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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : komplexometrische Titration


Daedalus04
17.09.2003, 16:49
Bestimmen Sie die Wasserhärte der Analysenlösungdurch komplexometrische Titration.

Durchführung:

1. 50 ml der Analysenlösung und 50 ml dest. Wasser werden in einen Erlenmeyerkolben gegeben
2. In den Erlenmeyerkolben werden weiterhin 2 Indikatorpuffertabletten gelöst und 1-2 ml 25%ige Ammoniaklösung gegeben
3. Eine Bürette wird mit Titriplex-B gefüllt
4. Zugabge von T.-B in Erlenmeyerkolben
5. Farbumschlag(zu grün)

Aufgabe:
1. Beobachtungen in Tabelle notieren
2. Berechnen der Härte der Analysen Lösung in °dH und mmol/l.


Mein Problem:

Wir sollten den Versuch in der Schule durchführen, allerdings brauchten wir nur 2,5 ml T.-B ;-) unsere Lehrerin meinte nur ganz cool, da das bereits unser dritter Anlauf war:"Ich möchte ihnen ja nicht die Hoffnung nehmen aber das ist falsch." Nunja nun soll unsere Gruppe eine Fehleranalyse anstellen. Ich würde auf zu viel Ammoniak tippen kann das sein?(obwohl ich eigentlich nur 2ml hinzugegeben habe...)Was gibt es sonst für Möglichkeiten?

Und zu Aufgabe 2:
entspricht das nun 2,5 °dH und damit = (2,5* 0,179) mmol Ca2+/l?



Maui

Tino
17.09.2003, 17:00
Hi Maui,

was ich mir auch denken könnte wäre, dass ihr statt der Analysenlösung (ich gehe mal davon aus, dass das Wasser war!) destilliertes Wasser genommen habt. Desweiteren könntet ihr eine zu konzentrierte Maßlösung verwendet haben. Oder ihr habt den Umschlagspunkt nicht richtig erkannt.

Alles Liebe,

Tino

Daedalus04
17.09.2003, 17:10
Das mit der analysen lösung kann ich ausschließen unsere Lehrerin hat uns diese gegeben...
Welcher Art die A.-lösung war wurde uns nicht mitgeteilt. Wen wir den Umschlagspunkt nicht richtig gesehen hätten ginge es dooch aber nur um nen ml aber das hörte sich so an als ob wir um und bei 10 ml daneben gelegen hätten. Ich weiß einfach nicht wie das passieren konnte eigentlich wüsste ich nichts, das schief gegangen sein könnte...

Curie
17.09.2003, 17:15
Hi,

Vielleicht war ja eure EDTA-Lsg. Konzentrierter...

Habt Ihr alle male 2,5ml verbraucht? Dann hat die Lehrerin einen Fehler gemacht...

Lasst Sie euch den Versuch vorführen..

MfG Curie

zweiPhotonen
17.09.2003, 17:33
Hallo,

erzaehl mal was zu der Titriplex-B-Loesung:
kam die fertig aus einem Masskolben (1 l Volumen?) oder hab ihr Ampullen verwendet? Falls letzteres - habt ihr den Inhalt der Ampulle in die Buerette gefuellt oder erst im Masskolben aufgefuellt (normalerweise eine Ampulle/1 l).

Haben andere die gleiche Titriplex-B-Loesung verwendet und andere Ergebnisse erhalten?

Wolfgang

FK
17.09.2003, 17:55
Originalnachricht erstellt von Daedalus04
unsere Lehrerin hat uns diese gegeben...

AHA! Und schon haben wir die Fehlerquelle...

Warum zwei Indikator-Puffertabletten? Eine reicht, und dazu nimmt man 1 ml Ammoniak 25%.

Bei der üblichen 0,1molaren Titriplexlösung entspricht 1 ml 0,1 mmol Titriplexy und somit auch 0,1 mmol Calcium. Verbraucht wurden 2,5 ml Titriplex für 50 ml Wasser, somit enthält das Wasser 5 mmol Ca-Ionen pro Liter. Dies entspricht dann 5*56 mg = 280 mg CaO/l und somit 28 °dH.
Falls die Titriplex-Lösung 0,01molar war, ists nur ein Zehntel (was ich mal annehme). So groß ist der Fehler nun auch nicht...

Wir haben schon einige Threads zum gleichen Thema, schau da mal rein.

Gruß,
Franz

Daedalus04
19.09.2003, 06:53
kann es denn sein das wir ein bisschen zu Ammoniak benutzt haben und das Ergebnis so verfälscht wurde?

FK
19.09.2003, 07:22
Der Fehler beträgt gegenüber dem erwarteten Wert rund 10%, entsprechend ca. 0,25 ml Titriplex, das zuviel zugegeben wurde. Wer keine Übung im Titrieren hat, schafft das ohne Weiteres... ;)
Weitere Fehlerquellen: die verdünnte Lösung von Leitungswasser mit ziemlich geringem Gehalt an Ca-Ionen sowie die Überdosis Indikator-Puffertabletten (Umschlag erfolgt zu spät --> Mehrverbrauch)

Genauere Werte hätte man erhalten, wenn statt 50 ml 250 ml Leitungswasser benutzt worden wären (und ohne weiteren Wasserzusatz).
Eine Indikator-Puffertablette + 1 ml Ammoniak 25% reichen dafür.

Gruß,
Franz

Daedalus04
19.09.2003, 14:57
Oki....
danke...
Wenn man in einem Labor ein Praktikum macht ird man dann vielleicht in den Genuss kommen mal so eine Titration ausführen zu können?
Oder ist so etwas für Praktikanten nicht möglich??

Maui

buba
19.09.2003, 15:08
Genuss? Du wirst mehr titrieren, als dir lieb ist, glaube ich. :p

FK
19.09.2003, 15:44
Originalnachricht erstellt von Daedalus04
Oki....
danke...
Wenn man in einem Labor ein Praktikum macht ird man dann vielleicht in den Genuss kommen mal so eine Titration ausführen zu können?
Oder ist so etwas für Praktikanten nicht möglich??

Maui

Kommt drauf an, wo Du landest - entweder bis zum Überdruss oder, wahrscheinlicher, überhaupt nicht.

Gruß,
Franz

Daedalus04
21.09.2003, 17:29
Was würdet ihr bei nem Praktikum bei Max Planck sagen..??wird man da eher mehr oder eher weniger mitbekommen??

bm
21.09.2003, 17:39
Was würdet ihr bei nem Praktikum bei Max Planck sagen..

Etwas (zu) spät. Der Mann ist 1947 verstorben.

Daedalus04
22.09.2003, 20:12
Ja ne is klar biene...
aber im institut in Kiel...
ob man da nur zugucken darf??

Andere Frage:

Welche Säure wird in Handelsüblichen Entkalkern eingesetzt??

TheoChem
27.09.2003, 22:08
Hallo,
IMHO ist das Amidosulfonsäure NH2-SO3H.
Es soll aber auch welche mit Citronensäure geben.

Mit freundlichen Grüßen
TheoChem

FK
27.09.2003, 22:27
Originalnachricht erstellt von TheoChem
Hallo,
IMHO ist das Amidosulfonsäure NH2-SO3H.
Es soll aber auch welche mit Citronensäure geben.

Mit freundlichen Grüßen
TheoChem

Ok. Ich würde übrigens eher Amidosulfonsäure als Citronensäure wählen..
Nachdem sich beim Entkalken mit Citronensäure sowohl von dem Heizelement eines Wasserkochers als auch von einem Brausekopf die Zierverchromung verdünnisiert hat, kann ich dieses umweltfreundliche Produkt nicht mehr so recht leiden...

Gibt auch dazu (mindestens) einen Thread.

Gruß,
Franz