nichts besseres zu tun hast, mir wär das ja zu doof, aber wenn da auf deinem IQ Level ist."
Oder gewöhn in mal an vernünftige Spiele, wie z.B Baldur`S Gate 2.
Was ich für am effektivsten halte ist, wenn er von sener Konsole labert, enfach ignorieren.
laborjunge
07.11.2000, 16:46
Tja wenn das alles so einfach wäre. Mein Bruder ist gut in der Schule und das weiss er. Und sein Gelaber kann man auch nicht ignorieren, der bringt es fertig und steht eine Stunde neben dir und labert dir ein Ohr ab.
Hat denn niemand so ein ähnliches Problem?
Cyberlink
07.11.2000, 17:10
kenne ich..ich bekam damals mit 8 oder 9 Jahren meinen Gameboy und zockte davor schon auf dem PC und Commondore 128 rum...so zockte ich also in meiner freiezit die meiste zeit..meine noten in der schule waren trotzdem gut...und labberte ebenfalls allen leuten den kopf voll...
mein tipp:
abwarten...bei mir hat sich die ganze sache mit beginn meiner beruflichen Ausbildung fasst ganz gelegt..ok zwischendurch stürze auch ich mich wieder in die Welten der Games (eigentlich nur noch bei Square-Games oder C6C)
...aber ansonsten habe ich schlicht und einfach keine zeit mehr dafür...siehs doch auch mal positiv..dein bruder lernt damit den umgang mit dem pc...und wird später mit so ziemlich jedem programm zurechtkommen da er es sich durch die doIt-yourself methode selbst beibringen wird...
tja...anders wirst du ihn nicht davon wegbringen ausser durch abwarten...bestell ihm schöne grüsse..
------------------
Michael Pfister
Moderator
laborjunge
07.11.2000, 19:59
@ Pfister
Danke für den Hinweis. Mein Bruder hat sich grad alles durchgelesen und findet dich sympatisch.
"Square-rullz, der ist voll auf meiner Wellenlänge!"
Na ja soviel zum moralischen Teil. Ich werde wohl warten müssen bis ich ausziehe und mir weiterhin Ohropaks kaufen. :)
till
15.11.2006, 09:20
Was ist denn so schlimm am konsolespielen?
Und findest du den Topictitel nicht etwas provokativ?
Tino71
15.11.2006, 09:50
Meine Güte! Da haste aber ne wirklich gut abgehangene Leiche reanimiert! Sechs Jahre und acht Tage! :rolleyes:
Hansen
15.11.2006, 13:24
Ob der Bruder wohl mittlerweile von seiner Konsole losgekommen ist ? ;)
lost chemist
15.11.2006, 15:17
Die Auswirkungen von 6 Jahren Dauerspielen müssen ein interessantes Forschungsobjekt abgeben. :D
Wahrscheinlich war die Anziehungskraft der Mädels doch stärker und hat der Spielerei ein Ende bereitet.
Jolem
15.11.2006, 15:18
Moinsen,
ich muss cyberlink recht geben. ich hab vor der ausbildung auch so ziemlich viel gezockt (Square-Enix sei Dank;) ) und werde es wahrscheinlich auch nie lassen können (bald kommt FF XII), aber! so ab und zu ein Spiel durchzuzocken ist doch garnix im Vergleich zu den Leuten die WOW daddeln!
Auch wenn ich mir damit ein paar Feinde macht, aber WOW ist echt schlimm! Ich kenne einige die garnichts anderes mehr machen..NIX!
In dem Fall meint ihr mit dem Topic aber auch den PC ne?
Also nen bischen zocken in der Jugend schadet nicht:D .
MonaLou
15.11.2006, 17:48
Gibt aber glücklicherweise auch Leute, die WoW spielen und dennoch nicht den ganzen Tag vorm PC sitzen.
Und wenn ich mir so meine eher PC-Spiel-verrückten Bekannten anschaue, kann man nicht nur mit WoW den ganzen Tag verbringen, sondern mit einer Vielfalt von anderen Spielen... (Also, WoW ist da nicht das einzig schlimme :D ) Und wenn grad kein PC in der Nähe ist, kann man über diese Spiele reden... *seufz*
stalker
15.11.2006, 18:42
Am besten sind natürlich Spiele von denen man was lernen kann. Und ich meine jetzt nicht die Fussballspiele, wo man die Namen der Fussballer lernen kann, denn wenn man solche Spiele spielt, dann kennt man die Namen meist schon.
Mein persönlicher und absoluter Favourit war (und ist) Final Fantasy VIII und IX.
Da kamen vershiedene Namen wie "Shiva, Leviathan, Behemot, einige nordische, mystischen Wesen wie "Odin" vor.
Da hab ich mich mal schlau gemacht und wirklich total viele Namen aus dem Rollenspiel beziehen sich auf Gottheiten aus der ganzen damaligen Welt.
Seit ich 18 geworden bin ist es nicht mehr so mit spielen.
Autofahren ist doch irgendwie spannender^^
Hansen
17.12.2006, 00:55
Am besten sind natürlich Spiele von denen man was lernen kann.
Betrachtet man diese Aussage im Hinblick auf die Killerspiel-Problematik kommt man allerdings wieder ins Grübeln ;)
Godwael
17.12.2006, 16:16
Naja, schießen lernen muss man schon in echt, das geht nicht am Rechner.
Naitsich
19.12.2006, 18:20
Naja, schießen lernen muss man schon in echt, das geht nicht am Rechner.
das is etz abba auch eindeutig zweideutig:eek:
Bakunin
30.01.2007, 11:04
Ich denke es gibt weit aus schlechteres als Games zocken für die geistige Entwicklung - Fernsehen z.B. Beim Zocken ist das Gehirn zumindest noch aktiv am agieren.
stalker
30.01.2007, 13:31
Ich denke es gibt weit aus schlechteres als Games zocken für die geistige Entwicklung - Fernsehen
Da bin ich auch eher geteilter Meinung..
Man muss eben nur das Richtige gucken und wer kontrolliert schon was man guckt:rolleyes:
Gäbe es keinen Fernseher, würde ich nur eine vage Vorstellung davon haben, wie z.B. Großkatzen auf Jagd gehen oder wie es an den Erdpolen aussieht, oder, oder, oder...
Als Teenager liebte ich früher die Dokus über das Tierreich.
Bakunin
30.01.2007, 15:44
Es geht um die Gehirnaktivität, das Gehirn entwickelt sich nur sovern es auch gefordert wird. Beim Fernsehgucken z.B. ist die für Logic verantwortliche Gehirnhälfte praktisch in dauer Stand-by. Das ist gerade während der Entwickling ganz schlecht.
Beim Zocken dagegen sind beide Gehirnhälften aktiv, ausserdem werden je nach Genre auh noch geziehlt Reflexe, Suchraster und/oder z.B. Taktik bzw Strategieverständnis gefördert. Ich hab Age of Empires, Star- und Warcraft viele Nächte lang gezockt und ich denke es hat meinen Entwicklung eher gut getan als geschadet. Etwas das ich von Schule und Fernsehen eher nicht behaupten kann.
Godwael
30.01.2007, 16:04
Gäbe es keinen Fernseher, würde ich nur eine vage Vorstellung davon haben, wie z.B. Großkatzen auf Jagd gehen oder wie es an den Erdpolen aussieht, oder, oder, oder...
Da gibt's doch diese komischen Dinger aus Papier, wie heißen die noch mal..? Die versammeln sich gerne in großen Schwärmen, sogenannten "Bibliotheken"... ;) :D
So unrecht hat Bakunin wirklich nicht. Fernsehen ist halt eine passive Beschäftigung und zur Wissensvermittlung eigentlich viel zu ineffektiv. Tie Tierdokus sind ja ganz nett, aber was gemessen am Zeitaufwand an Information dabei rüberkommt, ist minimal.
stalker
30.01.2007, 16:14
Das schon, aber Fotos könnten mir z.B. nie die Geschwindigkeit eines Geparden zeigen oder die Wendigkeit einer Gazelle.
Aber wir reden jetzt von verschiedenen Dingen. Bakunin spricht über die Gehirnförderung und ich über die Informationsaufnahme. Das Auge soll ja am meisten Infos aufnehmen. Und vom TV gehts halt besser, weil die Bilder sich bewegen.
Und ich sage auch nicht, dass ich lieber TV gucke, als Spiele zu spielen:p
In letzter Zeit tue ich beides (überhaupt) nicht oft.
Ca. 3-5 Stunden in der Woche:cool:
Godwael
30.01.2007, 17:00
Das Auge soll ja am meisten Infos aufnehmen.
Wer sagt das? (Außerdem würde mich in dem Zusammenhang mal interessieren, mit welchem Organ du denn liest... :D :D )
stalker
30.01.2007, 20:02
Wer sagt das? (
Ich habs irgendwo gelesen, aber hier nochmal:
Das Auge (http://www.auge-online.de/Wissenswertes/Zahlen/zahlen.html)
Das Sehen
ist der bedeutsamste Sinn, über den wir verfügen. Mit keinem anderen Sinnesorgan kön- nen wir annähernd so viel Information in so kurzer Zeit aufnehmen. Man schätzt das 70% aller für den Menschen wichtigen Informationen durch das Sehsystem
Tie Tierdokus sind ja ganz nett, aber was gemessen am Zeitaufwand an Information dabei rüberkommt, ist minimal.
Wieso denn? Bevor du das Jagdverhalten eines Löwen im Buch nachgeschlagen hast, kannst du es im TV schon nach wenigen Minuten sehen.
(Ich glaube wir kommen leicht vom Thema ab)
Hansen
30.01.2007, 23:40
Ach, das eigentliche Thema ist eh seit Jahren abgeschlossen ;)
Man sieht und hört die Informationen vielleicht, aber behalten tut man sie deshalb noch lange nicht ;) Einen anspruchsvollen Text bzw. eine komplizierte Textpassage liest man doch in der Regel mehr als nur ein mal durch, das geht bei Fernsehsendungen eher schlecht. Die Informationsdichte in den meisten Dokumentarsendungen ist meist doch recht dürftig, zwar sieht man die schönen Bilder, oft reduziert es sich aber auch gänzlich darauf.
Es gibt auf Phoenix etwa eine Geschichts-Dokumentationsreihe, in der 15 Minuten lang ein Zeitzeuge bei gleichbleibender Kameraeinstellung ein geschichtliches Ereignis aus seinen Erinnerungen schildert. Wenn man sich das anschaut merkt man erst, wie sehr man bei diesen ganzen Hochglanz-Dokus durch die kleinen Filmfetzen abgelenkt wird, mit denen man bombardiert wird. Der Informationsgewinn aus dieser Phoenix-Dokumentation ist ungleich höher als aus auf "herkömmliche Weise" produzierten Dokumentationen, man hat vielleicht kein Bild von der Statur der historischen Akteure oder vom genauen Aussehen des Schauplatzes, dafür begreift man aber den Zusammenhang und seine Beudeutung viel umfassender. Gleichzeitig ist man aber auch viel mehr gefordert, das Zuhören ist anstrengender, da es tatsächlich auf jeden Satz ankommt.
Ich würde daher die These aufstellen, dass das Fernsehen zwar eine Vielzahl von Informationen transportiert, wovon ein Großteil schlicht überflüssig ist, aber dennoch die Aufnahme von komplizierteren Sachverhalten parallel zu den Bildern verhindert, weswegen diese Sachverhalte einfach gehalten werden. Das, was über die schlichten Bilder hinausgeht, uns also hilft die Bilder richtig einzuordnen, wird ohnehin über das Medium Sprache vermittelt, ist also nicht zwangsläufig an den Fernseher gebunden.
Persönlich bin ich ein großer Fan von Radio-Features, da ich für mich daraus mehr Gewinn ziehen kann als aus Fernseh-Dokumentationen, in denen man sich doch eher "berieseln" lässt und sich der bunten Bildchen erfreut.
Natürlich kann man aber auch nicht verallgemeinern, für bestimmte Sachverhalte eignet sich das Medium Fernsehen einfach wesentlich besser, wenn man wirklich nur an der oberflächlichen Information interessiert ist, etwa wenn es um ein Gemälde, die Panorama-Aufnahme einer Landschaft oder den zitierten Geparden geht. In Zeiten des Internets findet man aber doch eigentlich genug Medien, auch bewegte, sodass man nicht darben muss, auch wenn man auf den Fernseher verzichtet ;)
stalker
31.01.2007, 01:02
Schöner Aufsatz;)
OK, sagen wir mal: Ein Kind in seinen ersten 3 Jahren. Es kann noch nicht lesen, aber die Informationaufnahme ist enorm hoch, sodass sich hier der Fernseher am besten eignet. Nur ist wieder die richtige Programmwahl sehr entscheidend.
Meine Eltern haben mir damals eine Sega (oder sowas ähnliches) gekauft, damit ich meine Mutter nicht beim Kochen störe. Somit war meine Kindheit erfühlt mit Mario, Tanks und Tetris. Mit 5 hab ich dann lesen gelernt und schon waren Bücher meine Favouriten. Bis ich 11 wurde. Dann kam die Playstation. Ich kann nicht sagen, ob ich weiterhin soviel gelesen hätte, wenn ich keine PS gehabt hätte, aber durch die "richtige" Wahl der Spiele (von Rallye über Adventures bis Rollenspiele, (KEIN einziges Ballerspiel!)) bin ich trotzdem normal aufgewachsen und bin auch noch lange nicht reif für die Klapse:D
Godwael
31.01.2007, 01:27
Das sagst du... :p
stalker
31.01.2007, 02:09
Naja, vielleicht ein Bisschen.:dizzy:
:D
Meschik M.
31.01.2007, 17:53
Nun durch die neuen Techniken des Fernsehens ist es ein bisschen interaktiver geworden. So kann ich einzelne Sendungen durch Timeshift-Aufnahme jederzeit zurückspulen und mir einzelne Szenen noch einmal anschauen sogar in Zeitlupe wenn ich will. Aber nichts desto trotz ist es doch immer eine passive Angelegenheit. Ich gehe selten vor den Fernseher und schaue mir gezielt eine Dokumentarsendung an. Meistens läuft sie halt gerade oder man ist beim Durchzappen in einer Werbepause darauf gestoßen. Anders ist das wenn ich ein Buch lesen will das nehme ich dann wirklich weil ich das Buch lesen will oder einen Artikel/Begriff nachschlagen will.
Ich glaube in Foren mit zu diskutieren kann wohl als die umfassendste Form der Wissensvermittlung im privaten außerschulischen Bereich gesehen werden.