Hey Leute!
ich brauch mal eure Hilfe, ich grübel über diesen Vorschlag nach, Feiertage und Urlaub zu kürzen, ohne die Löhne zu erhöhen.
Mein Problem ist, dass ich den Sinn nicht ganz verstehe: Das Ziel ist es ja, Arbeitsplätze zu schaffen und die Wirtschaft anzukurbeln. Doch ich verstehe nicht, wie das gehen soll, denn die Arbeiter (Konsumenten) haben ja nicht mehr Geld, dass sie Ausgeben könnten um die Wirtschaft anzukurbeln und Arbeitsplätze werden doch sicher nicht dadurch geschaffen, dass jeder länger arbeiten muss.
Die Firmen könnten vielleicht mehr produzieren (das hat mein GMK-Lehrer jedenfalls als Argument vorgestellt) und das ist ja auch logisch, doch dann ist mir aufgefallen, dass den Firmen das ja garnix bringt, wenn niemand Geld hat, um dieses "mehr" zu kaufen, oder?
Bitte helft mir, meinen Denkfehler zu finden, denn ich denke mal, dass das ja Herr Clement auch gut durchdacht hat und einen Grund hat, das vorzuschlagen.
Vielen Dank im Vorraus
nobody
19.06.2003, 21:28
das ist echt eine gute frage!!
aber die antwort weiß ich auch nicht.
:confused:
einerseits fänd ichs schade, wenn die feiertage gekürzt werden. freie zeit kann man ja immer gebrauchen.
aber andererseits ist es ja so, dass z.B. kirchliche feiertage nicht mehr so genutzt werde, wie es eigentlich gedacht ist
und im vergleich zu anderen europäischen länder hat deutschland die meisten feiertage...
LG
Pina :)
bm
19.06.2003, 21:31
Da ist kein Denkfehler.
Das ist der Gegensatz von Volks- und Betriebswirtschaft.
Die Betriebe optimieren Kosten (=weniger Mitarbeiter); und sie beschweren sich im gleichem Atemzug über die fehlende Kosumwilligkeit der Bevölkerung, die sie gerade entlassen hat.
Ähnlich : x * 10^6 Arbeitslose, aber da die Rentenkassen überstrapaziert sind, soll die Lebensarbeitszeit erhöht werden.
frei nach Goethe : Die Botschaft hör ich wohl, allein ihr fehlt der Sinn.
FK
19.06.2003, 21:32
Originalnachricht erstellt von Lenchen
Mein Problem ist, dass ich den Sinn nicht ganz verstehe:
Da stehst Du nicht allein da. Das bringt nur den Firmen etwas (merh Arbeit für den gleichen Lohn). Statt dessen könnte man auch die tägliche Arbeitszeit ohne Entgelt verlängern.
Die Firmen werden dieses Zubrot gern annehmen. Das wird aber auch alles sein. Warum soll jemand zusätzliche Kräfte einstellen, wenn die vorhandenen unentgeltlich Mehrarbeit leisten?
Tja, man kann natürlich mehr Waren produzieren (wenn es sich um ein produzierendes Unternehmen handelt) - so etwas weniger als 0,5% - und entsprechend mehr verkaufen, soweit die Nachfrage da ist. Billiger wird die Produktion - und somit die Waren - so nicht.
Produktion wird hauptsächlich dadurch billiger, dass man, soweit möglich, auf Arbeitskräfte verzichtet. Und so wirds allenthalben gemacht.
Da müsste man anders rangehen - Löhne senken, aber heftig, und die Lebenshaltungskosten (Nahrungsmittel, Mieten, Steuern etc.) natürlich auch entsprechend.
Soweit das Milchmädchen...
Gruß,
Franz
nobody
19.06.2003, 21:58
Herr Clement denkt wohl, dass es den Firmen schlecht geht und wenn es den Firmen besser geht, geht es der Wirtschaft besser.
Dass diejenigen Länder, die in den Landerfinanzausgleich einzahlen einen Feiertag mehr haben, als die anderen, die Geld aus dem Topf erhalten - und denen es daher schlechter geht - zeigt, dass zwischen der Anzahl der Feiertage und Wirtschaftswachstum kein direkter Zusammenhang besteht.
Mir persönlich geht mittlerweile jedes Verständnis ab.
Lunaris
19.06.2003, 22:01
@bm: nettes Goethezitat :).
Außerdem finde ich es nur komisch, weil ja angeblich in Bayern, dem Land geht´s ja noch besser als dem Rest, viel mehr Feiertage vorhanden sein sollen als im Rest von Deutschland. Trotzdem geht´s den Leutchens besser. Also hinkt wohl der Vergleich vom Herrn Clement.
:confused:
Luni
FK
19.06.2003, 22:13
Originalnachricht erstellt von bm
frei nach Goethe : Die Botschaft hör ich wohl, allein ihr fehlt der Sinn.
Allerdings.
Man sollte diese Schlauberger zur Teilnahme an Kursen über angewandte Logik verpflichten...
Originalnachricht erstellt von Lunaris
Außerdem finde ich es nur komisch, weil ja angeblich in Bayern, dem Land geht´s ja noch besser als dem Rest, viel mehr Feiertage vorhanden sein sollen als im Rest von Deutschland..
Ist tatsächlich so.
Also brauchen wir MEHR Feiertage, und schon gehts uns besser...
Gruß,
Franz
bm
19.06.2003, 22:38
...weil ja angeblich in Bayern, dem Land geht´s ja noch besser als dem Rest, viel mehr Feiertage vorhanden sein sollen als im Rest von Deutschland. Trotzdem geht´s den Leutchens besser...
Also brauchen wir MEHR Feiertage, und schon gehts uns besser...
Also wieder eine reine Statistikaufgabe :
Das Wirtschaftswachstum in Bayern liegt um A% höher als im Bundesdurchnitt.
Bayern hat y Feiertage.
Wieviele Feiertage braucht Gesamt-Deutschland, um das vom Bayern erzielte Witschaftswachstum zu erreichen.
Wieviele Feiertage braucht Gesamt-Deutschland, um das vom Bayern erzielte Witschaftswachstum zu verdoppeln.
Wo ist das Maximum der Funktion f(A/100) = y
de helfe bitte.
Erste Überschlagsrechnungen ergeben : bei 365 Feiertagen pro Jahr müsste sich ein (lokales?) Maximum ergeben. Nur : dann gibt es keine Wochenenden mehr!
nobody
19.06.2003, 23:39
ich bin für die abschaffung von feiertagen. ich finde 6 wochen urlaub reicht.
FK
19.06.2003, 23:43
Originalnachricht erstellt von larzerrus
ich bin für die abschaffung von feiertagen. ich finde 6 wochen urlaub reicht.
Wie lange stehst Du schon im Arbeitsleben?
Gruß,
Franz
ork
20.06.2003, 08:56
Originalnachricht erstellt von FK
Also brauchen wir MEHR Feiertage, und schon gehts uns besser...
Dann müssten Arbeitgeber aber mehr Leute einstellen, um das gleiche zu produzieren. (Wenn man zunehmende Automatisierung erstmal ausklammert.) Wie soll man denn so die Arbeitslosenquote aufrechterhalten? Bei solchen Arbeitszeitverkürzungsideen kommt doch am Ende immer heraus, dass mehr Menschen für ihre Arbeit bezahlt werden müssen; die können dann doch gar keine Arbeitslosenhilfe mehr bekommen. Dann macht es doch gar keinen Sinn mehr, diese zu kürzen. Und wenn die dann auf die Idee kommen, von ihrem Lohn etwas zu kaufen wurde womöglich sogar die Wirtschaft angekurbelt werden; über welche Flaute soll man denn dann jammern?
Das geht doch alles nicht. Da steckt eindeutig ein Denkfehler drin!
FK
20.06.2003, 10:17
Originalnachricht erstellt von ork
Dann müssten Arbeitgeber aber mehr Leute einstellen, um das gleiche zu produzieren. (Wenn man zunehmende Automatisierung erstmal ausklammert.) Wie soll man denn so die Arbeitslosenquote aufrechterhalten? Bei solchen Arbeitszeitverkürzungsideen kommt doch am Ende immer heraus, dass mehr Menschen für ihre Arbeit bezahlt werden müssen; die können dann doch gar keine Arbeitslosenhilfe mehr bekommen. Dann macht es doch gar keinen Sinn mehr, diese zu kürzen. Und wenn die dann auf die Idee kommen, von ihrem Lohn etwas zu kaufen wurde womöglich sogar die Wirtschaft angekurbelt werden; über welche Flaute soll man denn dann jammern?
Das geht doch alles nicht. Da steckt eindeutig ein Denkfehler drin!
:eek: Hast Du das etwa ernst genommen? :confused:
Habe mir die Sache mit den Feiertagen durch den Kopf gehen lassen und bin jetzt sogar bereit, auf zwei Feiertage zu verzichten:
auf den Oster- und den Pfingstsonntag.
Gruß,
Franz
bm
20.06.2003, 10:21
Originalnachricht erstellt von larzerrus
ich bin für die abschaffung von feiertagen. ich finde 6 wochen urlaub reicht.
Solange ich in der Schweiz arbeite.
ork
20.06.2003, 10:41
Originalnachricht erstellt von FK
Hast Du das etwa ernst genommen?
Ja, aber nicht ernst gemeint.
Habe mir die Sache mit den Feiertagen durch den Kopf gehen lassen und bin jetzt sogar bereit, auf zwei Feiertage zu verzichten:
auf den Oster- und den Pfingstsonntag.
:p Scherzkeks! Für Leute, die an Wochenenden arbeiten müssen ist das aber nicht so lustig.
FK
20.06.2003, 10:47
Originalnachricht erstellt von ork
:p Scherzkeks! Für Leute, die an Wochenenden arbeiten müssen ist das aber nicht so lustig.
Ich habe ja für mich gesprochen - ich muss nicht an Sonntagen arbeiten...
Gruß,
Franz
Tiefflieger
20.06.2003, 10:47
Freizeit ist durch nichts zu ersetzten, außer durch mehr Freizeit!
Ich halte diese Feiertagsstreichungsdebatte für reine Augenwischerei. Die Effekte dürften minimal sein. Aber man sollte sich doch mal die Arbeitstage unserer Politiker ansehen:
http://www.bundestag.de/europa/1601516.html
http://www.bundestag.de/info/151/1513.html
http://www.bundestag.de/info/151/1516.html
Mir persönlich fallen da sehr viele Lücken auf, die könnte man durchaus mit Arbeit auffüllen.
FK
20.06.2003, 11:03
Originalnachricht erstellt von Tiefflieger
Freizeit ist durch nichts zu ersetzten, außer durch mehr Freizeit!
Ich halte diese Feiertagsstreichungsdebatte für reine Augenwischerei. Die Effekte dürften minimal sein. Aber man sollte sich doch mal die Arbeitstage unserer Politiker ansehen:
http://www.bundestag.de/europa/1601516.html
http://www.bundestag.de/info/151/1513.html
http://www.bundestag.de/info/151/1516.html
Mir persönlich fallen da sehr viele Lücken auf, die könnte man durchaus mit Arbeit auffüllen.
Warum sollten sie denn arbeiten, wenn sie ihr Geld auch so bekommen? :rolleyes:
- übrigens kann man während parlamentarischer Sitzungen sehr gut Zeitung lesen, vor allem auf den hinteren Bänken...
Gruß,
Franz
nobody
20.06.2003, 12:08
Naja, die Webseiten können bei aller Politikerschelte kaum aufzeigen, was die wirklich arbeiten oder auch eben nicht.
Winas
20.06.2003, 12:09
Ich denke auch die Kürzung eines Feiertages hat einen minimalen Effekt! Vielleicht hilft das für eine kurze Zeit, aber schonb bald müsste man noch einen streichen...
mfg
Winas
PS
Politiker: Man sollte auch nicht immer die Diäten erhöhen :mad:
Tiefflieger
20.06.2003, 12:40
Originalnachricht erstellt von endar
Naja, die Webseiten können bei aller Politikerschelte kaum aufzeigen, was die wirklich arbeiten oder auch eben nicht.
Stimmt, aber es ist doch auffallend, wieviele Politiker neben ihrer Hauptaufgabe auch noch in diversen Aufsichtsräten ihre Zeit verbringen. Dann haben ettliche unserer Volksvertreter auch noch eine eigene Firma und so geht es weiter.
Offensichtlich ist die Politik kein Fulltimejob, dafür aber ganz nett bezahlt. Das nennt man dann Diäten, wobei das gemeine Volk unter dem Begriff "Diät" eigentlich etwas mageres, inhaltsarmes versteht.
Weiterhin fällt auf, daß Politiker bereits nach sehr kurzer Zeit gewaltige Pensionsansprüche erwerben, die ein normaler Arbeitnehmer auch nach 40 jähriger Berufstätigkeit niemals erreichen kann, aber die Arbeitnehmer sollen in Zukunft länger arbeiten bis zur Rente.
Wenn das so weitergeht, dann welchsle ich noch in die Politik, da könnte ich dann auf meiner Hinterbank die Zeitung während einer Sitzung lesen und es dann auch noch damit begründen, daß ich mich ja informieren muß, was in der Welt so geschieht, damit ich als Politiker die richtigen Schlüsse ziehe.
nobody
20.06.2003, 12:44
Mich stört an der ganzen Geschichte immer die Maßlosigkeit.
Selbst wenn man bereit ist, den Gürtel etwas enger zu schnallen, wird man mit Forderungen oder Realitäten konfrontiert, dass man nur noch mit dem Kopf schütteln kann oder eine Revolution anzetteln möchte.
Der Professor XY (schon wieder vergessen, den Namen :D) möchte alte Leute nicht mehr gesundheitlich versorgen, der NdsMinPräs Wulff möchte Kinder nicht mehr gesundheitlich versorgen, wann kommt denn endlich jemand auf die Idee, Arbeitslose nicht mehr gesundheitlich zu versorgen? Oder dass man 15 Euro Eintritt beim Arzt zahlen muss...
Wer soll sich denn das leisten können?
Wobei Herr Clement meint, dass wir uns die Steinkohlesubventionierung immer noch leisten können. Da geht man natürlich nicht dran.
Matzi
20.06.2003, 13:29
Originalnachricht erstellt von Winas
[...]PS
Politiker: Man sollte auch nicht immer die Diäten erhöhen :mad:
Allerdings. Dass ist meist noch die größte Schweinerei. Außerdem könnte man ja mal über eine Reduzierung der Zahlen von Landtags-/Bundestagsabgeordneten nachdenken...
FK
20.06.2003, 18:01
Originalnachricht erstellt von bm
Solange ich in der Schweiz arbeite.
Wir könnten den Schweizern ja ein paar Feier- und Urlaubstage abgeben (gegen Entgelt natürlich).
Gruß,
Franz
nobody
20.06.2003, 19:56
Also erstmal, deutschland hat nicht die meisten Feiertage in Europa, wir schwimmen da im mittelfeld. Und dann was bringt es wenn wir die feiertage abschaffen? Nix! Denn bei der wirtschaftlichen lage im moment ist es total überflüssig mehr zu produzieren. Überall haben die Firmen absatzschwierigkeiten und wir sollen auch noch mehr produzieren? Gibt das sinn? Ich glaube nicht. Denn wenn noch mehr wahre bei gleichbleibender oder sinkender nachfrage angeboten wird, dann verfallen die preise.
Und wie schon gesagt bayern hat super viele feiertage und hat trotzdem eine enorme wirtschaftsleistung und schleswig-holstein hat mit am wenigsten feiertage(heul) und eine echt beschissene wirtschaft(ok so ganz kann man das nicht veralgemeinern, da man ja auch die lokalen wirtschaftlichen gegebenheiten bzw die hauptsektoren - primär, sekundär, tertiär - sehen muß).
ich denke das war mal wieder so ein vorschlag nach dem motto:"verdammt uns gehts so schlecht, wir müssen was tun! Hat jemand ne Idee? Nö gut dann knobeln wir."
FK
20.06.2003, 20:33
Originalnachricht erstellt von strapinski
ich denke das war mal wieder so ein vorschlag nach dem motto:"verdammt uns gehts so schlecht, wir müssen was tun! Hat jemand ne Idee? Nö gut dann knobeln wir."
Jou, es muss was getan werden. Also tun wir was. Egal was; Hauptsache, man sieht, dass wir was tun... :D
Eher zum Heulen, weil Energieverschwendung...
Ich wüsste gern ein Patentrezept, weiß aber keines, und all das, was da von "Spezialisten" vorgeschlagen wird, taugt meiner Meinung nach höchstens dazu, die Probleme von einer Ecke in die andere zu schieben...
Gruß,
Franz
Lenchen
20.06.2003, 21:30
Hallo erstmal und danke für die zahlreichen Reaktionen und die nette Diskussion.... ich weiß jetzt, dass es noch viele Leute gibt, die genauso denken, wie ich, doch ich denk mir immer noch, dass diese Idee doch irgendeine Begründung haben muss, denn ansonsten "verärgert" man "das Volk" doch nicht damit, ihm vorzuschlagen, mehr zu arbeiten für gleiches Geld, oder? Weiß denn wirklich keiner, welche Vorteile es bringen würde?
FK
20.06.2003, 22:01
Originalnachricht erstellt von Lenchen
Weiß denn wirklich keiner, welche Vorteile es bringen würde?
Hab ich doch gesagt: die Firmen kriegen mehr Arbeit fürs gleiche Geld.
Gruß,
Franz
Lenchen
21.06.2003, 13:56
Ja, aber das bringt ihnen doch nichts, wenn ihnen keiner mehr abkauft, das könnte doch nie etwas gegen, sondern eher für mehr Arbeitslosigkeit und somit weniger Wirtschaftswachtum führen....
Selbst wenn die Firmen mehr erwirtschaften, wäre es dann nicht logisch, dass sie es in dieser "schlechten Zeit" aufheben und in die eigene Tasche stecken?
nobody
21.06.2003, 14:20
Tja lenchen das ist nunmal politik. Die muß keinen sinn machen! hauptsache es sieht so aus als wenn man was tut.
Leider ist deutschland schon so verkommen, daß über 3 Jahre lang wahlkampf geführt wird und das das eigentliche ziel den politikern immer weiter entgleitet. Sie versuchen sich immer mehr macht anzueignen aber dafür sind sie nicht gewählt worden. Sie sind einzig zu dem zweck gewählt worden, damit es dem volk gut geht und nicht um sich dauernd die diäten zu erhöhen oder pralerisch tausend sachen zu versprechen nur um gewählt zu werden! Genauso muß man auch die opposition tadeln, die dauernd sich zu neuen gesetzen verweigert nur um der regierung eins auszuwischen und dann selber wieder gewählt zu werden. Das ist aber mist, da so nie was zustande kommt und nur immer alberne kompromisse geschlossen werden, die meist dann noch schlechter sind als der vorherige zustand. Man sollte mal über seinen eigenen schatten springen und seinen eigenen machthunger zugunsten des volkes, daß einen ja schließlich gewählt hat und einem vertraut, zurückschrauben und sich auch mal auf gute vorschläge der anderen parteien einlassen und nicht immer alles torpedieren. ich meine die haben schon das glück das es so viele unterschiedliche parteien gibt, die alle unterschiedliche lösungen für ein problem sehen, da braucht man sich doch dann nur die beste raussuchen. Aber das geht ja anscheinend nicht.
Am liebsten würde ich Diktator werden um die chaotischen verhältnisse mal wieder zu ordnen und dann wieder dem Volk die macht geben.(ich weiß ich weiß, wer garantiert... und wie kannst du nur... und und und)
Mußt ich mal loswerden auch wenn es nicht ganz das richtige thema ist!
FK
21.06.2003, 15:53
Originalnachricht erstellt von strapinski
Tja lenchen das ist nunmal politik. Die muß keinen sinn machen! hauptsache es sieht so aus als wenn man was tut.
Leider ist deutschland schon so verkommen, daß über 3 Jahre lang wahlkampf geführt wird und das das eigentliche ziel den politikern immer weiter entgleitet. Sie versuchen sich immer mehr macht anzueignen aber dafür sind sie nicht gewählt worden. Sie sind einzig zu dem zweck gewählt worden, damit es dem volk gut geht und nicht um sich dauernd die diäten zu erhöhen oder pralerisch tausend sachen zu versprechen nur um gewählt zu werden! Genauso muß man auch die opposition tadeln, die dauernd sich zu neuen gesetzen verweigert nur um der regierung eins auszuwischen und dann selber wieder gewählt zu werden. Das ist aber mist, da so nie was zustande kommt und nur immer alberne kompromisse geschlossen werden, die meist dann noch schlechter sind als der vorherige zustand. Man sollte mal über seinen eigenen schatten springen und seinen eigenen machthunger zugunsten des volkes, daß einen ja schließlich gewählt hat und einem vertraut, zurückschrauben und sich auch mal auf gute vorschläge der anderen parteien einlassen und nicht immer alles torpedieren. ich meine die haben schon das glück das es so viele unterschiedliche parteien gibt, die alle unterschiedliche lösungen für ein problem sehen, da braucht man sich doch dann nur die beste raussuchen. Aber das geht ja anscheinend nicht.
Es hat sich ja wirklich eingebürgert, dass Partei A die Vorschläge der Partei B schon deswegen schlecht macht, weil sie von denen kommen.
Hätte A genau das Gleiche zuerst vorgeschlagen, dann hätte B eben alles für Humbug erklärt...
Am liebsten würde ich Diktator werden um die chaotischen verhältnisse mal wieder zu ordnen und dann wieder dem Volk die macht geben
In irgendeinem afrikanischen Staat lief das tatsächlich mal so - die korrupten Regierung wurde nach einem Militärputsch abgesetzt; nach einigen Jahrzehnten gab die Militärregierung ihre Macht freiwillig ab, es wurden Wahlen veranstaltet und eine Regierung gewählt.
Kann mich bloß nicht erinnern, wo das war...
Gruß,
Franz
EDIT: gefunden, war in Ghana, und die abgesetzte Regierung bestand auch aus Militärs.
Wie die Geschichte weitergeht:
http://www.dreadlocks.de/African_Reggae/Ghana/body_ghana.html
(z. B.)
bm
21.06.2003, 19:04
In irgendeinem afrikanischen Staat lief das tatsächlich mal so - die korrupten Regierung wurde nach einem Militärputsch abgesetzt; nach einigen Jahrzehnten gab die Militärregierung ihre Macht freiwillig ab, es wurden Wahlen veranstaltet und eine Regierung gewählt.....
Märchenerzähler gegangen.
...die dann noch korrupter war, als die alte.
Frei nach dem Motto : Wenn jeder an sich denkt, ist an jeden gedacht!
FK
21.06.2003, 19:34
Originalnachricht erstellt von bm
Märchenerzähler gegangen.
Die Geschichte ging doch damals reichlich durch die Presse. Nach dem Absetzen der vorhergehenden Regierung 1979 durch Jerry Rawlings gab es schon nach wenigen Monaten freie Wahlen; diese Regierung, an der Rawlings nicht beteiligt war, setzte er nach 2 Jahren wieder ab, regierte dann bis 1992, dann gabs wieder freie Wahlen. Rawlings wurde 1993 und 1997 zum Präsidenten gewählt.
Gruß,
Franz
Lenchen
24.06.2003, 21:40
Hmm... aber ob das der richtige Weg ist.. ich weiß nicht.
Das sagen ja irgendwie alle Diktatoren, dass sie nur das Wohl des Volkes im Sinn hätten... alles verändern wollen u.s.w.
Da ist es mir doch lieber, dass man als Volk wenigstens die Möglichkeit hat, die, die es nun ganz falsch gemacht haben, abzuwählen.
Mein Vorschlag für bessere Politik wäre ja mehr Bildung.
Wenn man einigen Leuten, die von ihrer Meinung FELSENFEST überzeugt sind, dass die Politik ja so schlecht sei, nur lange genug zuhört, merkt man oft, dass sie weder den Unterschied zwischen Bundestag und Bundesrat kennen, noch erklären können, was es denn nun bringt, dass sie nicht zur Wahl gehen/Protest wählen.
Das soll jetzt keiner falsch verstehen, ich bin auch nicht grade Begeistert von der Politik, aber ich überlege mir immer die Alternativen und komme dann schließlich zu dem Schluss, dass es so doch noch am besten funktioniert... Nämlich, als demokratischer Sozialstaat mit Gewaltenteilung und Föderalismus.
FK
24.06.2003, 21:47
Die Sache in Ghana war wohl mehr die Ausnahme; üblich ist es bei Diktatoren, dass sie sich und ihrer Sippe die Taschen vollstopfen und jegliche Opposition unterdrücken. So lehrt jedenfalls die Geschichte.
Gruß,
Franz
Lenchen
24.06.2003, 21:50
Aber ERZÄHLT haben sie trotzdem alle, das geschehe zum Wohle des Volkes u.s.w
FK
25.06.2003, 20:47
Originalnachricht erstellt von Lenchen
Aber ERZÄHLT haben sie trotzdem alle, das geschehe zum Wohle des Volkes u.s.w
Natürlich, auch wenn sie es selber nicht glaubten...
Doch zurück zum Thema:
Rein rechnerisch ließe sich natürlich die Anzahl der Arbeitsplätze vermehren, wenn man die Wochenarbeitszeit verkürzt (bei gleichem Lohn, versteht sich, damit Steuern und Beiträge nicht runtergehen).
Das wäre jetzt genau das Gegenteil zum ursprünglichen Vorschlag, der schon rechnerisch nicht funktionieren kann...
:rolleyes:
Gruß,
Franz
bm
25.06.2003, 22:58
Originalnachricht erstellt von FK
Rein rechnerisch ließe sich natürlich die Anzahl der Arbeitsplätze vermehren, wenn man die Wochenarbeitszeit verkürzt (bei gleichem Lohn, versteht sich, damit Steuern und Beiträge nicht runtergehen).
Das wäre jetzt genau das Gegenteil zum ursprünglichen Vorschlag, der schon rechnerisch nicht funktionieren kann...
:rolleyes:
Gruß,
Franz
Habe es mal kurz überschlagen : lim (Arbeitszeit -> 0) (bei gleichem Lohn, versteht sich, damit Steuern und Beiträge nicht runtergehen) sollte das Maximum an neuen Arbeitsplätzen geben.
ork
26.06.2003, 00:09
Originalnachricht erstellt von FK
Rein rechnerisch ließe sich natürlich die Anzahl der Arbeitsplätze vermehren, wenn man die Wochenarbeitszeit verkürzt (bei gleichem Lohn, versteht sich, damit Steuern und Beiträge nicht runtergehen).
Das wäre jetzt genau das Gegenteil zum ursprünglichen Vorschlag, der schon rechnerisch nicht funktionieren kann...
Was hat das Scheitern der ursprünglichen Rechnung mit dem Vorschlag der Verkürzung zu tun?
FK
26.06.2003, 07:14
Steht doch da:
Das wäre jetzt genau das Gegenteil zum ursprünglichen Vorschlag, der schon rechnerisch nicht funktionieren kann...
Also nochmal: mit einem Arbeitstag MEHR für alle kann man schon rechnerisch keine Arbeitsplätze schaffen (eher das Gegenteil).
Mit einer Verringerung der Arbeitszeit kann man zumindest neue Arbeitsplätze herausrechnen - womit ich aber unter keinen irgendwie gearteteten Umständen behaupten will, dass das auch funktioniert...
Gruß,
Franz
ork
26.06.2003, 07:30
Wo soll stehen, wieso man durch Arbeitszeitsverringerung keine Arbeitsplätze schaffen kann?
Originalnachricht erstellt von FK
Mit einer Verringerung der Arbeitszeit kann man zumindest neue Arbeitsplätze herausrechnen - womit ich aber unter keinen irgendwie gearteteten Umständen behaupten will, dass das auch funktioniert...
Und wieso sollte das nicht funktionieren?
Allein um Arbeitsplätze zu erhalten ist doch durch ständige Automatisierung eine Arbeitszeitszeitverkürzung nötig.
FK
26.06.2003, 09:38
Originalnachricht erstellt von ork
Wo soll stehen, wieso man durch Arbeitszeitsverringerung keine Arbeitsplätze schaffen kann?
Und wieso sollte das nicht funktionieren?
Allein um Arbeitsplätze zu erhalten ist doch durch ständige Automatisierung eine Arbeitszeitszeitverkürzung nötig.
Nee, wenn weniger Arbeutszeit erforderlich ist, werden eben entsprechend Arbeitsplätze abgebaut.
So rechnet man das.
Gruß,
Franz
ork
26.06.2003, 20:03
Originalnachricht erstellt von FK
Nee, wenn weniger Arbeutszeit erforderlich ist, werden eben entsprechend Arbeitsplätze abgebaut.
:yes: So wird's gemacht.
So rechnet man das.
Und das ist ja gerade der Fehler - in meinen Augen.
Man könnte doch auch die Leute weniger arbeiten lassen.
Was gerne übersehen wird ist die ständige Produktivitätssteigerung pro Arbeitnehmer. Der Unternehmer verdient daran; der Arbeitnehmer muss um seinen Job bangen.
FK
26.06.2003, 20:32
Ja, ork, so ist halt das Leben.
Es ist eine typisch menschliche (nicht nur...) Eigenschaft, sich möglichst viele Vorteile zu verschaffen und möglichst wenig abzugeben, wenn es sich vermeiden lässt.
Verteile beliebig große Geldgeschenke an beliebig viele Leute, und Du wirst sehen, dass die allermeisten das Geld für sich behalten und nur wenige es an Menschen abgeben, die es nötiger haben...
Wer tatsächlich glaubt, dass durch mehr Arbeit fürs gleiche Geld oder durch Erleichterung von Entlassungen Arbeitsplätze geschaffen werden, muss sich vorhalten lassen, verdammt hoch über der Realität zu schweben.
Ein Unternehmen wird dann Leute einstellen, wenn die Nachfrage nach seinen Produkten so ansteigt, dass die Produktion mit dem bestehenden Mitarbeiterstamm nicht zu bewältigen ist.
Gruß,
Franz
ork
26.06.2003, 21:25
Originalnachricht erstellt von FK
Ein Unternehmen wird dann Leute einstellen, wenn die Nachfrage nach seinen Produkten so ansteigt, dass die Produktion mit dem bestehenden Mitarbeiterstamm nicht zu bewältigen ist.
Nur kann sie [die Nachfrage] das halt nicht, wenn alle Unternehmen - bis es soweit ist - niemandem Geld geben.