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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Es leuchtet !


nobody
09.09.2000, 13:46
Hier ein Tipp einen luminoszenden Stoff
herzustellen ohne eine Phosphorvergiftung zu riskierern:
Man nehme: Einige Stücke Würfelzucker und trofpe darauf 1Tropfen Wintergrünöl (ethylsalicylat) und zerbreche die Kristalle
im dunklen Raum ...... Es sollte LEUCHTEN !

Es gibt noch eineige andere Stoffe ( die noch
heller leuchten ) schreibt mir wenn ihr die Synthesen wollt

nobody
09.09.2000, 14:29
Zwei kleine Anmerkungen:

1. Tribolumineszenz (Lumineszenz beim "Zerkleinern" von Kristallen) von Zucker geht auch ohne Wintergrünöl. (Geht glaub ich auch gut mit Kupfersulfat-Kristallen.)

2. Wintergrünol ist Salicylsäure-methylester, also Methylsalicylat.

Moritz

Jens
09.09.2000, 22:20
Wäre prima, wenn Du die anderen Stoffe
auch postest, sofern es keine mit dem teuren
Stoff Luminol sind .

Cyberlink
09.09.2000, 22:32
ist Luminol so teuer?? ich verbrauch das zeug wie nix...
immerhin kann mans ja herstellen..irgendwo hab ich doch noch die anleitung...such such..hmm komisch..ich werde mal im labor nachfragen...

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Michael Pfister
Moderator

Jens
09.09.2000, 22:50
Du verbrauchst das Zeug wie nix?
UAHHHHH!!
http://www.chemieonline.de/forum/smilies//eek2.gif
Wäre super, wenn du die anleitung schicken könntest!!

Cyberlink
09.09.2000, 22:53
wie teuer ist es denn? wegen der vorschrift..ich guck mal..kann aber einige zeit dauern...wir hatten die letzten drei jahre immer 3 RGs voll davon.....sind nun leer :)

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Michael Pfister
Moderator


[This message has been edited by ChemieOnline - Pfister (edited 09-09-2000).]

buba
09.09.2000, 23:58
Bei Merck kosten 10 g Luminol 75,10 DM zzgl. 16% Mehrwertsteuer; bei Omikron gibt es auch kleinere Mengen: 0,5 g 6,90 DM, 1 g 12,65 DM, 5 g 51,80 DM.

Und du verbrauchst das Zeugs wie nix?!? ts ts ts... ;)

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buba
Moderator

nobody
10.09.2000, 09:33
Luminol (5-Amino-1,2,3,4-tetrahydrophthalazin-1,4-dion) kann aus der entsprechenden (substituierten) Phtalsäure und Hydrazinhydrat (Achtung! sehr giftig) hergestellt werden.

Cyberlink
10.09.2000, 11:14
wow das zeug ist ja wirklich teuer...

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Michael Pfister
Moderator

nobody
10.09.2000, 12:27
Aber man muss den Preis auch in Relation zu der benötigten Menge betrachten.
Pro "normalem" Luminol-Versuch braucht man ja eigentlich nur 50mg (ein Gramm reicht also für 20 Versuchsdurchführungen).
Und für die anderen Luminol-Versuche (z.B. Doppellumineszenz mit Singulettsauerstoff und Farbstoff) braucht man ja noch weniger.

Jens
10.09.2000, 14:56
@Pfister
Was sind 3 RGs?

nobody
11.09.2000, 06:55
Also wirklich:
RG=Reagenzglas-->Abk.

Jens
11.09.2000, 13:59
Oh, entschuldigung.
Ich dachte, es handelt sich dabei um ganz andere Größenordnungen.
http://www.chemieonline.de/forum/smilies//icon31.gif

buba
11.09.2000, 14:14
Seid lieb zueinander :)

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buba
Moderator

Jens
11.09.2000, 14:24
Kein problem!
:)

nobody
11.09.2000, 16:36
Hier eine putzige leuchtende Reaktion:

1. Lgs 10ml Wasser+1g Pyrogallol
2. 10ml Wasser + 5g Kaliumcarbonat
3. 12ml 32% H2O2

Gebt diese ineinander und dann 10ml Formaldehydlgs hinzu!

Oder:

30% (~60ml) H2O2 und ~20ml 6N NaOH Lösung.
Dann leitet einen starken Chlorstrom ein
dann sollte es eigentlich rot leuchten.
(mit Luminol leuchtet es blau (wenige mg))


VIEL SPAß

nobody
11.09.2000, 16:42
Das erste Experiment sollte man in einem Abzug durchführen, da Methanal ("Formaldehyd") giftig ist. Ausserdem ist es empfehlenswert, eine große Schale oder ein großes Becherglas unterzustellen, da das Gemisch überschäumt (wird auch warm).

Bei dem zweiten Experiment, das chet beschrieben hat, handelt es sich um die Lumineszenz des Singulettsauerstoffs. Bei der Zugabe von Luminol (wie beschrieben) erhält man eine Doppelllumineszenz (blau und rot).

nobody
13.09.2000, 17:22
Ich dachte, die Abzug Sache wäre kar....

Na, ja besser man hat`s wohl erwähnt....
SORRY...

buba
22.09.2000, 19:29
Also ich hab ein paar Chemikalien bestellt und vorgestern zum ersten Mal den Versuch Würfelzucker + Methylsalicylat durchgeführt. Das Leuchten war leider sehr sehr schwach, aber man konnte es erkennen.
Den Versuch mit Pyrogallol werde ich in den kommenden Tagen durchführen.

Aber wie kommt dieses Leuchten zustande? Wird durch das Reiben dem Methylsalicylat Energie zugeführt, das es in Form von Licht wieder abgibt? Welche Chemikalien eignen sich noch dafür?

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buba
Moderator

nobody
23.09.2000, 13:54
Beim Zerkleinern der Zuckerkristalle findet teilweise Ladungstrennung statt. Zwischen den Bruchstücken baut sich ein elektrisches Feld auf. Freie Elektronen werden in Richtung der positiv geladenen Kristallflächen beschleunigt.
Wenn in den Bruchspalt Luft einströmt, werden die Stickstoffmoleküle von den Elektronen (sehr energiearme Kathodenstrahlen) zur Lumineszenz angeregt.
Das Methylsalicylat absorbiert die emittierte UV-Strahlung und wird dadurch zur Fluoreszenz angeregt. Da bei der Fluoreszenz immer energieärmere (langwelligere) Strahlung emittiert wird, als absorbiert wurde, erhält man ein sichtbares "Leuchten".

Moritz

Jens
26.09.2000, 18:51
Woraus bestehen eigentlich die
Knicklichter, die man in jedem Survival-Shop
zu kaufen bekommt?
Das Leuchten hält da ja mehrere Stunden an.