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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Frage an unsere Lehrer: Test am Computer?


LordVader
15.06.2010, 19:27
Nachdem hier jetzt schon mindestens die zweite Anfrage gekommen ist, ob nicht jemand bei einem Test am Computer helfen könnte (siehe hier (http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=161092) und der dort aufgeführte Link), frage ich mich nun, ob es solch eine Form des Tests wirklich gibt. Und vor allem: was soll dort gezeigt werden? Mehr als die Fähigkeit, im Internet Informationen zu suchen, kann es nicht sein, da das chemische Wissen so ja kaum festzustellen ist...

S0S
15.06.2010, 20:48
Also so was bescheuertes habe ich ja selten gesehen.

Zumindest an bayrischen Gymnasien dürfte diese Form des Tests auch nicht erlaubt sein, denn einer unserer Lehrer (Erdkunde, an der ganzen Schule, auch bei Schulleitung und anderen Lehrern, verhasst) hat mal darüber geschimpft, dass er keine Schulaufgabe mit Computerhilfe schreiben lassen darf, um mit uns die Suche nach Informationen im Internet zu üben.

Friedrich Karl Schmidt
15.06.2010, 20:57
einer unserer Lehrer (...) hat mal darüber geschimpft, dass er keine Schulaufgabe mit Computerhilfe schreiben lassen darf, um mit uns die Suche nach Informationen im Internet zu üben. Der Mann ist allein schon deshalb schief gewickelt, weil "Schulaufgaben", die ,wenn ich richtig informiert bin, den früheren "Klassenarbeiten" entsprechen , nicht dazu da sind , um irgend etwas zu "üben".

Gruß FKS

bm
15.06.2010, 21:34
Das ist nicht üben. Das Wissen wird ersetzt durch Datenbanken, und "Experten" liefern die richtigen Suchbegriffe. Falls der Suchende in der Lage ist, seinen "Wunsch" zu formulieren.

Lenchen
15.06.2010, 22:33
Na sowas... Chats sind erlaubt... und am Ende darf der Lehrer 20 identische Klausuren korrigieren.
Ich finde es ja eigentlich sehr sinnvoll, wenn Formelsammlungen benutzt werden dürfen, in höheren Klassen gerne auch Aufzeichnungen oder Bücher, aber alleine sollte man die Arbeit schon lösen

bm
15.06.2010, 22:54
und am Ende darf der Lehrer 20 identische Klausuren korrigieren.Das wäre Zeitverschwendung: Die Lösungen werden bundesweit einmal eingereicht und das Lehrerkollektiv spielt dann "Schwarzer Peter" um die wenig sinnvolle Aufgabe zu korrigieren.

Friedrich Karl Schmidt
16.06.2010, 14:18
Ich finde es ja eigentlich sehr sinnvoll, wenn Formelsammlungen benutzt werden dürfen, in höheren Klassen gerne auch Aufzeichnungen oder Bücher, Das würde mir schon zu weit gehen. Es wäre das Zulassen von Spickzetteln in beliebigem Umfang. Bedenkt man dann noch die übliche starke Einschränkung der Themen und die nicht unbeschränkte Phantasie der Aufgabensteller , dann könnten "Aufzeichnungen" durchaus auch quasi fertige Lösungen enthalten.

Gruß

Tobee
16.06.2010, 16:36
Hallo!


Bei uns war es eher so, je mehr man benutzen durfte desto schwieriger wurde die Arbeit. Da war nicht viel mit auswendiglernen. Man musste das Thema durch und durch verstanden haben und das Wissen anwenden können.


Grüße

S0S
16.06.2010, 17:40
Der Mann ist allein schon deshalb schief gewickelt, weil "Schulaufgaben", die ,wenn ich richtig informiert bin, den früheren "Klassenarbeiten" entsprechen , nicht dazu da sind , um irgend etwas zu "üben".

Ja, der Mann war tatsächlich ziemlich "schief gewickelt". Glücklicherweise ist er letztes Jahr in den Ruhestand gegangen. Seine Ansicht von Schulaufgaben war wirklich sehr seltsam, u.a. stellte er Aufgaben, von denen er selbst zugab, dass sie nicht lösbar seien (2 nahezu idetische Klimadiagramme, gefragt nach Zuordnung Russland <-> USA). Die Vorbereitung auf diese Schulaufgaben bestand darin, uns Geschichten aus seiner Jugend sowie abenteuerliche Vorschläge zur Lösung von Problemen (Wasser aus Sibirien in die Sahara leiten) zu vermitteln und Blätter auszuteilen, wobei er sagte, die bräuchten wie nicht. Dementsprechend waren auch die Noten, was über die Hälfte unseres Kurses dazu veranlasste, Geo dieses Jahr nachzubelegen.

Bei uns war es eher so, je mehr man benutzen durfte desto schwieriger wurde die Arbeit. Da war nicht viel mit auswendiglernen. Man musste das Thema durch und durch verstanden haben und das Wissen anwenden können.
Das wäre ja vollkommen ok, aber wenn man übers Internet mit jeder x-beliebigen Person während der Arbeit kommunizieren kann, ist es egal, wie schwer die Arbeit ist. Einer der Schüler hat sicher immer einen Bekannten, der sich gut genug damit auskennt, um Fragen, die an Schüler gerichtet sind, zu beantworten. Abgesehen davon sind die Fragen in einem der verlinkten Threads nicht mit besonders viel Verständnis verbunden. Im Gegenteil werden Dinge gefragt, die mit einer Google-Suche problemlos zu beantworten sind. Einen Test dieser Art kann man ja im Informatik-Untericht machen, aber mit Chemie hat das relativ wenig zu tun.

ricinus
16.06.2010, 18:01
Ich bleibe bei meiner Meinung, dass Computer in einem Klassenzimmer nichts zu suchen haben...auch wenn ich damit als pädagogisches Fossil dastehe.

drgreenthumb
16.06.2010, 22:45
Das würde mir schon zu weit gehen. Es wäre das Zulassen von Spickzetteln in beliebigem Umfang. Bedenkt man dann noch die übliche starke Einschränkung der Themen und die nicht unbeschränkte Phantasie der Aufgabensteller , dann könnten "Aufzeichnungen" durchaus auch quasi fertige Lösungen enthalten.

Gruß

das würde doch eigentlich nur auf den späteren unialltag vorbereiten, stichwort "kofferklausur"

Friedrich Karl Schmidt
16.06.2010, 22:57
das würde doch eigentlich nur auf den späteren unialltag vorbereiten, stichwort "kofferklausur" Schon in meiner Zeit als Lehrer war ich nicht bereit , mich irgend einem Blödsinn zu unterwerfen, nur weil dieser seinen Ursprung an einer Universität hatte. Und daran hat und wird sich auch nichts mehr ändern.

Gruß FKS

drgreenthumb
17.06.2010, 00:33
Schon in meiner Zeit als Lehrer war ich nicht bereit , mich irgend einem Blödsinn zu unterwerfen, nur weil dieser seinen Ursprung an einer Universität hatte. Und daran hat und wird sich auch nichts mehr ändern.

Gruß FKS

natürlich sind kofferklausuren reiner blödsinn, aber viel was an der uni gemacht wird ist leider blödsinn

Friedrich Karl Schmidt
17.06.2010, 11:03
Ich bleibe bei meiner Meinung, dass Computer in einem Klassenzimmer nichts zu suchen haben...auch wenn ich damit als pädagogisches Fossil dastehe. Ganz so kategorisch würde ich das zwar nicht sehen, dies allerdings in der vielleicht naiv - unrealistischen Vorstellung, dass sich der PC - Einsatz vernünftig dosieren und steuern ließe.

Sollte dies aber nicht möglich sein, wofür ja zugegebener Maßen einiges spricht, dann allerdings wäre ich dafür, nicht nur Computer, sondern vor allen auch die Rechner zu verbannen, die das Erlernen des Umgangs mit Bruch - und Klammerausdrücken überflüssig machen.

Ja, ich plädiere sogar dafür, den pH - Wert und andere p-Werte überhaupt erst dann im Unterricht einzuführen, wenn alle diesbezüglichen Berechnungen mit c(H+) usw. behandelt und ausreichend geübt worden sind.

Gruß FKS

kjetil
17.06.2010, 15:51
An einigen Schulen geht es mittlerweilie so weit, dass die Lehrer den Schülern mehrere Seiten per E-Mail zusenden, die sie bis zur nächsten Klausur durch lesen sollen, oder als Hausaufgabe erledigen sollen.

Lenchen
19.06.2010, 19:02
Das würde mir schon zu weit gehen. Es wäre das Zulassen von Spickzetteln in beliebigem Umfang. Bedenkt man dann noch die übliche starke Einschränkung der Themen und die nicht unbeschränkte Phantasie der Aufgabensteller , dann könnten "Aufzeichnungen" durchaus auch quasi fertige Lösungen enthalten.

Gruß
Das sehe ich nicht unbedingt so.
Es belohnt Schüler/Studenten, die ordentliche Aufzeichnungen haben und das Thema verstanden haben.
Bei schlechteren Schülern hingegen macht es meiner Meinung nach keinen Unterschied.
Das setzt natürlich vorraus, dass die Klausur auch aus verschiedenen Schwerebereichen besteht. Eine Klausur nach dem Schema einem Vokabeltests halte ich aber für grundsätzlich nicht sinnvoll, da damit eigentlich nur Fleiß und Konzentration, aber nicht das Verständnis abgefragt werden.

Friedrich Karl Schmidt
19.06.2010, 20:35
Das sehe ich nicht unbedingt so. Meinetwegen, aber dann sollten Sie mir auch konkret widersprechen und nicht irgend etwas schreiben, was mit dem, was Sie aus meinem Beitrag zitiert haben, wenn überhaupt, dann nur unwesentlich zu tun hat.
Es belohnt Schüler/Studenten, die ordentliche Aufzeichnungen haben und das Thema verstanden haben. Aufzeichnungen sind zum Einen kein Selbstzweck, der mit besserer Note vergolten werden müsste. Zumal ja Aufzeichnungen auch von Dritten verfasst sein können. Dass auch Spickzettel "Aufzeichnungen" sind, darauf habe ich ja bereits hingewiesen. Und selbst, wenn es sich um Aufzeichnungen von eigener Hand handelt, so ist der Rückschluss von "ordentlichen Aufzeichnungen" auf "Thema verstanden" alles andere als zwingend. Eine Klausur nach dem Schema einem Vokabeltests halte ich aber für grundsätzlich nicht sinnvoll, ... Wer bitteschön lässt denn solche Klausuren schreiben oder hat derartiges hier gutgeheißen ?

Gruß FKS

Lenchen
19.06.2010, 21:02
Ok, ich versuche mich noch einmal etwas besser auszudrücken.
Ein Spickzettel hat in einer Klausur, die nicht dazu ausgelegt ist, Materialien zu nutzen natürlich nichts zu suchen.
Ich finde jedoch Klausuren, die hinsichtlich des Schwierigkeitsgrades darauf angelegt sind Materialien zu nutzen für sinnvoll- zumindest in der Oberstufe.
Ob der Zettel selbst geschrieben ist oder von einem Fremden dürfte im Prinzip egel sein - außer, dass der Schüler, der den Zettel selbst geschrieben hat besser weiß,wo was steht und was es zu bedeuten hat.
Die Frage ist dabei wohlhauptsächlich, was man in einer Arbeit abfragen möchte. Möchte ich Formeln und ihre Anwendung abfragen, was bei einigen Themen wie z.B. Prozentrechnung ja durchaus Sinn macht, dann sollte man "Spickzettel" und ähnliches natürlich nicht erlauben. Möchte ich, dass sich die Schüler im Vorfeld der Klausur aber eher mit dem grundlegenden Verständnis des Themas auseinandersetzen, dann kann eine "Kofferklausur" z.B. durchaus sinnvoll sein.
Eine solche würde ich z.B. beim Thema "Kurvendiskussion" sinnvoll finden, denn dort kommt es meiner Meinung nach vor allem auf das Verständnis der Zusammenhänge an und darauf, dass er die Ableitungsregeln anwenden kann, als darauf, dass ein Schüler im Kopf alle Ableitungen wichtiger Funktionen im Kopf hat. Leider legen viele Schüler in der Klausurvorbereitung aber lieber ihren Fokus darauf, die Formelsammlung auswendigzulernen und sich ein Schema zu merken, anstatt die Zusammenhänge zu verstehen.
Ich bin aber wie Sie ja wissen keine Lehrerin,sondern gebe bloß Nachhilfe. es kann daher sein, dass die Schüler, die ich nicht zur nachhilfe dahabe anders lernen und deren Lehrer einen anderen Fokus legen.
ich gebe meinen Nachhilfeschülern übrigens öfter mal die Aufgabe, vor einer Klausur einen Spickzettel zu schreiben (Das wichtigste auf einem DIN A5 Blatt zusammenfassen) und habe damit gute Erfahrungen gemacht. Allerdings behalte ich die Zettel dann, bevor jemand auf dumme Gedanken kommt.

Friedrich Karl Schmidt
25.06.2010, 13:40
Frage an unsere Lehrer: Test am Computer? Abgesehen von zwei "nur noch" ehemaligen Lehrern hat sich bis jetzt niemand aus der Lehrerbranche an der Diskussion beteiligt. Auch einen Lehramtsstudierenden konnte ich unter den Beitragsschreibern nicht finden.

Deshalb möchte ich anregen, diesen Thread in das Unterforum "Didaktik" zu verschieben.

Gruß FKS

ricinus
25.06.2010, 21:23
Deshalb möchte ich anregen, diesen Thread in das Unterforum "Didaktik" zu verschieben.

Stattgegeben :D

FalconX
26.06.2010, 13:34
Solche Tests gibt es auf Unis auch. Meine Schwester macht regelmäßig welche (Jus) und auch ein Freund hat letztens einen gemacht (techn. Mathematik). Allerdings sind diese wohl mehr auf Verständniss und auf einem Level wo man nicht einfach so mal irgendwo nachschaun kann.

Aber in Zukunft wird wohl alles mehr in Richtung E-Learning gehn. Soweit ich weiß verwenden die FHs in Österreich dieses System immer mehr. Kommt wohl auch billiger:rolleyes:

Für Schüler allerdings halte ich diese Art des testens völlig verkehrt. In der Schule soll man noch brav alles lernen, irgendwann muss man das ja "üben".

gruß Dennis

Friedrich Karl Schmidt
26.06.2010, 15:35
Solche Tests gibt es auf Unis auch. Meine Schwester macht regelmäßig welche (Jus) und auch ein Freund hat letztens einen gemacht (techn. Mathematik). Allerdings sind diese wohl mehr auf Verständniss und auf einem Level wo man nicht einfach so mal irgendwo nachschaun kann. Hier geht es ja weniger darum, dass man "mal irgendwo nachschaun " kann, sondern in erster Linie darum, dass man sich online praktisch jede Hilfe zugänglich machen kann und das "selbsständige " Lösen von Aufgaben somit zur Farce wird.

Gruß FKS

LordVader
28.06.2010, 22:14
Bisher scheint diese Art Test zumindest unseren Lehrern unbekannt zu sein...
Ich würde mir ja e-learning gefallen lassen, unter Zuhilfenahme z.B. lokal gespeicherter, überprüfter Lerninhalte oder Wikipedias, aber ein genereller Zugang zum Internet beweist doch wirklich nichts außer der Fähigkeit, Informationen beschaffen zu können. Dann muss dies aber Thema des Tests sein, und nicht die Chemie, die abgefragt wird.
Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, wie jemand solch Hilfe ohne Kenntnis des Lehrers in Anspruch nehmen wollte. Mag ein Spickzettel noch unauffällig sein, so dürfte längeres Tippen auf dem Handy währenddessen doch auffallen... So naiv wird doch niemand sein, es zu versuchen?

Friedrich Karl Schmidt
29.06.2010, 10:55
Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, wie jemand solch Hilfe ohne Kenntnis des Lehrers in Anspruch nehmen wollte. Mag ein Spickzettel noch unauffällig sein, so dürfte längeres Tippen auf dem Handy währenddessen doch auffallen... So naiv wird doch niemand sein, es zu versuchen? Ich dachte, es wäre klar, dass und wie das funktioniert. Und was soll das Handy dabei ?

Gruß FKS

LordVader
29.06.2010, 21:07
Da fehlen zugegebenermaßen ein paar Schritte im Gedankengang:
Ich gehe davon aus, dass der Lehrer im Rahmen eines elektronischen Tests dafür Sorge trüge, dass ein Schüler keine anderen Materialien am Computer verwendete als die vorher erwähnten. Dem liegt der Gedanke zugrunde, dass ein Test mit allen verfügbaren Hilfsmitteln inklusive Foren etc. keinen Sinn machen dürfte.
Sollte der Test hingegen ohne PC durchgeführt werden (also klassisch) und das mit der erlaubten Hilfe eine Ausrede sein, so müßte derjenige ja irgendwie möglichst unauffällig ins Netz kommen. Und da bliebe die einzig technische Möglichkeit wohl nur noch ein internetfähiges Handy.

Shmoikel
07.02.2011, 17:35
Ich bleibe bei meiner Meinung, dass Computer in einem Klassenzimmer nichts zu suchen haben...auch wenn ich damit als pädagogisches Fossil dastehe.

Ich habe einen Computer im Klassenzimmer und bin sehr froh darüber. Es ist sehr hilfreich, wenn man Videos von Versuchen zeigen kann, die man selbst aus Sicherheitsgründen nicht durchführen darf. Auch Präsentationen und animierte Modelle bieten eine schöne Abwechslung. Das Ganze darf nicht überstrapaziert werden, denn sonst schalten die Schüler ab.

In Chemie sind Test am Computer schon möglich, allerding nur auf freiwilliger Basis und zur Selbstkontrolle. Als Leistungsnachweis ist so etwas komplett ungeeignet! Man hat keine Chance, chemisches Verständnis zu prüfen.

Friedrich Karl Schmidt
07.02.2011, 22:49
Ich habe einen Computer im Klassenzimmer und bin sehr froh darüber. Es ist sehr hilfreich, wenn man Videos von Versuchen zeigen kann, die man selbst aus Sicherheitsgründen nicht durchführen darf. Ich denke nicht, dass jemand gegen diesen Einsatz des Computers im Unterricht etwas einzuwenden hätte.

Auch nicht dagegen.. Auch Präsentationen und animierte Modelle bieten eine schöne Abwechslung. .. soweit man so etwas für sinnvoll hält, gleichwohl ich dem an sich nicht gerade zuneige.

Dies hingegen ( im Unterricht jedenfalls ) gar nicht :In Chemie sind Test am Computer schon möglich, allerding nur auf freiwilliger Basis und zur Selbstkontrolle. Als Leistungsnachweis ist so etwas komplett ungeeignet! Man hat keine Chance, chemisches Verständnis zu prüfen. Da halte ich es mit ricinus.

Gruß FKS

Pfefferminztee
08.02.2011, 03:03
s wäre das Zulassen von Spickzetteln in beliebigem Umfang. Bedenkt man dann noch die übliche starke Einschränkung der Themen und die nicht unbeschränkte Phantasie der Aufgabensteller , dann könnten "Aufzeichnungen" durchaus auch quasi fertige Lösungen enthalten.

Och, also an den Unis soll es je nach Professor gang und gebe sein alles - ausser Taschenrehcner zu einer Klausur zuzulassen.

Meist in Fächern wie PC, Exp.Phys., Mathe...

In Mathe durften wir z.B. 1 DIN A4 Blatt, beschriftet nach Wahl, mitbringen.

Shmoikel
08.02.2011, 21:39
Auch nicht dagegen.. Zitat: Auch Präsentationen und animierte Modelle bieten eine schöne Abwechslung. .. soweit man so etwas für sinnvoll hält, gleichwohl ich dem an sich nicht gerade zuneige.
Ich bin mir durchaus bewusst, dass Modelle fehlerbehaftet sind und das Präsentationen den Schüler dazu verleiten, sich berieseln zu lassen. Wenn sich jedoch der Lernerfolg dadurch schneller und/oder nachhaltiger einstellt, gibt es für mich keinen Grund, diese Methoden nicht einzusetzen.
Dies hingegen ( im Unterricht jedenfalls ) gar nicht : Zitat: In Chemie sind Test am Computer schon möglich, allerding nur auf freiwilliger Basis und zur Selbstkontrolle. Als Leistungsnachweis ist so etwas komplett ungeeignet! Man hat keine Chance, chemisches Verständnis zu prüfen. Da halte ich es mit ricinus. Gruß FKSMöglicherweise habe ich mich missverständlich ausgedrückt. Ein solcher Test findet nur ausserhalb des Unterrichts statt, beispielsweise in einer Freistunde oder von zu Hause aus.

Friedrich Karl Schmidt
09.02.2011, 14:14
Wenn sich jedoch der Lernerfolg dadurch schneller und/oder nachhaltiger einstellt, gibt es für mich keinen Grund, diese Methoden nicht einzusetzen. Dem kann ich zustimmen, die Frage ist nur , ob der "Lernerfolg" auch beinhaltet, dass die Schüler auch den Tranfer zum eigentlichen Thema schaffen.
Hinzu kommt, dass es m.E. zu viele dieser "ad hoc" - Modelle gibt, die nicht wirklich reflektiert sind in Bezug auf ihre Tragweite und Anschlussfähigkeit. Wenn ich da z.B. an die für mich unsägliche und leider immer wieder kehrende Diskussion über die "Aktivierungsenergie" oder das angebliche "Gegeneinander von Enthalpie und Energie" denke, die zu de facto flächendeckendem Missverstand geführt haben, dann lässt mich das von den individuellen "ad hoc" - Modellen einzelner Lehrer nicht nur Gutes erwarten.

Was aber der eigentliche Grund für meine diesbezügliche Reaktion auf Ihren Beitrag war, ist Ihre urspüngliche Begründung : Auch Präsentationen und animierte Modelle bieten eine schöne Abwechslung. Denn in Bezug auf Argumente in Richtung "Schülerspaß" hat sich im Lauf der zurückliegenden Jahrzehnte bei mir zugegebener Maßen bei Allergie gebildet.
Gruß FKS

Shmoikel
09.02.2011, 21:37
Ich möchte nicht zu stark vom eigentlichen Thema abweichen, aber ein paar Zeilen sollen mir bitte gegönnt sein.

Das Problem mit "ad hoc"-Modellen, wie Friedrich Karl Schmidt zu schreiben pflegt, kenne ich leider. Man denkt, man habe sich eine gute Veranschaulichung einfallen lassen, die Schüler jedoch schaffen den Transfer nicht oder ein tieferes Eintauchen in den Stoff wird behindert. Dass so etwas passiert, finde ich menschlich und man braucht sich nicht dafür zu schämen. Allerdings muss man den Schneid haben, sich den Fehler einzugestehen. Manche Unterlagen wandern dann, wenn auch noch so viel Arbeit dahinter steckt, in den Papierkorb.
Leider treten derartige Probleme nicht nur in den eigenen Vorbereitungen auf. Sie sind z.T. fest in Schulbüchern verankert. Man kann ja die Seite nicht einfach herausreißen.

Was Schülerspaß betrifft, so muss man differenzieren.
Neunzig Minuten lang jemand bei einem Monolog zuzuhören und irgendwas von der Tafel (am besten alles mit weißer Kreide geschrieben) macht definitiv keinen Spaß. Da viele Schüler den Unterricht nicht als Chance, sondern als lästige Pflicht empfinden, ist so etwas Gift für den Unterricht.
Lustige Krach-Bumm-Experimente, ein bisschen plaudern, eine Seite zum auswendig lernen für die gute Note und ein Film damit die Zeit vergeht...
Ja, sowas macht Schülern Spaß. Wenn Friedrich Karl Schmidt eine Allergie dagegen entwickelt hat, verstehe ich das nur all zu gut.
Schülerspaß kann - oder vielmehr muss - bedeuten, dass der Schüler Spaß am Lernen und Arbeiten hat. Das erreicht man meiner Erfahrung nach durch Medienwechsel (wozu auch der Computereinsatz zählt), sinnvolle Veranschaulichung, Handlungsorientierung (z.B. den Schüler auch Versuche durchführen lassen), ...
Fairness, gegenseitiger Respekt und positive Verstärkung (Lob) sollten obligatorisch sein.