Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wärmeleiter
nobody
18.12.2000, 22:21
Hallo Ihr Lieben!
Chemie, Chemie, Chemie!
Eine letzte Frage zur Chemie! Und dann kann mir hoffentlich bald einer von Euch ein gutes Buch nennen, mit dem ich mich systematisch auf den Chemie-Unterricht vorbereiten kann!
Wie kann man erklären, warum Metalle gute, Salze dagegen schlechte Wärmeleiter sind?
Vielen lieben Dank im Voraus!
Euer Christian
P.S. Nochmal das Angebot: Bei allen Fragen, die nichts mit Naturwissenschaften zu tun haben, stehe ich jederzeit zur Verfügung!
nobody
19.12.2000, 07:10
Wärme wird nur Schwingung von Atomen/ Molekülen hervorgerufen. Die Atomrümpfe der Metallbindung sind deutlich nahe beieinander, können sich desshalb gut weitergeben. Anders bei einem Salzgitter, die Atome sind weit voneinander entfert.
Hoffe das ist wirklich so....
Nightflyer
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"Forschung ist nur der letzte Stand des Irrtums"
Albert Einstein
nobody
20.12.2000, 19:36
hi,
ich glaube das hängt mit der art der bindung zwischen den ionen bzw atomen ab.
wie nightflyer schon gesagt hat wird wärme durch schwingung der Teilchen geleitet. die atomrümpfe eines metalls sind in einem metallgitter (--> metallbindung) angeordnet, dort sehr eng bei einander und außerdem schwirren da auch noch so freie elektronen zwischen den rümpfen herum und halten die positiv geladenen metallionen zusammen (soweit ich mich entsinnen kann).
die elektronen sind in diesem gitter relativ beweglich, können gut schwingen und so die schwingungnen auch gut weiterleiten.
in deinem Salzkristall (--> ionogene bindung)ist das nicht so.
zum einen gibt es keine freien elektronen und zum anderen sind die Ionen weiter auseinander.
ich hoffe meine theorie stimmt einigermaßen.
Lg
dieUnwissende
glimpse
21.12.2000, 12:46
Soweit ich weiß hängt die gute Wärmeleitfähigkeit und Wärmekapazität von Metallen nicht mit den Schwingungen der Elektronen zusammen sondern mit den Schwingungen der Kationenrümpfe. Da sie bei der Metallbindung verhältnismäßig eng aneinander liegen (--> hohe Dichte) übertragen sie ihre Schwingungen auf den nächstliegenden Rumpf. Und da sie gegeneinander beweglich sind, können sie weit schwingen ohne das „Gitter" zu verlassen.
Andy
21.12.2000, 13:48
Metalle sind so aufgebaut, dass die positiv geladenen Atomrümpfe in einem Gitter angeordnet sind. Die Valenzelektronen werden abgegeben und halten sich dabei innerhalb dieses Gitters auf. Man spricht hierbei vom sogenannten Elektronengas. Aufgrund dieser frei beweglichen Elektronen sind Metalle gute elektrische Leiter. Das Elektronengas ist auch die Ursache für die gute Wärmeleitfähigkeit, den metallischen Glanz und die gute Verformbarkeit!
Salze dagegen sind in einem Ionenegitter angeordnet, bestehend aus Anionen und Kationen -> schlechte Wärmeleitfähigkeit, schlechte Verformbarkeit, schlechter elektrischer Leiter!