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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schaukelprobe auf Mg


Wintersilver
09.09.2003, 00:01
Hallo,

kann mir bitte jemand die legendäre Schaukelprobe erklären.
Was macht man da überhaupt? Ich habe diese Probe in keiner Literatur gefunden, aber jeder spricht davon.

Vielen Dank für eine Antwort.

buba
09.09.2003, 00:04
Nie gehört, aber wieso
Originalnachricht erstellt von Wintersilver
jeder spricht davon
fragst du nicht einfach einen davon, was die darunter verstehen? :rolleyes:


BTW: Von der Bismutrutsche hatte unser Professor auch noch nie was gehört, wir schon...

Wintersilver
09.09.2003, 00:09
Hab ich schon ...
... aber ich bekomme unterschiedliche Antworten und hätte gerne mal eine unabhängige Meinung davon gelesen.

Soviel wie ich weiß, wird in eine essigsäure Lösung mit Magnesiumionen etwas Kaliumtriiodid und ein paar NaOH-Plätzchen gegeben.

FK
09.09.2003, 06:59
Auch ich bin gespannt darauf, was es ist...

Google sagt dazu:
http://www.google.de/search?q=schaukelprobe&ie=ISO-8859-1&hl=de&meta=

:rolleyes:

Gruß,
Franz

Marvek
09.09.2003, 09:30
Vielleicht probiert jemand uns zu verschaukeln ? :)

Wintersilver
09.09.2003, 18:47
Man nehme eine Lösung mit Magnesiumionen im verd. essigsauren Medium in einer Abdampfschale.
Dann gibt man wenige Tropfen KI*I2 -Lösung hinzu.

Nun macht man die Lösung mit Hilfe von NaOH-Plätzchen alkalisch.
Selbstverständlich bildet sich Magnesiumhydroxid. Das Iod wird an dieses adsorbiert, sodass braune Flocken entstehen.

Säuert man langsam wieder an, kann man das ganze wieder rückwärts ablaufen lassen.

Da mit dem pH-Wert bei dieser Probe "geschaukelt" wird, nennt man das ganze "Schaukelprobe".

(Ist der pH-Wert größer 12 disproportioniert das Iod zu Iodid und Iodat; die braune Färbung verschwindet).



Es soll aber auch Leute geben, die behaupten, dass man beim qual. Nachweis von Mg2+ lieber eine Münze hochgeworfen werden sollte ...



Was ist eigentlich diese legendäre Bismutrutsche?

Marvek
09.09.2003, 19:34
Ist diese Mg Schaukel denn auch spezifisch für Magnesium ?

Immerhin bileden viele Kationen weisse Hydroxid Niederschläge wenn man mit NaOH alkalisch macht.

Mit dem Magnesium Nachweis mit Magneson habe ich eigentlich immer richtig gelegen, also keine Münze nötig.

FK
09.09.2003, 20:53
Originalnachricht erstellt von Wintersilver


Was ist eigentlich diese legendäre Bismutrutsche?

Da stehts irgendwo drin, wenn mich mein Gedächtnis nicht täuscht:
http://www.chemieonline.de/links/link.php?id=70

Thema des Links "Wie pfusche ich mich durchs Quali"...

Was die Mg-Schaukel betrifft: :rolleyes:

Gruß,
Franz

Wintersilver
09.09.2003, 23:40
Die Mg-Schaukel ist wohl eine Erlanger Spezialität und wird aber Jahr für Jahr den 1. Semestern als qual. Nachweis verkauft.
Ich habe mich aber damals auch auf org. Spezialreagenzien verlassen.

buba
09.09.2003, 23:47
Das hätte ich bei so manchem Nachweis auch gerne getan - hätten wir die Reagenzien gehabt. :rolleyes:

FK
10.09.2003, 07:15
Originalnachricht erstellt von buba
Das hätte ich bei so manchem Nachweis auch gerne getan - hätten wir die Reagenzien gehabt. :rolleyes:

:eek:
Die Unis scheinen wohl immer mehr zu verarmen...

Bei uns an der damaligen TH Darmstadt standen eine ganze Menge von Nachweisreagenzien im Praktikum zur allgemeinen Verwendung parat (auch Magneson); weiteres kriegte man in der Chemikalienausgabe gegen geringe Gebühr.
Vielleicht ist es aber immer noch so...
Hoffen wirs.

Gruß,
Franz

buba
10.09.2003, 11:32
Auf Magneson konnten wir eh verzichten, weil wir Mg nicht nachweisen mussten. Aber Dithizon, 4,4´-Dinitrodiphenylcarbazid, Phenylfluoron, Phenylarsonsäure, Natriumrhodizonat, Glyoxal-bis(2-hydroxyanil) z.B. wären sicher hilfreich gewesen.

FK
10.09.2003, 19:26
Originalnachricht erstellt von buba
Auf Magneson konnten wir eh verzichten, weil wir Mg nicht nachweisen mussten. Aber Dithizon, 4,4´-Dinitrodiphenylcarbazid, Phenylfluoron, Phenylarsonsäure, Natriumrhodizonat, Glyoxal-bis(2-hydroxyanil) z.B. wären sicher hilfreich gewesen.

Natriumrhodizonat und Dithizon gab es; nach dem Rest habe ich nicht gefragt...

Gruß,
Franz