Mir wurde die Aufgabe gestellt eine Kochvorschrift für Kupferacetat herauszusuchen und es danach auch herzustellen.
Nun meine Frage: In der Literatur finde ich nur die Kochvorschriften für Cu(CH3COO)2 mit H2O. Wäre die Herstellung für Kupferacetat ohne gebundenem Wasser anders oder kann ich die Kochvorschrift, die ich gefunden habe auch anwenden. Mit anderen Worten, ist Cu(CH3COO)3 das selbe wie Cu(CH3COO) mit H2O.
Vielen Dank für eure Antwort im voraus.
nobody
15.12.2000, 16:28
sieh mal im Merck-Index unter Cupric acetate nach. Die Herstellung aus Essigsäure (vermutlich wasserfrei) und CuO oder CuCO3 wird dort angegeben (CuCo3 ist sicherlich sehr elegant, da das CO3(2-) als CO2 entweicht., falls es das auch wassrfrei gibt), allerdings nur mit einem Literaturhinweis.
s. auch Beilstein, E II Bd. 4, S. 94. Es besteht natürlich ein Unterschied z.B. physikalische Eigenschaften.
nette449
16.07.2004, 15:19
Hallo,
habe soeben deine Nachricht gelesen.
Mache gerade eine Ausbildung zur Chemielaborantin und benötige die Vorschrift zur Herstellung von Kupferacetat mit Wasser, da ich dieses auch selbst herstellen muss. Nur ich habe sie bis jetzt noch nicht gefunden. Kannst du mir da weiterhelfen?
Vielen Dank im voraus!
FK
16.07.2004, 16:08
Hallo,
habe soeben deine Nachricht gelesen.
Mache gerade eine Ausbildung zur Chemielaborantin und benötige die Vorschrift zur Herstellung von Kupferacetat mit Wasser, da ich dieses auch selbst herstellen muss. Nur ich habe sie bis jetzt noch nicht gefunden. Kannst du mir da weiterhelfen?
Hmm, das Posting ist schon fast vier Jahre alt, und Merlin hat sich schon ewig nicht mehr im Forum sehen lassen (oder heißt heute anders).
Im Prinzip nimmt man Essigsäure (sagen wir mal 10% in Wasser), erwärmt sie (z. B. 70 - 80 °C), gibt Kupferoxid oder Kupfercarbonat dazu und rührt solange, bis sich nichts mehr löst (blaugrüne). Dann filtriert man die Lösung und lässt sie langsam abkühlen (erst bei Raumtemperatur, anschließend im Kühlschrank). Kristalle abfiltrieren und im Exsikkator über etwas NaOH (fest) trocknen.
So etwa würde ich es machen....(habe ich aber noch nicht)...
Aus wässriger Lösung kristallisiert Kupferacetat mit 1 Molekül Wasser (Kupferacetat-monohydrat). Die Löslichkeit in Wasser ist bei 25 °C 6,79%
Gruß,
Franz
Zek
16.07.2004, 16:23
Könnte man das Kupferacetat nicht auch durch Zugabe von ethylalkohol ausfällen, wie andere Kufpersalze, zum Beispiel CuSO4.5H2O ?
FK
16.07.2004, 17:12
Könnte man das Kupferacetat nicht auch durch Zugabe von ethylalkohol ausfällen, wie andere Kufpersalze, zum Beispiel CuSO4.5H2O ?
Denke schon; beim Ausfällen kriegt man aber ziemlich feines Pulver. Wenn man überschichtet und wartet, gibt es schöne Kristalle, aber evtl. wird die Geduld des "Auftraggebers" überstrapaziert...
Gruß,
Franz
Adam
16.07.2004, 17:37
Aus wässriger Lösung kristallisiert Kupferacetat mit 1 Molekül Wasser (Kupferacetat-monohydrat).
Wobei die Verbindung dimer ist. Die Kupfer Atome koppeln afaik antiferromagnetisch miteinander.
Herstellung, hier ist auch noch etwas:
http://www.seilnacht.com/Chemie/ch_cuace.htm
Gruß
Adam
FK
16.07.2004, 18:04
Die Kupfer Atome koppeln afaik antiferromagnetisch miteinander.
Tun sie.
Zum Glück brauchen Chemielaboranten das nicht zu wissen... ;)