Wir hatten jetzt gerade in Chemie Zucker, also Aldosen und Ketosen.
Mein Problem ist, dass ich mir die einfach nicht merken kann, also was was ist. Z.B. Ribose, Fructose, Glucose, Sorbose und die anderen 10000 Zucker :D :confused:
Wie kann man sich das merken? Gibts da irgendeine Hilfe? Die "ta tü ta ta"-Regel für die Anordnung der Hydroxylgruppen kenn ich schon, aber gibts da was anderes?
Noch eine andere Frage: Kann man die Vorsilbe "hydroxy" eigentlich auch so schreiben: "hydroxi"? Hat unser Chemielehrer sich da vertan oder geht das? Ich komme drauf, weil ja z.B. die Ketosen Polyhydroxiketone sind. Also jetzt mit "i" oder "y"?
bm
11.06.2003, 17:47
benutzte mal die Suchfunktion :
Stichwort : Alle alten Gänze...
buba
11.06.2003, 17:55
Originalnachricht erstellt von theplaya
Noch eine andere Frage: Kann man die Vorsilbe "hydroxy" eigentlich auch so schreiben: "hydroxi"? Hat unser Chemielehrer sich da vertan oder geht das? Ich komme drauf, weil ja z.B. die Ketosen Polyhydroxiketone sind. Also jetzt mit "i" oder "y"?
Ich glaube nicht. Man schreibt zwar Hydroxid so, aber...
nobody
19.06.2003, 16:42
@theplaya
bei solchen sachen ist es immer sinnvoll mit karteikarten zu lernen. das bringt wirklich was, vor allem, wenn es so viele sachen auf einmal sind und man keine eselsbrücken mehr findet. :yes:
LG
Pina
Godwael
20.06.2003, 11:49
Guck dir mal Emil Fischers Verfahren zur Strukturaufklärung der Hexosen an. Das ist nicht nur spannend, sondern bringt auch jede Menge neuer Eselsbrücken. :)
nobody
05.05.2004, 16:18
Mnemotechnik ist da wohl das Stichwort schlechthin.
Dazu verwandelt man die schlecht merkbaren Namen in gut merkbare Bilder und stellt sich diese vor seinem inneren Auge in allen Einzelheiten vor. Ich weiß selbst, dass das ziemlich abgefahren ist, aber wenn es hilft, warum nicht!
Ribose:
(Dazu fällt mir auch nichts ein.)
Fructose:
Ich stelle mir vor, wie ich eine Frucht (Grapefruit) in eine Dose stopfe.
Glucose:
Über eine Glut von Lava rennt schreiend Moses.
tapas
22.05.2004, 00:59
eeeehhhmmmmm....
das merkt man sich halt einfach - so wie unheimlich viel andere Sachen auch (Biologie, Physikformeln, Chemische Formeln, ein paar Naturgesetze und Konstanten, die Zahl Pi, den Mädchennamen seiner Mutter etc. usw. )
Und wenn Du es Dir nicht merkst - dann eben nicht.
Got a brain?
D@nny
23.05.2004, 18:08
Ribose:
(Dazu fällt mir auch nichts ein.)
Fructose:
Ich stelle mir vor, wie ich eine Frucht (Grapefruit) in eine Dose stopfe.
Glucose:
Über eine Glut von Lava rennt schreiend Moses.
Ich denke nicht, dass die Person Probleme mit den Namen hatte, lediglich mit der Zuordnung, sprich der Struktur des Moleküls.
Auswendig lernen hilft meiner Meinung nach nichts (evenutell nur bei Zahlen, aber selbst da). Mit einem System (was auch ein Merksatz sein kann) kann man sich die Sachen oft besser herleiten.
Guck dir mal Emil Fischers Verfahren zur Strukturaufklärung der Hexosen an. Das ist nicht nur spannend, sondern bringt auch jede Menge neuer Eselsbrücken
z.b
Gerade in der Organischen und der Biochemie gibt es soviele Trivialnamen. Es ist wirklich nicht mehr schön.
Rolando
23.05.2004, 18:27
Gerade in der Organischen und der Biochemie gibt es soviele Trivialnamen. Es ist wirklich nicht mehr schön.
Wie findest du denn "7,8-dimethyl-10-(2,3,4,5-tetrahydroxypentyl)benzo[g]pteridine-2,4(3H,10H)-dione"? Einfach? Nun, ich merke mir lieber Vitamin B2 oder Riboflavin.
Will sagen: Die systematische Nomenklatur ist zwar schön, aber häufig geht der Verständlichkeit halber nichts über einen Trivialnamen.
zarathustra
23.05.2004, 18:31
Es ist natürlich nicht so, dass man sich alle Zucker mit Strukturformel merken müsste, wenn man die wichtigsten kennt, ist das doch absolut ausreichend.
Wenn es Dir allgemein um's Lernen geht, ein Beispiel, wie ich am Besten Fakten lernen kann:
Spätestens zum 2. Semester Chemie sollte man ja die meisten Elemente der Chemie mit Verbindungen, Vorkommen, Herstellung, Verwendung usw. auswendiglernen, dabei habe ich mir zu jedem Element eine Seite allgemeines aufgeschrieben (lose Blätter) und nochmal Extra-Blätter mit Verbindungen. Dann habe ich mir alles mögliche aus dem Haus zusammengesucht, was mit der Verwendung / dem Vorkommen der einzelnen Elemente zu tun hat (z.B. PVC-Proben, Bleichlauge, Kochsalz usw. für Chlor), die ganzen Sachen habe ich dann nach Elementen und diese nach Gruppen aufgeteilt in eine große Vitrine gestellt.
Dann hatte ich zum Lernen mein Wohnimmer quasi ausgeräumt und mit ein riesiges Periodensystem aus den einzelnen DIN-A-4-Elementblättern gelegt und dann gruppenweise gelernt.
Auch wenn sowas für die Meisten ziemlich bescheuert wirken mag, finde ich für mich diese Art des Lernens ganz nett, weil man die einzelnen Sachen anfassen und im wahrsten Sinne des Wortes "begreifen" (hat sich mal jemand Gedanken darüber gemacht, woher dieses Wort kommt?) kann und so besser lernt.
D@nny
26.05.2004, 15:55
Es ist natürlich nicht so, dass man sich alle Zucker mit Strukturformel merken müsste, wenn man die wichtigsten kennt, ist das doch absolut ausreichend.
Wenn es Dir allgemein um's Lernen geht, ein Beispiel, wie ich am Besten Fakten lernen kann:
Spätestens zum 2. Semester Chemie sollte man ja die meisten Elemente der Chemie mit Verbindungen, Vorkommen, Herstellung, Verwendung usw. auswendiglernen, dabei habe ich mir zu jedem Element eine Seite allgemeines aufgeschrieben (lose Blätter) und nochmal Extra-Blätter mit Verbindungen. Dann habe ich mir alles mögliche aus dem Haus zusammengesucht, was mit der Verwendung / dem Vorkommen der einzelnen Elemente zu tun hat (z.B. PVC-Proben, Bleichlauge, Kochsalz usw. für Chlor), die ganzen Sachen habe ich dann nach Elementen und diese nach Gruppen aufgeteilt in eine große Vitrine gestellt.
Dann hatte ich zum Lernen mein Wohnimmer quasi ausgeräumt und mit ein riesiges Periodensystem aus den einzelnen DIN-A-4-Elementblättern gelegt und dann gruppenweise gelernt.
Geil,
das merk ich mir! Das ist ja ober genial!
Wie findest du denn "7,8-dimethyl-10-(2,3,4,5-tetrahydroxypentyl)benzo[g]pteridine-2,4(3H,10H)-dione"? Einfach? Nun, ich merke mir lieber Vitamin B2 oder Riboflavin.
Schon wahr, aber bei dem Stammnamen weiß ich wenigstens was für ne Struktur vorliegt. Das fehlt mir oft bei den Trivialnahmen. Bei den Vitaminen geht es ja noch, aber wenn es dann so Namen sind, zu denen ich gar keine Verbindung finde, macht es mir schon zu schaffen. Aber es gibt ja noch die Karteikarten.
nobody
26.05.2004, 17:22
Ich möchte an dieser Stelle auf das BrainBoard (http://www.brainboard.de.vu/) verweisen, welches sich intensiv mit dem Thema "Lernen" befasst.
nobody
25.10.2004, 12:45
Hi
Ich lerne meist durch Wiederholung also mermal aufmerksam und laut Lesen und nicht zu schnell wenn ich das dann immer noch nicht drinne hab dann schreib ich den ganzen Text auf dann klappt das meistens.
Gruß
Christian
nobody
25.10.2004, 13:36
Ich bin Elektrotechniker und kein Chemiker, daher ist mein Tipp vielleicht auf die Chemie nur bedingt anwendbar. Hier kommt er trotzdem:
Man merkt sich Sachen nicht, indem man sie liest, sondern indem man sie BENUTZT.
Im Falle von Formeln und Rechenverfahren heißt das: Üben, üben und nochmal üben. Also mit den Formeln herumrechnen.
In der Chemie würde ICH versuchen, entsprechende Reaktionsgleichungen mit den beteiligten Stoffen hinzuschreiben. (Nicht auswendig irgendwo abschreiben, sondern selbst überlegen, was passieren müsste, wenn Stoff A mit Stoff B reagiert.)
Wie gesagt, ich kann nicht beurteilen, wie brauchbar dieser Tipp für die Chemie ist.
Edit:
Wenn es zu kompliziert oder zu aufwendig ist, Reaktionsgleichungen zu formulieren, dann wenigstens die Strukurformeln der Stoffe selbst hinzeichnen. Das prägt ebenfalls besser ein als nur lesen.
Aktives Lernen ist immer besser als passives.
Die Karteikartenmethode wurde oben genannt. Meiner Meinung nach ist hier das Anfertigen der Karteikarte ein wesentlicher Teil der Lernarbeit, das nachträgliche Lesen der selben ist eine gute Ergänzung für lange Busfahrten.