Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Homosexualität
buba
22.09.2000, 19:55
Wie allgemein bekannt ist, gibt es verschiedene Arten von Sexualität. In der Schule haben wir dieses Thema in mehreren Fächern diskutiert. Heute erst ist es wieder aufgekommen, und nun möchte ich es hier reinposten, damit wir darüber diskutieren können.
Jemand hat im Rahmen des Ethikunterrichts mal gefragt, ob es auch homosexuelle Tiere gibt. Der Lehrer, der Ethik, Biologie und Chemie unterrichtet, hat mit ja geantwortet! Angeblich findet man vereinzelt homosexuelle Tiere. Das kann ich mir schlecht vorstellen. Ich denke, dass so etwas nur bei Menschen auftreten kann.
Dieser Lehrer hat weiter gemeint, dass viele Mönche schwul werden, weil sie jahrelang nur unter Männern leben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so "einfach" ist, jemanden homosexuell zu "machen"! Womit wir bei der Frage wären: Ist Homosexualität angeboren? Gibt es (defekte?) Gene, die dafür verantwortlich sind? Oder ist sie eine Fehlprägung im Kindesalter, wenn z.B. die Mutter zu sehr dominiert? Wie sieht es bei Bi- oder Transsexualität aus? Was führt zu Sadismus, Masochismus, Fetischismus, Pädophilie etc.? Die Wissenschaft bietet verschiedene Antworten, doch letztendlich wissen wir es nicht mit Sicherheit.
In der Antike soll es "vornehm" gewesen sein, als Mann einen "Jüngling" für sexuelle Spielchen zu haben. Falls das stimmt, frage ich mich, wie sich die Menschen so weit ändern konnten, dass es immer noch Menschen gibt, die andersorientierte Menschen als böse oder krank ansehen.
Ich kann mir gut vorstellen, dass es bei so vielen Usern den einen oder anderen gibt, der selber Homo- oder Bisexuell ist. Ich hoffe, ich habe mit meiner Wortwahl nicht etwas ausgedrückt, durch das man denken könnte, ich würde schlecht über Homo- oder Bisexualität denken. Dem ist nicht so!
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buba
Moderator
Kutti
23.09.2000, 11:37
Hallo Buba,
zunächst einmal möchte ich zu deiner Vermutung Homosexualität könne etwas mit "angeborenem Verhalten", Vererbung, etc. zu tun haben, Stellung nehmen. Da ich ja ein kleiner Genetik Fan bin, weiß ich folgendes darüber. Also:
Während der Entschlüsselung des menschlichen Genoms, haben Forscher anfang diesen Jahres
tatsächlich etwas herausgefunden, dass ich in Kurzform berichten möchte: Es gibt nach deren Ansicht wirklich ein Gen namens Xq28 auf dem x-Chromoson, dass ausschlaggebend für die Homosexualität ist, bzw. sein könnte. Das Gen verursacht einen komplizierten Mechanismus bei der Proteinbiosynthese, der dieses Verhalten bei Menschen bewirken könnte. Wenn es euch interessiert, dann poste ich mehr darüber.
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Kutti
Moderator
C.Kuttruff@gmx.net
buba
27.09.2000, 16:20
Anscheinend interessiert es die anderen nicht, Kutti. Wenn du Lust hast, kannst du's trotzdem für mich reinposten. ;)
hippie
27.09.2000, 17:19
@buba
ich glaube das mit den mönche ist eher so:
die mönche unter liegen dem strengsten zölibat (heisst doch so oder?) dass heisst, sie sehen nach dem eintritt ins kloster so gut wie keine frauen und suchen sich dann eben ersatz.
hast du den namen der rose gelesen?
da wird dieses thema am rande erläutert.( das buch ist auch sonst lesenswert und trotz manchen seeeeehr langen religösen grundsatzdiskusionen sehr spannend
hippie
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Es gibt Probleme, die löst man am besten in HCl
[This message has been edited by hippie (edited 27-09-2000).]
nobody
03.10.2000, 00:33
Ich glaube, dass jeder Mensch irgendwo mindestens ein bisschen Bisexuell ist. Aus Ermangelung anderer Möglichkeiten habe ich meine ersten Erfahrungen auch bei einer Freundin gemacht. Auch heute sehe ich genauso gern schöne Männer wie Frauen. Bin ich deswegen aber irgendwie falsch gepolt? Ich bin immerhin mit meinem Mann einigermassen glücklich und brauche niemand anders für Sexspiele wie die alten Griechen. Ausserdem sind die Tiere, die Homosexuell sind eben nur unter Gleichgeschlechtlichen und finden für Zärtlichkeiten etc. eben nur diese. Lediglich in der Paarungszeit kommt es zum zwischengeschlechtlichen Kontakt. Es gibt da einen sehr interessanten Dokumentarfilm über die Sexualforschung im Vergleich Mensch und Tier.
laborjunge
15.10.2000, 15:38
Also homosexuelle Tiere gibt es. Da gabs mal so ein Storchenpaar, das auch in der Paarungszeit zusammen geblieben ist.
Bei dem Thema schwule Mönche kann ich Hippie zustimmen, sie suchen sich einfach einen Ersatz.
buba
29.04.2001, 20:15
Ich habe eben wieder eine E-Mail vom "Mailclub" bekommen (ich habe deren Newsletter abonniert, weil die immer Sachen sagen, die mich aufregen oder auch zum Lachen bringen).
Der E-Mail-Betreff: "Homosexualität und Sex allgemein"
Zitat:
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Hi und Hallo,
einige Mailclub-Mitglieder haben uns gefragt, ob wir "was gegen Schwule hätten".
Wir haben generell gegen NIEMANDEN etwas, auch nicht gegen Drogensüchtige oder gegen Straftäter, die im Knast sitzen, weil man nämlich jeden Menschen achten sollte und versuchen sollte zu verstehen, was ihn zu seinem falschen Verhalten getrieben hat. Aber dieses Verhalten dürfen wir trotzdem nicht gutheißen. Ziel sollte es sein, diese Menschen von ihren falschen Verhalten abzubringen.
Dann wurde gefragt, was daran schlimm sei, wenn sich 2 Männer lieben. Daran ist überhaupt nichts schlimm! LIEBE ist etwas Wunderbares! Es ist wundervoll, wenn Eltern ihre Kinder lieben, wenn sich Ehepartner lieben, wenn sich 2 Männer oder 2 Frauen gern haben, auch wenn Lehrer ihre Schüler lieben. LIEBEN, aber nicht Sex mit ihnen haben! Kürzlich wurde ein Lehrer zu 3 Jahren Haft verurteilt, weil er mit Schülerinnen "Sexspiele" gemacht hat. Er hat mit keiner der Schülerinnen geschlafen, sondern nur "rumgemacht", wurde aber trotzdem verurteilt, weil sich so etwas halt nicht gehört.
Abzulehnen ist nicht, wenn sich Menschen desselben Geschlechts lieben (gern haben), sondern wenn sie miteinander sexuelle Praktiken ausüben, die landläufig als "pervers" bezeichnet werden.
Wir wollen hier niemanden diskriminieren, sondern nur ein paar Tatsachen berichten, die viele von euch vielleicht nicht wissen:
Die CHRISTLICHE MITTE hat im Jahr 2000 eine Informationsschrift
herausgegeben mit dem Titel "Wissenschaftliche Erkenntnisse zur
Homosexualität". Darin steht unter anderem: "Homosexuelle haben eine
unreife, egozentrische Persönlichkeit. Sie sind Neurotiker und Sklaven
pervertierter Sexsucht ..." (Zur Erklärung für unsere jüngeren Mitglieder:
"egozentrisch" = ich-süchtig, "Neurotiker" = an einer seelischen Störung leidend, "pervertiert" = verdreht, abartig.)
Gegen diesen Satz hat die deutsche Schwulenbewegung (genau gesagt der
eingetragene Verein "Die Schwulen Juristen e.V.") Strafanzeige wegen
Volksverhetzung erstattet. Am 23. März 2001 entschied das Amtsgericht
Beckum, dass die Klage der Homosexuellen abgewiesen wird. Das bedeutet, dass in Deutschland (denn der Gerichtsbeschluss gilt für ganz Deutschland) "Schwule" offiziell als unreif und egozentrisch, als Neurotiker und als Sklaven pervertierter Sexsucht bezeichnet werden dürfen.
Hier noch ein paar weitere Fakten:
Biologen bezeichnen homosexuelles Verhalten als "widernatürlich". Auch ist erwiesen, dass Homosexualität NICHT erblich ist; es gibt kein Gen für Homosexualität!
Psychologen betrachten homosexuelles Verhalten entweder als "Perversion" oder als "neurotische Verhaltensstörung".
Die Religionen sehen in Homosexualität eine "schwere Sünde", eine
"Verfehlung gegen Gottes Gebote", wobei nicht-christliche Religionen die Homosexualität noch viel stärker ablehnen, als dies das Christentum tut.
Zu fast allen Zeiten in den meisten Kulturen der Menschheitsgeschichte war Homosexualität verboten oder galt zumindest als "unanständig". Die Kulturen, in denen Homosexualität praktiziert wurde (z.B. das Römische Reich in seiner Endphase), gingen daran bald zugrunde. Auch heute wird Homosexualtät in den meisten Ländern der Erde als "krankhaft" oder "abartig" angesehen.
West-Europa und Nord-Amerika stellen da die Ausnahmen dar, wobei in den USA bereits ein Umdenken eingesetzt hat (siehe unten).
Bei uns war Homosexualität bis in die 70er-Jahre des 20. Jahrhunderts
strafbar. Erst vor ca. 30 Jahren wurde das Gesetz durch die "sozialliberale" Regierung von Kanzler Willy Brandt (der bald darauf wegen seiner engen Beziehung zu einem DDR-Spion zurücktreten musste) geändert. Wir sind der Meinung, dass es auch nichts bringt, Leute, die an psychischen Störungen leiden, zu bestrafen; das gilt für Homosexuelle ebenso wie für andere Störungen. Diese Leute brauchen Hilfe (Therapie)!
Uns fällt auf, dass Deutschland allmählich weltweit zum Außenseiter in
Sachen "Moral" wird. In den meisten Ländern gibt es solche Auswüchse wie bei uns nicht. In den USA, wo es in der Amtszeit des "Lustmolchs" Clinton auch ziemlich schlimm war, wurde eine Organisation namens MORAL MAJORITY (zu deutsch: Moralische Mehrheit) gegründet, die dafür sorgt, dass sich die Anständigen gegen die Unanständigen durchsetzen. Und tatsächlich hat sich in den USA schon einiges gebessert (nicht nur durch die Wahl Bushs zum Präsidenten). An der MORAL MAJORITY sind Leute aus allen Religionen beteiligt (Christen, Juden, Moslems usw.). Bei uns wird es Zeit, dass sich auch alle anständigen Menschen zusammenschließen und gegen die Unmoral kämpfen, und zwar unabhängig von ihrer Religions- oder Parteizugehörigkeit.
Weil wir immer wieder auf das Thema "Toleranz" angesprochen werden:
Es ist bestimmt nicht intolerant, wenn man versucht, kranken und süchtigen Menschen zu helfen. Intolerant ist das, was die organisierte
"Schwulenbewegung" (und nur diese kritisieren wir) mit Frau Mertensacker und ihren MitarbeiterInnen macht (der Begriff "Psychoterror" ist hier durchaus angebracht). Wenn ihr mehr dazu wissen wollt, schaut nach bei http://www.christliche-mitte.de
oder schreibt an die
CHRISTLICHE MITTE, Lippstädter Str. 42, D-59329 Liesborn
oder erkundigt euch bei
Sabrina Janus (17 Jahre), Diekesbeeksweg 13, D-31832 Springe.
Sabrina ist die Bundesvorsitzende der JUNGEN MITTE.
(...)
Ciao, Bye und CU
euer Mailclub-Team
Spruch des Tages:
"Weder Unzüchtige noch Götzendiener noch Ehebrecher, weder Genießer noch
Perverse, die sich der gleichgeschlechtlichen Liebe hingeben, weder Diebe
noch Geldgierige, weder Säufer noch Zyniker noch Betrüger werden die ewige
Seligkeit (das Reich Gottes) erlangen."
(Aus dem 1. Brief des Apostels Paulus an die Korinther, 6, 9-10)
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buba
29.04.2001, 20:34
Im einzelnen:
Klar, sobald sich jemand nicht der breiten Masse anschließt, hat er ein gefährliches anderes Verhalten. Nicht dass das angeboren wäre. Das sind psychisch kranke Menschen, Egozentriker und Neurotiker, die man therapieren muss. Anscheinend nehmen die Mailclub-Christen einige sektenähnliche Gemeinden in den USA als Vorbild, die meinen, Homosexuelle durch irgendeine Erleuchtung wieder auf den richtigen Weg bringen zu müssen und zu können.
Selbstverständlich müssen die bösen Homosexuellen mit Pädophilen in Verbindung gebracht werden - ist ja gar kein Unterschied, alle diese Menschen sind psychisch schwer gestört und brauchen eine Therapie, um die Liebe Gottes wieder zu finden.
Und da die "Christliche Mitte" (man beachte die Rhetorik innerhalb des gesamten Textes) eine Klage gewonnen hat, dürfen "in Deutschland (...) "Schwule" offiziell als unreif und egozentrisch, als Neurotiker und als Sklaven pervertierter Sexsucht bezeichnet werden".
Was die Mailclub-Christen als "Fakten" (Ansicht von Biologen und und Psychologen) bezeichnen, ist erfundenes bzw. zurechtgebogenes Geschwafel, das ihre unterbewusste Intoleranz verstecken bzw. gar begründen soll.
Sogar das Römische Reich ist wegen diesen bösen antichristoiden Menschen zugrunde gegangen.
Die Wahl des dümmlichen Bushs zum Präsidenten ist eine große Bereicherung für die USA. Wie gut, dass ein Umdenkprozess in Gang gesetzt wurde.
Oxidator
29.04.2001, 21:06
Hallo,
Ja natürlich gibt es homosexuelle Tiere, am besten wird das an der Affenart der Bonnobos deutlich. Sie benutzen Sex um Spannungen innerhalb der Gruppe abzubauen. Da ist es egal wer mit wem, wo oder wann.
Ja, in det Antike war die "Knabenliebe" sehr angesehen. Denn die Knabenliebe war ein Zeichen für den sozialen Stand. Der Knabe mußte für Sex "offen" sein, im Gegenzug mußte der Mann seine Ausbildung finanzieren.
nobody
29.04.2001, 21:54
@buba: Die Mail vom Mailclub war ja wohl nix. Die meinen sie haben nicht gegen Homosexuelle usw., aber im nächsten Absatz ändern sie im Prinzip schon wieder ihre Meinung. Was soll man da noch denken?!?
Ich hab auch nichts gegen Homosexuelle (warum werden hier als Bsp. eigentlich nur Schwule genannt? Es gibt doch auch Lesben). Ich komme sogar sehr gut mit ihnen aus. Ein Verwandter von mir ist auch homosexuell und da merkt man, dass die beiden wissen, was man in der "Welt" von ihnen hält. Sie haltenm sich in der Öffentlichkeit ziemlich stark zurück. Ich versteh' nicht warum anders denkende fast überall verhöhnt werden! Sind das nicht auch Menschen wie jeder andere auch und Homosexualität ist ja auch keine Straftat.
FK
30.04.2001, 17:43
Hallo!
Die Mail dieses Moralistenvereins verursacht mir Brechreiz. Und die amerikanische "Moral" als wünschenswert hervorzuheben, ist so was von daneben.....
Hier weht der Geist des Mittelalters: alles, was uns nicht in den Kram passt, muss auf den Scheiterhaufen....
Gruß,
Franz
No Regrets
30.04.2001, 19:18
Auch mir ist schlecht geworden als ich die Mail von dem Mailclub der CHRISTLICHE MITTE gelesen habe
Und als ich dann das Parteiprogramm von denen gelesen habe, ging ich erstmal kotzen !
Ich hatte die christliche Definition mal anders in Erinnerung
nobody
30.04.2001, 19:33
Originalnachricht erstellt von No Regrets
Ich hatte die christliche Definition mal anders in Erinnerung http://www.plauder-smilies.de/crying2.gif
Geht mir genauso.
War da nicht auch irgendwas mit: "Vor Gott (und vor Gericht) sind alle Menschen gleich"
hippie
30.04.2001, 20:16
http://cwm.ragesofsanity.com/cwm/3dlil/puke.gif
solche leute sollte man, nachdem sie ihre haftstrafe wegen volksverhetzung abgesessen haben, exkommunizieren!
dann hätte sie vielleicht einmal zeit die bibel RICHTIG zu verstehen!
vielleicht sollten sie dann auch nochmal die texte, die sie verfasst haben durchlesen.
wer den anderen liebt, hat das gesetz erfüllt.
denn die gebote sind in dem einen satz zusammen gefasst:
Du sollst deinen nächsten lieben wie dich selbst.
die liebe tut dem nächsten nichts böses.
also ist die liebe die erfüllung des gesetzes.
röm 13, 8b-10
nobody
30.04.2001, 21:31
Hallo,
ich habe hier gerade mal zufällig reingeschaut und eure interessante Diskussion gelesen.
Also ich bin selbst schwul und lebe damit relativ offen (natürlich trag ich kein Schild mit mir herum) und bis jetzt gab es damit noch nie Probleme (toi, toi, toi).
Die Frage, die sich mir stellt: Warum ist es so wichtig zu erfahren, wo es herkommt?
Ändern lässt es sich ja doch nicht mehr! Und wenn, wäre die Frage, ob man es ändern sollte. Ich bin jedenfalls rundum zu frieden damit.
Was würde man also mit dem Wissen anfangen? Ist es genetisch bedingt, könnte man vor der Schwangerschaft bestimmen, dass sein Kind auf jeden Fall nicht schwul wird, oder lesbisch?!?
Wäre es anerzogen, würde sich der Erziehungsstil ändern?
Es gibt übrigens noch eine Theorie, die mit Hormonen während der Schwangerschaft zu tun hat. So soll die Veranlagung durch den Einfluss von Hormonen auf den Fötus in den letzten Schwangerschaftsmonaten ausgelöst werden.
Wen es genauer interessiert, bitte melden, ich schlag dann noch mal nach.
Ach ja, zur Christlichen Mitte fehlen mir ja fast die Worte, und das ist nicht nur auf dieses Thema bezogen!
Merkur
nobody
30.04.2001, 23:15
Originalnachricht erstellt von derMerkur
Es gibt übrigens noch eine Theorie, die mit Hormonen während der Schwangerschaft zu tun hat. So soll die Veranlagung durch den Einfluss von Hormonen auf den Fötus in den letzten Schwangerschaftsmonaten ausgelöst werden.
Wen es genauer interessiert, bitte melden, ich schlag dann noch mal nach.
Wäre wirklich nett, wenn du noch mal nachsehen könntest, die Theorie würde mich nämlich auch mal interessieren (hab woanders auch noch nichts darüber oder ich hab nicht drauf geachtet).
Ich find's echt gut, dass du zu deinen Gefühlen stehst, trotz solcher Ansichten vieler anderer!!
hippie
01.05.2001, 13:34
@der merkur
bist du mitglied einer glaubensgemeinschaft?
nobody
01.05.2001, 21:20
Nee, ich bin nicht Mitglied einer Glaubensgemeinschaft. (Schwulsein und Glaubensgemeinschaften vetragen sich ja auch oft nicht so gut miteinander :-)
Warum eigentlich die Frage? Ist das so wichtig für das Thema?
Bist du denn Mitglied einer solchen Gemeinschaft? Dann kannst du ja mal erzählen, wie sich Homosexualität und Glauben veträgt, das würde mich nämlich mal interessieren.
Merkur
(Hoffe übrigens, dass sich das Einstein- Zitat nicht auf mich beziehen soll :-(
hippie
01.05.2001, 21:52
das einstein zitat bezieht sich auf KEINEN fall auf irgendjemanden, weder dich, noch sonst jemanden. ich habe es als signatur gewählt, weil ich die aussage sehr selbstironisch finde.
die frage habe ich gestellt, weil ich wissen wollte, wie du zum christlichen glauben stehst.
ich selber bin bekennender christ und finde, dass schwul sein und christ sein sich ÜBERHAUPT nicht wiedersprechen.
wieso sollte ein schwuler nicht an gott glauben??
wieso sollte gottes gnade vor schwulen halt machen??
ist nicht die liebe das höchste gebot??
nochmal das zitat aus dem römerbrief:
wer den anderen liebt, hat das gesetz erfüllt.
denn die gebote sind in dem einen satz zusammen gefasst:
Du sollst deinen nächsten lieben wie dich selbst.
die liebe tut dem nächsten nichts böses.
also ist die liebe die erfüllung des gesetzes.
röm 13, 8b-10
und auch in der katholischen kirche gibt es schwulen organisationen, wie die kjgay
Der Katechismus der Katholischen Kirche von 1993 enthält folgenden satz: "Eine nicht geringe Anzahl von Männern und Frauen sind homosexuell veranlagt. Sie haben diese Veranlagung nicht selbst gewählt; ... Man hüte sich, sie in irgendeiner Weise ungerecht zurückzusetzen ..."
wenn du mehr informationen über schwule in der kirche willst, einfach sagen!
mfg,
hippie
buba
01.05.2001, 23:14
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Hi und Hallo,
wir sind ja von verschiedenen Leuten gewarnt worden, dass die "Schwulen" mit voller Härte zurückschlagen würden, wenn wir uns zum Thema "Homosexualität" äußern, aber nun haben wir es selbst erlebt. Wir wurden wüst beschimpft, erhielten Morddrohungen, jemand schickte uns einen Virus, den unser Virenschutzprogramm aber sofort erkannt hat, und ein besonders intelligenter Bursche gab sich als Rechtsanwalt aus und drohte uns mit einer Anzeige. Allerdings hat er in seiner Mail so viele Schreibfehler gemacht, dass er mit dieser miesen Rechtschreibung niemals das Abitur geschafft hätte, geschweige denn ein Jura-Studium.
Etwa 20 Mitglieder traten wegen unserer letzten Mail aus dem Mailclub aus, das waren mehr als vor einem Jahr, als wir meldeten, dass der FC Bayern deutscher Fußballmeister geworden ist. Es gibt halt Menschen, die die Wahrheit nicht vertragen. Dass Bayern München im Jahr 2000 deutscher Meister geworden ist, ist eine TATSACHE. Ob die Bayern das verdient haben oder nicht, das ist eine MEINUNG. Ebenso ist es mit der Homosexualität: Dass das unnatürlich bzw. "nicht normal" ist, ist eine TATSACHE, ob das jemand schlimm findet oder nicht, das ist eine MEINUNG, und die muss sich jeder selbst bilden.
Und damit endgültig Schluss mit diesem Thema!! Wer mehr darüber wissen will, kann sich KOSTENLOS die Infoschrift WISSENSCHAFTLICHE ERKENNTNISSE ZUR HOMOSEXUALITÄT schicken lassen. Zu bestellen bei:
CHRISTLICHE MITTE, Lippstädter Str. 42, D-59329 Liesborn.
http://www.christliche-mitte.de
Die CHRISTLICHE MITTE ist übrigens eine Organisation, die auch als
politische Partei an Wahlen (Bundestag, Landtag usw.) teilnimmt. Sie ist die Nachfolge-Partei der Zentrumspartei, die in der Weimarer Republik (1918 - 1933) mehrere deutsche Kanzler stellte. Konrad Adenauer, der erste Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, war Mitglied der Zentrumspartei, bevor er die CDU gründete. Die CHRISTLICHE MITTE ist natürlich noch weit davon entfernt, einmal die CDU zu verdrängen, aber beim derzeitigen kaputten Zustand der CDU kann man ja nie wissen ...
Wir haben uns überlegt, ob die CHRISTLICHE MITTE vielleicht so etwas werden könnte wie die MORAL MAJORITY (Moralische Mehrheit) in den USA. Aber da die CHRISTLICHE MITTE jegliche Zusammenarbeit mit Moslems ablehnt, wird das wohl etwas schwierig. Denn an einer deutschen Moralischen Mehrheit müssen unbedingt alle Religionen beteiligt sein, zumindest die großen Religionsgemeinschaften Christen, Juden und Moslems.
Dann kamen etliche Anfragen und Kommentare zu Präsident George W. Bush. Da auch über ihn sehr viele Unwahrheiten verbreitet werden, hier ein paar Tatsachen (alle sehr leicht beweisbar):
1. George W. Bush ist heute (nach 100 Tagen im Amt) bereits wesentlich
beliebter, als es sein Vorgänger Clinton je war (Quelle: Tagesschau vom 30.4.2001).
2. George W. Bush hat die Todesstrafe nicht erfunden. In seinem
Heimatstaat Texas gibt es die Todesstrafe seit es den Staat Texas gibt (ca. 150 Jahre). Selbst wenn Bush gegen die Todesstrafe wäre, könnte er sie nicht abschaffen, weil die Mehrheit der Bevölkerung der USA leider für die Todesstrafe ist und in der Demokratie nun mal die Mehrheit entscheidet.
3. George W. Bush hatte bei der Präsidentschaftswahl im letzten Jahr ein halbes Prozent weniger Stimmen als Al Gore. Allerdings hatte keiner der beiden 50 Prozent der Stimmen, weil knapp 5% an andere Kandidaten fielen. Hätten die USA das französische Wahlsystem, hätte es eine Stichwahl zwischen Bush und Gore geben müssen. In den USA ist es jedoch anders: Es gewinnt der Kandidat, der die meisten Wahlmänner in den einzelnen Bundestaaten erhält, und das war Bush, der in ca. 30 der 50 Bundesstaaten gewonnen hat.
4. Als Bill Clinton im Jahr 1992 zum Präsidenten gewählt wurde, hatte er ein schlechteres Ergebnis als George W. Bush im letzten Jahr. Damals hatte Ross Perot (der 3. Kandidat) 12%, bekam aber keinen einzigen Wahlmann, weil er in keinem Staat der Beste war. George Bush senior (der Vater des heutigen Präsidenten, der von 1989 bis Januar 1993 Präsident war) kam auf 42% und Bill Clinton auf 46%.
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zarathustra
02.05.2001, 00:02
Zu dieser "Christlichen Mitte" fällt mir echt nur noch eins ein:
http://www.chemieonline.de/forum/smilies/ugh.gif :kotz:
nobody
02.05.2001, 00:13
mit meinem letzten Beitrag meinte ich ja nicht, dass ich nichts mit Glauben zu tun haben will, nur dass in vielen Glaubensgemeinschaften Homosexualität verpönt ist. Natürlich hat sind alle vor Gott gleich und natürlich ist Liebe das höchste Gebot, allerdings sieht die Praxis eher anders aus. Von Homosexuellen Glaubensgruppierungen habe ich schon gehört, so gibt es zum Beispiel die HuK (Homosexuelle und Kirche) der evang. Kirche. Das ist zumindest mal ein Schritt nach vorn!
Wenn du noch mehr infos hast hippi nur her damit!
Und regt euch nicht alle über die christliche Mitte so auf, die Wissens halt nicht besser. Wenn die wüßten wieviel Leute in ihrer Umgebung Homosexuell sind, .....
der merkur
hippie
02.05.2001, 22:17
www.huk.org
www.kjgay.de
www.kirche-und-homosexualitaet.de
buba
07.05.2001, 00:58
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"Magersucht ist keine neue Mode, sondern eine Krankheit, die viele Ursachen haben kann! Viele Magersüchtige haben ein extrem geringes Selbstwertgefühl, Angst, nicht akzeptiert zu werden. Es ist sehr traurig,dass viele Mädchen und auch Jungen magersüchtig sind, aber man darf sie deswegen nicht verurteilen! Sie sind krank,und was in ihren Köpfen vorgeht, weswegen sie krank geworden sind, ist mehr als der bloße Wunsch, dünn zu sein!"
Anna, 14 Jahre
Kurze Anmerkung von uns: Ihr habt alle Recht! Magersucht ist eine Krankheit bzw. eine Verhaltensstörung. Magersüchtige brauchen unsere Hilfe, auch wenn sie selbst ihr Verhalten für völlig richtig und "normal" halten.
Warum begreift das (fast) jeder beim Thema "Magersucht", aber nicht beim Thema "Homosexualität"?
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FK
07.05.2001, 17:06
Ich halte Homosexualität nicht für eine Krankheit, die man heilen kann (soll?... muss?...) - ebenso wenig, wie Vegetarier, Horoskopgläubiger, Fallschirmspringer, Freeclimber oder, oder... zu sein - alles Dinge, die nicht in meinem "Programm" vorgesehen sind....Andere haben ein anderes Programm eingebaut; man kann mit ihnen leben, ohne sie umprogrammieren zu müssen.
Gruß,
Franz
nobody
09.05.2001, 14:06
Da kann ich FK nur zustimmen.
Magersucht ist eine Krankheit, die meistens zum Tod führt. Magersüchtige hungern sich einfach zu Tode, deshalb brauchen sie Hilfe. Bei Homosexuellen besteht keine so große Gefahr zu sterben, ja klar es gibt eine erhöhte Gefahr für sie sich mit AIDS etc. anzustecken, aber das kann doch heut zu Tage bei vielen Heterosexuellen auch geschehen.
In meinen Augen ist es ungerecht Homosexualität als Krankheit zu bezeichenen.
Godwael
09.05.2001, 18:09
Homosexualität ist keine Krankheit, sondern eine Veranlagung, die in allen Menschen vorhanden ist (Bei den Nazis von der CM entsprechend natürlich nicht :p ).
Ob Homosexualität als Verhaltensweise auftritt, hängt von bislang unbekannten sozialen Einflüssen ab. Homosexualität als Verhaltensweise ist dementsprechend im Tierreich ist nicht selten oder ungewöhnlich, sondern recht verbreitet.
Den meisten Naturforschern war das allerdings peinlich, deswegen ist der größte Teil der Berichte über Homosexuelle Tiere schlicht und einfach nie veröffentlicht worden (Das ist wirklich wahr. Ich hab vor einiger Zeit einen Artikel darüber im Spektrum (?) gelesen. Wenn ich ihn wiederfinde, geb ich euch die genaue Literaturstelle).
Das "Tier", bei denen Homosexualität am besten dokumentiert ist, ist der schon erwähnte Bonobo-Schimpanse (Pan Paniscus), dessen Sexualität eine ausgeprägte soziale Funktion hat (genau wie bei Menschen, ein wundervoller Bericht darüber fand sich vor einigen Jahren in GEO). Die Bonobos sind unsere nächsten Verwandten. Sie haben ein 98,6% identisches Genom und mindestens genauso viel Spaß am Sex wie wir.
Widernatürlich sind nur Leute, die Homosexuelle als "Krank" betrachten oder gar diskriminieren.
nobody
12.05.2001, 22:32
Ich schließe mich der letzten Aussage an und
möchte sie hiermit noch etwas verdeutlichen.
Warum zum Teufel sollen Homo- oder Bi-sexuelle
krank sein?
Bedeuten krank sein nicht, dass der Mensch
durch welche Einwirkung auch immer,
physisch oder psychisch geschädigt ist?
Also physische oder psychische Nachteile hat.
Welche Nachteile hat ein Schwuler?
Das er von andern nicht akzeptiert wird?
Wir leben in einer pluralistischen Gesellschaft.
(meiner Meinung nach der beste Gedanke in unserem
system überhaupt) Aber dennoch gibt es Leute die
andere nicht akzeptieren, obwohl sie keinerlei
Gefahr darstellen. Warum?
Vielleicht haben diese Menschen einen psychischen
Nachteil, da sich nicht in der Lage sind andere
zu akzeptieren. Vielleicht muss man IHNEN helfen?
Außerdem hat bissher immer noch die Natur selbst
entschieden, was natürlich ist - und nicht der
Mensch!
Auch wenn die Ursache eine Mutation in den Genen
oder eine andere Dosierung von Hormonen ist, kann
man es nicht als Krankheit bezeichnen.
Dann wäre jede Veränderung der DNS eine Krankheit
und wir(alle) wären letztendlich die Definition von
Krankheit selbst. Die Entstehung 2 unterschiedlicher
Geschlechter geht letztendlich auch zurück auf das
Konto einer Veränderung in der DNS. Ich persönlich
halte die Meinung der Christlichen Mitte für krank.
Es gibt Menschen, die mit 6 Fingern an jeder Hand
geboren werden. Viele von ihnen lassen sich die
beiden Finger amputieren um sich nicht von der
Masse zu unterscheiden. Weil sie Angst haben von
der Gesellschaft nicht akzeptiert zu werden.
12 Finger sind selten, aber sind sie unnatürlich?
Vielleicht sind 12 Finger besser als 10.
nobody
22.05.2001, 19:06
Es gibt definitif homosexuelle Tiere.
Bei den Menschen (und auch bei den Tieren) existiert ja die Frage, ob eine Neigung zur Homosexualität irgendwie genetisch festgelegt ist.
Ich halte es durchaus für eine Möglichkeit aber das müsste man mir beweisen, damit ich davon absolut überzeugt bin.Daher ich denke, dass die homosexuelle Neigung sich erst entwickeln muss.So kann zum Beispiel ein Kind (männlich) ein "schreckliches" Erlebniss (vielleicht auch sexueller Natur) gehabt hat und sich dadurch zukünftig von Frauen abgestossen und sich zu Männern hingezogen fühlt.Also sowas wie`n Kindheitstrauma möglicherweise.
(Mein Beispiel ist natürlich auch mit umgekehrten Geschlechtern möglich)
Verstrahlt
25.05.2001, 20:53
Wenn es homosexuelle Menschen Gibt, muss eigentlich auch homosexuelle tiere geben. Schliesslich ist der Mensch auch ein Tier.
Matthaeus
buba
25.05.2001, 22:02
"und wenn menschen entscheidungen treffen können, müssen es tiere auch können" oder wie? so kann man doch nicht schlussfolgern!
edit: ich glaube, ich eröffne mal einen neuen thread (http://www.studenten-city.de/forum/showthread.php?s=&threadid=2197) für dieses thema... :D
buba
11.10.2001, 23:26
Neues vom Mailclub!
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Hi und Hallo,
mehrere haben uns gefragt, ob wir homosexuelles und aggressives Verhalten gleichsetzen.
Das tun wir natürlich nicht. Es sind zwei völlig verschiedene Verhaltensweisen. Die einzige Gemeinsamkeit ist, dass es beides Triebstörungen sind: das aggressive Verhalten ist eine Störung des Selbsterhaltungstriebs, das homosexuelle Verhalten ist eine Störung des Sexualtriebs.
Es gibt noch viele andere Störungen, z.B. Sprechstörungen (Stottern etc.).
Ein Stotterer schadet niemandem und wenn er will, kann er mit seiner Störung leben, ohne sie behandeln zu lassen. Aber wir sind uns doch hoffentlich alle einig, dass es besser für ihn ist, wenn er sich behandeln lässt und danach nicht mehr stottert. Dasselbe gilt für homosexuelles Verhalten.
Dann haben uns Leute geschrieben, dass wir das Wort "schwul" nicht verwenden sollten, weil es eine Beleidigung sei. Dazu möchten wir bemerken,
1. dass wir in unserer letzten Mail das Wort "schwul" überhaupt nicht
verwendet haben
2. dass sich viele Homosexuelle selbst als "schwul" bezeichnen (Zitat Klaus Wowereit, Bürgermeister von Berlin: "Ich bin schwul und das ist auch gut so!" Hat er sich da selbst beleidigt?
Schließlich möchten wir darauf hinweisen, dass nicht wir und auch nicht die Kirche homosexuelles Verhalten als "pervers" bezeichnet haben, sondern dass der Psychologe Sigmund Freud Homosexualität zu den Perversionen gezählt hat.
Außerdem sollte erwähnt werden, dass homosexuelles Verhalten zu fast allen Zeiten der Menschheitsgeschichte und in fast allen Kulturen strafbar war (Ausnahmen waren der Stadtstaat Athen, kurz bevor er zugrunde ging, und das Römische Reich, kurz bevor es unterging). In Deutschland war homosexuelles Verhalten bis in die 60er-Jahre strafbar. Wir betonen hier noch einmal, dass wir es gut finden, dass es heute nicht mehr bestraft wird. Das heißt aber nicht, dass es deshalb "normal" ist, oder gar besonders "cool", wie es manche Homo-Organisationen heute gern darstellen. Und es ist auch nicht wünschenswert, dass die Zahl der Homosexuellen weiter zunimmt.
Zum Thema "Homo-Ehe" ist zu sagen:
1. Eine EHE ist definiert als Lebensgemeinschaft eines Mannes und einer Frau zu dem Zweck, Kinder zu bekommen und sie gemeinsam großzuziehen.
2. Erwachsene Menschen haben das Recht, zusammenzuleben mit wem sie wollen. Natürlich dürfen auch 2 Männer oder 2 Frauen zusammenleben. Aber das ist KEINE EHE ! Irgendjemand hat den blöden Begriff "Homo-Ehe" erfunden und jetzt wird er überall verwendet.
3. Niemand kann etwas dagegen haben, dass 2 oder mehr Menschen einen
Vertrag schließen, in dem sie vereinbaren, dass sie füreinander sorgen
wollen, ihr Eigentum zusammenlegen usw. Das hat aber nichts mit EHE zu tun, sonst wäre z.B. ein Kloster auch eine Ehe.
4. Ein "Paar" aus 2 Menschen gleichen Geschlechts kann jederzeit
zusammenleben (mit oder ohne Vertrag), aber es geht zu weit, wenn diese Leute Kinder adoptieren (oder im Fall von lesbischen Frauen, sich künstlich befruchten lassen und dann das Kind bzw. die Kinder gemeinsam großziehen). Ein Kind sollte einen VATER und eine MUTTER haben, nicht 2 Väter oder 2 Mütter. Aber vermutlich müssen wir erst 20 Jahre warten, bis es sich zeigt, welche Störungen die Menschen haben, die von einem homosexuellen Paar großgezogen wurden. Und dann wird man sagen: "Warum habt ihr das damals zugelassen?"
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Und wenige Tage später noch eine:
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Wenn man (so wie wir beim Thema "Homosexualität") eine gemäßigte
Mittelposition vertritt, muss man damit rechnen, von beiden Extremseiten kritisiert zu werden. Uns schrieben sowohl absolute "Schwulen-Hasser" als auch fanatische "Schwulen-Befürworter". Es bringt nicht viel, die Positionen dieser Leute hier ausführlich darzustellen, denn offenbar ist keine der beiden Seiten bereit, die Meinung der anderen Seite zu tolerieren. Unsere Mittelposition sieht so aus, dass man Homosexuelle auf jeden Fall tolerieren sollte und sie nicht bestrafen sollte, dass man aber auch immer darauf hinweisen sollte, dass ihr Verhalten nicht "in Ordnung" ist. Wer diese Mittelposition angreift (egal von welcher Seite), ist in unseren Augen ziemlich radikal, und wir sind nicht bereit, irgendwelchen radikalen Meinungen im Mailclub ein Forum zu geben.
2 Beiträge möchten wir zu diesem Thema aber noch bringen:
"Ich weiß nicht, ob es Zufall war, dass in eurer letzten Mail die beiden Themen 'Homosexualität' und 'Moslems' vorkamen. Denn sie stehen beide in einem Zusammenhang.
In unserer Gesellschaft gibt es etliche Moslems und wir tolerieren sie auch, aber wir erwarten, dass sie sich unserer Kultur anpassen und nicht aggressiv versuchen, andere zu ihrer Kultur zu bekehren.
Dasselbe sollte für die Homosexuellen gelten. Wir können Sie tolerieren, wenn sie versuchen, sich einigermaßen anzupassen und nicht dauernd meinen, sie müssten in der Öffentlichkeit für ihre Lebensweise Werbung machen (z.B. durch Veranstaltungen wie Christopher-Street-Day, Auftritte in Talkshows usw.). Wenn sie sich etwas mehr zurückhalten würden, hätte niemand was gegen sie. Was sie privat 'im stillen Kämmlerlein' tun, geht keinen was an!"
David, 16 Jahre
"Ich möchte euch mal von meinem Standpunkt aus erzählen, warum ich nichts von homosexuellem Verhalten halte. Erstmals kann ich mir nicht vorstellen, ein normales Kind zu treffen, das sagt: Meine Mama ist eine Frau und mein Papa ist auch eine Frau! (tut mir wirklich leid, aber allein dieser Satz verursacht bei mir eine Gänsehaut) Dieses Kind wird einseitig erzogen, denn eine Frau kann nicht wirklich die Rolle des Vaters einnehmen, auch wenn sie es noch so stark versucht!
Man sieht doch schon, wie die Gesellschaft zerfällt! Jede zerbrochene Ehe lässt ihre Spuren zurück, vor allem bei Kindern! Das Kind einer
alleinerziehenden Mutter wird verhätschelt und vertätschelt. Kinder werden in diesem Fall meist verwöhnte Typen, die ihre Mütter mit ein bisschen Jammern zu allem überreden können, was sie haben wollen.
Leute, es hat schon seinen Grund, dass man Kinder nur zwischen Mann und Frau zeugen kann! Es ist doch so, als ob ihr 2 linke Hände haben würdet! Man braucht beide (männliche und weibliche) Aspekte, um wirklich glücklich zu sein! Bitte seht doch ein, weder als Single (mit nur einer Hand), noch als Homo-Ehepaar (2 linke Hände) kann man ein Kind und all seine Bedürfnisse halten, dazu benötigt man 2 Hände, rechts wie links! Erst dann kann man sicher sein, sein Kind nicht fallen zu lassen!"
Hanna, 14 Jahre
Anmerkung des Mailclub-Teams: Wir können nur hoffen, dass unsere Generation es einmal besser macht als die heutigen Erwachsenen, bei denen fast schon jede 2. Ehe geschieden wird. Die meisten "kaputten" Kinder kommen aus zerrütteten Ehen, oder aus Ehen, die noch bestehen, wo sich aber die Eltern kaum um ihre Kinder kümmern. Und was tut unser Staat: Statt die "normale" Ehe zu fördern und dafür zu sorgen, dass wieder mehr Männer UND Frauen heiraten, fördert er alleinerziehende Mütter und die sogenannte "Homo-Ehe".
Noch eine Info zum Thema "Homosexualität": In der TV-Sendung "Polylux"
wurden am Montag 2 Bücher vorgestellt, in denen die Autoren Historiker und Psychologen) behaupten (und dies durch Forschungsergebnisse untermauern), Hitler sei homosexuell gewesen. Seine Beziehung zu Eva Braun wäre nur Tarnung gewesen. Hitlers Größenwahn und seine Machtgier seien Folgen seiner Homosexualität gewesen (behaupten die Buch-Autoren). Hitler habe sogar etliche Personen ermorden lassen, die von seiner Homosexualität wussten, um zu verhindern, dass es an die Öffentlichkeit kommt. Wir wissen nicht, ob das stimmt. Aber selbst wenn es stimmen sollte, wäre die Schlussfolgerung, Homosexuelle seien bösartige Massenmörder, natürlich ebenso FALSCH wie die Behauptung, alle Österreicher seien Nazis.
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Ich lass das jetzt mal so stehen und warte auf Kommentare von eurer Seite.
hippie
12.10.2001, 09:09
:no: :no: und sowas nennt sich christlich...
hippie
nobody
12.10.2001, 09:32
Ich sage zu diesem Thema nur eins:
Es wäre besser, wenn die CM ihre geistigen Blähungen nicht veröffentlichen würde. Soviel Dummes Zeug in einer EMail hat man ja wirklich noch nie gesehen! :kotz:
Biohazard
12.10.2001, 14:17
Richtig. Diesen Mailclub-Typen hat man ja ins Gehirn geschissen, salopp gesagt. Sogar die Geschichte biegt man sich zurecht. Wenn sie die Bibel genau lesen wuerden und nicht nur die Stellen, die ihre eigenen Behauptungen 'stuetzen', dann wuerden sie merken, dass an verschiedensten Stellen die unmoeglichsten Sachen, die in unserer Gesellschaft verboten oder in Verruf sind, gefordert werden. Hierzu empfehle ich die satirische Seite "Die Unmoralische" (http://www.imperium.de/freunde/gansel/), speziell das zynische Bibellexikon (http://www.imperium.de/freunde/gansel/bibellex.htm). ;) :p :D
Immer bringen diese Typen den Satz, "sie haben nichts gegen ..., aber ... und das geht ja schliesslich nicht, denn dieser und jener sagt dies und das..." Sie glauben, sie wuerden eine Mittelposition vertreten? Sie aeussern sich ja nicht mal selbst, sondern zitieren andere, die ihre Meinung verkuenden. Ist euch aufgefallen, dass alle Mailstimmen nur gegen Homosexualitaet und Andersdenkende gegangen sind? Das gibt mir zu denken...
Sowas wie Toleranz kennt die Christliche Mitte scheinbar nicht - "solange sie ruhig sind, ignorieren wir sie auch" ist die Moral der CM, was ich so gelesen habe.
Auch wenn ich Hetero bin, so habe ich deswegen nichts gegen Homosexuelle oder allgemein Leute, die anders empfinden, egal warum, egal ob es 'normal' ist oder nicht. (Wer gibt denn die Definition fuer Normalitaet? Frueher war es auch normal, dass Eltern ihre Kinder geschlagen haben, dann war es normal, antiautoriaer zu erziehen - tempora mutantur!)
buba
16.10.2001, 17:00
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Das Thema "Homosexuelles Verhalten" wollen wir - zumindest für die nächste Zeit - beenden, denn viele Mitglieder langweilt es bereits. Wir wollten eigentlich nicht mehr, als euch mitteilen, was in einer Fernsehsendung berichtet wurde, nämlich dass es Einrichtungen gibt, in denen sich Leute, die an ihrem homosexuellen Verhalten leiden, erfolgreich behandeln lassen können. In der Sendung haben "geheilte" Homosexuelle darüber berichtet. Die Homosexuellen, die nicht darunter leiden und sich nicht behandeln lassen, sollen machen, was sie wollen.
Und um eines noch mal klarzustellen: Nicht die Homosexuellen (die unser Mitgefühl verdienen) sind eine Bedrohung für unsere Gesellschaft, sondern diejenigen, die uns einreden wollen, homosexuelles Verhalten sei etwas "Normales".
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laborjunge
16.10.2001, 18:20
Jaja die Sendung habe ich gesehen. Und naja ich halte nicht sehr viel davon. Die Leutchen die daran bei dieser Sekte waren haben letztendlich nur ihre Sexualität unterdrückt. Da haben sie auch einen ehemaligen Tansvestiten gezeigt. Der sich wieder sein ursprüngliches Geschlecht hat herstellen lassen. Naja und wie man sah hatte er dann einen ziemlichen geistigen Knax - hat er auch selber gesagt.
Ich halte nichts von solchen Versuchen jemanden umzupolen. Jeder muß selbst seinen Weg finden. Man kann einem Menschen nur Ratschläge geben, was er dann daraus macht muß er wissen.
Und naja ich fühle mich so wohl wie ich bin und mein Freund auch! ;)
FK
16.10.2001, 20:55
Originalnachricht erstellt von buba
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Nicht die Homosexuellen (die unser Mitgefühl verdienen) <hr noshade size="1" color="#555555">
Hmmm......Mitgefühl allenfalls, wenn die Leute selbst darunter leiden; wenn nicht, warum Mitgefühl?
@Biohazard:
Die Seite ist genial!
Der alte Fritz sagte damals: in meinem Land soll jeder nach seiner Façon selig werden.......er bezog sich zwar auf Religionen, aber....
Worüber ich mir allerdings Gedanken mache, ist die Erziehung von Kindern durch gleichgeschlechtliche Paare, denn das Familienbild des Nachwuchses dürfte etwas schief geraten...
Gruß,
Franz
Gruß,
Franz
laborjunge
16.10.2001, 21:04
Wie soll man den das verstehen?
Das Familienbild würde wohl kaum mehr schief geraten als bei einem allein erziehenden Elternteil.
Biohazard
16.10.2001, 21:06
Ich denke, die Sache mit dem 'Mitgefuehl' kommt von deren Ansicht, dass Homosexualitaet (die nachgewiesenerweise nicht allein beim Menschen vorkommt und somit scheinbar eine der vielen interessanten 'Launen der Natur' ist) eine Krankheit sei und Kranke werden eben gemeinhin bemitleidet, selbst wenn diese sich nicht krank oder schlecht fuehlen.
@FK
Yap! Die Seite ist genial ;) Leider nicht von mir, aber ich bin umso mehr froh, dass ich sie gefunden habe :p imperium.de (http://www.imperium.de/) hat ein paar dieser schoenen, witzigen oder einfach nur kritischen Seiten auf Lager, aber die gefaellt mir auch am besten. :cool:
abschliessendes Fazit: Die Christliche Mitte ist offensichlich sehr einfaeltig. Wenigstens die Mailgroup.
hippie
16.10.2001, 21:26
Und naja ich fühle mich so wohl wie ich bin und mein Freund auch!
Eben darum geht es!
FK
16.10.2001, 21:50
Originalnachricht erstellt von laborjunge
Wie soll man den das verstehen?
Das Familienbild würde wohl kaum mehr schief geraten als bei einem allein erziehenden Elternteil.
:aha: Stimmt auch irgendwie....
Gruß,
Franz
Biohazard
16.10.2001, 22:12
Meine Meinung ist es nicht, aber boese Zungen koennten nun behaupten, dass es fuer das Kind einfacher zu akzeptieren sei, dass ein alleinerziehender Elternteil 'normal' sei und mal einen verschiedengeschlechtlichen Lebenspartner gehabt hat, waehrend bei der gleichgeschlechtlichen Gemeinschaft die 'Rollenverteilung' von vornherein voellig 'unnormal' ist, als bei den meisten Familien.
(Es ist vielleicht sogar noch einzusehen, dass es leichter waere, einem Kind zu erklaeren, warum ein Elternteil nicht da ist, statt warum statt der Mutter ein zweiter Vater oder statt dem Vater eine zweite Mutter da ist, aber ich bin froh, dass ich nicht in dieser Situation bin, sowas erklaeren zu muessen!)
Ich muss sagen, dass ich mir noch keine grossen Gedanken ueber moegliche Schaeden gemacht habe, die vielleicht so eine Erziehung anrichten koennte (oder auch nicht!) und bewundere jedes homosexuelle Paar, das diesen Spiessrutenlauf in unserer Gesellschaft offen auf sich nimmt.
(Wir Heteros es wohl insgesamt, z.B. vom Recht und von der Gesellschaft her leichter, unser Leben zu leben.)
nobody
09.06.2003, 05:06
Lieber Buba, auch wenn dein Beitrag von Seite 1 etwas älter ist (ca. 3 Jahre :D), möchte ich mich dennoch dazu äußern. Er steht ja noch hier und springt mir so verlockend ins Auge... ;)
„Angeblich findet man vereinzelt homosexuelle Tiere. Das kann ich mir schlecht vorstellen. Ich denke, dass so etwas nur bei Menschen auftreten kann.“
Naturwissenschaftlich geprägte und objektiv denkende Menschen sollte es doch eigentlich eher wundern, wenn Homosexualität nur(!) beim Menschen auftreten würde, oder? Ich habe die antropologische Diskussion nicht im Detail verfolgt, aber man kann sich dieses Werk dazu zu Gemüte führen: Volker Sommer, Wider die Natur?. Homosexualität und die Evolution, München 1990.
Biologie und Antropologie lassen sich ja immer gern vom derzeitig gesellschaftlich dominanten „Vater/Mutter/Kind“-Schema lenken und machen den absurd geringen Zeitraum von 100 Jahren zur Grundlage für ihre Thesen zur Entwicklung des Homo Sapiens und seiner Vorgänger, obwohl es mehr Primatenarten gibt, die eben nicht jenem Schema folgen und in deren evolutionären Prozessen Homosexualität somit einen Platz einnehmen kann und nimmt. Wenn ich als Großvater meine Gene weitergeben will (und das lehrt ja die Evolution – Weitergabe von Genen) und bei der Aufzucht helfende, sich nicht fortpflanzende Nachkommen habe, kann ich damit die Chancen für die zweite Generation verbessern, da sich dann nicht zwei, sondern ev. drei Indivduen um sie kümmern.
Zudem zeigt ein Blick in die Geschichte, dass unsere Vorstellung von Moral und Zweisamkeit regelmäßig Veränderungen unterworfen ist und nicht 1000 bis 10000 Jahre ohne weiteres zurückzudatieren ist. Man betrachte nur einmal mittelalterliche Familienbünde wie die „frereche“.
„Dieser Lehrer hat weiter gemeint, dass viele Mönche schwul werden, weil sie jahrelang nur unter Männern leben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so "einfach" ist, jemanden homosexuell zu "machen"!“
Wird/wurde das in bayerischen Schulen im Jahr 2000 gelehrt? Sexualität ist nicht anerziehbar und auch nicht durch Pawlow-artige Mittel konditionierbar. Ganz abgesehen davon, dass es dann gar keine Homosexuelle geben würde, da unsere Gesellschaft durch und durch heterosexuell geprägt ist, ist die „Verführbarkeitsthese“ bereits seit längerem vom Tisch (außer in bayerischen Schulen, wie es scheint ;) ). Die hier in den Worten dieses Lehrers durchschimmernde Verführbarkeitsthese (d.h. die Vorstellung, wenige pathologische Homosexuelle würden mehrere Heterosexuelle „umdrehen“) fand ihre Blüte in der ersten Hälfte des vorigen Jahrhunderts und schlug sich auch voll in der nationalsozialistischen Gesetzgebung nieder. Dabei unterschied man zwischen „heilbaren“ (Verführten) und „unheilbaren“ (Verführern) Homosexuellen, wobei die ersteren durch Zwangsarbeit, Konzentrationslagerhaft und Kastration wieder in die Gesellschaft zurückgeführt werden sollten, während die letzteren „vernichtet“ werden sollten. Während die nationalsozialistischen gesetzlichen Grundlagen von 1935 ff. bis 1969 (in Deutschland-West) fortbestanden, wurden allerdings keine Kastrationen mehr durchgeführt, sondern stattdessen Schädelanbohrungen mit nachfolgender Verödung von Gehirnzentren. Zudem sahen sich Homosexuelle stets der Vernichtung ihrer bürgerlichen Existenz gegenüber. Es ist unschwer einleuchtend, dass eher hier der Grund zu suchen ist, warum Homosexuelle sich berufliche Perspektiven suchten, in denen sie dem Druck der Gesellschaft entkommen konnten. Dazu zählt traditionell die katholische Kirche.
Zudem, und das könnte selbst ein Ethiklehrer wissen, ist die Mehrzahl von Ordensgründungen auf Lotterei, Weiberei(!) und ausschweifendem Lebensstil in anderen Orden zurückzuführen. Wenn 15 heterosexuelle Mönche in einem Kloster hocken, ist es nämlich eher wahrscheinlich, dass sie sich Frauen ins Haus holen, denn dass sie alle schwul werden würden [was ja auch einen Bruch der benediktinischen Regel darstellt]. Jedenfalls holten sie sich in Geschichte stets Frauen ins Haus und deswegen gibt es auch die Dominikaner, Zisterzienser, Prämostratenser etc. :D
„Ist Homosexualität angeboren? Gibt es (defekte?) Gene, die dafür verantwortlich sind? Oder ist sie eine Fehlprägung im Kindesalter, wenn z.B. die Mutter zu sehr dominiert? Wie sieht es bei Bi- oder Transsexualität aus? Was führt zu Sadismus, Masochismus, Fetischismus, Pädophilie etc.? Die Wissenschaft bietet verschiedene Antworten, doch letztendlich wissen wir es nicht mit Sicherheit.“
Allein deine Fragestellung wird dir schon eine objektive Behandlung des Themas erschweren. Der objektive Wissenschaftler muss nach wertneutralen Begrifflichkeiten suchen. Da man das aber nicht tat, kam man dann zu in den 50er Jahren populären Thesen wie „dominante Mutter“ etc, was wiederum in den 70ern in Trepanationen gipfelte. Hier wird wohl eher dasselbe gelten, wie es auch bei anderen Merkmalen gilt: Die Evolution hält sich eben alle Möglichkeiten offen und streut eben sehr breit. Dass es dann für Transsexuelle eher unangenehm ist, im „falschen Körper gefangen“ zu sein, ist sicherlich menschlich tragisch, aber darum schert sich ja die Evolution nicht. ;)
„In der Antike soll es "vornehm" gewesen sein, als Mann einen "Jüngling" für sexuelle Spielchen zu haben. Falls das stimmt, frage ich mich, wie sich die Menschen so weit ändern konnten, dass es immer noch Menschen gibt, die andersorientierte Menschen als böse oder krank ansehen.“
Auch das ist eine „leicht“ tendenziös falsche Darstellung. Ich bin aber kein Altertumsforscher, da muss man sich in einem Lexikon des Altertums, vielleicht im „Pauly“ die entsprechenden Einträge heraussuchen und dort Literatur vergleichen.
So man denn überhaupt Lust dazu hat. ;)
gruß, endar
Winas
09.06.2003, 11:22
„Dieser Lehrer hat weiter gemeint, dass viele Mönche schwul werden, weil sie jahrelang nur unter Männern leben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so "einfach" ist, jemanden homosexuell zu "machen"!“
kann ich mir nicht vorstellen! vielleicht ein Lehrer aber sicherlich nicht die Mehrzahl!
wie sich die Menschen so weit ändern konnten, dass es immer noch Menschen gibt, die andersorientierte Menschen als böse oder krank ansehen.
das frage ich mich auch :(
buba
09.06.2003, 11:58
Lieber endar :D
Originalnachricht erstellt von endar
„Angeblich findet man vereinzelt homosexuelle Tiere. Das kann ich mir schlecht vorstellen. Ich denke, dass so etwas nur bei Menschen auftreten kann.“
Naturwissenschaftlich geprägte und objektiv denkende Menschen sollte es doch eigentlich eher wundern, wenn Homosexualität nur(!) beim Menschen auftreten würde, oder?
Schon. Mittlerweile kann ich mir auch besser vorstellen, dass es im Tierreich Homosexualität gibt.
„Dieser Lehrer hat weiter gemeint, dass viele Mönche schwul werden, weil sie jahrelang nur unter Männern leben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es so "einfach" ist, jemanden homosexuell zu "machen"!“
Wird/wurde das in bayerischen Schulen im Jahr 2000 gelehrt?
Also endar, dass so eine Verallgemeinerung von dir kommt... :D
Dieser Lehrer hatte das damals so gesagt. Die Meinungen von anderen Lehrern habe ich dazu nicht gehört.
Der objektive Wissenschaftler muss nach wertneutralen Begrifflichkeiten suchen. Da man das aber nicht tat, kam man dann zu in den 50er Jahren populären Thesen wie „dominante Mutter“ etc, was wiederum in den 70ern in Trepanationen gipfelte.
:ugh:
Hier wird wohl eher dasselbe gelten, wie es auch bei anderen Merkmalen gilt: Die Evolution hält sich eben alle Möglichkeiten offen und streut eben sehr breit. Dass es dann für Transsexuelle eher unangenehm ist, im „falschen Körper gefangen“ zu sein, ist sicherlich menschlich tragisch, aber darum schert sich ja die Evolution nicht. ;)
Da hast du Recht...
Levikus
09.06.2003, 12:54
So mal eine ganz andere Frage an euch:
Wieviele von euch haben Kontakt zu Menschen, dabei meine ich sowohl einfach nur Kontakt aber auch Freunde und auch Familienangehörige, die homosexuell sind? Und wie kommt ihr mit diesen Menschen zurecht und wie kommen sie mit der Gesellschaft zurecht?
Also mein Onkel ist schwul und, soweit wie ich das mitbekommen, leider wohnt er zuweit weg und wir haben wenig Kontakt zueinander, kommt er damit wunderbar klar, zumal meine Oma bei diesem Thema sehr offen war und ihm klar gemacht hat, dass es ihr völlig egal ist ob er mit einer Frau oder einem Mann zusammen ist. Ihre Aussage war, dass sie gerne den Menschen kennenlernen möchte, der ihren Sohn glücklich macht.
Mir ist das sowieso egal, da er MEIN ONKEL ist und ich ihn sehr mag und daher bin ich auch glücklich, wenn er sein Glück mit einem anderen Menschen findet.
Meine beste Freundin ist lesbisch und sie kommt in der Gesellschaft auch gut zurecht.
Warum sollten auch ihre Freunde sie im Stichlassen als sie erfahren haben das sie "anders herum" ist (diese Phrase kotzt mich so tierisch an)?
Ich habe sie kennen gelernt bevor sie sich geoutet hat und das ist jetzt fast fünf Jahre her und es hat sich nur eines seitdem von meiner Seite aus ihr gegenüber geändert:
Sie ist in meiner Achtung immer weiter gestiegen und ich bewundere sie für ihren Mut (leider muss man es heute immernoch so bezeichen) ihre Sexualität auch öffentlich zuzeigen, was sie sich lange nicht getraut hat.
Sie hat aber mittlerweile die Erfahrung gemacht, dass sie, wie schon oben erwähnt, wenig Probleme in ihrer Gesellschaft hat und vorallem in ihrem Freundeskreis.
Vielleicht sollte wirklich mal jeder darüber nachdenken, wieviele Menschen in seiner Umgebung homosexuell sind und wie er mit ihnen klar kommt.
Meist dürfte es keine Probleme geben. Diese Erfahrung habe ich zumindest gemacht.
So und jetzt gehe ich mit der Frau ein Eis essen.:hug:
Ach ja zum Thema CM: :rofl: Es gibt echt komische Menschen. Ich finde dazu passt die Singantur von hippie doch perfekt.
Lenchen
10.06.2003, 12:38
Ich wollte nur noch mal was zu einer dieser netten Mails sagen, und zwar zu dem Argument, "es war ja auch lange verboten".
Das halte ich für das wohl schwächste Argument, dass man vorbringen kann, denn es erinnert doch stark an "Die Frau war schon immer diejenige, die für das Haus sorgte, früher gab es sogar Gesetze,...."
Und "Aber es war doch immer so, dass einige mehr und andere weniger haben", "Es galt schon immer als Ehre, sich für das Vaterland zu opfern..." und ähnliche Aussagen, die man sich immer wieder anhören muss und die mir zum Hals raushängen, dass zeigt nur, wie weit die Menschen, die die Argumente benutzen in der Zukunft stehen ;)
Ich persönlich habe nichts gegen Homosexuelle und finde, je besser mit Randgruppen umgegangen wird, desto fortgeschrittener ist die Gesellschaft.
cdschredder
10.06.2003, 13:26
Ich persönlich habe nichts gegen Homosexuelle und finde, je besser mit Randgruppen umgegangen wird, desto fortgeschrittener ist die Gesellschaft.
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Was verstehst du unter "besser"? das wort ist sehr relativ!
Lenchen
10.06.2003, 16:40
Sorry, da hab ich mich wohl etwas seltsam ausgedrückt, ich meinte, dass eine moderne Gesellschaft daran gemessen werden kann (meiner meinung nach), wie gut sie es schafft, Diskriminierungen gegenüber Randgruppen zu verhindern und auch "alternative" Lebensformen, natürlich nur solange diese niemanden verletzten/beleidigen zu tolerieren.
seltsam
10.06.2003, 18:39
@buba
Bist Du Dir sicher, daß diese mails von der CM nicht einfach eine Verarschung sind? Ich meine, das sind schließlich alles nur Kinder. Und mal ehrlich, man kann ja viele verschiedene Meinungen haben, aber ich kann mir keinen Menschen vorstellen, der sich geistig so verabschiedet hat, daß er wirklich solche Ansichten hat.
@Levikus
Meine Ex-Schwägerin ist lesbisch und hat mit ihrer Lebensgefährtin ein Kind. Ich würd ja gern was anderes behaupten, aber leider kann ich die beiden wirklich nicht leiden. Allerdings nicht, weil sie lesbisch sind; die ganze Familie hat einfach einen Schuß. Meine Schwester und mein bester Freund sind auch homosexuell und die mag ich beide sehr gerne :)
Leider hat dieser Freund sehr damit zu kämpfen, daß er keine Kinder bekommen kann. Allerdings ist er der Pate meines jüngsten Sohnes; sie verbringen sehr viel Zeit miteinander und ich habe nicht die geringsten Bedenken deswegen. Ganz im Gegenteil. Wenn es bedeuten würde, daß mein Sohn sich zu genau so einem tollen Menschen entwickelt, dann soll er liebend gerne schwul sein/werden.
nobody
10.06.2003, 19:15
Originalnachricht erstellt von Lenchen
Sorry, da hab ich mich wohl etwas seltsam ausgedrückt, ich meinte, dass eine moderne Gesellschaft daran gemessen werden kann (meiner meinung nach), wie gut sie es schafft, Diskriminierungen gegenüber Randgruppen zu verhindern und auch "alternative" Lebensformen, natürlich nur solange diese niemanden verletzten/beleidigen zu tolerieren.
Ach so. Und ich dachte, wir kriegen jetzt alle ein kleines Krönchen vom Staat. :D
buba
10.06.2003, 20:11
Originalnachricht erstellt von seltsam
@buba
Bist Du Dir sicher, daß diese mails von der CM nicht einfach eine Verarschung sind? Ich meine, das sind schließlich alles nur Kinder. Und mal ehrlich, man kann ja viele verschiedene Meinungen haben, aber ich kann mir keinen Menschen vorstellen, der sich geistig so verabschiedet hat, daß er wirklich solche Ansichten hat.
Oh doch, solche Leute gibt es... und ich glaube nicht, dass das eine "Vera*sche" war.
Levikus
11.06.2003, 12:57
@seltsam
Wenn es bedeuten würde, daß mein Sohn sich zu genau so einem tollen Menschen entwickelt, dann soll er liebend gerne schwul sein/werden.
:jump_yellow:
Leider hört man sowas noch zu selten :cry:
nobody
16.06.2003, 20:50
Schwul hin oder her. Mir egal solage mich kein schwuler anfasst oder angräbt, denn dann raste ich aus! Meinetwegen können die ruhig schwul sein und sich den ganzen Tag an der Nudel hupen. Aber eins dürfte doch wohl jedem klar sein. NORMAL IST DAS AUF KEINEN FALL! Denn das hat die Natur eindeutig nicht vorgesehen, da aus einer Homobeziehung keine Nachkommen hervorgehen!
seltsam
16.06.2003, 21:00
Originalnachricht erstellt von strapinski
Schwul hin oder her. Mir egal solage mich kein schwuler anfasst oder angräbt, denn dann raste ich aus! Meinetwegen können die ruhig schwul sein und sich den ganzen Tag an der Nudel hupen. Aber eins dürfte doch wohl jedem klar sein. NORMAL IST DAS AUF KEINEN FALL! Denn das hat die Natur eindeutig nicht vorgesehen, da aus einer Homobeziehung keine Nachkommen hervorgehen!
:no:
@buba
Naja, hast wohl recht. Ganz offensichtlich gibt es Leute, die sich geistig komplett verabschiedet haben.
nobody
16.06.2003, 22:04
herrlich wieder einer der nicht genau liest und deswegen gleich andere beleidigt.
Wie dir wohl kaum entgangen sein wird habe ich nix gegen schwule solange sie mich nicht mit ihrem mist belästigen, schließlich belästige ich sie auch nicht mit meinem Mist. Wenn diese Schwulen also so vor sich hinvegetieren, wie ich das auch in meinem Heteroleben machen, dann hab ich kein problem mit ihnen. Aber normal ist das trotzdem nicht. Es ist ja nicht schlimm das es nicht normal ist es gibt vieles was nicht normal ist, aber man sollte wenn man schwule in schutz nimmt oder sie rechtfertigen will nicht behaupten, homosexualität wäre eine ganz normale sache. Kleines beispiel mal bezogen auf die Bibel(mal abgesehen davon das ich nicht an die bibel oder gott oder so glaube): Wären Adam und Eva homosexuell gewesen, dann hätte es uns jetzt nicht gegeben. Sie waren aber hetero haben sich vermehrt! Jetzt auf die eigentliche entstehung. Wären die ersten Menschen Homosexuell gewesen, dann wäre diese Gattung ganz schnell wieder ausgestorben und es würde heute weiterhin nur tiere auf der Erde geben. Deswegen finde ich sollte man homosexuelle nicht als normal bezeichnen. Man sollte sie auch nicht diskriminieren, denn jeder hat ja laut verfassung das recht so zu leben wie er möchte.
Curie
16.06.2003, 22:13
Wer will denn heute schon normal sein :D
Ich nicht :D
(Btw. ich bin nicht homo, falls es zu missverständnissen kommen sollte...)
FK
16.06.2003, 22:15
Originalnachricht erstellt von strapinski
Wären die ersten Menschen Homosexuell gewesen, dann wäre diese Gattung ganz schnell wieder ausgestorben
Vielleicht sind die Neandertaler ja ausgestorben, weil sie schwul waren? Wär doch mal ne neue Hypothese, auf die bis jetzt noch niemand gekommen ist... :D
Sollte man schnell ein Buch drüber schreiben...
Gruß,
Franz
Levikus
16.06.2003, 22:18
(Btw. ich bin nicht homo, falls es zu missverständnissen kommen sollte...)
Wenn sollte es stören?
nobody
16.06.2003, 22:29
hmmm? also wenn man darüber eine arbeit schreibt, daß neandertaler vermutlich ausstarben, weil sie schwul waren, ich glaub das würde echt witzig werden.
Normal sein ne das ist auch echt langweilig. Ich zieh mir lieber nen orangen müllsack an und geh voll auf LSD auf die Loveparade und wackel mit meinen gliedmaßen oder ich scheiß auf eine leinwand und nenne es moderne kunst. normal ist wirklich langweilig. sich zu betrinken und schön mit seinen kumpels zu feiern, daß macht doch jeder das ist zu lanweilig.
Was mich ein wenig ärgert ist, daß Homosexuell zu sein schon fast trendi wird. Ich meine was soll das? Man muß nur einmal sagen: finde homosexualität nicht gut. Und schon kommen sie alle an: Verbrennt den kätzer er hat was gegen die schwulen, er ist ein ganz schlimmer ein intoleranter. Toleranz ist ja was nettes aber aus toleranz sollte nicht blindes verherrlichen entstehen. Ich kann mich nunmal nicht damit abfinden, daß einige schwul sind. Na und ich verfolge sie nicht und ich vergase sie nicht. Solage wir uns aus dem Weg gehen ist alles in bester ordnung. Falls gleich wieder so eine dumme überflüssige Frage kommt wie:kennst du überhaupt schwule und wieviele? Ja ich kenne schwule genug sogar! Aber man sollt niemanden zwingen für alles verständnis zu haben.
Levikus
16.06.2003, 22:33
Geh ihnen aus dem Weg und du hast keine Probleme.
minutemen
16.06.2003, 22:42
Originalnachricht erstellt von strapinski
... Aber normal ist das trotzdem nicht. Es ist ja nicht schlimm das es nicht normal ist es gibt vieles was nicht normal ist, aber man sollte wenn man schwule in schutz nimmt oder sie rechtfertigen will nicht behaupten, homosexualität wäre eine ganz normale sache. Kleines beispiel mal bezogen auf die Bibel(mal abgesehen davon das ich nicht an die bibel oder gott oder so glaube): Wären Adam und Eva homosexuell gewesen, dann hätte es uns jetzt nicht gegeben. Sie waren aber hetero haben sich vermehrt! Jetzt auf die eigentliche entstehung. Wären die ersten Menschen Homosexuell gewesen, dann wäre diese Gattung ganz schnell wieder ausgestorben und es würde heute weiterhin nur tiere auf der Erde geben. Deswegen finde ich sollte man homosexuelle nicht als normal bezeichnen. Man sollte sie auch nicht diskriminieren, denn jeder hat ja laut verfassung das recht so zu leben wie er möchte.
*schmunzel*
indem ich also den homosexuellen sage: "ihr seid nicht normal!", diskriminiere ich sie nicht. das leuchtet mir nicht ein.
davon ab: wären adam oder eva oder beide homosexuell gewesen, dann wäre es eben normal, dass die menschheitsgeschichte mit ihnen schon zu ende gewesen wäre. beide hatten aber schon aus rein logischen gründen keine chance, eine andere als ein heterosexuelle neigung herauszubilden, denn vor ihnen und bis zur zeit der zeugung kains und abels gab es keine anderen menschen gleichen geschlechts. und es gab weder bei eva noch bei adam die ahnung, dass es exemplare ihrer art gleichen geschlechts geben könnte. der einzige geschlechtspartner zu ihrer zeit ohne vermehrungschance war die rechte hand. ein trieb aber auf ein weder in der vorstellung noch in der realität existierendes ding kann es schon allein formal logisch nicht geben.
naja, und auch dein schwules-affen-modell ist nicht schlüssig. warum sollten auch ALLE affen homosexuell sein? es sind doch auch nicht alle menschen homosexuell. und nur weil 5% dieser neigung nachgehen, stirbt keine population aus.
minutemen
16.06.2003, 22:50
Originalnachricht erstellt von strapinski
Normal sein ne das ist auch echt langweilig. Ich zieh mir lieber nen orangen müllsack an und geh voll auf LSD auf die Loveparade und wackel mit meinen gliedmaßen oder ich scheiß auf eine leinwand und nenne es moderne kunst. normal ist wirklich langweilig. sich zu betrinken und schön mit seinen kumpels zu feiern, daß macht doch jeder das ist zu lanweilig.
für diese dinge entscheidest du dich - nach lust & laune, für oder gegen konventionen.
schwul zu sein ist keine entscheidung a la "ich zieh mir einen ora müllsack an".
beides sind also zwei verschiedenen paar schuhe. ergo kannst du die eine "normalität" auch nicht mit der anderen vergleichen. zumal homosexualität halt einfach nur normal ist.
Levikus
16.06.2003, 22:53
Amen minutemen
nobody
16.06.2003, 23:04
@strapinski
also ich versteh dein Problem nicht ganz. Einerseits sagst du, Normalität sei langweilig, weshalb du auch selbst nicht normal sein möchtest. Andererseits erzählst du schwul sein sei nicht normal, was du dann wieder als negativ bezeichnest. ENTSCHEIDE DICH doch mal!
Naja und voll auf LSD zu Musik abzugehen die keine ist, ist garantiert in der Gesellschaft weniger toleriert als schwul sein. Also bevor du sachen als abnormal und nicht tolerierbar bezeichnest achte mal auf dich selbst!
SCHWUL SEIN IST NORMAL FIND DICH DAMIT AB!
nobody
16.06.2003, 23:07
"Ich kann mich nunmal nicht damit abfinden, daß einige schwul sind."
Und warum nicht? Mich stört deine Heterosexualität doch auch nicht. :confused:
nobody
16.06.2003, 23:15
tja, so sind sie halt die intoleranten wollen selbst toleriert werden tolerieren aber nicht die kleinste Abweichung von der Norm solange sie nicht selbst abweichen!
nobody
17.06.2003, 09:44
@minuteman da adam und eva nicht homosexuell waren ist das heterosexuelle auch nicht das normale, ich sag mal von der natur gewollte. was könnte es für einen sinn haben wenn zwei menschen keine nachkommen zeugen. Die Norm ist nunmal das menschen heterosexuell sind. Deswegen sind schwule keine schlechten menschen oder so! Ich bin selber auch nicht normal(ich bin nicht homosexuell aber ich habe etwas, was ein die natur nicht vorgesehen hat) aber das ist doch auch nicht schlimm. Was mich an der ganzen geschichte so aufregt und wo wir uns ganz offensichtlich falsch verstanden haben, ist allein die bezeichnung normal.
Und jetzt nochmal zu dem vorwurf ich würde Homosexuelle dadurch dikreminieren wenn ich sie nicht als normal betrachten würde. Also bitte! Warum sollte ich die dinge nicht so sagen wie sie sind. Das kind sollte schon ganz gerne beim namen genannt werden. Ich meine ist das so schlimm?
@phrase: Ok ich werde dir erklären was ich so schreibe und wie man das verstehen soll. Also das mit dem Normal war rein ironisch gemeint. Ich wollte damit kritisieren, daß immer mehr leute sich gegen normen stellen, nicht weil sie ein besseres system hätten, nein einfach um dagegen zu sein. "Normal ist langweilig, ich muß mir einen bunten Iro machen, randalieren und die angeblichen spießbürger bepöbeln, denn normal will ich nicht sein. Warum? Ja keine Ahnung meine Kumpels haben gesagt normal ist uncool."(ironie)
So jetzt zum tolerieren. Hab ich je behauptet, das homosexuelle weggesperrt werden müssen, das man sie vertreiben oder verfolgen müsse? Hab ich gesagt, das man ihnen die lebensgrundlage entziehen sollte oder das man sie therapieren sollte? Ich glaube kaum! Wenn du mir mit toleranz kommst, solltest du dir vorher mal ne definition von toleranz durchlesen. Toleranz bedeutet nicht daß ich deiner meinung bin oder deine meinung für gut heiße. Es bedeutet, daß ich respektiere, das du eine eigene Meinung zu bestimmten themen hast und ich dir diese auch nicht versuche zu verbieten. Aber ich muß deine Meinung noch lange nicht für gut heißen. Toleranz vom lateinischen tolerare wird als "dulden oder gewähren lassen" übersetzt. Somit kann man den begriff Toleranz mit "Duldsamkeit gegenüber abweichenden Überzeugungen" definieren.
@minuteman Ich hab das beispiel LSD nehmen und Homosexualität nicht verglichen. Stand wohl etwas unglücklich dort so das man es so auffassen konnte. Ich glaub ich kann mir das gerade noch so ausrechnen das man das nicht vergleichen kann.
nobody
17.06.2003, 10:21
Originalnachricht erstellt von strapinski
Toleranz bedeutet nicht daß ich deiner meinung bin oder deine meinung für gut heiße. Es bedeutet, daß ich respektiere, das du eine eigene Meinung zu bestimmten themen hast und ich dir diese auch nicht versuche zu verbieten. Aber ich muß deine Meinung noch lange nicht für gut heißen. Toleranz vom lateinischen tolerare wird als "dulden oder gewähren lassen" übersetzt. Somit kann man den begriff Toleranz mit "Duldsamkeit gegenüber abweichenden Überzeugungen" definieren.
Hhhm, dass die Leute aber auch nie die Bedeutung des Wortes Toleranz kennen. Toleranz bedeutet auch auch "Weitherzigkeit" (schau mal im Duden nach), ist also mehr als, was du beschreibst.
Wovon du redest, ist Akzeptanz, obwohl du geschrieben hast, dass du dich mit Schwulen und Lesben nicht "abfinden" könntest.
Aber seis drum.
nobody
17.06.2003, 10:46
@hast recht mit dem satz hab ich mir wohl wieder sprochen, deswegen ziehe ich das zurück, daß ich mich nicht mit schwulen abfinden kann. Stattdessen sag ich tolerant gegenüber homos bin diese einstellung aber in keinster weise teilen noch verstehen kann---->definition Toleranz
FliX
17.06.2003, 15:10
TESTEN (http://www.channel4.com/life/microsites/G/gayometer/gayometer.html)
ich bin 26% schwul,
ein (schwuler) freund von mir hat gleich gesagt dass ist noch ausbaubar :p
seltsam
17.06.2003, 15:24
Hab das grad mal ausprobiert und bin bei 46% gelandet. Nimmt das mit dem Alter wohl eher zu oder ab? Vielleicht sollte ich mich sicherheitshalber schon mal scheiden lassen? :p Nich das dat nachher noch ansteckend ist:eek:
Levikus
17.06.2003, 15:28
Bin auch bei 46%. Das macht die Auswahl größer :D
minutemen
17.06.2003, 15:33
trotz dass ich bier trinke & in der öffentlichkeit rülpse, komm ich auf sagenhafte 56% - yeah...
FliX
17.06.2003, 17:00
ich dachte schon alleine das ich YMCA mag gibt mir so 80% mehr :p
nobody
17.06.2003, 17:01
ich bin bei 26%
mantis
17.06.2003, 17:27
@minutemen, du bist doch wohl nicht intolerant und hast was gegen linkshänder :rolleyes:
der einzige geschlechtspartner zu ihrer zeit ohne vermehrungschance war die rechte hand.
wenns denn eine funktionierende Beziehung ist, sollte der Homosexualität nichts im Wege stehen, dieses funktionieren ist eher der springende Punkt.
Und derjenige mit der hupenden Nudel (ich hab den Nick-Namen vergessen ;) ) warum stellst du alles so auf Sexualität ab? Gibt es für dich keinen anderen Maßstab als jenen?
Mich stört eher egal bei welcher Beziehungskorrelation ein übertriebenes Herumgeturtele und Aufzeigen von (wie man meint)typischen Frauen-bzw. Männerrollen.
minutemen
17.06.2003, 17:59
@mantis: solche dinge mit der linken hand - das ist doch nicht normal! ;)
mantis
17.06.2003, 19:19
dass lass ich besser mal so stehen, da kann ich unmöglich drauf antworten :p
FK
17.06.2003, 20:50
Originalnachricht erstellt von strapinski
da adam und eva nicht homosexuell waren ist das heterosexuelle auch nicht das normale, ich sag mal von der natur gewollte.
:rolleyes:
....Wenn man der Natur eine Absicht unterstellt, gerät man auf den Holzweg. Die Natur experimentiert und macht alles Mögliche und nichts absolut präzise...
Argumentieren wir auf der religiösen Schiene, dann müssen wir akzeptieren, dass der liebe Gott alles geschaffen hat, auch homosexuelle Menschen & Tiere, und sich schon was dabei gesacht haben wird...
Recht gebe ich Dir auf jeden Fall darin, dass niemand gern gegen seinen Willen begrapscht wird (wer auch immer von wem auch immer), und dass das unterbleiben muss.
Gruß,
Franz
nobody
17.06.2003, 21:57
Wobei die Unterstellung, dass Homosexuelle a) die ganze Zeit oder b) alles oder jeden oder c) ... "grabschen" würden, ist ja auch sehr bezeichnend über das dahinterstehende Menschenbild.
1. muss man sich selbst ja für höchst attraktiv halten, so dass alle (Homosexuellen) einen mal "begrabschen" würden ...
2. fragt man sich dann nach dem Verhältnis desjenigen zu Frauen und Sexualität allgemein - man schließt ja in solchen Dingen gern mal von sich selbst auf andere ...
P.S.: Ich hatte in dem Homotest übrigens nur ca. 50%, hab den schonmal irgendwanng gemacht... Abgesehen davon, dass er von Klischees nur so wimmelt, ist er aber ganz lustig.
upsidedown
17.06.2003, 22:06
Ach - muss ich mich mit meinen ununterbietbaren 16% auf dem Gay-O-Meter dann also unattraktiv fühlen nur weil ich noch nie von nem Schwulen angegrabscht wurde? :eek:
FK
17.06.2003, 22:24
Originalnachricht erstellt von upsidedown
Ach - muss ich mich mit meinen ununterbietbaren 16% auf dem Gay-O-Meter
Aber immerhin einstellbar... :D
Was immer das jetzt bedeutet...
Einige Fragen konnte man eigentlich nur mit weder - noch beantworten.
So möchte ich weder meinen Lieblingsfußballer treffen (habe keinen) noch einer sein (allenfalls wegen der Kohle...).
Gruß,
Franz
seltsam
17.06.2003, 22:25
Originalnachricht erstellt von upsidedown
Ach - muss ich mich mit meinen ununterbietbaren 16% auf dem Gay-O-Meter dann also unattraktiv fühlen nur weil ich noch nie von nem Schwulen angegrabscht wurde? :eek:
Tja, kannst ja mal mit ner knackigen Lederhose in einem der einschlägigen Lokale Dein Glüch versuchen, vielleicht klappt's dann :D
Levikus
17.06.2003, 23:39
Ach - muss ich mich mit meinen ununterbietbaren 16% auf dem Gay-O-Meter dann also unattraktiv fühlen nur weil ich noch nie von nem Schwulen angegrabscht wurde?
Hey am 5. Juli ist CSD in Köln, da kannste es ja mal ausprobieren :D
nobody
20.06.2003, 14:39
Hab auch diesen test gemacht. Und finde auch wie franz schon gesagt hat, daß ich bei einigen fragen werder noch ankreuzen würde. Indianer oder Cowboy wollte ich nie sein. Ich wollte entweder Drogenboss oder General sein. Na ja ich bin bei 13% gelandet. Den satz der darunter stand fand ich echt frech "too damn straight for modern times". Also bitte. "damn good dude!" hätte da stehen müssen.
Na ja egal hab ein sehr gutes Zitat zum thema toleranz gefunden:" Toleranz ist wenn man eingesehen hat, daß es eh nichts mehr bringt sich darüber aufzuregen!"
FK
20.06.2003, 16:59
Originalnachricht erstellt von strapinski
" Toleranz ist wenn man eingesehen hat, daß es eh nichts mehr bringt sich darüber aufzuregen!"
:D
Gruß,
Franz
nobody
21.06.2003, 14:10
Gut das Zitat mit der toleranz ist wohl nicht die beste lösung für die erläuterung des begriffs aber ich fand das echt witzig und ich hab mir den spruch in meiner stube aufgehängt, da ich mich immer so viel aufrege.
kleinerChemiker
21.06.2003, 14:40
@ minuteman
Was, 56%, ich bin nur auf 53% gekommen, da kann wohl was nicht ganz stimmen! :suspect: :D
lg, Peter!
nobody
10.03.2004, 16:52
also ich habe mich das auch schon oefters gefragt und hab mich darum ein bisschen schlau gelesen.
zu erst mal: ja, es ist wohl angeboren ob man hetero, homo, oder bi ist. das hat wie hippie erwaehnte wirklich was mit den genen und chromosomen etc. zu tun. deshalb tippe ich jetz mal den ganzen langen text ab:
schwule, lesben und transsexuelle
untersuchungen haben ergeben, das die grundstruktur des koerpers und des gehirns eines menschlichen embryos weiblich ist. als folgeerscheinung haben maenner einige, bei ihnen vollkommen ueberfluessige, typisch weibliche merkmale wie beispielsweise brustwarzen. maenner haben auch brustdruesen, die nicht funktionieren, allerdings immernoch potenziell milch produzieren koennen.es gibt tausende von dokumentierten faellen,bei denen die milchbildung bei maennlichen kriegsgefangenen einsetzte, weil ihre durch nahrungsmangel geschaedigte leber die hormone nicht mehr abbauen konnte, die die milchbildung anregen.
wie wir bereits wissen,erhaelt ein maennlicher embryo (XY) etwa 6 bis 8 wochen nach der empfaengnis einen massive dosis an maennlichen geschlechtshormonen. diese geschlechtshormone werden als androgene bezeichnet. androgene regen zunaechst die bildung der hoden an, dann erfolgt die ausschuettung einer zweiten dosis, welche das gehirn von seiner weiblichen grundstruktur auf eine maennliche struktur "umprogrammieren".
wenn der maennliche embryo zum kritischen zeitpunkt nicht genuegend maennliche geschlechtshormone erhaelt, kann eines von 2 dingen geschehen: zum einen kann ein junge geboren werden, dessen gehirnstruktur mehr weiblich als maennlich ist, also mit anderen worten, ein junge der sich aller wahrscheinlichkeit nach in der pubertaet zu einem homosexuellen mann entwickeln wird. zum anderen kann ein biologischer junge geboren werden, der ein vollfunktionstuechtiges weibliches gehirn hat, dessen geschlechtsteile allerdings die eines mannes sind. dieses baby wird sich zu einem transsexuellen entwickeln, also zu einer person, die biologisch gesehen dem einen geschlecht angehoert, vom denken und verhalten aber dem anderen. gelegentlich kommt es vor, dass ein genetischer junge mit maennlichen und weiblichen geschlechtsteilen geboren wird. die genetikerin anne moir hat in ihrem revolutionaeren buch "brainsex" viele faelle von genetischen jungen beschrieben, die bei ihrer geburt wie ein maedchen aussahen und grossgezogen wurden, bis ihnen bei beginn der pubertaet ploetzlich ein penis und hoden wuchsen. diese genetische kuriositaet wurde in der dominikanischen republik entdeckt. eine studie ueber die eltern dieser kinder zeigt, dass sie ihre toechter typisch weiblich erzogen und rollenklischees wie das tragen von kleidern und das spielen mit puppen foerderten. fuer viele dieser eltern war es ein schock, als aus ihren "toechtern" bei eintritt der pubertaet aus heiterem himmel soehne wurden, sobald die produktion der maennlichen geschlechtshormone einsetzte und die kinder ploetzlichen einen penis, ein maennliches aussehen bekamen und typisch maennlichen verhaltensmustern gehorchten. diese geschlechtsumwandlung lief trotz der gesellschaftlichen konditionierung und des drucks aus dem sozialen umfeld ab, durch die den kindern weibliche verhaltensmuster antrainiert worden waren. die tatsache, dass die meisten dieser "maedchen" den rest ihres lebens als ganz normale maenner verbrachten, beweist sehr anschaulich, dass der einfluss des sozialen umfelds und der erziehung auf ihr erwachsenenleben gering war. ganz offentsichtlich war ihre biologie der ausschlaggebende faktor dafuer, welche verhaltensmuster sich bei ihnen letztendlich herausbildeten.
--auszug aus dem buch "warum maenner nicht zuhoeren und frauen schlecht einparken" von allen und barbara pease--
so viel aus dem buch. zum thema ergaenzend wollte ich noch sagen, dass ich wirklich glaube, dass homosexualitaet angeboren ist. viele werden von den heteros verspottet und gedisst. es ist keine entscheidung, auf welches gschlecht man steht, warum sollte man sich freiwillig dafuer entscheiden, verachtet und missverstanden zu werden? denn leider ist dies noch sehr haeufig so. wahrscheinlich haben es die bisexuellen am besten, schaetze ich *g*. aber ich bin der meinung, dass man jeden so leben lassen soll, wie es fuer ihn richtig ist.
..... wahrscheinlich haben es die bisexuellen am besten, schaetze ich *g*. ..... ---des lux---
Tja ein bisschen Bi schadet halt nie! :D
Golden Eye
20.12.2004, 20:27
*g*
Bei Bi sein, muss man sich halt net entscheiden, das macht die Sache einfacher, aber in Beziehungen schon eher ein Problem...
Ich steh eigentlich ganz offen zur Homosexualität. Wenn zwei Männer oder zwei Frauen meinen sie lieben sich und etwas für einander empfinden, find ichs ok.
Als tolerante Gessellschafte sollte man dies akteptieren können, wenn Induvidien von der "Norm" abweichen ( Kann man eigentlich hier von Norm sprechen? nur weil es so tief in unserem Gesaellschaftlichengefüge eingefahren ist? Und man anders artig als unnormal findet)
Was ich schade finde, dass durch den Druck der Gesellschaft "das Outen" zumeist am schwersten ist.. Man muss mit Unverständnisse und Mobbing rechen... Ich find das ist kein fair share. Zumal ja viele Leute erst im Laufe ihres Alters doch noch ihre homosexualität entdecken, würde man es akteptieren würden viel mehr Leute dazu stehen und nicht ihrer Triebe unterdrücken
Godwael
23.12.2004, 14:33
Die große Masse der Leute wird das Andersartige immer als bedrohlich empfinden. Es ist ja nicht so, daß Homosexuelle deswegen gesellschaftlich nicht anerkannt wären, weil es irgendwelche religiösen/kulturellen Vorbehalte gäbe. Es ist genau umgekehrt: Es gibt religiöse Vorbehalte gegen Homosexuelle, weil sie anders sind.
Keine menschliche Gesellschaft wird Andersartigkeit je akzeptieren. Das beste, was man erreichen kann ist eine stillschweigende Duldung.
Aminolauge
27.12.2004, 22:09
Also ich hab mir das Thema gerade von vorne bis hinten durchgelesen... Das ist ja echt ein Erlebnis für alle Sinne... Über die Ansichten von Strapinski (heißt der so?) will ich hier gar nichts weiter als einen smiley verlieren: :eek:
Aber ich finde es wirklich gut, wie alle anderen hier an die Sache herangegangen sind :cool:
Dass unsere Gesellschaft in Sachen Toleranz noch einiges lernen wird ist auch klar, aber ich denke seit dem Mitelalter ("Verbrennt sie ALLE!") und dem dritten Reich ("Mehrrr Gas!") hat sich doch schon vieles gebessert. Auch wenn einige Leute am liebsten wieder in diese Zeiten zurückkehren würden, siehe CHRISTLICHE MITTE. Ich habe mir da auch mal im Wahlprogramm den Abschnitt über Bildungspolitik angesehen. Angst!
BILDUNGSPOLITIK
Christliche Bildungspolitik achtet die Würde des Menschen, seine Personalität und Einmaligkeit. Die Würde des Menschen leitet sich her aus seiner Erschaffung durch Gott, seiner Ebenbildlichkeit und Begnadung. Daraus ergeben sich die Geistnatur des Menschen, die Erfahrung der Transzendenz, Personalität, Partnerschaftlichkeit und Sozialität.
Christliche Bildung umfaßt den ganzen Menschen als Leib-Seele-Einheit. Geistiges, Seelisches und Körperliches wirken ineinander. Daher sind ganzheitliches Lernen, Kreativität, Intuition und die Fähigkeit, Wesentliches zu erfassen, zu fördern. Eine einseitige Ausbildung des kognitiv-logischen Bereichs führt zur Verarmung des Menschen.
Gigantische Fehlplanungen im Bildungsbereich haben gezeigt, wohin eine spezialisierte, allein auf Zahlen vertrauende Planung führt, wenn Verwissenschaftlichung und Mathematisierung der Erkenntnis und abstrakte Begrifflichkeit zum alleinigen Ziel der Schule gemacht, der musische Bereich und die Erschließung des Symbolischen nur als Anhängsel gewertet und die Charaktererziehung ausgeklammert werden. Ein Bildungskonzept ohne Erziehung degradiert den Menschen zur Maschine und macht ihn zum geistigen Krüppel.
Die Schule leistet keine Lebenshilfe, wenn sie im Bereich sittlicher Verantwortung und von Wertfragen keine Orientierung gibt. Auch die menschlichen Grenzerfahrungen von Angst, Leid, Krankheit, Schuld und Tod sind zu berücksichtigen. Statt diese Grundgegebenheiten menschlichen Lebens zu verdrängen, muß den Menschen geholfen werden, sie zu bewältigen.
Oberstes Ziel der Sorge um den Menschen muß dessen seelische Befriedung sein.
„Ehrfurcht vor Gott, Achtung vor der Würde des Menschen und Bereitschaft zum sozialen Handeln zu wecken, ist vornehmstes Ziel der Erziehung. Die Jugend soll erzogen werden im Geiste der Menschlichkeit, der Demokratie und der Freiheit, zur Duldsamkeit und zur Achtung vor der Überzeugung des anderen, in Liebe zu Volk und Heimat, zur Völkergemeinschaft und Friedensgesinnung." Dieser Artikel 7 der Landesverfassung von NRW muß wieder verbindliches Unterrichtsprinzip an allen Schulen werden.
Die CHRISTLICHE MITTE fordert:
* Humanisierung statt Technisierung und Akademisierung
* Ganzheitlichen Unterricht und Verstärkung musischer Elemente statt Vertextung und Verkopfung
* Einheit von Leben und Lernen statt Entfremdung der Lebensbereiche
* Gegliederte Schulen statt Mammutsysteme und Lernfabriken
* Individuelle Förderung statt Überforderung und Gleichmacherei
* Bildung und Erziehung statt Abrichtung
* Sinnerschließung und Integration einzelner Wissenssegmente statt funktionalen Analphabetentums.
Die CHRISTLICHE MITTE lehnt aus politischen und pädagogischen Gründen die Gesamtschule als Regelschule ab.
Die CHRISTLICHE MITTE ist die Partei des Elternrechts. Die Erziehung der Kinder ist natürliches Recht, ursprüngliche Aufgabe und Pflicht der Eltern. Der Wille der Eltern ist maßgebend für den Charakter der Schule, die ihre Kinder besuchen.
Schwerpunkte dieser am Elternrecht orientierten Bildungspolitik der Christlichen Mitte sind:
Förderung der allgemeinbildenden Schulen in freier Trägerschaft, der Konfessionsschulen von der Grundschule an, der Jungen- und Mädchenschulen
Verbot der biologistischen Schulsexualkunde und Revision der Schulbücher und Unterrichtsmaterialien auf eine ganzheitliche Sexualerziehung hin
Einführung der Gesundheitslehre und Gesundheitserziehung von der Grundschule an
Einführung der Erziehungslehre als Pflichtfach in Sek. I und II. Aufklärung über die pränatale Entwicklung des Menschen.
:confused:
Ich hoffe bloß, dass Protestwähler nicht irgendwann auf die Idee kommen, CM zu wählen (ob die eine Koalition mit der NPD eingehen würden?).
Wenn ich Flugblätter zum Thema: Die Moslems untertunneln Deutschland, oder so ähnlich sehe kommt mir die Galle hoch.
Entschuldigt bitte meinen aggressiven Tonfall, aber es gibt einfach Dinge... und Leute... und Parteien... und Ansichten, die bringen mich auf die Palme. Pfui Teufel! :(
Amino
BernhardF
07.09.2007, 21:46
Hi
wie lange bleiben diese Artikel eigentlich offen?
FK
07.09.2007, 21:51
Willkommen hier!
- Einfache Antwort: bis er geschlossen wird.;)
Threads werden hier üblicherweise nur dann geschlossen, wenn eine Fortführung sinnlos erscheint, also eher selten.
Wenn Du was reinschreiben willst - bitteschön.
Gruß,
Franz
BernhardF
07.09.2007, 22:34
Hi
Mein erster Beitrag war nur ein Test, ob ich überhaupt noch was schreiben kann.
Nun, auf die Gefahr hin, daß mein Beitrag ungelesen bleibt, weil das Thema schon so lange abgehandelt wurde, will ich trotzdem schreiben.
Viele Beiträge sind einfach total daneben, einfach unseriös und helfen niemandem weiter. Es ist keine Kunst, dumme Witze zu reissen. Sollten sie doch lieber schweigen, dann wäre jedem geholfen.
Heute bin ich 38 Jahre alt und seit 2 1/2 Jahren glücklich verheiratet. Ich bin nicht "umgepolt" und die Bilder im Internet bilden immer wieder eine große Versuchung für mich. Ob ich jemals eine normale sexuelle Orientierung erleben werde, weiß ich nicht. Aber ich weiß, daß ich jetzt ein unvergleichlich erfüllteres Leben führe, als ich es von früher kenne.
Alles fing an, als ich vor 13 Jahren in der Hoffnung, daß es Jesus wirklich gibt, ihm die Verantwortung über mein Leben gab. Seit damals habe ich Gottes Segen in vielen Situationen erlebt. Darüber kann ich schreiben, aber es steht nicht zur Diskussion, weil ich es erlebt habe und somit ist es fakt.
In den letzten Jahren habe ich einen inneren Prozeß durchlaufen, der mich manches erkennen ließ, was ich früher fühlte und wer oder wie ich war.
Aus heutiger Sicht kann ich sagen, daß in meiner (und ich glaube das gilt für alle Menschen) Sexualität vieles zusammenwirkt. Somit müssen manche Lebensbereiche beleuchtet werden.
Ich lebte mit großen Defiziten (keine Freunde, Übergewicht, Minderwertigkeitsgefühle). Und es war ein Horror, als ich erkannte, daß ich noch nicht einmal eine normale Sexualität "entwickelt" hatte. Immer wieder kamen schwere Selbstmordgedanken, die ich geradezu wie einen Wolf in meinen Nacken spürte und ich war außerstande diese abzuschütteln. Manchmal genügte nur eine kleine Äußerung oder ein Gedanke in mir und es war, als hörte ich in mir einen Wolf heulen, der nur darauf wartete, mir ins Genick zu springen. Es war grausam.
Hätte ich damals solche Sprüche gelesen, wie sie auf diesen Seiten stehen,... ich weiß nicht, vielleicht wäre ich irgendwann doch gesprungen.
Heute weiß ich, daß ich narzistische Züge an mir hatte. Ebenso war ich innerlich unreif und wehrte mich irgendwie dagegen, reifer zu werden. Es war, als wäre ich ein Kind geblieben und glorifizierte meine Vorstellungen, die ich von einer schönen Kindheit hatte. Es war undenkbar, daß ich ein Gegenüber für eine Frau darstelle.
Und doch waren doch auch in mir die Wünsche und Sehnsüchte nach einer Frau, Familie, Kinder, Häuschen- das Ideal, was viele so haben.
Ich war kurz davor, mein Comingout zu machen. Aber in letzter Minute kam es nicht dazu. Es wäre aber nicht Schritt in die Freiheit gewesen. Es wäre eine Kapitulation gewesen. Meine Sehnsucht nach Familie hätte ich begraben und ich hätte "Ja" gesagt zu dem, was mir Kummer bereitet. Mal ehrlich, ist das Freiheit?
Wenn ein Mann einen anderen Mann liebt, ist das für mich OK, hat einer vorher geschrieben. Wenns denn Liebe ist. Meist ist es nur Sex. Und in diesem Sex die Suche nach der nie gefunden männlichen Identität.
Statt der ausgelebten Homosexualität kam etwas anderes neues in mein Leben. Ich lernte Menschen kennen, die von Jesus sprachen, die an ihn glaubten und es machte mir neuen Mut.
Ich machte einen Kursus mit bei Livingwaters. Außerdem halte ich die Arbeit von der OJC und Wüstestrom für lobenswert. Verschiedene Bücher über gläubige Menschen, die gegen ihre homosexuellen Gefühle kämpfen, haben mir geholfen. Die Möglichkeit Glauben und ausgelebte Homosexualität zu vereinbaren sehe ich persönlich nicht.
Ich habe bis heute nicht erlebt, daß Jesus mir Freiheit von der Homosexualität schenkt. Ich weiß, daß es Christen gibt, die sagen:... dann hast Du etwas falsch gemacht, dann glaubst Du nicht richtig oder zu wenig oder was weiß ich für einen Firlefanz. Ich weiß nicht, warum Jesus mir keine Freiheit schenkt, aber ich weiß, daß er mir ein sinnvolles Leben schenkt. Nicht ein einfaches, aber eines, das mich reifen läßt. Wie? Das weiß ich immer noch nicht, aber ich fühle es. Seit 6 Jahren nicht mehr Selbstmordgedanken. Das ist eine Freiheit, für die es sich schon allein lohnt zu leben. Eine Frau, die mich liebt, und die auch ich liebe, wenn auch die Ekstase fehlt. Aber wir freuen uns aneinander, wir halten zueinander. Sie paßt zu mir und ich zu ihr. Das ist göttliche Führung. Wer es nicht erlebt hat, der fängt an, zu diskutieren.
Eines Tages in der Ewigkeit werde ich meine Antworten bekommen. Jesus weiß sie. Das soll mir hier auf Erden genügen.
Sollte es wirklich Menschen geben, die glücklich und zufrieden sind, so werde ich mich nicht gegen sie stellen. Aber in mir drin glaube ich, daß sie sich um ihr Leben betrügen.
sonnending
07.09.2007, 23:19
Hallo!
Mein erster Beitrag war nur ein Test, ob ich überhaupt noch was schreiben kann.
Nun, auf die Gefahr hin, daß mein Beitrag ungelesen bleibt, weil das Thema schon so lange abgehandelt wurde, will ich trotzdem schreiben.
Nur so als Hinweis zur allgemeinen Forenbenutzung: wenn man etwas in ein "altes" Thema schreibt rutscht es automatisch nach oben, und jeder User erkennt dadurch, dass der Titel fett geschrieben ist, dass etwas neues geschrieben wurde. :)
Ansonsten ist es doch schön, dass Du Deinen Weg gefunden hast, der Dir richtig erscheint, wenngleich er Dich auch nicht auszufüllen scheint.
Wenns denn Liebe ist. Meist ist es nur Sex. Und in diesem Sex die Suche nach der nie gefunden männlichen Identität.
und das ist der Punkt, wo Du von Dir auf andere schließt. Nur weil Du Deine Erfüllung in der Homosexualität nicht gefunden hast, oder "die Liebe" nicht gefunden hast, heißt das nicht, dass es keine homosexuelle Liebe gibt.
Ich habe bis heute nicht erlebt, daß Jesus mir Freiheit von der Homosexualität schenkt. Ich weiß, daß es Christen gibt, die sagen:... dann hast Du etwas falsch gemacht, dann glaubst Du nicht richtig oder zu wenig oder was weiß ich für einen Firlefanz.
Nun, auch hier wieder ein Schluß von Dir auf andere. Ich bin weder homo noch glaub ich an Gott, aber ich kenne einen Menschen der beides sehr intensiv lebt. Ohne Probleme oder Schuldgefühle.
Das ist göttliche Führung. Wer es nicht erlebt hat, der fängt an, zu diskutieren.
nun, öhm, das ist nun der falsche Bereich, um über Gott zu diskutieren, da gibt es auch glaub ich einen eigenen Thread für. Meine Meinung dazu? Wer nicht verstehen kann, der glaubt an Gott.
lg, Katy.
Friedrich Karl Schmidt
08.09.2007, 15:41
Meine Meinung dazu? Wer nicht verstehen kann, der glaubt an Gott. All denjenigen , die an Gott glauben , zu unterstellen, dass sie des "Verstehens" nicht fähig wären, finde ich gelinde gesagt "dreist". Bevor ich mich dazu weiter äußere, ziehe ich vorerst einmal die Möglichkeit in Betracht, dass Sie so vielleicht nicht verstanden werden wollten....
Gruß FKS
sonnending
08.09.2007, 17:29
Hallo!
Nein, das stimmt wohl, so war es nicht gemeint. Danke, dass Du zuerst vom Guten ausgegangen bist. Ich würde nie jemandem seinen Glauben abstreiten oder versuchen auszureden, oder diesen degradieren. Das sollte eine provokante Äußerung sein, um zum nachdenken anzuregen bezogen auf den Satz "wer göttliche Fügung nicht erlebt hat, fängt an zu diskutieren". Damit fühlte ich mich als überzeugte Atheistin in meinem (Un-)Glauben angegriffen. Da ich jedem die Freiheit geben, seinen Glauben so auszuleben, wie er das für richtig hält (unter Einhaltung von Grundgesetzen u.a.), verlange ich auch, dass mir dieses Recht gegeben wird.
Es tut mir sehr leid, wenn das mißverstanden wurde. Ein Mensch ist, wie er ist, egal ob er an Gott glaubt oder schwul ist oder rote Haare hat, und daher fälle ich auf gar keinen Fall ein Urteil aufgrund solcher Eigenschaften.
Übrigens, was ich schon länger mal loswerden wollte: ich bestehe im Internet auf das "Du". :) Nicht, weil ich das Internet als regelfreien Raum ansehe oder irgendwie respektlos wirken möchte, sondern aus div. anderen Gründen, die aber jetzt hier noch mehr OT werden, als wir eh schon sind.
liebe Grüße,
Katy.
Uller
08.09.2007, 20:42
Wenn man glaubt, dass nach dem Homöopathie-Thread nichts schlimmeres kommen kann...
(das bezieht sich aber nun nur auf den Beitrag des BernhardF)
Bei diesem Gelaber über Jesus und die Kraft des Glaubens krieg ich Karies - insbesondere, wenn da so Unverschämtheiten stehen, dass sich z.B. Glaube und Homosexualität nicht vereinbaren lassen - ein wenig Phantasie bitte, Ihr seid doch sonst so kreativ, wenn es ums Geschichten erzählen geht. Wie im Mittelalter hier...
Friedrich Karl Schmidt
08.09.2007, 21:47
Über die Ansichten von Strapinski (heißt der so?) will ich hier gar nichts weiter als einen smiley verlieren: : Ja der Benutzername lautet "Strapinski". Und ich nehme mir die Freiheit ,Strapinski un vollem Umfang zuzustimmen. Jedenfalls in Bezug auf seine Sicht der Homosexualität.
Sogar in Bezug auf den Toleranzbegriff, dessen ständiger Bedeutungsexpansion man zwar folgen kann, aber auch nicht muss. Wenn ich mich recht erinnere, so leitet sich das Wort Toleranz von einem lateinischen Verb ab, das auf deutsch übersetzt "dulden" heißt.
Entschuldigt bitte meinen aggressiven Tonfall, aber es gibt einfach Dinge... und Leute... und Parteien... und Ansichten, die bringen mich auf die Palme. Pfui Teufel! :(
Amino Und mich bringt auf die Palme. wenn sich jemand zuerst für seinen aggressiven Tonfall "entschuldigt" und dann noch einen draufsetzt , indem er seinen Beitrag mit "Pfui Teufel" abschließt.
Gruß FKS
sonnending
08.09.2007, 21:51
@ FKS:
der Beitrag von Aminolauge ist von 2004 ;)
was natürlich nicht heißt, dass man nichts mehr dazu schreiben kann, aber ich vermute mal, dass sie nicht mehr in diesem Forum aktiv ist.
lg, Katy.
Friedrich Karl Schmidt
09.09.2007, 01:28
@ FKS:
der Beitrag von Aminolauge ist von 2004 ;)
was natürlich nicht heißt, dass man nichts mehr dazu schreiben kann, aber ich vermute mal, dass sie nicht mehr in diesem Forum aktiv ist.
Es geht ja nicht um die Person, sondern um die Art und Weise, wie man sich hier auseinandersetzt. Und nachdem ich mir zuerst einmal die letzten Beiträge bis hin zu dem von Aminolauge angesehen hatte, habe ich dann alle vorherigen Beiträge auch noch gelesen.
Dabei ist mir aufgefallen, mit welcher Aggressivität bisweilen gerade diejenigen auftreten, die andere zu mehr Toleranz auffordern.
Und aus diesem Kontext heraus habe ich mich dann veranlasst gesehen, dem missionarisch-oberlehrerhaften , aggressiven Beitrag von Aminolauge etwas entgegenzusetzen, um deutlich zu machen, dass man m.E. so nicht diskutiert. Schon gar nicht dann, wenn man meint, andere zu mehr Toleranz aufrufen zu müssen. Ob der/die Angesprochene meinen Beitrag jemals lesen wird, war und ist dabei für mich nicht entscheidend .
Im Übrigen fällt mir auf, dass in Bezug auf Toleranz die Maßstäbe ( hier im Forum jedenfalls ) häufig nicht mehr gelten, wenn es um gläubige Menschen ( natürlich nur ) christlicher Konfessionen geht. Zu denen ich mich übrigens nicht zähle.
Gruß FKS
BernhardF
09.09.2007, 14:20
Hi
Zunächst einmal bin ich froh darüber, wie mit meinem Bericht im Allgemeinem umgegangen wird. Ich hab mir schon gedacht, daß ich auseinandergepflückt werde...
zitat von sonnending:
"Ansonsten ist es doch schön, dass Du Deinen Weg gefunden hast, der Dir richtig
erscheint, wenngleich er Dich auch nicht auszufüllen scheint."
Ich hab mir lange Gedanken darüber gemacht, was es heißt, "Erfüllung" zu erleben. In mir sind zwei Seiten, die ich persönlich nicht zusammen erfüllen kann. Die Gefühle wollen Homosex., mein Innerstes sehnt sich nach einer eigenen Familie mit Frau, Kinder usw. Beides miteinander vereinen? Wie sollte das denn gehen? Ich glaube, es gäbe für mich immer nur einen Weg mit Unerfüllung. Für mich wäre es der größere Mangel gewesen, der Homosexualität nachzugehen.
Aber in Unerfüllung erleben wir doch alle in der einen oder anderen Art und Weise.
Sex mit meiner Frau macht mir übrigens auch Spaß. Allerdings ist es nicht der körperliche Funke, sondern vielmehr das Vertraute, eine seelische Verbundenheit, die uns zusammenkommen läßt. In so mancher Statistik kann man lesen, daß dies in so manchen Ehen fehlt. Unerfüllung?...
Zitat von sonnending:
"und das ist der Punkt, wo Du von Dir auf andere schließt. Nur weil Du Deine Erfüllung in
der Homosexualität nicht gefunden hast, oder "die Liebe" nicht gefunden hast, heißt das
nicht, dass es keine homosexuelle Liebe gibt."
Nö, das heißt es nicht. Ich wollte nicht über andere urteilen. Hab ich aber. Würd mich aber schon interessieren, was andere, die homosexuell empfinden, dazu schreiben. Wie erleben sie Liebe? Also das, was außerhalb vom Bett geschieht.
Zitat von sonnending:
"Nun, auch hier wieder ein Schluß von Dir auf andere. Ich bin weder homo noch glaub ich
an Gott, aber ich kenne einen Menschen der beides sehr intensiv lebt. Ohne Probleme
oder Schuldgefühle."
Da hab ich nicht gemeint, daß es keine Christen gäbe, die Homosexualität ausleben.
Ich wollte sagen, daß es Christen gibt, die einem homosexuell empfindenden Menschen den Glauben absprechen würden, weil er noch so empfindet. Und dann kommen Sprüche wie "mußt mehr Glauben" oder "du glaubst nicht richtig" oder so.
Sollte ich nun noch immer von mir auf andere schließen, so bitte ich um Rückmeldung.
bis denne, B.
PS 1: ich werd Papa!
PS 2: wie funktioniert denn das mit den Zitat- Feldern und so... bei mir klappt das nicht.
Friedrich Karl Schmidt
09.09.2007, 16:12
Was als Zitat erscheinen soll. wird von
"Wortlaut des Zitats", also von "[QUOTE][QUOTE]" eingeschlossen, das in den Text eingefügt wird, wenn man das viertletzte Symbol anklickt, das sich in der zweiten Zeile der "Symbolleiste" über dem Textfeld befindet und eine etwa quadratische Sprechblase darstellt.
Gruß FKS
BernhardF
09.09.2007, 20:05
... ungefähr so?
[QUOTE Was als Zitat erscheinen soll. wird von ... eingeschlossen, das in den Text eingefügt wird, wenn man das viertletzte Symbol anklickt, das sich in der zweiten Zeile der "Symbolleiste" über dem Textfeld befindet und eine etwa quadratische Sprechblase darstellt.
Gruß FKS[/QUOTE]
Also vielen Dank. Hast mir sehr geholfen.
Gruß, B. ;)
bm
09.09.2007, 20:12
Abgeschlossen wird mit "/"
also Anfang "quote", Abschluss "/quote".
Friedrich Karl Schmidt
09.09.2007, 20:45
... ungefähr so? Ob Ihr Beitrag so geworden ist , wie Sie sich das vorgestellt haben, können sie leicht selbst überprüfen, indem Sie nicht gleich auf "Antworten" klicken, sondern erst einmal auf "Vorschau" , dann wird Ihnen zusätzlich zu Ihrem Originaltext ( oben drüber ) das Schriftbild gezeigt, in dem Ihr Beitrag nach dem Absenden zu sehen sein wird.
Gruß FKS
sonnending
10.09.2007, 20:13
Da hab ich nicht gemeint, daß es keine Christen gäbe, die Homosexualität ausleben.
Ich wollte sagen, daß es Christen gibt, die einem homosexuell empfindenden Menschen den Glauben absprechen würden, weil er noch so empfindet. Und dann kommen Sprüche wie "mußt mehr Glauben" oder "du glaubst nicht richtig" oder so.
Sollte ich nun noch immer von mir auf andere schließen, so bitte ich um Rückmeldung.
Nein, ich denke, mit dieser Formulierung kann ich mich anfreunden. ;) Sicherlich muss jeder für sich selbst entscheiden, wie er seinen Glauben auslebt und wieweit er diesen sein Leben beeinflussen lässt. Leider ist die einzige Grundlage nur ein großes Buch, in das man sehr viel hineininterpretieren kann.
Wenn Du sagst, dass ist dein Glauben, dann hat kein anderer Dir da reinzureden. Umgekehrt, wenn ein Homosexueller seine wahre Liebe gefunden hat, dann sollte kein Missionar kommen und es ihm ausreden, weil es nicht "glaubenskonform" ist.
PS 1: ich werd Papa!
Herzlichen Glückwunsch!
Im Übrigen fällt mir auf, dass in Bezug auf Toleranz die Maßstäbe ( hier im Forum jedenfalls ) häufig nicht mehr gelten, wenn es um gläubige Menschen ( natürlich nur ) christlicher Konfessionen geht. Zu denen ich mich übrigens nicht zähle.
*ironiean* Braucht eine Mehrheit Toleranz? *ironieaus*
Ich befürchte, der Grund liegt darin, dass "der Glaube an etwas Übernatürliches" vielen Wissenschaftlern und solchen, die es mal werden wollen Angst bereitet. Es ist etwas, das sich nicht erklären lässt, und wird daher ins lächerliche gezogen.
lg, Katy.
FK
10.09.2007, 20:15
PS 1: ich werd Papa!
:up: Herzlichen Glückwunsch!
Gruß,
Franz
Friedrich Karl Schmidt
10.09.2007, 20:40
*ironiean* Braucht eine Mehrheit Toleranz? *ironieaus* Das scheint mir nun doch etwas zu kurz gedacht. Und ich bitte um Nachsicht, dass ich das auch nicht witzig finden kann.
Zum einen ist Toleranz nicht etwas , was nur im Zusammenhang mit Gruppierungen von Bedeutung wäre. Toleranz betrifft m.E. in erster Linie den Umgang von Individuen miteinander.
Im Übrigen : Was verstehen Sie hier unter Mehrheit? In "Chinesenviertel" einer Stadt sind Chinesen ( und dies auch nur meistens und keineswegs immer und überall) in der Mehrheit. Auf die ganze Stadt bezogen meist eine Minderheit... usw. bis hin zu der Feststellung , dass Sie weltweit eine (relative) Mehrheit darstellen. Ich denke, dass es nicht weiter ausgeführt werden muss, warum ihre "Mehrheit-Minderheit" -Sicht fehlgeht.
Auch würde ich mich als Angehöriger einer so genannten "Mehrheit" sehr unwohl fühlen würde in einer Minderheit , die sich eine Sicht dieser Art Braucht eine Mehrheit Toleranz?zu eigen macht.
Und ich fürchte sogar, dass genau diese Sicht ein Grund/eine Ursache für so manches aktuelle Problem darstellt, weil nämlich diese Denke bei manchen Minderheiten "mehrheitsfähig" werden könnte.
Gruß FKS
sonnending
10.09.2007, 21:39
Hallo!
Und ich bitte um Nachsicht, dass ich das auch nicht witzig finden kann.
Ich habe diese Aussage mit *ironie* gekennzeichnet. Das hatte ich als eindeutiges Zeichen dafür gedacht, dass ich sie nicht witzig finde. Ironie bezweckt auch keinesfalls witzig zu sein. Da sie im Geschrieben meist schwer zu erkennen ist, dachte, ich diese Kennzeichnung wäre ausreichend, aber ich scheine mich dennoch mißverstanden ausgedrückt zu haben.
Und ich fürchte sogar, dass genau diese Sicht ein Grund/eine Ursache für so manches aktuelle Problem darstellt, weil nämlich diese Denke bei manchen Minderheiten "mehrheitsfähig" werden könnte.
Dito. Genau das kommt dabei heraus, wenn man diese Gedanken fortführt.
Gruß, Katy.
Paleiko
11.09.2007, 18:15
Was für eine witzige Diskussion.... Über Tiere zur "Christlichen Mitte" bis hin zu "Wie schreibe ich einen Beitrag?" :D
Paleiko
14.09.2007, 16:30
Wo der Thread gerade oben ist: Ich bin in der Presse über die Berichterstattung zum Mordfall Hannah "gestolpert"... Ich fand einige der Artikel mehr als seltsam. Niemand, der "mal Lust auf eine Frau hat", vergewaltigt und tötet, sofern er keine schwerwiegende Störung hat. In manchen Berichten klang das aber streckenweise nicht ganz so:
"Die Frage nach dem Motiv sei naturgemäß immer die schwierigste, sagte Oberstaatsanwalt Fred Apostel. Nur selten komme man zu einer zufriedenstellenden Antwort, warum ein Verbrechen begangen worden sei. In diesem Fall handle es sich, das müsse man leider so sagen, "um einen Homosexuellen, der einmal Lust auf eine Frau hatte", so Apostel."
Wie kam das bei euch an? Für wie relevant haltet ihr die sexuelle Orientierung in diesem Fall?
Friedrich Karl Schmidt
14.09.2007, 16:58
Die "politische Korrektheit" lässt es nicht zu , hier eine andere Meinung zu haben als die, dass die Homosexualität des Täters völlig irrelevant ist. Alles andere wäre eine Diskriminierung . Wer sich also nicht als "Verfassungsfeind" outen will....
Gruß FKS
Paleiko
14.09.2007, 17:47
Sehe ich anders. Die Homosexualität kann ja durchaus Einfluss auf die charakterliche/psychische Entwicklung haben, je nach Umfeld usw...
Ich fand schon allein die Formulierung in dem Artikel merkwürdig, weil es sich liest, als sei "Lust auf eine Frau" ein tatsächlich ausreichendes Motiv für einen Mord und der Fall damit quasi in jeder Hinsicht abgeschlossen.
Friedrich Karl Schmidt
14.09.2007, 19:07
Sehe ich anders. Die Homosexualität kann ja durchaus Einfluss auf die charakterliche/psychische Entwicklung haben, je nach Umfeld usw... Was "Sie anders sehen" ist kein Widerspruch zu meiner Äußerung, mit der ich ja keine Meinung in der Sache geäußert habe, sonderm lediglich auzuzeigen versucht habe, wie schwierig es ist , sich zu Ihrem Thema zu äußern , wenn man eine Auffassung vertritt, die aus Sicht der politischen Korrektheit als verwerflich quasi definiert ist.
Ich fand schon allein die Formulierung in dem Artikel merkwürdig, weil es sich liest, als sei "Lust auf eine Frau" ein tatsächlich ausreichendes Motiv für einen Mord und der Fall damit quasi in jeder Hinsicht abgeschlossen. Das war auch mein erster Eindruck. Und ich meine auch, dass der Staatsanwalt besser geschwiegen hätte, wenn er schon nichts Gescheiteres zu sagen hatte.
Andererseits fühlt sich ein Staatsanwalt verpflichtet, sich zum Motiv zu äußern, weil es nach unserem Recht gar nicht anders zu gehen scheint, Zumindest für die Strafzumessung ist ein Motiv notwendig. Ist keines erkennbar, muss eines zusammenkonstruiert werden, das so beschaffen ist, dass es möglichst günstig für den Täter ist.