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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Entropischer Effekt bei Mischungsvorgängen


ehemaliges Mitglied
24.07.2003, 17:52
Hallo,

weiss nicht so recht ob ich folgende aufgabe richtig verstanden habe:

zu je 1kg h2o werden bei raumtemperatur je 1kg

a) D2O
b) Eisessig
c) Ethanol
d) H2so4 konz
e) wasser


gegeben. ordnen sie die mischungsvorgänge qualitativ in steigender reihenfolge nach der grösse des entropischen effekts.


ich würde sagen

a
e
c
b
d

bei a ist die entropiezunahme am grössten.


ist das korrekt ?

Gruss Andreas

buba
24.07.2003, 19:08
Weiß ich nicht, aber: wieso bei D2O und danach bei H2O am größten?

Alichimist
24.07.2003, 19:30
hier kommt es auf "Umordnungsprozesse" beim Mischen, lösen an, d.h. wie sehr die Wasserstruktur gestört wird.

a) D2O: ---> sehr geringer Einfl. (Isotopenaustausch)
b) Eisessig ---> schwacher Einfl., da kaum protolysiert
c) Ethanol ---> mittelstarker Einfl., da Aufbrechen von OH-Brücken
d) H2so4 konz. ---> stärkster Einfl., da (fast) vollst. Protolyse
e) Wasser ---> natürlich kein Einfl.

so in etwa...


Gruß

Adam
24.07.2003, 21:42
Vei der Schwelsäure ist vorsicht geboten...

Bei konz. H2SO4 kommt die Bildung der ganzen möglichen Hydrate zum tragen...

[H3O]+[HSO4]-, [H3O]2+[SO4]2-] etc.


Gruß
Adam

ehemaliges Mitglied
24.07.2003, 23:21
so hab ichs mir auch gedacht bis auf die essigsäure..die hatte ich wegen stärkeren h brücken als ethanol bei niedriger entropie gesehen..

Adam
25.07.2003, 07:59
Wie gesagt die Mischung von konz. Schwefelsäure ist ein exothermer Vorgang (->Hydratbildung siehe oben)

Die Mischung kommt durch die hohe Entropiezunahme in der Umgebung Zustande nicht im System.


War die Frage auf die Gesamtentropie bezogen? Ich denke mal nicht...


Gruß
Adam

ehemaliges Mitglied
25.07.2003, 12:47
Die Mischung kommt durch die hohe Entropiezunahme in der Umgebung Zustande nicht im System.

deswegen habe ich schwefelsäure auch weiter unten hingesetzt.

War die Frage auf die Gesamtentropie bezogen? Ich denke mal nicht...

ich habe sie auf das system bezogen...worauf die aufgabe jedoch tatsächlich bezogen ist weiss nur der aufgabensteller...nehmen wir mal an sie ist nur auf das system bezogen...stimmt ihr dann meiner reihenfolge zu oder soll ich noch was ändern `?



Die Mischung kommt durch die hohe Entropiezunahme in der Umgebung Zustande nicht im System.

eben weil es ein exothermer vorgang ist und die freiwerdende wärme die entropie in der umgebung erhöht.

Adam
25.07.2003, 12:54
Ich denke so ist die Reihenfolge ok...


Ähm..wie hast Du es denn geordnet? Von oben nach unten mit steigender Entropie?


Gruß
Adam

ehemaliges Mitglied
25.07.2003, 13:15
Originalnachricht erstellt von AV


bei a ist die entropiezunahme am grössten.


also von oben nach unten nimmt die entropie im system stärker ab !

Adam
26.07.2003, 00:52
ok.. dann passt es würde ich sagen :)

ehemaliges Mitglied
28.07.2003, 15:14
was haltet ihr denn von folgender sichtweise meiner kommilitonin:

> dGmisch= dHmisch-TdS misch
> Habe mir notiert, dass dH =0 ist, bei idealen Mischungen-->
> dG=RT Summe (xi lnxi)
> dG= dH- TdS mit dH=o
>
> Qualitativ könnte ich mir das so vorstellen:
> wie viele teilchen sind letzten Endes hinzukommen? Je mehr Teilchen, desto
> größer wird die Entropie.
> Also, je kleiner die molare Masse, desto größer die Entropie.
> Plus: da H2SO4 vollständig dissoziiert, hat man nun 3X (2xH und 1X so4)
> soviele Teilchen, ähnlich bei Essigsäure (Verdopplung der Molzahl).
>
> C<A<E<B<D

wenn man die entropie des systems im idealfall betrachtet sollte diese sichtweise richtig sein.

ich habe ja lediglich die entropieänderung zwischen idealem und realem verhalten betrachtet und dabei gar nicht berücksichtigt das die entropie schon alleine wegen der zugabe des 1kg stoffes zunimmt.

wie versteht ihr die aufgabenstellung ?

Alichimist
28.07.2003, 16:02
schon ok, Im isothermen Fall (Tmisch=const=RT) ergibt sich für jede Komponente:
<font class="serif">&Delta;</font>SM12=-Rln(p2/p1)=Rln(v2/v1)

nach Raoult-Dalton gilt für ideale Mischg.
pi=xi*P, angewendet auf die binäre Mischung ergibt das eingesetzt:

<font class="serif">&Delta;</font>S=-Rln xi (Gase: Dalton; Flüssigk. Raoult)

für jede id. Mischung gilt (Mischungsfunktion):
ZM=Summe[xk*Zk], also

<font class="serif">&Delta;</font>SM=-R[x1*lnx1+(1-x1)lnx2]


Gruß

ehemaliges Mitglied
28.07.2003, 18:40
ja ok..aber was ist mit der aufgabe ?

wie muss die nun richtig gelöst werden ?

Adam
28.07.2003, 19:19
Das ist alles etwas schammig, was die Aufgabenstellung betrifft.

man mmuß sich einigen:

*Welche Entropieänderung wird betrachtet?
*Ideale /reelle Verhältnisse


Bei konz. H2SO4 ideale V. anzunehmen (dH = 0) ist doch Quark.


Gruß
Adam

ehemaliges Mitglied
28.07.2003, 20:33
na dann freue ich mich schon auf die klausur...

Adam
29.07.2003, 12:14
So schlimm wirds schon nicht werden... :)


Ich schreibe am Fr. meine letzte PC Klausur im Studium :D


Gruß
Adam

Alichimist
29.07.2003, 12:39
ohh, dann euch Beiden Viel Glück!!

Gruß

buba
29.07.2003, 14:27
Wird doch ein Klacks für dich. ;)

Adam
29.07.2003, 22:49
Eigentlich schon ..da ich weis, dass ich sie bereits mit den ersten beiden Teilklausuren bestanden habe :D ;)


Danke Alchi! :)


Gruß
Adam