Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Physikstudium
Marko
02.10.2003, 18:37
Hallo
Habe ein paar Fragen zum Physikstudium, da ich im moment dabei mir über die Zukunft Gedanken zu machen ;) :
Hier wird ja oft gesagt, dass ein Chemiestudium ziemlich anstrengend ist und man das Wort Freizeit gleich vergessen kann.
Ist das beim Physikstudium auch so oder ist das weniger hart? Und wie lange dauert das Studium im Durchschnitt?
Überhaupt: Was kann man mit nem Physik-Diplom später mal machen?
Noch was: Muss man während man studiert oft Versuche oder ähnliches machen (in Praktika oder so) ? Bin nämlich eher theoretisch veranlagt ;)
Wäre nett wenn ihr ein bisschen dazu schreiben würdet :)
bm
02.10.2003, 18:57
Ist das beim Physikstudium auch so oder ist das weniger hart?
mindestens ebenbürtig.
Überhaupt: Was kann man mit nem Physik-Diplom später mal machen?
Mit einem schönen Rahmen ins Wohnzimmer hängen?
Spass beiseite : Physiker sind gesucht.
Bin nämlich eher theoretisch veranlagt ;)
Studium von 1920-1923, Promotion nach sechs Semestern, mit folgendem Ergebnis :
“Das Urteil Wiens (Experimentalphysiker) lautete (sinngemäß) auf `bodenlose Ignoranz', während Sommerfeld (vermutlich) erklärte, bei diesem Doktoranden handle es sich um ein einmaliges Genie. Im Hauptfach `Physik' gab es schließlich noch eine III (ein `gerade noch bestanden'). Das ist die Note, mit der die schwächsten Kandidaten durchkommen."
für was?
keine Ahnung vielleicht für seine Unschärferelation :)
ork
02.10.2003, 19:18
Originalnachricht erstellt von Winas
für was?
"für die Schaffung der Quantenmechanik, deren Anwendung unter anderem zur Entdeckung der allotropen Formen des Wasserstoffes führte" (http://siux00.physik.uni-siegen.de/~adar/nobel.html)
Alichimist
02.10.2003, 19:28
Sommerfeld war schliesslich studierter Mediziner, wen wundert's also...
Gruss
PS: Heisenberg wird übrigens heut noch kontrovers 'eingeschätzt'
LittleIvan
02.10.2003, 19:33
Originalnachricht erstellt von Marko
Hier wird ja oft gesagt, dass ein Chemiestudium ziemlich anstrengend ist und man das Wort Freizeit gleich vergessen kann.
Ist das beim Physikstudium auch so oder ist das weniger hart?
Du hast wohl weniger Experimente, was aber nicht heißt, dass du dich langweilen wirst:)
Und wie lange dauert das Studium im Durchschnitt?
Regelstudienzeit woe üblich 10 Semester, im Schnitt glaub ich 12 (aber das ist locker in 10 zu schaffen, wenn du nicht noch anderes neben dem Studium zu tun hast.
Noch was: Muss man während man studiert oft Versuche oder ähnliches machen (in Praktika oder so) ? Bin nämlich eher theoretisch veranlagt ;)
Keine Sorge, da steckt schon mehr als genug Theorie drinne. Sogar soviel, dass du dich auf die Versuche freuen wirst. Ich hab auch 2 linke Hände (was wohl daran lag, dass wir in der Schule weder in Physik noch in Chemie irgendwelche Versuche gemacht haben), aber für die 2 Praktkas bei uns muss man nicht in der Lage sein, ein Radio auseinanderzubauen und wieder zusammenzusetzen.
MfG Ivan
Alichimist
02.10.2003, 19:38
klärt mich mal einer auf, worin der Unterschied heutzutage liegt in puncto Physik - Angew. Mathematik?
Ich seh da nämlich absolut keinen. Und genau diese 'beiden linken Hände' vieler Absolventen bescheren die schlechten Einstellungsprognosen bei vielen Konzernen..
Gruss
upsidedown
02.10.2003, 20:48
Da kann ich nur empfehlen vorher bei besagten Konzernen ein Praktikum zu machen und sie vom Gegenteil zu ueberzeugen.
Und so pauschal alle Physiker ueber einen Kamm zu scheren ist auch etwas unfair - in dem Studiengang kann man im HS auch durchaus Schwerpunkte in die eine oder andere Richtung setzen.
Und mal ganz ehrlich: Ich kenn auch ne ganze Menge Leute die in absehbarer Zeit Ingenieure sein werden und denen man die besagten linken Haende anscheinend erstmal noch vom Ruecken losbinden muesste...
bm
02.10.2003, 20:54
Originalnachricht erstellt von Alichimist
PS: Heisenberg wird übrigens heut noch kontrovers 'eingeschätzt'
Was gibt es an seiner Biographie auszusetzen?
Heisenberg empfand die Vorstellung Hitler Atombomben in die Hand zu geben, gräßlich. Er beschloß, nach Kopenhagen zu fahren, und Bohr zu Rate zu ziehen. Im September 1941 fuhr Heisenberg zu Bohr. Er wollte ihn fragen, ob ein Physiker das moralische Recht habe, an Atomproblemen im Krieg zu arbeiten.
Heisenberg referierte im Sitz der Hauptverwaltung der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft vor Fachleuten, Staatssekretären, Generälen, Kernphysikern und Mitarbeitern der KWG über die militärische Bedeutung der Kernenergie. “Ich habe also berichtet, daß es möglich ist, Atomreaktoren zu machen. Daß wir jetzt wissen, daß Neutronen sich vermehren. Ich habe nicht erwähnt, daß man damit Plutonium machen kann, weil wir diese Dinge möglichst klein halten wollten.”
Auf die Frage, wie groß eine Bombe sein müßte, die ganz London in Schutt und Asche legt, antwortete Heisenberg: “Etwa so groß wie eine Ananas.” Aber Heisenberg sagte auch: “Im Prinzip kann man schon Atombomben machen und kann auch diese Sprengstoffe gewinnen; aber alle Verfahren, die wir bisher kennen...sind so ungeheuer kostspielig, daß es vielleicht viele Jahre dauern würde, und daß es eben einen ganz enormen technischen Aufwand von Milliarden brauchen würde.”
Heisenberg nimmt nicht für sich in Anspruch, eine moralische Entscheidung gegen die Atombombe getroffen zu haben, aber durch seine Ausführungen über die immensen Kosten eines solchen Projektes hat er sich deutlich gegen ein Atom-Projekt mit höchster Dringlichkeitsstufe gestellt.
Das die Entscheidung Speers gegen die Atombombe und für die Uranmaschine ausfiel war ein Glücksfall, denn Heisenberg besaß nicht das nötige politische Geschick ihren Bau zu verhindern. Er ließ einfach die Tatsachen sprechen und hatte Glück, daß kein Himmler oder andere Fanatiker an diesem Projekt interessiert waren.
Alichimist
02.10.2003, 20:59
Originalnachricht erstellt von upsidedown
Und mal ganz ehrlich: Ich kenn auch ne ganze Menge Leute die in absehbarer Zeit Ingenieure sein werden und denen man die besagten linken Haende anscheinend erstmal noch vom Ruecken losbinden muesste...
der war juut :jump_biggrin:
nobody
02.10.2003, 21:03
gibt es überhaupt noch ne uni oder FH für astronomie?
naja FH eher nicht..
Alichimist
02.10.2003, 21:05
Astro issen Physikstudium (TH, Uni) und:
Sollte man das (wenn überhaupt) nicht besser in USA stud.?
Gruss
nobody
02.10.2003, 21:14
in usa gint es glaube ich eh den studiengang astronomie mit diplom oder?
bm
02.10.2003, 21:18
Lieber Otto,
bevor ich mir Gedanken über ein Astronomiestudium (das an vielen Universitäten ein Physik-Diplom voraussetzt) machen würde...
...wäre es nicht besser ein Mittelstufenmathematikbuch zur Hand zu nehmen?
nobody
02.10.2003, 21:19
das eine hat mit dem andreen nicht zu tun wenn ich mich hatl für das interesiere (neugierig bin)
immer diese an...
Marko
02.10.2003, 21:21
hey, danke für die schnellen Antworten :)
Keine Sorge, da steckt schon mehr als genug Theorie drinne. Sogar soviel, dass du dich auf die Versuche freuen wirst. Ich hab auch 2 linke Hände (was wohl daran lag, dass wir in der Schule weder in Physik noch in Chemie irgendwelche Versuche gemacht haben), aber für die 2 Praktkas bei uns muss man nicht in der Lage sein, ein Radio auseinanderzubauen und wieder zusammenzusetzen. Das beruhigt mich :)
Was man nach dem Studium macht, würd mich aber auch noch interessieren: Forschung, Entwicklung, Patente?
LittleIvan
02.10.2003, 21:24
Originalnachricht erstellt von Alichimist
klärt mich mal einer auf, worin der Unterschied heutzutage liegt in puncto Physik - Angew. Mathematik?
Ich seh da nämlich absolut keinen. Und genau diese 'beiden linken Hände' vieler Absolventen bescheren die schlechten Einstellungsprognosen bei vielen Konzernen..
Gruss
naja es ist ja nicht so, dass einem gar nichst beigebracht wird. Am Ende des Studiums kann man garantiert physikalische Experimente durchführen und bewerten. Außerdem kann man ja noch ne experimentelle Diplomarbeit machen. Allerdings ist das Physikstudium eben kein Ingeneur- oder Elektrotechnikstudium. Aber nach dem was ich bisher gelesen habe, muss man nicht ein begnadeter Bastler sein um irgendwo nen Job zu finden
@Marko: Es gibt wahrscheinlich dutzende von verschiedenen Beschäftigungsmöglichkeiten. Die meisten gehen glaub ich in die Industrie. Dort entwickeln Physiker zum Beispiel mit E-Technikern zusammen irgendwelche Dinge. Oder man geht zur Uni, in Forschungsbetriebe, ja sogar in Personalabteilungen von absolut Physikfremden Firmen finden sich Physiker
Alichimist
02.10.2003, 21:30
wir haben nen ganzen A... voll davon in der Patentstelle des Konzerns sitzen...
Gruss
Marko
02.10.2003, 21:37
ok
Vielen Dank!
upsidedown
02.10.2003, 22:07
Originalnachricht erstellt von Otto
das eine hat mit dem andreen nicht zu tun wenn ich mich hatl für das interesiere (neugierig bin)
immer diese an...
Die An...spielung ist der sehr ernst gemeinte Hinweis, dass man fuer ein Physikstudium mehr als nur Begeisterung, sondern auch eine ganze Menge Talent braucht. Und davon ist bei dir leider im Moment nicht viel zu erkennen.
Ums auf den Punkt zu bringen (was anderes als Klartext verstehst du ja leider nicht): Momentan schaetze ich deine Chance es durch ein Physikstudium zu schaffen wenn du nicht einen unheimlichen Sprung in deinen Faehigkeiten machst auf praktisch Null ein.
Das ist nicht boese gemeint wenn dich bm oder ich oder jemand anders darauf aufmerksam macht - es ist nur ehrliches feedback das intelligente Menschen zu schaetzen wissen sollten.
bm
02.10.2003, 22:18
Originalnachricht erstellt von Alichimist
Sommerfeld war schliesslich studierter Mediziner, wen wundert's also...
Sommerfeld, Arnold :
Lebenslauf in Stichworten
1868 am 5. Dezember in Königsberg geboren.
1886 Beginn des Studiums der Mathematik und Physik an der Universität Königsberg.
1891 Promotion an der Universität Königsberg über Die willkürlichen Functionen in der mathematischen Physik.
1892 Staatliche Prüfung für das Lehramt, anschließend Militärdienst.
1893 Assistent bei dem Mineralogen Theodor Liebisch an der Universität Göttingen.
1894-1896 Assistent bei dem Mathematiker Felix Klein an der Universität Göttingen.
1895 Habilitation mit einer Mathematischen Theorie der Beugung.
1897-1900 Professur für Mathematik an der Bergakademie Clausthal.
1897-1910 Theorie des Kreisels in vier Bänden mit Felix Klein.
1898-1926 Redakteur der Physikbände der Encyklopädie der Mathematischen Wissenschaften.
1900-1906 Professur für Mechanik an der TH Aachen.
1904 Untersuchungen zur Schmiermittelreibung.
1904/1905 Arbeiten zur Elektronentheorie.
1906 ordentliche Professur für theoretische Physik an der Universität München.
1915/16 Untersuchungen zur Atomtheorie: Bohr-Sommerfeldsches Atommodell, Feinstrukturkonstante.
1918 Vorsitzender der Deutschen Physikalischen Gesellschaft.
1919 Erste Auflage von Atombau und Spektrallinien.
1922/23 Carl-Schurz-Gedächtnisprofessur in Madison, Wisconsin.
1927 Elektronentheorie der Metalle.
1928/29 Weltreise: Indien, China, Japan, U.S.A.
1935-1940 Heftige Auseinandersetzungen um seinen Nachfolger; die sogenannte "Deutsche Physik" setzt sich mit ihrem Vertreter W. Müller durch.
1942 Die Mechanik erscheint als erster Band seiner sechsbändigen Lehrbuchreihe Vorlesungen über theoretische Physik, die erst posthum abgeschlossen wurde.
1951 am 26. April an den Folgen eines Unfalles gestorben.
Dass er auch noch Mediziner war; Hut ab!
Und dass das in seiner Biographie einfach verschwiegen wird:
Eine Unverschämtheit.
Oder hast Du das mit Prof. Brinkmann verwechselt?
Alichimist
02.10.2003, 23:32
nein, habe ich nicht und es ist hinlänglich bekannt, dass er (auch) Militärarzt war..
Gruss
bm
02.10.2003, 23:34
..Quellen?
Alichimist
02.10.2003, 23:38
zitieren wir zur Abwechslung mal was Ordentliches:
K. Simonyi: Kulturgeschichte der Physik, ISBN: 3-332-00254-6, 1990
upsidedown
02.10.2003, 23:39
..Quellenauszug?
bm
02.10.2003, 23:41
Originalnachricht erstellt von Alichimist
zitieren wir zur Abwechslung mal was Ordentliches:
K. Simonyi: Kulturgeschichte der Physik, ISBN: 3-332-00254-6, 1990
Originalnachricht erstellt von upsidedown
..Quellenauszug?
selber lesen macht schlau...
nee Spass beiseite, die Seitenzahl hab ich nich parat, das Werk umfasst an die 600 Seiten
glimpse
02.10.2003, 23:58
Originalnachricht erstellt von Alichimist
nein, habe ich nicht und es ist hinlänglich bekannt, dass er (auch) Militärarzt war..
Gruss
So hinlänglich wohl nicht, bis zu google (http://www.google.com/search?q=arnold+sommerfeld+milit%C3%A4rarzt&sourceid=opera&num=0&ie=utf-8&oe=utf-8) ist dieses Wissen zumindest noch nicht vorgedrungen. Du wirst uns wohl doch aus der Fachliteratur zitieren müssen.
Alichimist
03.10.2003, 00:02
und ich nehme auch schon Alles zurück, denn es war H.v. Helmholtz, den ich die ganze Zeit meinte...
Grüsse
PS doch ein schlaues Büchlein :D
hippie
03.10.2003, 00:03
Originalnachricht erstellt von Alichimist
selber lesen macht schlau...
nee Spass beiseite, die Seitenzahl hab ich nich parat, das Werk umfasst an die 600 Seiten
Also, ich habe nachgelesen (und zwar in E. Segre: Die großen Physiker und ihre Entdeckungen, Band 2 Von Röntgen bis Weinberg, 2. Aufl. Piper, München 2002) und folgendes herausgefunden:
1. Heisenbergs Dissertation handelte über Hydrodynamik und hatte mit QM nichts zu tun.(S.161)
2. Sommerfeld war von Anfang an ein Unterstützer der Quantenmechanik (S. 138). (Dies geht btw schon aus bm's ersten Beitrag hervor).
Ob Mediziner oder nicht erwähnt Segre nicht.
Allerdings müsste man deinen Kommentar, Alichimist, dann so interpretieren, dass Mediziner eine prophetische Veranlagung hätten Nobelpreisträger frühzeitig zu erkennen. ;)
oder das sie (die Medicusse) nix von Physik verstünden ---
aber dank 'Hermann von' ergibt sich ja dann doch ein erfreulicheres Weltbild...
Gruss
Alichimist
03.10.2003, 00:12
bm, 'das' hängt wohl mit seiner Unschärferelation zusammen, die für so viel Wirbel gesorgt hat (und noch sorgt) und mit ziemlicher Sicherheit (in dieser Form) auch nicht zutrifft..
Gruss
bm
03.10.2003, 00:13
= keine Antwort auf meine Frage nach W. Heisenberg.
Sorry, Du stellst was ins Forum, zitierst irgendwelche Quellen, fremd von der eigentlichen Fragestellung, revidierst dann die "themenverfehlten" Zitate und....?
'das' hängt wohl mit seiner Unschärferelation zusammen
Aha, also lieber scharf? Auf was?
Alichimist
03.10.2003, 00:22
Originalnachricht erstellt von bm
= keine Antwort auf meine Frage nach W. Heisenberg.
Sorry, Du stellst was ins Forum, zitierst irgendwelche Quellen, fremd von der eigentlichen Fragestellung, revidierst dann die "themenverfehlten" Zitate und....?
aha: "kontroverse Einschätzungen" sind also jetzt schon zu Vorwürfen mutiert, na hallo!
und am thema vorbei gehen hier übrigens locker über die hälfte der posting zu x-beliebigen beiträgen ständig
oder sagen wir's anders: (strenge) Wissenschaftlichkeit sollte in einem Forum ernsthaftig auch keiner erwarten.
Gruss
bm
03.10.2003, 00:29
aha: "kontroverse Einschätzungen" sind also jetzt schon zu Vorwürfen mutiert
Kontroverse Einschätzungen, beruhend auf Nichtwissen, sind Vorurteile; in diesem Fall waren es Angriffe gegen die Person W. Heisenberg.
oder sagen wir's anders: (strenge) Wissenschaftlichkeit sollte in einem Forum ernsthaftig auch keiner erwarten.
Von vielen erwarte ich das auch nicht, von einigen schon.
Diese meine Erwartungen können natürlich revidiert werden.
Alichimist
03.10.2003, 00:35
dann muss ich hier doch mal konkreter werden:
ich meine damit im speziellen die Art von (offenbar geduldetem)Personenkult und Rummel, die mit seiner "Unschärferelation" im Zusammenhang steht und öffentlich praktiziert wurde (sagen wir heute Medienrummel dazu?) ;)
Ich wollte damit weiterhin zum Ausdruck bringen, dass es (höchstwahrscheinlich) brilliantere Physiker seiner Zeit gab...
Die Reaktion unter den beteiligten Wissenschaftlern war unterschiedlich. Doch vielfach wich die anfängliche Freude über den glänzenden Erfolg schweren Schuldgefühlen. Isidor Rabi sprach von einem gestörten Gleichgewicht in der Natur, in der der Mensch zur tödlichen Bedrohung seiner selbst wurde, J. R. Oppenheimer zitierte eine Stelle aus Bhagavad Gita: "Ich wurde zum Tod, den Zerstörer der Welten.", Ken Bainbridge, der Testleiter, sagte zu Oppenheimer: "Wir alle sind nun Huren-Söhne.".
Einige weitere unterzeichneten sofort nach der Testexplosion Petitionen zur Vernichtung des "Monsters", ihre Proteste stießen aber auf tote Ohren. Wie sich später zeigen sollte, war Jornada del Muerto in New Mexico nicht der letzte Ort auf dem Planeten Erde, der die Zerstörung durch eine Atomexplosion erleben sollte.
Den Test leitete General Groves.
hippie
03.10.2003, 11:52
Feynman, Nier, Dunning, Wigner, Weißkopf, sogar Bohr war eine Weile in Los Alamos...
Zur Brillanz, mal abgesehen von der A-Bombe:
Allein Heisenbergs Matrizenmechanik reicht aus ihn als brilliant zu bezeichnen, auch wenn sie noch komplexer ist, als die beiden anderen mathematischen Wege nach Schrödinger und Dirac.
Alichimist
03.10.2003, 12:11
Feynman ganz vergessen? :D
och, und an der Matrizenmechanik hat wohl Max Born den Grossteil verbrochen ;)
Gruss
hippie
03.10.2003, 12:25
Originalnachricht erstellt von Alichimist
Feynman ganz vergessen? :D
hatte ihn mit einem Graphiker verwechselt... :silly: korrektur s.o.